06.10.08 10:38 Uhr
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OECD wirft Regierung verfehlte Familienpolitik vor

Am Wochenende hatte das Kabinett ein Maßnahmenpaket beschlossen, das unter anderem auch die Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag vorsieht (SN berichtete). Willem Adema von der OECD kritisiert schon seit längerer Zeit die seiner Meinung nach verfehlte Ausgabenpolitik.

Im Vergleich zu anderen OECD-Ländern seien die Ausgaben für Familien mit drei Prozent des BIP deutlich höher als im OECD-Durchschnitt (2,2 Prozent). Allerdings geht nur ein geringer Teil in die Kinderbetreuung, was Ademas Meinung zufolge das schlechte Abschneiden Deutschlands begründet.

Auch beim Kampf gegen Kinderarmut sind nach Meinung des OECD-Experten die Schwerpunkte deutscher Familienpolitik falsch gewählt. In Skandinavien sei das besser gelöst, auch Frankreich erhält in den Untersuchungen regelmäßig gute Ergebnisse.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Familie, Regie, OECD, Familienpolitik
Quelle: www.sueddeutsche.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.10.2008 10:10 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Deutschland ist mal wieder Schlusslicht. Zwar hat man mit dem Offenen Ganztag in Grundschulen und nun dem Schwerpunkt U3-Betreuung neue Akzente gesetzt. Doch im internationalen Vergleich ist Deutschland Schlusslicht. Gut dass es die OECD gibt und gut, dass sie der Selbstzufriedenheit unserer Familienpolitiker nicht zum ersten Mal den Spiegel der Realität entgegen hält. Der Blick über den Tellerrand lohnt in jedem Fall.
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06.10.2008 10:58 Uhr von dustz33
 
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Bei: solchen Studien wäre ich aber immer vorsichtig. PISA ist beispielsweise absoluter Unsinn, in vielen gut abschneidenden Ländern sind die Schüler effektiv deutlich ungebildeter als in Deutschland. Im Fall PISA spielen beispielsweise Rasenflächen sowie Geschlecht und Alter der Lehrer eine Rolle.
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06.10.2008 12:33 Uhr von immerganzruhig
 
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hmmmmm ob da überhaupt was von "Ausgabenpolitik" spürbar ist?
Zündel-Else (Fr.Merkel) hat doch grad erst ne Bürgschaft über 511 (!) Milliarden abgegeben...plus die Kleinigkeit für die HRE plus die paar Milliardchen für die Staatsbanken.......
Wird wohl für so lapidare Sachen wie "Bildung" nix mehr übrigbleiben.....
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06.10.2008 13:10 Uhr von claeuschen
 
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Endlich: spricht´s mal jemand aus.
Allerdings sind in NRW in den vergangenen Jahren sehr viele Lehrer neu eingestellt worden. In vielen Städten versuchen die Kommunalverwaltung gleiches mit Erzieherinnen und Erziehern für Kindertagesstätten.

Das Kindergeld ist da völlig sinnlos. Betreuungsangebote für die vielen Doppelverdiener-Familien machen da deutlich mehr Sinn. Aber das haben bislang sämtliche Bundesregierungen verpennt. Schade, so verfestigen sich soziale Unterschiede bereits sehr früh. Bei aller Kritik an Pisa. Bei diesem Problem sind die deutschen Weltmeister!
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06.10.2008 13:25 Uhr von maki
 
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Jaja, die bööösen Kommunisten, immer dasselbe: mit denen... :-D
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07.10.2008 10:52 Uhr von uhlenkoeper
 
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Eine schiere Unverschämtheit !!! Und mal wieder eine Statistik, in deren Ergebnisse unsinnige Merkmale aufgenommen oder weggelassen wurden.

Was PISA angeht: da empfehle ich jedem folgende wikipedia-Seite => http://de.wikipedia.org/...
Ziemlich interessant, welche Schwächen im Konzeptansatz die OECD bei PISA gemacht hat und mit welchen wissenschaftlichen Grobfehlern PISA behaftet ist. Noch interessanter ist, dass die OECD diese Studie gar nicht unvoreingenommen, sondern unter Bevorteilung anglizistischer Schulsysteme erstellt hat ...

OECD und PISA als objektiv hinzustellen ist somit zwar als Schlagwort ziemlich in, wenn man aber genauer hinter die Kulissen schaut, schlichtweg ein Witz.

Und jetzt wieder die OECD ?
Noch dazu in einem Bereich, bei dem verschwiegen wird, dass es in vielen anderen Ländern sehr viel mehr "versteckte" Kinderförderung (z.B. durch steuerliche Entlastungen) gibt. Dass dabei aber Kinder verschiedener sozialer Herkünfte mitnichten gleich gefördert werden. Haarsträubend !

Darüber hinaus verschweigt auch die OECD wieder einmal, dass das Kindergeld gar keine Kinderförderung darstellt, sondern eine steuerrechtliche Gleichstellung von Kindern mit Erwachsenen: das Kindergeld gleicht lediglich die Tatsache aus, dass de facto in Deutschland das Existenzminimum des Kindes über das Einkommen der Eltern besteuert wird. Und das ist unzulässig, das JEDER Bürger (also auch Kinder) das Recht auf ein steuerfreies Existenzminimum hat.
Nur bei Empfängern von staatlichen Leistungen stellt das Kindergeld wirklich eine Sozialleistung dar und wird deshalb auch gegen die anderen Sozialleistungen gegen gerechnet.
Zudem ist diese Kindergeldanhebung kein Good-Will-Akt der Regierung, sondern ein durch das Bundesverfassungsgericht erzwungener Angleich an das aufgrund der immens angewachsenen Lebenshaultungskosten gestiegene Existenzminimum !!!

Außer dem Kindergeld, das also gar keine Sozialleistung ist, gibt es gar keine direkten Zahlungen an Familien.
Warum betont die OECD aber immer wieder falsche Behauptungen ? Was bezweckt sie wirklich ?
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08.10.2008 09:31 Uhr von uhlenkoeper
 
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Süss, dass hier sachliche und faktisch korrekte Beiträge Minus-bewertet werden. Wer fühlte sich denn da auf den Fuß getreten oder konnte nicht richtig lesen.

Wer die Aussagen anzweifelt, suche mal bei wikipedia nach den Themen Kindergeld, OECD und PISA / Kritik an PISA ... oder google mal ganz allgemein nach PISA und schaue sich die gesetzlichen Grundlagen und Berichte zur Kindergeldeinführung an.

*kopfschüttel

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