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Nordkoreanische Spionin in Südkorea aufgeflogen und verurteilt

Won Jeong-hwa wurde in Südkorea wegen Spionage für Nordkorea zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die überraschend milde Strafe wurde verhängt, weil die Angeklagte glaubhaft versicherte, ihre Taten zu bereuen und außerdem noch ihren Schwiegervater - ebenfalls wegen Spionage - auslieferte.

Won wurde in Nordkorea geboren und nach einer Verhaftung wegen Diebstahls vom Geheimdienst rekrutiert. In Südkorea gab sie sich als Überläuferin aus, verführte Militärpersonal, um an geheime Informationen zu kommen und spionierte echte Überläufer aus.

Als Muster-Überläuferin tourte sie offiziell durch Militäranlagen, hielt Vorträge über die Bösartigkeit des Regimes von Nordkorea und spionierte dabei. Außer Spionage hatte Won noch einen Auftrag: Sie hätte einen prominenten Überläufer mit einer vergifteten Nadel ermorden sollen.


WebReporter: veggie
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Nordkorea, Südkorea, Spion
Quelle: www.dailymail.co.uk

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.10.2008 23:38 Uhr von veggie
 
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Das Urteil finde ich sehr menschlich - es hätte ihr sogar die Todesstrafe gedroht. Sie hat das sicher nicht freiwillig gemacht, sondern wurde gezwungen.
"Meine Sünde ist, im Norden geboren zu sein", wie sie im Verhör sagte.

Nordkorea hat nur mehr Verachtung für sie übrig - für ihre früheren Vorgesetzten ist sie nichts als "menschlicher Abschaum".

In der Berichterstattung wird Won mit Mata Hari verglichen. Deren trauriges Schicksal bleibt ihr wenigstens erspart!
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16.10.2008 08:38 Uhr von TheJudger
 
+6 | -4
 
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So besonders: Ist ja nichts besonderes, daß Spione gefangen genommen werden.

Sieht man sich mal in Deutschand um, wo "deutsche" Politiker Bürgerdaten an die Amis weitergeben müßte dort ja auch gegen Spionage/Verrat ermittelt werden!
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16.10.2008 09:04 Uhr von meisterallerklassen
 
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Eigentlich würde die News: als Update zu den vorherigen News gelten denke ich!

Schon über Ihre Festnahme wurde hier berichtet!
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16.10.2008 14:15 Uhr von KingPR
 
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@Autor: Und wie hat der Norden sie gezwungen als sie im Süden rumlief?

P.S.: Sie trägt den gleichen Namen wie die Staatswährung, sehr
amüsant^^
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16.10.2008 18:56 Uhr von veggie
 
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@KingPR: Nachdem sie ja selber mit Mordauftrag unterwegs war - der nordkoreanische Geheimdienst hätte sie auch in Südkorea exekutieren können.

Und außerdem ist ihre Familie in Nordkorea und damit der Regierung und dem Geheimdienst ausgeliefert.
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16.10.2008 22:02 Uhr von KingPR
 
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veggie: Ja gut, aber dann hätte sie sich nicht kooperativ zeigen sollen, ihre ganze Familie sitzt jetzt mit fast an Sicherheit grenzender Sicherheit in einem KZ im Nordosten, denn es gilt Sippenhaft in Nordkorea.

Und wenn sie das Wohl ihrer Familie für eine geringere Haftstrafe eintauscht, kann sie ihr wohl nicht ganz so wichtig sein. Dann hätte sie auch ein freies Leben - südkoreanisches Zeugenschutzprogramm - für den gleichen Preis haben können, denn wenn sie sie wirklich töten wollen, dann stirbt sie in 5 Jahren wenn sie rauskommt.

Denn die Wahrscheinlichkeit nicht geschnappt zu werden (oder in den Norden zurückzukehren) scheint wohl gering zu sein.
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16.10.2008 22:15 Uhr von veggie
 
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@KingPR: Kann der Argumentation nicht ganz folgen.

Wer sagt, daß in Nordkorea Sippenhaft gilt? Ist das eine Tatsache oder eine Vermutung?

Eintauschen? Sie wurde in Südkorea geschnappt und hatte Glück, nicht zum Tod verurteilt zu werden. Vor einem südkoreanischen Gericht kann sie für ihre Familie in Nordkorea gar nichts aushandeln.

Ich sehe das eher so, daß sie nach ihrer Enttarnung und Verhaftung als Spionin wertlos und damit auch für den Geheimdienst uninteressant ist.
Geheimdienste sind meiner Meinung nach sehr praktisch orientiert und werden keine Zeit damit vergeuden, jetzt fünf Jahre lang Rachepläne zu schmieden und sie dann zu ermorden. Dafür ist sie jetzt einfach zu unwichtig, weil nutzlos.
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17.10.2008 00:04 Uhr von KingPR
 
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veggie: Sippenhaft gilt dort, dass ist Fakt. Angehörige von Regimefeinden werden dort als Menschen dritter Klasse behandelt. Und um als Regimefeind zu gelten musst du nur sagen, dass Kim fett ist.

Sie hat die ganze Geschichte erzählt um ihre eigene Haut zu retten und hat damit dem nordkoreanischem Geheimdienst Schaden zugefügt (weil die Südkoreaner jetzt wissen wie die Nordkoreaner vorgehen). Hätte sie geschwiegen hätte Nordkorea nichts schwerwiegendes gegen die Familie unternommen (weil es ja kein selbstverschuldetes Vergehen war und dem Land kein Schaden entstand), aber jetzt hungert die Familie mit hoher Wahrscheinlichkeit im Nordosten und verrichet Zwangsarbeit.

Und veggie, wenn dem, was du in deinen letzten beiden Sätzen geschrieben hast, so ist, warum hätte der Geheimdienst sie dann umbringen sollen wenn sie desertiert wäre, wie du weiter vorne angedeutet hast?
Dann hätte sie auch einfach desertieren können, wenn es den Geheimdienst nicht juckt.
Du musst das nämlich andersherum sehen:
Bestrafungen sind sinnvoll, denn sie verhindern das sich ein solches Verhalten (das Verraten von Staatsgeheimnissen / Desertieren) durch andere Agenten widerholt, weil diese dann wissen, dass Kim sie töten lässt wenn sie es tun.
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17.10.2008 06:29 Uhr von veggie
 
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@KingPR: Sie ist aufgeflogen und wurde verhaftet. Dafür kann sie nichts.
Das ist etwas anderes, als wenn sie desertiert wäre - das wäre Verrat gewesen.

Sie selbst hatte auch den Auftrag, einen Deserteur zu ermorden - und nicht jemanden, der verhaftet worden ist!

Du widersprichst Dir auch ein bißchen selbst - zuerst zweifelst Du an, daß der Norden sie gezwungen hat, als sie im Süden war, und dann bringst Du die Sippenhaft ins Spiel. Woher hast Du diese Information - wo steht das?
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17.10.2008 08:00 Uhr von veggie
 
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@The Judger: Sooo gewöhnlich ist das auch wieder nicht - inzwischen findest Du die Story in allen Schlagzeilen. Und das letzte mal, daß eine Spionin gefaßt wurde, war übrigens 1992.
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17.10.2008 13:49 Uhr von KingPR
 
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veggie: Oh Mann veggie...
Das mit der Sippenhaft habe ich aus einer Dokumentation von 2004, dort hat ein geflohnener Nordkoreaner über das System berichtet (und soviel hat sich da nicht getan).

Und sie konnte etwas dafür das sie Gestanden hat, nicht das sie geschnappt wurde. Es war aus nordkoreanischer Sicht war es wahrscheinlich schon Verrat das sie sich nicht sofort nach der Verhaftung selbst umgebracht hat (um die Erzwingung von Informationen zu verhindern) - da hätte sie auch desertieren können.
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17.10.2008 19:08 Uhr von veggie
 
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@KingPR: Schön, mit Deiner Info über Sippenhaft bestätigst du wieder das, was ich geschrieben habe und Du zuerst unbedingt NICHT glauben wolltest - und was auch in der Quelle steht - sie hatte Angst um ihre Familie.
(Aus der Quelle: ´I wanted to turn myself in,´ she said through tears at a previous hearing, ´but I just could not because of fears for my relatives in the North.´)

Ich nehme zur Kenntnis, daß wir unterschiedlicher Meinung sind:
Für mich ist es ein Unterschied, ob jemand desertiert (in vielen Ländern mit der Todesstrafe bedroht, besonders im Kriegszustand, in dem sich Nord- und Südkorea ja nach wie vor befinden) oder gefangengenommen wird (meines Wissens nirgends strafbar).
Für Dich macht es kaum einen Unterschied, auch gut.
Jeder hat das Recht auf seine Meinung.

Jedenfalls wird nirgends darüber berichtet, wie es ihrer Familie jetzt geht, und auch nicht, daß sie von Nordkorea jetzt als Verräterin angesehen wird.

Warum habe ich das Gefühl, daß Du einfach um jeden Preis widersprechen willst?
Tut mir leid, daß sie gestanden hat und Dir das nicht in den Kram paßt, aber sie hat es nun mal getan und ich kann echt nichts dafür!

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