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O.J. Simpson: Bringt ihn der Freispruch von 1995 jetzt lebenslang ins Gefängnis?

Wie bereits bei SN berichtet, wurde der ehemalige Profi-Footballer und Schauspieler O.J. Simpson am vergangenen Freitag wegen Raub und Entführung von einer Jury in allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen.

1995 wurde Simpson von dem Vorwurf des Doppelmordes von einer Jury freigesprochen. Der Freispruch damals war sehr umstritten und von vielen als ungerecht empfunden. Hatte dieser Freispruch von 1995 eventuell Auswirkung auf den Schuldspruch der Jury von 2008?

Alle Jurymitglieder von 2008 gaben zu, den Fall von damals zu kennen. Ein Jury-Mitglied sagte aus, er sei mit dem Freispruch von damals einverstanden, vier sagten, sie seien sich nicht sicher, ein Mitglied sagte, es habe keine Auswirkung, da es Geschichte sei, und ein Mitglied verweigerte die Aussage.


WebReporter: Venomous Writer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gefängnis, Die Simpsons, Freispruch
Quelle: edition.cnn.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.10.2008 11:14 Uhr von Venomous Writer
 
+2 | -0
 
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Ich bin mir sicher, dass Simpson in diesen aktuellen Fall in vielen Punkten schuldig ist. Nicht sicher bin ich, ob die Jury ihn auch in allen Anklagepunkten für schuldig erklärt hätte, gäbe es da nicht den Freispruch von 1995. Das Manko an dem amerikanischen Rechtssystem ist, dass sich die Jury viel zu sehr von Emotionen als von Fakten leiten lässt. Interessant finde ich auch, dass man in der Quelle die Fragebögen findet, die die Jury-Mitglieder vor dem Prozess ausfüllen mussten.
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05.10.2008 13:40 Uhr von robert_xyz
 
+11 | -8
 
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* freu *: ich freu mich darüber dass es ihn endlich erwischt hat. Kaum einer glaubt dass er Nicole nicht ermordet hat - selbst hat er es ja noch dem Freispruch auch nicht mehr bestritten. Ich sehe ihn da noch stehen mit den Handschuhen die ihm nicht gepasst haben.
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05.10.2008 14:01 Uhr von NetCrack
 
+5 | -3
 
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Alle Jurymitglieder gaben zu, den Fall zu kennen wäre auch schlimm wenn nicht. Zum einen hat der Fall damals weltweit für aufsehen gesorgt und zum anderen gehört es auch zur "Jury Duty" sich mit dem Fall zu beschäftigen, also auch mit der eventuellen Vorgeschichte des Angeklagten, obgleich natürlich der Neutralitätsvorsatz deswegen nicht gefährdet werden darf. Zum eigentlichen Thema ... tja ich weiß nicht ob O.J. Simpson damals den Doppelmord begangen hat und ich habe auch keine Tendenz, fakt ist eins das er anscheinend (bescheuerter Weise) den Raubüberfall begangen zu haben scheint und dafür ist er selbstverständlich zur Rechenschaft zu ziehen.
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05.10.2008 14:24 Uhr von untertage
 
+19 | -26
 
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Da gibt es meiner Meinung nach weitaus Schlimmere die in den Knast gehören:

1. CDU mit Ihrem Schwarzgeld in der Schweiz (Man erinnere sich, es gab keine wirklichen Konsquenzen und die durften das Schwarzgeld behalten)

2. Bush für den Tod von zigtausend Unschuldigen und Aushebung der Verfassung

3. Rollstuhl Wolle für die Mißachtung des Grundgesetztes, bestehnder BHG-Enstscheidungen und Aufbau eines Polizeistaates

4. KfW für Verschwendung von 300 Mio und die Schuldigen kriegen weiter Ihr Geld trotz Suspendierung

5. Der SEK-Beamte welcher Wolfgang Grams mit einem aufgesetzten Kopfschuß getötet hatte

6. Zumwinkel der als Manager Vorbild Millionen an Steuer im Ausland hinterzogen hat - das gibt bestimmt auch nur eine kleine Bewährungsstrafe ;-)

......u.s.w


O.K. was er sich da erlaubt hat war schon dämlich, es hätte völlig genügt ein Rollkommando vorbeizuschicken ohne persönlich aufzutreten. Ich wäre auch ziemlich angefressen wenn mich erst jemand beklaut und der neue Besitzer sich weigert das wieder herauszugeben.

Für die alte Geschichte hat er mehr als genug bezahlt, da gings auch nicht um Gerechtigkeit sondern um Geld. Wie viel Millionen hatten die Angehörigen nochmal eingeklagt ?! Wenn es denen wirklich um Gerechtigkeit gegangen wäre hätte Geld keine Rolle gespielt, da gings nur um die schnelles Kohle.
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05.10.2008 14:43 Uhr von G.B.hindert
 
+10 | -9
 
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@ untertage: absolut unnötig, dein Kommentar!
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05.10.2008 14:44 Uhr von robert_xyz
 
+4 | -4
 
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@untertage: "Wie viel Millionen hatten die Angehörigen nochmal eingeklagt ?!"

nun sie haben ca 30 Mio $ eingeklagt. Wegen des Verlustes von 2 Menschen. Gezahlt hat der Drecksack allerdings nichts.
Wird er auch nicht mehr können, es sei denn er schreibt noch ein Buch über das Töten von 2 Menschen und über das erfolglose Durchführen von Raubüberfällen.
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05.10.2008 18:55 Uhr von Girasol
 
+7 | -4
 
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@ untertage: Recht hast Du!!!
Und jetzt, her mit den Minuspunkten.
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05.10.2008 20:47 Uhr von uhlenkoeper
 
+1 | -1
 
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@Autor Venomous Writer : Gegenfrage: Hätten die Geschworenen Simpson etwa freisprechen sollen, um sich nicht dem Vorwurf der Befangenheit (Vorkenntnis des Mordverfahrens vor einigen Jahre) zu entziehen ? Auch so herum hätte man einen Schuh daraus machen können. Und DAS wäre in meinen Augen eine viel größere Beeinflussung des Urteils gewesen.

Im Übrigen streitet ja nicht einmal Simpson ab, dass er diesen Raubüberfall selbst begangen hat. Er "interpretiert" ihn nur anders :



>>Schauplatz: das Palace Station, ein Casinohotel in Las Vegas, der glitzernden Glücksspielstadt in der Wüste. Eine Septembernacht des Jahres 2007. Ein halbes Dutzend Männer stürmte in ein Zimmer, in dem zwei Händler Erinnerungsstücke verhökern wollten. Signierte Bälle, Autogrammfotos, vieles, was Wert erlangte, weil es mit dem Namen Simpson verbunden war. Mit gezogener Waffe verlangten die Eindringlinge die Herausgabe der Memorabilien. O. J. wollte sich auf die rabiate Tour zurückholen, was ihm die beiden Geschäftsleute - so stellte er es dar - trickreich gestohlen hatten.

Pech für ihn, dass man seine Stimme hinterher ziemlich deutlich auf einem Band hören konnte. Ein Partner hatte ihn hereingelegt, indem er das Wortduell heimlich mitschneiden ließ und die Story den Medien teuer verkaufte. Dumm auch, dass der heute 62-jährige Simpson von all seinen Kumpanen belastet wurde. Einer sagte unter Eid aus, O. J. habe ihn angestiftet, eine Waffe mitzubringen. <<




Irgendwie hätte jemand diesen Mann mal nachhaltig darüber aufklären sollen, dass Gewalt überhaupt kein Problem löst.
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05.10.2008 20:48 Uhr von uhlenkoeper
 
+0 | -0
 
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Uups, sorry Quelle für obiges Zitat : http://derstandard.at/...
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06.10.2008 00:11 Uhr von venomous writer
 
+1 | -1
 
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@uhlenkoeper: Nein, natürlich hätte es in diesen Fall keinen Freispruch geben dürfen. Es hätte aber auch 1995 keinen Freispruch geben dürfen. Was ich sagen wollte ist, dass das Amerikanische Justizsystem mit den Geschworenen aus meiner Sicht fragwürdig ist.
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06.10.2008 12:58 Uhr von uhlenkoeper
 
+0 | -0
 
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@venomous writer: O.k., so kann ich das durchaus nachvollziehen.

Allerdings ist unser hiesiges Justizsystem mit Laien-Schöffen, die nicht vom Fach sein müssen, ohne die zusätzliche "Sicherung" durch eine in der Regel 12-20köpfige Jury (die ja immerhin auch ein einstimmiges Urteil abgeben muß, wenn ich richtig informiert bin, und das kann schon mal ganz schön heikel werden) auch nicht so wirklich supersicher. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Revisionen und nachgewiesenen Fehlurteilen spricht da schon für sich ...
Aber irgendwie muß ein Rechtssystem halt zu einem möglichst objektiven Urteilsspruch kommen. Schwere Sache, das.

Hinzu kommt:
zwar ist in diesem Fall die Jury rein weiß gewesen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch eine "schwarze" Jury dieses Mal nicht anders entschieden hätte.
Allerdings fehlen mir auch die Tatdetails und Beweise, die den Juroren zur Verfügung standen, um mir ein wirkliches Urteil erlauben zu können.

Im Übrigen ist es sehr aufschlußreich, dass diese "Verschwörungstheorie" mit der "revenge" ausgerechnet die Verteidiger aufgebracht haben. Wenn die nicht mehr Sachargumente haben, dürfte es ziemlich schwer sein, mit einer Berufungsklage durchzukommen ...

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