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Schulmuseum Leipzig: Schüler können DDR-Unterricht erleben

Im Schulmuseum Leipzig können Schüler exemplarisch an einer Schulstunde, wie sie in der DDR stattfand, teilnehmen. Sie sitzen an Sprelacart-Schulbänken, FDJ-Fahne und Honecker-Bild zieren den Klassenraum, die Lehrerin trägt ein Dederon-Kunstfaser-Kostüm. Auch der Tonfall stimmt.

Dargestellt wird der Unterstufen-Unterricht an einer polytechnischen Oberschule. Die Lehrerin und Museumsdirektorin Elke Urban stellt die subtile Indoktrinierung der Schüler dar. Sie war selbst einige Jahre als Lehrerin in der DDR tätig.

Das Projekt, DDR-Unterricht nachzustellen, ist deutschlandweit einmalig. Die Demonstration wird mit den Schülern in einer Nachbesprechung aufgearbeitet. Elke Urban weist dabei auch darauf hin, dass die vorgestellte Art des Unterrichts keineswegs die einzige in der DDR war, es gab auch andere Lehrer.


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WebReporter: sluebbers
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schüler, Leipzig, DDR, Unterricht
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.10.2008 11:14 Uhr von sluebbers
 
+0 | -0
 
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In der Quelle ist der Inhalt der Stunde, die Ideologisierung der Schüler sowie die Reaktion der Schüler auf den Beispiel-Unterricht beschrieben.
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06.10.2008 12:10 Uhr von ZTUC
 
+7 | -7
 
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Jungpionier: Bei uns in der Klasse gab´s auch jemand, der kein Jungpionier war. Der wurde dann in die Sonderschule abgeschoben.

Anderseits habe ich auch positive Erinnerungen. Im Endeffekt besteht aber unbehagen, besonders in der Hinsicht wie man in der DDR-Schule indoktriniert wurde. Das ist rückblickend schon sehr erschreckend.
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06.10.2008 12:48 Uhr von Great.Humungus
 
+2 | -12
 
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06.10.2008 13:16 Uhr von claeuschen
 
+5 | -9
 
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Es wundert: mich, dass die Linke das mitmacht.
Wo sie doch so schön von der Geschichtsverdrehung profitiert.

Hoffentlich wächst da eine Generation heran, die die Zustände der DDR nicht als "gute alte Zeit" sondern als "perfides Unterdrückungssystem" bezeichnen.
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06.10.2008 13:37 Uhr von cyrus2k1
 
+12 | -4
 
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In der BRD nicht anders! Nur das hier die Themen zu denen die Schüler indoktriniert werden andere sind und das ganze noch subtiler geschieht! Aber sich seine eigene nicht politisch korrekte Meinung zu bilden ist auch bei uns Tabu!
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06.10.2008 13:48 Uhr von Great.Humungus
 
+5 | -8
 
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@ cyrus: Das große Problem ist das viele denken das es hier nicht anders ist aber in der DDR bist du im Gefägnis oder dein Leben lang an ner Stahlpresse gelandet wenn du den roten Stern auch nur schief angeguckt hast. Klar wird einem im Westen auch viel Müll verzapft aber hier hast du die Möglichkeit aus dem ganzen rauszukommen wenn man nicht die ganze Zeit vorm TV hockt und übers System schimpft.
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06.10.2008 17:33 Uhr von Alice_undergrounD
 
+0 | -2
 
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und warum gibt es noch keinen: nachgestellten NAPOLA-unterricht^^ ???
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06.10.2008 19:30 Uhr von Sir.Locke
 
+8 | -0
 
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lol: mal wieder schön, wie man alles zusammen wirft, und dann behauptet - "so war es".
als beispiel nehme ich jetzt mal text und hinterlegte bilder: es stand in keinem klassenzimmer welches ich je betreten hatte eine fdj-fahne. diese waren entweder im flur oder sekretariat aufgestellt. auch waren nicht in allen unterrichtsräumen ein bild von honecker & co. aufgehängt. am besten finde ich aber noch die halstücher - diese wurden ausschliesslich an "besonderen" tagen getragen, und dann mit weissen hemd (jungpionier) oder blau (fdj).
ich weiß nicht, ob eine ehemalige lehrerin, deren sohn nicht jungpionier werden wollte, und deshalb benachteiligt wurde, eine person ist, die unbefangen vom unterricht in der ddr berichten kann. die idee ist gut, die umsetzung - naja :/
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07.10.2008 00:12 Uhr von taps
 
+3 | -0
 
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@sir locke: Stimmt genau.
Das gleiche hab ich mir auch gedacht, als ich am Wochenende den Artikel im Spiegel las. Die Dame ist einfach peinlich.

Allerdings: Halstücher trugen nur Pioniere. Blaue Halstücher für Jungpioniere, rote für Thälmannpioniere. Mitglieder der FDJ trugen Blauhemden und keine Halstücher. Ausnahme: "Freundschaftspionierleiter" Die trugen ein rotes Halstuch zum FDJ-Hemd.
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07.10.2008 08:25 Uhr von Marco Werner
 
+4 | -0
 
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@Sir.Locke: Genau das dachte ich auch. Das publizierte Bild des DDR-Unterrichts hat weitestgehend nichts mit dem zu tun,wie es wirklich war. Und ich kenne auch niemanden,bei dem es so war. Die Halstücher/FDJ-Hemden wurden bei uns vielleicht 2x im Jahr getragen....am 1.Mai und nochmal am Schuljahresende zur Zeugnisausgabe. Ein Honecker-Bild hing in unserer Schule nur im Lehrerzimmer, eine Fahne gabs nur,um sie 1-2x im Jahr für wenige Minuten am Fahnenmast zu hissen. Den ganzen ideologischen Quatsch gabs zwar,allerdings bei Weitem nicht in den Ausmaßen,wie man den Leuten glaubhaft machen will. Es mag Schulen gegeben haben,in denen das so war, die Regel war es allerdings nicht.
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07.10.2008 08:39 Uhr von Praggy
 
+4 | -1
 
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@sir locke: es passt den wessis aber so schön in den kram, dass der osten so sehr ideologisch war. letztendlich haben wir in der schule auch nur gelernt, das auch nicht schlechter als in anderen schulen der welt. warum auch nicht, letztendlich hatte ja die ddr kein interesse sich blöde bürger anzuerziehen...
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07.10.2008 10:11 Uhr von Sir.Locke
 
+1 | -0
 
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@taps: stimmt, das gabs ja noch was :)
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07.10.2008 17:12 Uhr von dragon08
 
+3 | -1
 
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Das sieht eher aus wie alles in einem Topf geworfen !
Wir hatten nicht mal ein Honeckerbild im Klassenraum .Im Geschichtsraum hang olle Marx und Engels .
Ich war nicht mal in der FDJ und hatte keine Probleme.
Sagen Wir mal so , jeder hat die DDR anders erlebt,manche hatten Repressalien und ander nicht .
Aber wer sagt , in der DDR war alles nur Schatten , muß sich fragen , wo kam der Schatten her ,denn wo Licht ist , da ist auch Schatten.
Auch wenn viele behaupten es war alles Mist , es gab auch gute Dinge , die jetz teilweise Neu Erfunden werden.

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