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Politik: Koalition uneinig - Erbschaftssteuer vor dem Aus

Eigentlich wollten die Koalitionsparteien am Donnerstag die Erbschaftssteuer reformieren. Jedoch wurden sich die CDU/CSU und die SPD nicht einig. Die Verhandlungen wurden vertagt. Jetzt droht das aus für die Steuer. Bis zum 31. Dezember muss eine Regelung her.

Die Sozialdemokraten sehen die Schuld besonders bei der CSU. Laut SPD Fraktionschef Struck könne sie einfachste Fragen nicht beantworten. Schwerpunkt der Verhandlungen waren Steuererleichterungen bei einer Erbschaft eines Unternehmens.

Für die Bundesländer, denen die Steuer zusteht, würde eine wichtige Einnahmequelle versiegen. Circa vier Milliarden Euro würden dann wegfallen.


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WebReporter: Der Renner
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Politik, Koalition
Quelle: www.faz.net

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2008 08:52 Uhr von borgworld2
 
+8 | -7
 
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Es wäre absolut klasse wenn diese Steuer wegfällt!
Denn die ist wirklich unverschämt, da muss man mit weiss der Geier welchen Tricks schauen damit man das "Vermögen" der Eltern bekommt BEVOR sie abkratzen da sonst der Staat wunderbar seine Hand aufhält.
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10.10.2008 09:24 Uhr von Slippy01
 
+0 | -0
 
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@Trex54: Warum gibts du eine andere News an?
Steht doch in dieser News schon, dass es eine neue Regelung her muss.
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10.10.2008 09:54 Uhr von KaiP1rinha
 
+2 | -5
 
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Sicherlich: wäre es toll wenn die Sch*** Steuer wegfallen würde, aber ihr glaubt doch wohl nicht das nicht wir, die armen Steuerzahler, die fehlenden 4 Milliarden irgendwie ausgleichen müssen :/
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10.10.2008 10:41 Uhr von ZTUC
 
+6 | -4
 
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Erbschaftssteuer ist gut: Es gibt Menschen, die arbeiten ein Leben lang hart, um ihr Vermögen anzuhäufen und zahlen brav alle Steuern und wenn son Erbe, der vielleicht nix dafür getan hat, Millionen bekommen soll, dann soll das steuerfrei sein? Nee, Erbschaftssteuer ist schon gerecht. Durch die hohen Freibeträge trifft es auch nur die, die es sich wirklich leisten können. Eine Abschaffung würde wieder nur den Reichen nützen.
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10.10.2008 11:39 Uhr von juggernaut
 
+5 | -3
 
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vermögenssteuer, erbschaftssteuer, klar, die typischen "reichensteuern" lässt man sterben, damit die vermögenden den zugriff des staates nicht zu fürchten haben. ganz ganz toll.

die reichen reicher, die armen ärmer!

das ist so sehr zum grundsatz unserer gesellschaft geworden, man könnte es fast ins grundgesetz aufnehmen. drecksäue.
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10.10.2008 11:55 Uhr von Kacknoob
 
+3 | -3
 
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Na und wie oft müssen die Kinder das geerbte Elternhaus billig verschrappen, weil sie die über den Schätzwert des Hauses veranschlagte Erbschaftssteuer nicht berappen können.

Dann kauft es ne Bank oder ein liquider Bonze für 3,50 € auf und freut sich nen Ast.

Gruss
Kacknoob
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10.10.2008 12:52 Uhr von Numanoid
 
+2 | -2
 
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@Kacknoob: So gut wie nie!
Bei einem geerbten Elternhaus liegt der Freibetrag bei 205.000€ pro Kind, d.h. bis zu diesem Betrag, der wohl in ca. 90% der Fälle den Wert des Elternhauses abdecken sollte, fällt gar keine Steuer an. Alles darüber wird bis 82.000€ mit 7%, bis 256.000€ mit 11% versteuert. Da bewegen wir uns aber schon in Vermögenswerten die beim normalen Bürger eher selten anfallen dürften.
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10.10.2008 13:16 Uhr von rainerj
 
+2 | -3
 
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Weg damit! Wieso sollte der Erbe, wenn er auch noch in direkter Linie verwandt ist, bereits mehrfach versteuertes Vermögen noch mal versteuern, so daß der Staat dann mindestens noch mal 7-30% (im schlimmsten Fall 50% je nach Verwandtschaftsgrad) kassiert? Das hat nichts mit "wirklich leisten können" zu tun!

Was viele vielleicht auch übersehen, während sie nur über die "Bonzen" herziehen... Ein kleines Einfamilienhäuschen mit 150qm Wohnfläche und einem kleinen Garten, das sich die Eltern mit jahrzehntelanger, harter Arbeit erschaffen und abbezahlt haben, kostet auch schon weit mehr als jegliche Freibeträge abdecken würden. Und wenn es mal 250000€ wert ist (zzgl. Grundstück), dann muß man mal eben mindestens 27500€ an Erbschaftsteuer abdrücken. Wer bezahlt sowas denn bitte aus der Portokasse? Hat da mal irgendwer drüber nachgedacht? Es ist ja nicht so, daß man das mal eben so abstottern könnte! Also bleibt einem nur der Verkauf oder ein dicker Kredit, den man in so kurzer Zeit aber vermutlich auch nicht sonderlich günstig bekommt.

Zum Thema Freibeträge:

§16 ErbStG
"(1) Steuerfrei bleibt in den Fällen des § 2 Abs. 1 Nr. 1 der Erwerb

1. des Ehegatten in Höhe von 307.000 Euro;
2. der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 und der Kinder verstorbener Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr. 2 in Höhe von 205.000 Euro;
3. der übrigen Personen der Steuerklasse I in Höhe von 51.200 Euro;
4. der Personen der Steuerklasse II in Höhe von 10.300 Euro;
5. der Personen der Steuerklasse III in Höhe von 5.200 Euro."


Es gibt eigentlich nur eine Ausnahme, bei der nicht direkt die volle Steuer gezahlt werden muß. Das sind geerbte Unternehmen, bei denen die Steuern nicht direkt gezahlt werden können. Dann kann man den Betrag bis zu 10 Jahre zinsfrei stunden lassen. Bei allem anderen wird es dann wohl darauf hinaus laufen, daß man evtl. sein Elternhaus, in dem man aufgewachsen ist, billig verscherbeln muß, nur um die Steuern zahlen zu können...

Und jeder, der das gutheißt... Meine Verachtung ist Euch sicher!
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10.10.2008 13:23 Uhr von Kacknoob
 
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Hmmm Gilt das auch für Landwirte? Und wenn dann was in einer inzwischen wertvollen Gegend liegt wirds sicher auch eng.

200.000 klingt für mich gar nicht soo hoch für eine Haus / Grundstück das seit Generationen gepflegt wird.

Aber ich verlass mich da mal auf Deine Zahlen.

Gruss
Kacknoob
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10.10.2008 13:25 Uhr von rainerj
 
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@juggernaut: "klar, die typischen "reichensteuern" lässt man sterben, damit die vermögenden den zugriff des staates nicht zu fürchten haben. ganz ganz toll."

Bei der Vermögensteuer frage ich mich aber auch, mit welchem Recht der Staat für etwas Steuern kassieren soll, was ich bereits durch die Einkommenssteuer versteuert habe! Nur, weil ich mir eine Altersvorsorge anlege oder mir einige Werte leiste, die ich mir hart erarbeitet habe, darf ich das dann jedes Jahr wieder versteuern? Ich glaub, es hakt!
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10.10.2008 13:28 Uhr von rainerj
 
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huch, verrechnet. Wenn man den Freibetrag rauszieht, sind es bei einem 250000€ ja "nur" noch 3150€, die man dann mal eben abdrücken müßte. Aber, 250000€ für ein Haus ist nun auch nicht wirklich viel. Das Grundstück dürfte in den meisten Fällen ja auch noch einmal mit einem ähnlichen Betrag zu Buche schlagen. Baugrund in ansprechender Lage ist mittlerweile ja verdammt teuer geworden.
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10.10.2008 13:35 Uhr von rainerj
 
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@Kacknoob: Bei landwirtschaftlichen Betrieben liegt der Freibetrag bei 225.000€.

Und 200.000€ für ein Haus inkl. Grundstück ist mittlerweile absolut unrealistisch, außer man wohnt in der schlechtesten Wohngegend am Arsch der Welt.

Die Zahlen stimmen da schon, nur hat mein Vorposter bei den Steuersätzen einen Fehler gemacht. 7% sind es nur bis 52.000€. Von 52.001-256.000€ sind es 11%. Und das gilt auch nur bei direkten Verwandten. Wenn man z.B. von Geschwistern erbt, haben wir hier schon 12 bzw. 17%.
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10.10.2008 14:10 Uhr von Kacknoob
 
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Na dann war mein Anfänglicher Verdacht ja richtig. Wenn überhaupt, würde ich dann dafür stimmen nur liquide Mittel zu besteuern.

Aber es ist halt immer so... Wir zahlen wenn wir es verdienen, wir zahlen wenn wir es behalten, wir zahlen wenn wir es ausgeben, und wir zahlen wenn wir es nach unserem Tod weitergeben.

Das dumme nur und das wurde hier auch schon erwähnt, selbst wenn sie die Steuer streichen, muss die Kohle ja irgendwo herkommen.

Gruss
Kacknoob
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10.10.2008 14:53 Uhr von ZTUC
 
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Freibeträge: Die Freibeträge gelten ja pro Erbe, kann man also bei ner 2-Kind-Familie schon mal verdoppeln und Ehepartner gibt´s ja auch. Wer also sein Testament schlau schreibt, kann da Steuer (für seine Nachkommen) sparen.
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10.10.2008 15:17 Uhr von rainerj
 
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@Kacknoob @ZTUC: @Kacknoob
Sicherlich muß das Geld irgendwoher kommen. Wobei.. 4 Mrd. Euro/Jahr gegenüber 30 Mrd. Euro/Jahr, die verschwendet werden... ;-)

Abgesehen davon wäre ein gerechteres Steuersystem in Deutschland dringend vonnöten! Ein einheitlicher, weit geringerer und für alle gleicher Steuersatz auf das Einkommen, das über einen gewissen Freibetrag hinausgeht. Dafür dann die Abschreibungsmöglichkeiten abgesehen von Werbungskosten nahezu komplett streichen. Effektiv würden dann aber weit mehr Steuern in die Kassen kommen, da nun auch die verhassten Reichen überhaupt mal Steuern zahlen würden! Wird natürlich niemand einsehen, ist aber so!

Paul Kirchhof hat ja so ein wunderbares neues Steuergesetz im Schreibtisch, das inkl.Kommentar 17 Seiten und nicht einige Regalmeter umfasst. Aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund finden manche Weltfremde ja eine gleiche Besteuerung aller Menschen ungerecht und unsozial...

@ZTUC
Es gibt aber auch Alleinerben, weil einfach niemand mehr sonst da ist. Und die werden dadurch dann natürlich stark benachteiligt!
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10.10.2008 15:44 Uhr von Kacknoob
 
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Neues Steuermodell? Hm...

da muss ich jetzt auch zugeben, daß ich nicht weis wie dieses Modell aussieht aber wenn es bislang so wenig Freunde gefunden hat ist klar, dass es den Menschen zun Nachteil gereicht, die den meisten Einfluss haben.

Dummerweise neigen Reiche Menschen dazu reich bleiben zu wollen, selbst wenn es auf kosten der weniger betuchten ist. Dummerweise hört bei Geld nicht nur die Freundschaft, sondern auch die Menschlichkeit auf.

Ich glaube eh, das das System geld eigendlich kaum noch funktioniert, bzw. das es zu viele Möglichkeiten gibt es zu misbrauchen. Denn wenn Geld wirklich das Synonym für Leistung oder Güter ist, soll mir mal jemand den Einkommensunterschied erklären... Sorry ich schweife ab.

Ehrlich gesagt halte ich diese Erbschaftssteuer aus rein ethischen Gründen für zweifelhaft. Wieso soll der Staat teilhaben an einem Erbe eines Einzelnem?

Gruss
Kacknoob

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