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Tiefseeforschung: Fischschwarm in fast acht Kilometer Tiefe gefilmt

Einem Forschungsteam bestehend aus Engländern und Japanern ist es gelungen, einen Fisch der Art "Pseudoliparis amblystomopsis" in 7.700 Metern Tiefe zu filmen. Noch nie ist es zuvor gelungen Fische in dieser Tiefe auf Film zu bannen.

Die Aufnahmen zeigen einen Schwarm von 17 Fischen, die überraschenderweise sehr aktiv sind. Bis jetzt ging man davon aus, dass sich Fische in dieser Tiefe eher wenig bewegen um Energie zu sparen. Die Fische besitzen Schwingungssensoren, mit deren Hilfe sie sich im Dunkeln orientieren können.

Die Aufnahmen wurden mit der Kamera eines speziellen ferngesteuerten Tauchroboters gemacht. 1970 wurde zwar ein Fisch in noch größerer Tiefe gefunden, allerdings konnte er nicht gefilmt werden und war, nachdem man ihn an die Oberfläche geholt hatte, aufgrund des Druckunterschiedes zerstört.


WebReporter: El Indifferente
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Fisch, Kilometer, Tiefe, Tiefsee
Quelle: news.bbc.co.uk

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.10.2008 09:59 Uhr von El Indifferente
 
+0 | -0
 
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Es soll ja Fische in noch tieferen Regionen geben. Faszinierend finde ich es immer wieder, dass diese Fische bei solchen Druckverhältnissen überhaupt leben können.
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08.10.2008 11:12 Uhr von Fleischor
 
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Hehe, ein Hoch auf die Spitze der Nahrungskette ;)

Nun wieder ontopic:
Es ist schon erstaunlich was für Lebensräume sich die Natur so aussucht. Gibt es so weit unten überhaupt noch genügend Futter, denn einen Nahrungskreislauf muss es dann ja ebenfalls geben nebst einer Vielfalt an Tieren.
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08.10.2008 12:08 Uhr von KaiP1rinha
 
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@Fleischor: Ich glaube du, nein eigentlich wir alle, können uns nicht vorstellen was da unten noch so alles für Lebewese herumschwimmen. Wir dürfen gspannt sein :)
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08.10.2008 12:13 Uhr von Jerryberlin
 
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Oder aber: Die Fischlein sind kamerascheu und verziehen sich lieber in die Tiefe ...
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08.10.2008 12:52 Uhr von golder
 
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der fisch wurde "zerstört"? nuja...der begriff wird wohl eher bei gegenständen benutzt.
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08.10.2008 12:57 Uhr von Predator2008
 
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getötet passt da wohl eher...
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08.10.2008 13:10 Uhr von El Indifferente
 
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@golder @Predator2008: Ihr habt recht aber es ging darum, dass er nicht mehr zu untersuchen war, weil es ihn durch die Druckveränderung "zerrissen" hat. Also das er dabei getötet wurde war nicht das Problem. Leider waren meine 300 Zeichen für einen News Absatz aufgebraucht und es passte nur noch ein kurzes Wort hin und zerstört ging grade noch so rein.
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10.10.2008 11:00 Uhr von sluebbers
 
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@fleischor: naja, es gibt die theorie, dass alle lebewesen, die bisher in der tiefsee gefilmt wurden, zu dumm oder zu langsam waren (flapsig gesagt). die meisten werden wir erstmal nicht zu sehen kriegen, weil sie sich nicht filmen lassen.

und was da unten an futter ankommt - tonnenweise. alles was oben stirbt fällt runter, ne...;)
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11.10.2008 07:01 Uhr von Hugh
 
+1 | -0
 
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@ sluebbers: Die Theorie ist nicht sehr schlüssig.

Wenn man sich die Umweltbedingungen samt Druck, Temperatur, Nährstoffdichte und Dunkelheit ansieht, erscheint es nicht plausibel, dass sich Lebewesen evolutionär herausselektieren konnten, die gewissermaßen ein Versteckspiel treiben können, geschweige denn ein dementsprechend entwickeltes Nervensystem haben.
Gleiches gilt für den außergewöhnlichen Stoffwechsel da unten.

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