06.10.08 08:15 Uhr
 1.529
 

Stromversorger E.on erstattet überhöhte Gebühren

Im Spätsommer dieses Jahres hatte das Bundeskartellamt gleich 35 Gasversorger ins Visier genommen. Der Verdacht der Kartellwächter: Die angekündigten Gebührenerhöhungen seien Preismissbrauch. Nun haben sich beide Seiten auf einen Kompromiss geeinigt.

Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, haben mehrere Tochterunternehmen von E.on Rückzahlungen in Höhe von 35 bis 45 Euro für die bevorstehende Jahresrechnung versprochen. Auch der geplante Preisanstieg für Gas soll um zwei Monate, auf Dezember dieses Jahres, verschoben werden.

Insgesamt werden rund eine Million Kunden um 55 Millionen Euro entlastet. Auch andere Gasversorger müssen sich auf mögliche Rückzahlungen einstellen. Rund 90 Prozent aller Prüfungen hatten den Verdacht der Kartellwächter bestätigt. Der Kompromiss wird als Erfolg für das Kartellamt gewertet.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Strom, Erhöhung, Gebühr, E.ON
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Griechenland: Einnahmenüberschuss soll an arme Bürger verteilt werden
Niedersachsen: Deutsche Bahn plant Alkoholverbot in Regionalverkehr
Rechter Shitstorm gegen Drogeriemarkt Bipa wegen Frau mit Kopftuch in Werbung

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
05.10.2008 23:35 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Sieh mal an. Die bislang stumpfe Waffe des Kartellamts wurde gewetzt und ist schärfer geworden. Zwar gibt es noch immer keinen funktionierenden Wettbewerb auf dem Gasmarkt. Aber das Verfahren des Kartellamtes scheint zumindest die Gier der Energieversorger ein wenig in Schach halten zu können. Bravo!

PS: Übrigens will auch die EU-Kommission den Preismissbrauch deutscher Gasversorger bekämpfen. Insofern ist die EU nicht Deutschlands Untergang, sondern vielleicht auch Hoffnungsschimmer!
Kommentar ansehen
06.10.2008 08:25 Uhr von nightfly85
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Indem der Stromversorger Gebühren zurückerstattet, gibt er ja praktisch zu überhöhte Gebühren verlangt zu haben. Und genau das sollte doch jeden stutzig machen.
Kommentar ansehen
06.10.2008 09:10 Uhr von Bluti666
 
+8 | -0
 
ANZEIGEN
Jajaja das Kartellamt, den Mobilfunkanbietern wird es einfach vorgeschrieben, die Preise zu senken, aber bei den Energieversorgern gehts immer nur mit viel betteln und es kommt kaum was bei raus...mal wieder etwas mehr, was in diesem Land nicht stimmt...
Kommentar ansehen
06.10.2008 09:39 Uhr von frederichards
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Das ist wieder typisch: Warum werden die verantwortlichen Entscheider, die Vorstände, nicht allesamt angeklagt und verknackt, damit die wissen, dass sie extrem gegen gesellschaftliche Regeln verstoßen.

Wucherpreise, Bilanzfälschung, Steuerhinterziehung, Scheininvestitionen, Steuerung des Oligopol mittels Scheinfirmen (regionalen GmbHs), die die wuchernden "Rohstoffpreise" (die keine sind, sondern zu insgesamt ca. 1000%*** aus Lagerung und Transport besteht) an die Bürger weitergeben müssen. )*** Grundlage ist der Einkaufspreis an der deutschen Grenze.

Und dann das Abrechnungssystem, es wird in kwh abgerechnet, wobei immer der neueste aktuellste Brenner zur Brennwertbestimmung herangezogen wird. Also auf das Auto bezogen würde das bedeuten, dass wir nicht den Liter bezahlen, sondern den Brennwert in kwh des besten und neuesten Automobils, was es gerade neu zu kaufen gibt, bezahlen dürften. Wenn dein Auto dann 7 Jahre alt ist, Pech gehabt. Dafür gäbe es denn eine offizielle Festsetzung des Brennwertes, der dann für alle gilt. Und dann wird einfach jedes 10% pro Jahr angehoben, wie z.B. beim Strom.

Dieses Zahlungssystem kann doch keiner normaler Mensch durchblicken oder überschlagen. Da muss man richtig Gedanken machen, um das zu verstehen. Das Zahlungssystem für Gas ist total unübersichtlich.

Das es auch bei dem Ölprodukten für Verbrennungsmotoren bei Leichtkraftstoffen zu Oligopolpreiesen kommt und Währungsgewinne niemals weitergegeben werden oder Preisnachlässe beim Rohöl nur verzögert und generell dem Einheitpreis nichts entgegengesetzt wird, weder durch Politik, noch Verbraucher, ist dabei noch eine ganz andere Geschichte.

Vergleicht doch mal die Entwicklung der Preise von Leichtkraftstoffen (Heizöl, Diesel, Benzin, etc) zu den Schweröl, das in Kraftwerken und Schiffen zum Einsatz kommt. Oder vergleicht doch mal die Preise bei Gas, die die Bürger und kleine bis mittelständische Unternehmen/ Dienstleister zahlen müssen gegen die der Gaskraftwerke oder Großabnehmer. Das ist wirklich interessant.
Kommentar ansehen
06.10.2008 09:53 Uhr von anderschd
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Verschobene Abzocke. Nix anderes ist das. Und alle gehören in ein Sack und drauf gehauen. Die vom Kartellamt gleich mit. Elenden Lobbyisten.
Kommentar ansehen
06.10.2008 10:46 Uhr von rolf.w
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
45 Euro: Was sind denn, in Prozent ausgedrückt, 45 Euro auf eine Jahresrechnung von 1xxx Euro gesehen? Kein Tropfen, nicht mal ein Tröpfchen. Wie stark hatte man die Preise angezogen?
Den Kompromiss nun als Erfolg anzusehen ist schon mehr als nur blauäugig.
Kommentar ansehen
06.10.2008 11:13 Uhr von phil_85
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Kompromiss? Das heißt, die Firmen zocken uns mehr ab, als sie uns geben...deutlich mehr...aber das Kartellamt sagt "ok"...so ne verdammte Verarsche..
Kommentar ansehen
06.10.2008 11:33 Uhr von J.PG
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@News Der Verdacht: Die angekündigten Gebührenerhöhungen seien Preismissbrauch, so der Verdacht der Kartellwächter.

Hmm.. da passt was nicht.. oder? ^^
Kommentar ansehen
06.10.2008 12:46 Uhr von derSchmu
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
selten so gelacht...mit Traenen im Auge das gekaufte Bundeskartellamt hat also nen Kompormiss ´erkaempft´...35 bis 45 Euro Rueckerstattung is ja mal der Hammer...haut ja maechtig rein, wenn man ueberlegt, dass die meisten Buerger Mehrkosten in Hoehe von 250Euro im Jahr haben. Darauf dusch ich heut Abend doch glatt ma 5min laenger als sonst...

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Japan: Forscher können erstmals riesiges Höhlensystem auf dem Mond nachweisen
Bonn: Elf Jahre Haft für abgelehnten Asylbewerber wegen Vergewaltigung
Fußball: Berlin und Köln vor dem Aus in der Europa League


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?