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Down-Syndrom jetzt ohne Risiko im Mutterleib nachweisbar

An der Universität Stanford (US-Staat Kalifornien) ist es Forschern nun gelungen, bereits im Mutterleib und ohne Risiken für Fötus und Mutter das Down-Syndrom nachzuweisen.

Bei dem neuen Verfahren wird das Blut der Mutter analysiert, um eine für das Down-Syndrom verantwortliche Chromosomenstörung aufzuspüren. Aber mit dieser Methode können auch alle anderen Entwicklungsstörungen des Fötus nachgewiesen werden, die eine Abweichung der normalen Chromosomenzahl aufweisen.

Möglich ist diese für Mutter und Kind ungefährliche Methode, weil im Blut der Mutter ca. zehn Prozent Erbgutanteile des Kindes vorhanden sind. Man sortiert die DNA-Abschnitte und ordnet sie den einzelnen Chromosomen zu. Bisherige Methoden zur Erkennung des Down-Syndrom bargen das Risiko einer Fehlgeburt.


WebReporter: corazon
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Mutter, Risiko, Syndrom
Quelle: www.freenet.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.10.2008 09:45 Uhr von corazon
 
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Mir wäre es eigentlich wichtiger zu erforschen, wie man es heilen kann. Was nützt es, wenn man es 9 Monate früher weiß, das das Kind behindert zur Welt kommt? Man macht sich lediglich 9 Monate seines Lebens mehr Gedanken darüber.
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07.10.2008 10:09 Uhr von kleiner erdbär
 
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super! das ist doch mal ne erfreuliche nachricht!

@ corazon:
ich finde schon, dass es etwas nützt - ich persönlich finde abtreibung wegen einer behinderung des kindes zwar nicht so schön, aber es gibt einfach manchmal situationen, in denen es die beste alternative ist!
meine beste freundin hat bei ihrer letzten schwangerschaft auch eine fruchtwasseruntersuchung machen lassen, da ihr erstes kind autist ist & sie mit zwillingen schwanger war - hätten diese zb das down-sysdrom gehabt, dann hätte sie die schwangerschaft abgebrochen, da sie noch einem behinderten kind nicht hätte gerecht werden können...
zum glück rennen die beiden kleinen mittlerweile gesund & munter durch die gegend, aber bei der untersuchung damals hatte sie schon angst, dass den kindern was passieren könnte!!!
und deshalb find ichs super, dass es jetzt diese ungefährliche methode gibt!
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07.10.2008 10:47 Uhr von lilalinux
 
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Ohne Risiko? Fuer das Baby sicher nicht wenn es am Down-Syndrom leidet, denn dann wird es vermutlich abgetrieben, schliesslich ist das ja der Grund fuer die Untersuchung.
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07.10.2008 10:47 Uhr von Lustikus
 
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@Corazon: Dann warte mal noch 50 Jahre - vorausgesetzt die Forschung in der Gentechnik wird nicht weiter behindert :-)
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07.10.2008 11:03 Uhr von LoneZealot
 
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@ Corazon: "Ich meinte, dass es mir lieber wäre, ein Heilverfahren zu haben, als diese noch schnellere Früherkennung."

Trismomie 21 ist keine Krankheit sondern ein Gendefekt, von daher ist es schwierig von Heilung zu reden.

Die Frage ist von welcher Schwangerschaftswoche die Erbgutanteile des Kindes im Blut der Mutter nachzuweisen sind.
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07.10.2008 12:06 Uhr von elisam
 
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Auch für mich eine gute Nachricht: Ein solcher Test erspart den Frauen über 35 diese unsägliche "Nackenfaltenmessung". Dort kommen nämlich Ergebnisse heraus, mit denen frau gar nichts anfangen kann. Nämlich zum Beispiel: Sie bekommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:359 ein Kind mit Down-Syndrom. Was bringt mir das? Ganz bestimmt kein ruhiges Gefühl in der Schwangerschaft. Aber eine Fruchtwasseruntersuchung scheuen die meisten Frauen aufgrund des Risikos für den Fötus. Die Frage, ob man das Kind überhaupt daraufhin untersuchen lassen möchte, muss sich jede Frau selbst beantworten.
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07.10.2008 12:43 Uhr von Highlander
 
+3 | -6
 
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mit Vorsicht genießen Im ersten Moment sicher eine gute Nachricht. Aber das Thema hat trotzdem 2 Seiten. Zum einen widersagt man einem Kind mit DownSyndrom das Recht auf Leben, zum anderen erhöht man die Toleranz zum Thema Abtreibung.
Weiters ist dies ein weiterer Schritt in Richtung Perfekte Gesellschaft. Wen wird man als nächsten aussortieren? Embrios mit einem erkennbaren Herzfehler? Hepatitis? Oder vieleicht kann man irgendwann späteren Haarausfall schon im Embrio-Stadium diagnostizieren und das Kind somit gleich wieder wegmachen...
Man hilft mit dem Schritt vielleicht der Mutter respektive den Eltern aber keineswegs dem Kind. Als Alternative sollte man doch eher an Adoptierung denken... Wer hat denn noch nie jemanden mit Downsyndrom gesehen der von Herzen gelacht hat? Soll man ab jetzt diesen Menschen (!) das Leben verweigern?

In diesem Sinne
Connor
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07.10.2008 12:58 Uhr von aquarius565
 
+3 | -5
 
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Find ich schlecht! Dann werden die Mongoloiden im Mutterleib abgetrieben. Und jeder sagt, dass sei ein Gnadentod für diese Kinder. Ich möchte nicht mit Hitler kommen, aber Gnadentod bedeutet auf altgriechisch "Euthanasie".
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07.10.2008 13:03 Uhr von JoeGame
 
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ich weiß nicht, ob ich das positiv oder negativ sehen soll.

einerseits find ich es auch nicht gut, ein kind aus einem grund wie "naja es ist halt behindert" abzutreiben

andererseits gibt es wirklich viele familien, die es nicht auf die reihe bringen würden, ein kind mit trisomie 21 groß zu ziehen.
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07.10.2008 13:08 Uhr von elisam
 
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@Highlander: Eine Frau sollte sich grundsätzlich vor jeder Untersuchung auf Down-Syndrom überlegen, was sie mit der Diagnose anfängt. Üblicherweise wird die Fruchtwasseruntersuchung in der 15. und 16. Woche vorgenomen. Eine Abtreibung nach der 12. Woche bedeutet nicht, aufzuwachen und das Kind ist weg. Es bedeutet, dass das Kind mit einer Kaliuminjektion getötet wird und dann geboren werden muss. Jede Frau muss sich die Frage stellen, ob sie dieses Procedere ertragen könnte, bzw. ob sie es nicht doch eher schaffen würde, mit einem behinderten Kind zu leben. Dann erübrigt sich ein solcher Test, denn dann ist die Entscheidung für das Kind - so oder so - ja schon gefallen.
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07.10.2008 13:13 Uhr von baz
 
+3 | -2
 
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@corazon: "Mir wäre es eigentlich wichtiger zu erforschen, wie man es heilen kann. Was nützt es, wenn man es 9 Monate früher weiß, das das Kind behindert zur Welt kommt? "

Ganz einfach:Man kann den Fötus dann abtreiben.
Und zwar in einem Stadium wo er noch so klein ist, dass er noch kein BEWUSTSEIN hat.
Damit bekommt man dann keine ethischen Probleme;)

An alle Abtreibungsgegner:
menschliches Leben!=Mensch

So und jetzt macht mich rot...
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07.10.2008 13:18 Uhr von kleiner erdbär
 
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@ aquarius565 und ich möchte nicht kleinlich wirken, aber der ausdruck "mongoloid" ist - ganz vorsichtig ausgedrückt - ungünstig gewählt... http://de.wikipedia.org/...

genau solche "unbedachten" äusserungen verstärken frauen u.u. darin, ein solches kind abzutreiben!

ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen anmaßend, wenn man frauen "verbieten" möchte, embryos auf solche & ähnliche krankheiten zu testen bzw abtreibungen deshalb pauschal verurteilt!

es ist nicht zwangsläufig immer das beste für das kind, ausgetragen zu werden, wenn die eltern hinterher überfordert sind oder es vernachlässigen oder in ein heim abschieben - wenn eine frau es sich aus welchem grund auch immer nicht zutraut, dann muss man das akzeptieren!

ich finde, abtreibung ist kein ersatz für verhütung & sollte immer gut durchdacht sein, aber letztendlich kann diese entscheidung nur ganz alleine die frau treffen - sie muss schließlich dann auch damit leben!
und ein embryo ist zwar ein lebewesen, aber nur weil es später mal ein denkender mensch wird heisst das noch lange nicht, dass es in diesem stadium schon einem "lebendem" (also schon geborenem) menschen gleichzustellen ist...
schweine & kühe zb leben auch, trotzdem sind nicht alle abtreibungsgegner vegetarier....!
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07.10.2008 13:38 Uhr von Jimyp
 
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@lilalinux: Das ist dann aber wohl das Beste für alle!
In so einem Fall würde ich auch sofort für eine Abtreibung plädieren!
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07.10.2008 15:33 Uhr von LoneZealot
 
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@ Jimyp: "Das ist dann aber wohl das Beste für alle!"

Ja, vor allem am Besten für egoistische Eltern die sich mit einen "Down-Kind" nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen müssen.

Befass Dich mal mit dem Down-syndrom, es gibt Kinder die gehen völlig normal in eine Regelschule. Es gibt auch Erwachsene denen merkt man nicht an das sie Down haben, das stellte sich später bei einem Gentest heraus, sowas gibt es alles.

Sicherlich, ein Kind mit T-21 macht mehr Arbeit, aber wenn die Alternative Abtreibung ist, dann ist mir Mehrarbeit schon lieber. Das ist natürlich alles eine Frage was man generell für eine Einstellung zum Leben hat.

"In so einem Fall würde ich auch sofort für eine Abtreibung plädieren!"

Plädieren auch noch. Warum würdest Du denn darauf plädieren? Schieb nicht das Kind vor, diese Kinder sind glücklicher als viele "normale" Kinder.

Vielleicht solltest Du an der Stelle Deine Einstellung noch mal überdenken, da bricht Dir kein Zacken aus der Krone.
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07.10.2008 16:17 Uhr von Jimyp
 
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@LoneZealot: Das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.
Ich bin halt dafür, das ein Fötus mit einem so starken Gendefekt abgetrieben werden sollte.
Ich persönlich könnte mit einem behinderten Kind nicht umgehen, aber da ich eh niemals Kinder möchte, stellt sich für mich diese Frage erst gar nicht.
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07.10.2008 16:49 Uhr von LoneZealot
 
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@ Jimyp: "Das muss halt jeder für sich selbst entscheiden."

Natürlich, die Gewissensentscheidung muss jede Frau selbst treffen.

"Ich bin halt dafür, das ein Fötus mit einem so starken Gendefekt abgetrieben werden sollte."

T-21 ist garkein soooo starker Gendefekt, da gibt es wesentlich schlimmere. Wie gesagt, einige T-21-Kinder besuchen Regelschulen und entwickeln sich normal.

"Ich persönlich könnte mit einem behinderten Kind nicht umgehen, aber da ich eh niemals Kinder möchte, stellt sich für mich diese Frage erst gar nicht."

Gut, dann wäre das ja nun auch geklärt.
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07.10.2008 19:01 Uhr von Katatonia
 
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@corazon: Anhand deines Geschreibsel frage ich mich, entweder kennst du den Unterschied zwischen einer Behinderung und einer Krankheit nicht oder weißt nichteinmal was Trisomie21 überhaupt ist.

Wie es schon festgestellt wurde, hier handelt es sich um eine spezielle Genommutation, nämlich die Verdreifachung (Trisomie) des 21. Chromosoms oder von Teilen davon. Damit handelt es sich um eine Behinderung!
Da kann man nichts "heilen"! Vielleicht in ein paar hundert Jahren, wenn man in der Lage ist, ein perfektes Erbgut "herzustellen" und fehlerhaftes Erbgut auszusondern. Ich bezweifle aber, dass es bei einem perfekten Erbgut noch zu sehr persönlichen Zügen beim Menschen kommt.

Ansonsten sehe ich die Thematik mit gemischten Gefühlen, zumal ich gerade selbst zwei Downies betreue. Sie können phänomenal viel Lebensfreude ausstrahlen, sind aber meistens leicht bis mittelgrad und schwerstgradig behindert. Hinzu kommen körperliche Beeinträchtigungen und auch Zwänge. Auch das sprechen fällt vielen schwer.

Es kommt dabei immer auf den Grad der Behinderung an. Bei leichter Behinderung hat es ein Mensch mit Down-Syndrom später wesentlich leichter auch mal selbstständig leben zu können. Aber es ist schwer, wenn gar unmöglich, den Grad der geistigen Behinderung schon im Mutterleib zu erkennen. Ich weiß nicht, was ich bei meinem Kind bei einer Down-Syndrom Diagnose täte. Das wüsste ich wohl erst in dem Moment, auch meine Partnerin hat hier ein Wörtchen mitzuzweifeln und nachzudenken.

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