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Fehler bei Internetauktion: Sechs-Meter-Yacht für 22,50 Euro

Ein Kölner wollte seine sechs Meter lange Yacht bei einer Internetauktion verkaufen und rechnete mit mindestens 12.000 Euro Erlös.

Da er aber vergessen hatte, ein Mindestgebot anzugeben, ging das Boot für das Höchstgebot von 22,50 Euro an einen Bochumer.

Der Verkäufer klagte, weil er die Yacht nicht derart unter Wert abgeben wollte und gab "technische Probleme" und ein "Versehen" zum Anlass, den Kaufvertrag unwirksam zu machen. Die Richter sahen das anders und erklärten die Internetauktion für rechtskräftig.


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WebReporter: corazon
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Euro, Internet, Meter, Fehler, Yacht
Quelle: www.express.de

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66 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2008 09:13 Uhr von corazon
 
+0 | -0
 
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Dumm gelaufen. Ist zwar ärgerlich aber rechtlich korrekt.

Wenn er einen Fehler macht, darf der andere nicht den Schaden haben.
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10.10.2008 09:30 Uhr von k1ck
 
+52 | -5
 
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Wer sich bei so einer: Sache vertippt, ist selber Schuld.
Schon bei kleineren Auktionen passt man auf, aber wenns dann um eine Yacht geht?

Wohl klar dass man dann 2 Mal den Geldbetrag nachliest.
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10.10.2008 09:35 Uhr von Croud
 
+41 | -2
 
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Also ganz ehrlich bei so einem hohen Betrag würde ich 2 oder 3 oder 4 mal nachlesen was ich eintippe.
Ich meine 12.000 € ist nicht gerade wenig!

Selbst schuld ! Lieber denken bevor man handelt und nebenbei scheint er seine Auktion ÜBERHAUPT nicht verfolgt zu haben wenn es ihm erst danach aufgefallen ist.

Er hätte sonst ja schreiben können : Angebot nicht mehr gültig ist schon weg und dem Höchstbieter die 22.50 € ersetzen können.
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10.10.2008 09:39 Uhr von Jaecko
 
+14 | -6
 
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Tja Pech Andersrum fragt Ebay ja glaub ich sogar nach... Also wenn man irgendwas im 1000-er Bereich eingibt, wird vor der Abgabe nachgefragt, ob man wirklich 1499 EUR meint oder tatsächlich nur 14,99...
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10.10.2008 09:52 Uhr von KaiP1rinha
 
+53 | -0
 
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Schickes Teil, hät ich das eher gewusst, hätte ich auch locker 25-30€ geboten :)
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10.10.2008 09:55 Uhr von NEoCX
 
+28 | -4
 
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hehehe na dann Herzlichen Glückwunsch an den Käufer! Das nenn ich mal ein Schnäpperchen!

Wenn ich sowas lese, treibt es mir unweigerlich ein hämisches Grinsen ins Gesicht, und ich freue mich für den jenigen, der die Auktion gewonnen hat.
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10.10.2008 09:56 Uhr von MrMaXiMo
 
+14 | -6
 
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I Love ebay Ich hab mich gekugelt vor lachen als ich jetzt die News gelesen hab, naja ich hab letzte Woche auch ganz viel Glück gehabt, und auf Grund eines Rechtsschreibfehlers ein Technische Gerät für 17.50€ geschossen obwohl der Neupreis bei über 800€ liegt und selbst der Einzelteilwert bei über 500€....
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10.10.2008 10:12 Uhr von bigpapa
 
+8 | -5
 
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Richtiges Urteil: Auktionen sind ja KEINE Normalen Kaufverträge, sondern der Witz / Gewinn liegt daran, das man die Spielsucht der Bieter halt legal ausnutzt.

Man sieht das oft auf Auktionen wo Menschen sind. (Im RL).

Die Profis für die das nix besonders ist, steigen immer aus wenn die Ware ein gewissen Wert (den ich sogar ca. im vorrausberechnen kann) übersteigt.

Formel : von mir geschätzter Wert - 25% = Endsumme wo ein Profi aussteigt.

Wenn bei I-net Auktionen so "Fehler" gemacht werden, kann man als Bieter klar davon ausgehen das das so gewollt ist. Halt genau wegen dieser "ausnutzung".

Bei Artikeln wo der Markt dafür da ist, klappt das prima. Ich hab 1000ende Artikel gesehn die über den Neupreis weggegangen sind. Inzwischen sinkt die Anzahl zwar etwas wegen der Preissuchmaschinen denk ich aber trotzdem.

Und seit den Auto-Urteil (ähnlicher Verlauf, gleiches Urteil) kann man sicher sein das man bei E-bay alles 2 x überprüfen soll.

Gruß

BIGPAPA
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10.10.2008 10:19 Uhr von k1ck
 
+3 | -0
 
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@Jaecko: ja, aber vielleicht nicht umgekehrt :P
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10.10.2008 10:40 Uhr von SiggiSorglos
 
+7 | -24
 
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10.10.2008 11:12 Uhr von no.do
 
+13 | -0
 
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Klar, selber Schuld. Aber mir tut der ehemalige Besitzer trotzdem leid. Wer hat nicht schon mal aus Versehen etwas falsch gemacht, übersehen usw...
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10.10.2008 11:31 Uhr von Hrvat1977
 
+4 | -1
 
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Was hat da mit dem Komma falsch setzen zu tun?
Er hat vergssen ein Mindestgebot anzugeben und dadurch das Recht verloren gegen den Verkaufspreis vorzugehen.
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10.10.2008 11:33 Uhr von brainfetzer
 
+3 | -0
 
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Hehe, also wenn ich der Bochumer wäre würde ich das Teil wieder reinsetzen und nicht den gleichen Fehler machen wie der Vorbesitzer ;)
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10.10.2008 11:35 Uhr von Murgol
 
+7 | -0
 
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Verspekuliert ich gehe mal davon aus, dass er e-bay Gebühren sparen wollte, und deshalb die Jacht für 1 €uro eingestellt hat.
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10.10.2008 11:35 Uhr von diehard84
 
+10 | -0
 
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...also: in der original nachricht steht er hat vergessen ein mindestgebot zu setzen und hat die auktion dann nicht weiter verfolgt...??? bitte? wenn man mal eben ein boot für 12.000€ verkaufen will schaut man nicht einmal mehr rein?....

das bringt mich zu dem schluss das der verkäufer gut situiert ist und ihm nicht wirklich wichtig war wieviel am ende rauskommt...tja pech würd ich sagen...

aber bei 22,50 hat er sicher auch irgend nen bescheuerten titel angegeben oder in der auktion irgendwas nicht richtig deutlich gemacht...vielleicht unter ner falschen kathegorie eingestellt etc das die käufer vielleicht mit einem modellboot gerechnet haben....irgendwas war da sicher faul...oder hatte keiner weiter interesse ;)
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10.10.2008 11:35 Uhr von Antibus
 
+5 | -0
 
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also wer so dämlich ist und eine Auktion mit einem solchen Objekt nicht wenigstens verfolgt, um den Fehler zu bemerken, oder noch 24 Stunden vor Auktionsende die Sache zu stoppen, der hat wohl genug Kohle!
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10.10.2008 11:39 Uhr von Kingbee
 
+8 | -25
 
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10.10.2008 11:49 Uhr von Lustikus
 
+17 | -3
 
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@Kingbee: es sind ja nicht alle so kriminell wie du oder dein Freund bzw. kommen auf solche Ideen...
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10.10.2008 12:02 Uhr von H.O.L.Z.I.
 
+4 | -2
 
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ich habe die ganzen anderes kommentare nicht gelesen, wurde wahrscheinlich alles schonmal gesagt, aber trotzdem:

1: selber schuld...

2: als käufer hätte ich ein schlechtes gewissen... es gab doch al so ne story bei ebay, wo jemnd sein haus versteigert hat und nur einen euro bekommen hat... war auch rechtskräftig, aber der käufer hat trotzdem sehr viel mehr bezahlt, aussergerichtlich, weil er den verkäufer nicht ruinieren wollte...

hut ab vor dem käufer... hätte er nicht machen müssen...


in diesem fall wird der ex-yacht-besitzer wohl kaum hunger leiden, ein schlechtes gewissen hätte ich trotzdem... ich würde ihm zumindest anbieten, die yacht jederzeit kostenlos nutzen zu können (wenn ich sie grad nicht brauche)
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10.10.2008 12:04 Uhr von Antibus
 
+22 | -2
 
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@ Kingbee: kann es sein, dass Dir vor einiger Zeit, dreist Diebe in der Nacht das Gehirn ausgebaut haben?
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10.10.2008 12:14 Uhr von ollolo
 
+4 | -0
 
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...na, ich weiss nicht ich glaub da nicht so recht dran! Ich könnte mir gut vorstellen, daß er extra keinen Mindestpreis angegeben hat, weil er sich erhofft hat, dadurch mehr Gebote zu bekommen. Viele (unter anderem auch ich) klicken ja sofort weiter wenn da steht "Mindestgebot noch nicht erreicht". Und jetzt glotzt der Typ doof in die Wäsche. Bei ebay wird man doch tausend mal gefragt, ob das alles richtig ist, was man da eingegeben hat. Und gerade bei so einem Betrag schau ich doch dreimal hin.........
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10.10.2008 12:22 Uhr von ollolo
 
+7 | -1
 
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@ Kingbee wie kommst Du darauf, das das juristisch einwandfrei ist? Ist es nämlich nicht! Wenn Du etwas in einem bestimmten Zustand versteigerst, kannst Du dem Ersteigerer nicht einfach etwas kaputtes liefern. Lies Dir mal ´n paar Gesetze durch......
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10.10.2008 12:29 Uhr von C-Flip
 
+3 | -1
 
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@Autor: rechtlich gesehen finde ich die Situation nicht wirklich eindeutig. Ich möchte jetzt nicht zu weit ausholen, aber im BGB steht auch etwas von Inhalts- und Erklärungsirrtum (ich glaube §119). Dies bezieht sich explizit auf einen solchen Fall, also auf das vertippen und könnte ein Anfechtungsgrund sein. Damit wäre der zuerst wirksame Vertrag als von Anfang an nichtig anzusehen.

Ich glaube aber eher, dass der Verkäufer sich nicht vertippt hat, sondern einfach nur im Nachhinein über das niedrige Gebot geärgert hat.
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10.10.2008 12:43 Uhr von bigpapa
 
+2 | -0
 
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@C-Flip: Tut es nicht :)

Im Auktionshandel sind die Sache etwas anders. Da gehts eher nach den Motto "friss es oder lass es".

Die Abgabeerklärung die er ja gemacht hat heist nicht ich verkaufe es für eine FESTE Summe. !!! Sondern ich verkaufe es an den Höchstbietenden.

Und genau das hebelt des § aus, den du anführst. Ist die Summe fest, dann kannst du auf Irrtum gehen, weil du ja weist /nachweisen kannst was du haben wolltest.

In ein echten Auktionshaus wo eine Bewegung mit den Finger über Mio an Euro entscheidet lassen sie deshalb auch nur Profis rein :)

Gruß

BIGPAPA
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10.10.2008 12:46 Uhr von Hack-A-Tack
 
+3 | -0
 
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warum quatschen leute hier die keine Ahnung von der Materie haben?

z.B. bigpapa von wegen Auktionen sind keine Kaufverträge.. HAHA
schonmal die AGBs gelesen?

Im "normalfall", also wenn du in einen Laden gehst, dann machst du als Kunde das ANGEBOT etwas zu kaufen und der Verkäufer kann es annehmen oder ablehnen.

Bei eBay ist das z.B. genau andersrum, hier bist du als Verkäufer derjenige der das ANGEBOT macht. Und genau hier liegt auch der rechtliche "Vorteil". nicht umsonst gibt es das BGB, schaut einfach mal §119 BGB rein

"§ 119
Anfechtbarkeit wegen Irrtums

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.

(2) Als Irrtum über den Inhalt der Erklärung gilt auch der Irrtum über solche Eigenschaften der Person oder der Sache, die im Verkehr als wesentlich angesehen werden. "


und es gibt eben genau jenen Irrtum, dass man sich vertippt oder verschrieben hat und nur das hätte er nachweisen müssen. So eine anfechtung ist gar nicht so selten und schon öfter wurden Willenserklärungen aufgelöst, weil sich der Eine eben nicht bewusst diese in dem maße abgegeben hat

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