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Spanien: "Javier" ist Spaniens erstes "Designer-Baby"

Andrés ist sechs Jahre alt und leidet an einer genetisch bedingten Bluterkrankung (Beta-Thalassämie). Sein neugeborener Bruder Javier soll mittels Zellen seines Nabelschnurblutes eine Rückenmarktransplantation für den älteren Bruder ermöglichen.

Bei diesem Verfahren wird nach der künstlichen Befruchtung mittels Präimplantationsdiagnostik das passende Embryo ausgewählt, dessen Gewebemerkmale am besten zum Empfänger passt. Ein ähnlicher Fall ereignete sich 2003 in Großbritannien.

Die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich mit einer vollständigen Heilung gerechnet werden kann, liegt bei 70 bis 90 Prozent. Javiers künstlich gezeugtes Leben könnte somit seinem Bruder das Leben retten.


WebReporter: corazon
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Baby, Spanien, Design, Designer
Quelle: www.freenet.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.10.2008 13:40 Uhr von corazon
 
+0 | -0
 
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Und die anderen, nicht benötigten Embryonen?

Das ist schon eine ziemlich kontroverse Angelegenheit. Hat viele Vorteile aber genauso viele Nachteile.
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15.10.2008 14:48 Uhr von TremoSepp
 
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einerseits ist es sicher gut, dass so dem älteren Bruder geholfen werden kann...
Aber gleich nur um diesen zu heilen viele Menschenleben künstlich zu erzeugen und dann den besten auswählen find ich schon arg...
Also ich würd Probleme damit haben, wenn man mir erklären würde, dass ich nur zur Welt gekommen bin um jemand anderen zu heilen.
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15.10.2008 15:04 Uhr von CRK277
 
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Oh mein Gott!!! Man stelle sich vor, die Eltern haben sich eigentlich mehr auf die Geburt des Kindes gefreut, weil daurch - vielleicht - ihr anderes Kind überlebt und nicht, weil sie ein zweites Kind kriegen.

Das ist echt traurig!!! Wie will man das später einmal dem Kind erklären??? Wenn es das nicht schon aus Zeitungen o.ä. erfährt...
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15.10.2008 15:05 Uhr von DerBibliothekar
 
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Na Toll: "Mama, warum bin ich geboren worden?"
"Wir brauchten Ersatzteile für deinen großen Bruder"
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15.10.2008 17:36 Uhr von KingPR
 
+2 | -0
 
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Es ist zwar toll: das damit dem Bruder geholfen werden kann, aber dadurch könnte Javier schwere Schäden, beispielsweise eine Lähmung, davontragen, was meiner Ansicht vom Recht auf körperliche Selbstbestimmung widerspricht. Hätte man nicht einfach einen Blasenkeim schlachten können um aus den Stammzellen das benötigte Gewebe zu gewinnen?
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15.10.2008 20:35 Uhr von Luzifers Hammer
 
+0 | -0
 
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Kann man bestimmt in Zukunft Bomben Renditen mit erzielen.
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15.10.2008 22:34 Uhr von normalo78
 
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@KingPR: warum sollte er eine Schädigung davon tragen, es handelt sich, wie in der News geschildert, nicht um eine normale Rückenmarktransplantation. Dem Baby wird nichts entnommen, sondern das Nabelschnurblut mit den Stammzellen verwendet.

Im Übrigen gibt es wohl viel schlechtere Gründe, geboren zu werden und im Prinzip kann der Kleine doch auch stolz darauf sein, seinem Bruder das Leben gerettet zu haben. ...falls das überhaupt klappen sollte, was ich ihm natürlich wünsche.

Designer-Baby würde ich ihn übrigens auch nicht nennen, darunter stellt man sich doch allgemein vor, ein Kind nach äußeren Merkmalen zumindest auszusuchen, wenn nicht sogar (später sicher irgendwann möglich) genetisch auf die Vorlieben der Eltern abgeändert.

Noch etwas zur News, die Formulierung des zweiten Absatzes ist etwas unglücklich, denn sie bezieht sich direkt auf den ersten Absatz, der aber nicht damit gemeint sein kann. ;)

Gruß
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16.10.2008 10:24 Uhr von Ice_Cream_Man
 
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Ich finde es moralisch sehr bedenklich: Wir sollten die Finger von manchen Genexperimenten lassen. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.

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