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Berner Sennenhund vom Aussterben bedroht?

Der Berner Sennenhund ist eine von mehreren Hunderassen, die durch Überzüchtung stark geschädigt sind. Er leidet besonders unter abgenutzten Hüftgelenken, ist aber auch anfällig für Tumore, Arthrose und Nierenerkrankungen. Durch die DNA-Analyse könnte die Art gerettet werden.

In früheren Zeiten war der Berner Sennenhund noch als wetterresistenter Wachhund bekannt. Als die Züchter immer mehr Wert auf einheitliche äußere Merkmale legten, wurden jedoch verstärkt miteinander verwandte Tiere gekreuzt, deren Nachfahren genetisch krank sind.

Auch andere Rassen leiden unter Anzeichen von Überzüchtung. Beim Golden Retriever treten unter anderem Muskelentzündungen und Herzfehlbildungen auf. Dackel sind anfällig für Tumore. Englische Bulldoggen haben durch ihre Kopfform massive Atemprobleme und können im Sommer einfach ersticken.


WebReporter: kuemmelmonster
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Erbe, Aussterben
Quelle: www.blick.ch

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.10.2008 19:03 Uhr von trichter26
 
+9 | -1
 
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Der Mensch…: …ist und bleibt, das abartigste Geschöpft auf diesem Planeten. Er nimmt sich alles heraus und wundert sich dann, wieso die Natur irgendwann den Spieß rumdreht.

Die armen Tiere… von Geburt an krank, nur weil "Gottes Geschöpf" dran rumgedoktort hat. Klasse.
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05.10.2008 19:35 Uhr von gofisch
 
+6 | -1
 
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@trichte: w0rd

nur damit die tiere irgendwelchen ausgedachten optischen "idealen" entsprechen, wird gedankenlos inzucht betrieben. sie werden für kranke schönheitsvorstellungen deformiert und kaputt gezüchtet. traurig...
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05.10.2008 20:10 Uhr von trichter26
 
+4 | -1
 
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@kuemmelmonster…: …das die natürliche Auslese notwendig ist, bestreitet keiner. Nur wieso muss z.B. bei Katzen eine Art herangezüchtet werden, die wie Känguruhs nur noch stehen kann? Nur der Mensch "vollbringt" dieses kranke Spiel mit der Natur. Kein anderes Lebewesen erniedrigt und quält eine andere Art, nur der Belustigung – und Züchtung und Co. ist nur Belustigung, es dient keinem natürlichen Zweck.

Lebewesen die auf ein Umfeld spezialisiert sind / waren, sterben aus… aber man muss sich einmal überlegen, wer daran un- wie auch mittelbar die Hauptschuld trägt.

Wale verenden und werden dem natürlichen Kreislauf beigeführt… nur der Mensch greift hier in Übermaß ein und rottet somit komplette Artengruppen aus.

Von daher finde ich Krankheiten wie AIDS und Co. recht hilfreich… klingt jetzt krass und ich wünsche es wirklich keinem aber es ist nun einmal – fern ab der Theorie eines missglückten Laborexperiments – ein Schutzmechanismus der Natur.
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05.10.2008 20:45 Uhr von Pitbullowner545
 
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auch: der Deutsche Schäferhund gehört dazu..
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05.10.2008 21:01 Uhr von uhlenkoeper
 
+2 | -0
 
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Solange: der Berner Sennenhund weiterhin eine "Moderasse" bleibt, ist wohl kaum davon auszugehen, dass er ausstirbt. Immerhin ist die Rasse ja nicht steril.
Nur die Nachkommen werden weiterhin mit den gesundheitlichen Folgen zu kämpfen haben.

Wie allerdings eine reine DNA-Analyse da Abhilfe schaffen soll, ist mir etwas unklar. Dann kennt man zwar die Gen-Sequenzen (und kann auch die Nähe der Verwandtschaft bestimmen und zu enge Kreuzungen verhindern), wenn diese Rasse allerdings wirklich schon komplett so durch Inzucht gestört ist, wo sollen dann die "gesunden" Gene herkommen ? Und wenn es nur wenige gesunde Tiere gibt, ergibt sich in 2-4 Generationen ja quasi wieder eine Art Inzucht.

Grundsätzlich aber wäre es zu begrüßen, wenn bei den Zulassungen von Rassehunden zur Zucht weniger auf die äußerlichen Merkmale und die "Schönheit" der Tiere, als mehr auf die Charakterfestigkeit und Gesundheit geachtet würde ...
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05.10.2008 21:40 Uhr von CHR.BEST
 
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@ trichter26: Naja, ich würde es eher so ausdrücken, daß der Mensch mit der Evolution herumspielt, ohne genau zu wissen, was er da eigentlich tut.

Es werden aber auch Nutztieren, wie z. B. Kühe, immer mehr überzüchtet damit sie immer mehr Milch und Fleisch abgeben. Die Kehrseite der Medallie ist, daß sie dadurch auch immer anfälliger für Krankheiten werden sodaß ihnen Medikamente/Antibiotika ins Futter gemischt werden die beim Menschen dann gefährliche Resistenzen auslösen. Obendrein kosten diese Medikamente auch einiges an Geld.

Daher besinnt man sich auch in der Landwirtschaft wieder mehr und mehr zurück auf alte, robustere Rassen.

Ich will nicht behaupten daß das Prinzip des Züchtens nur negative Folgen hätte (wie manche ertragreiche Getreidesorten zeigen). Aber dieses Überzüchten aus unersättlicher Profitgier sollte verboten werden, denn das grenzt schon an Tierquälerei.
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05.10.2008 22:47 Uhr von goldengero
 
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Überzüchtung: ich habe seit 20 Jahren Golden Retriever. Bin aus Protest gegen die permanente Aufweichung der Zuchtzulassung aus dem DRC( Deutschen Retriever Club) ausgetreten.

Meine Frau und ich haben uns nach 2jähriger Suche für einen neuen Welpen entschieden.Gezüchtet nach alten Rassestandard)

Dieser hat zwar, dementsprechend, keine FCI Papiere aber super Anlagen. (Vorfahren alle mit FCI Papieren). Bei Rückfragen für eine Übernahme im DRC oder GRC wurden wir in einer Art und Weise abgekanzelt, die mich sehr erschreckt hat.

Es geht diesen Leuten nicht mehr um den Hund, sondern nur noch um finz, Interessen. Vereinsmeierei, halt.

Ich habe einen Zweithund (der Senior sowieso), der allen Vorschriften und dem Rassestandard mehr als entspricht. er wird aber nicht anerkannt weil er die "Papiere" nicht hat.

Sämtliche veterinär ärztlichen Untersuchungen verliefen positiv.

Erlaubt ist nur, was von den Vereinen erlaubt ist.
Also, Inzucht mit allen Konsequenzen.
Wenn man etwas dagegen sagt, erhält man eine Unterlassungsklage.

Sowiel zur freien Meinungsäußerung.

Wir lieben unsere "Jungs" und wollen sie nicht missen.
(Beide "reinrassige" Golden) auch wenn die Vereine den Junior nicht wollen -selber schuld-
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27.10.2008 19:53 Uhr von wotanli
 
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Wer stirbt aus: Ich dachte immer, wenn eine tierrasse vom austerben bedroht ist, wird sie zahlenmäsig immer weniger und steht auf der roten liste der vom aussterben bedrohten tierrase. Beim berner sennenhund ist es aber genau umgekehrt, es gibt immer mehr. Was die hüftgelenke bei seriös gezüchteten bernern anbelangt, braucht sich niemand zu ängstigen. Die hüftgelenke sind so gut, wie noch nie. DNA-Analysen werden erstellt, aber nicht um die Rasse zu retten!
Redet eine Rasse nicht schlecht, wenn ihr nichts davon versteht!

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