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Finanzkrise: Britisch-isländische Freundschaft am Ende

Die traditionell gute Beziehung zwischen den Inselstaaten Großbritannien und Island ist durch die Finanzkrise zerstört. Zunächst stieß sich der britische Finanzminister Gordon Brown daran, dass Island für britische Anleger keine Garantieerklärung abgab und nannte dieses Vorgehen "illegal".

Denn zahlreiche britische Kommunen hatten wohl auf Island mit gut einer Milliarde Pfund investiert und sind nun finanziell angeschlagen. Großbritannien griff darauf hin zum Anti-Terror-Gesetz und fror Gelder der isländischen "Landsbanki" ein.

Islands Regierungschef Geir Haarde bezeichnete das Vorgehen der Briten als "unfreundlichen Akt". So könne man nicht mit NATO-Alliierten umspringen. In den Siebzigern gab es zwischen den Inselstaaten schon harsche Auseinandersetzungen um Fischereirechte. Danach jedoch dominierte die Freundschaft.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Ende, Freund, Finanz, Finanzkrise, Freundschaft
Quelle: www.welt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.10.2008 09:29 Uhr von no_trespassing
 
+0 | -0
 
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Tja, beim Geld hört die Freundschaft auf. Altes Sprichwort.

Großbritannien wird die Finanzkrise schwer treffen, weil es die einzige Wachstumsbranche war, die die bisher hatten. London als Europas Bankenzentrum, Börse, usw. Kein Wunder also, dass die jetzt um jeden Penny kämpfen.
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11.10.2008 10:35 Uhr von phil_85
 
+18 | -0
 
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Ist: ja aber auch interessant, wofür alles so ein Anti-Terror-Gesetz genutzt werden kann...
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11.10.2008 10:52 Uhr von nonotz
 
+7 | -1
 
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irgendwie: sind die im kindergarten? nur weil die keine garntie für die gelder geben können, frieren sie die konten ein...
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11.10.2008 11:59 Uhr von tinitus01
 
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Antiterror Gesetz: gegen "freunde" einsetzten ist auch mal was !
so schnell werden aus Freunden ma ebend terroristen gemacht !
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11.10.2008 12:05 Uhr von Numanoid
 
+0 | -5
 
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@nonotz: Würde ich auch so machen. Finde es gut daß der britische Staat etwas unternimmt um die Ansprüche seiner Bürger zu sichern. Daran sollten sich merkel und Co ein Beispiel nehmen.
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11.10.2008 13:14 Uhr von artefaktum
 
+2 | -1
 
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Beim Geld hört ja bekanntlich die beste Freundschaft auf.

</klugscheissmodus: off>
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11.10.2008 14:29 Uhr von GeraldAl
 
+1 | -0
 
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Britisch-isländische Freundschaft am Ende? der einstufung der britischen überreaktion als "unfreundlichen Akt" kann ich nur zustimmen; ob aber die freundschaft unter regierungen damit gleich zu ende ist, glaube ich weniger

überhaupt sollte man hier einige differenzierungen vornehmen:

1) die expansionspolitik der isländischen banken hat sich im nachhinein als schwerer fehler erwiesen. diese kritik steht.
aber: haben es viele andere nicht ebenso gemacht? und wer hat NICHT davor gewarnt?

2) genau dazu gehören auch die anleger, die für sich zwar günstige renditen wollen, aber das risiko unterschätzt haben. zu sagen "selbst schuld", wären diese britischen kommunen nicht so geldgierig gewesen, ist allerdings auch nicht unbedenklich: schließlich haben diese kommunen nur das geld ihrer einwohner gut zu verwalten versucht (schwer, daraus einen vorwurf zu machen)

3) andererseits hat die isländische regierung die pflicht, die interessen der isländer bzw. des isländischen staates zu sichern - und nicht die der briten! das ist sache der briten...

4) grosses problem: der isländische staat hat einfach nicht die ressourcen, um alle folgen (auch die für die briten) auszugleichen, die die isländischen banken verursacht haben

das ist aber nicht terror im sinne von anti-terror-gesetzen

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