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Katholische Kirche: Erzbischof kritisiert langweilige Predigten

Das Urteil des katholischen Erzbischofs von Tucson im US-Bundesstaat Arizona Gerald F. Kicanas fällt eindeutig aus. "Tödlich langweilig" sei das, was in vielen Kirchen den Gläubigen verkündigt wird, urteilt der streitbare Kirchenobere.

So entschloss sich Kicanas, dem Papst eine Empfehlung auszusprechen. Das Paulus-Jahr, das noch bis Juni kommenden Jahres andauert, soll auch ein Jahr der Predigt werden. Die Seelsorger sollen dabei das Predigen trainieren. Auch andere Würdenträger unterstützen das Vorhaben.

Selbst die Bibel kennt entsprechende Textpassagen, die seine Argumentation stützen. So zitiert Kicanas gerne eine Episode aus der Apostelgeschichte, in der ein junger Mann nach einer Predigt in den Schlaf und anschließend aus dem Fenster fällt. Paulus selbst soll ihn gerettet haben, heißt es dort.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kirche, Erzbischof, Katholisch
Quelle: www.welt.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.10.2008 18:43 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Ich kann mich noch gut an meinen Pfarrer erinnern. Er war wohl einer der Besseren. Allerdings muss man einräumen, dass viele Priester weitaus mehr für ihre Gemeinde machen als nur zu predigen. Sie sind dabei nicht selten Stützen eines ganzen Netzwerks von Hilfe- und Beratungsangeboten. Eine verbesserte rhetorische Befähigung ist zwar durchaus sinnvoll, aber da müsste sich noch etwas mehr in der Kirche ändern.
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12.10.2008 20:12 Uhr von Noseman
 
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Nur mal so ein Tipp eines Atheisten: Ein pädagogischer Grundsatz lautet, das man den Schüler (bzw. hier den Laien) dort abholen musss,woer steht.

Will heissen:

Viele (auch und besonders christliche) Menschen heute kennen die bibelgeschichten nicht, lesen diese auch nicht und verstehen die Sprache auch nicht, trotz Religions- und Konfirmandenuntericht (oder vielleicht gerade deswegen).

- Predigten müssen in möglichst moderner, verständlicher Sprache vorgetragen werden. Wenn der Empfänger auf einer anderen Freequenz als der Sender ist, kommt nicht an außer Langeweile.

- Der Prediger darf nicht davon ausgehen, dass automatisch jeder Zuhörer alle theologischen Feinheiten kennt; im Zweifelsfalle lieber das mal als Anlass nehmen, diese nochmal en passant (so mal eben nebenbei) zu erklären.
Denn auch wenn man etwas gheört oder gelesen hat und auch die Zeichen versteht, heisst das noch lange nicht dass der Inhalt verstanden wurde.
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12.10.2008 21:31 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@noseman: Du sagst es:
Die letzte Predigt, die ich in einer Kirche gehört habe, liegt schon einige Zeit zurück. Der Pfarrer war nicht wirklich talentiert, seine Stimme klang irgendwie unsicher und was er erzählte, brauchte ich nicht zu vergessen, weil ich es mir gar nicht gemerkt hatte. Vielmehr kämpte ich die ganze Zeit gegen das Einnicken, mit mäßigem Erfolg, wie ich zugeben musste.

Du hast Recht, dieser Einwand trifft mit Sicherheit auf nicht wenige zu....

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