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Deutsche Mediziner nehmen großzügige Zahlungen von Tabakkonzernen an

Wie der "Spiegel" verlauten lässt, hat der Tabakkonzern Philip Morris versucht, die Tabakindustrie besser dastehen zu lassen. Unter den Adressaten von Fördergeldern seien Pathologen, Kardiologen und andere. Sogar ein designierter Universitätsrektor soll unter den Empfängern sein.

Professor Eckart Fleck vom in Berlin ansässigen Deutschen Herzzentrum hat von der Philip Morris Research Foundation 937.000 Euro Forschungsgelder angenommen, wie vor zwei Wochen bekannt wurde.

Mittlerweile gibt es eine Diskussion darüber, ob Ärzte überhaupt Gelder von den Tabakkonzernen annehmen sollten. Laut den Medizinern haben die Zahlungen keine Auswirkungen auf ihre Forschungen.


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WebReporter: kadinsky
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutsch, Medizin, Zahlung, Tabak
Quelle: www.spiegel.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.10.2008 20:23 Uhr von kadinsky
 
+0 | -0
 
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Naja, was soll man dazu sagen?
Ich möchte nicht wissen wie viel Menschen indirekt durch solche Aktionen schon gestorben sind.
Tabakkonzerne sind vom Staat legalisierte Dealer...
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05.10.2008 09:49 Uhr von RupertBieber
 
+13 | -0
 
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*....grosszügige Zahlungen von Tabakkonzernen..*...?

- damit die Liste der krebserregenden Stoffe im Tabak nicht noch länger wird?

- Oder die Tabakindustrie bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zu den *Wissenschaftlern* sagen kann: "...also soo genau wollten wirs gar nicht wissen...irgendwie gefällt uns nicht, was sie da zusammenforschen..*..und das auch noch mit unseren Geldern!!!!..*

aber warum sollten Mediziner und Wissenschaftler Gelder von den Konzernen annehmen, denen sie die gesundheitsschädigende Wirkung ihres Produkts nachweisen und belegen wollen??

Wer Zusammenhänge findet darf sich ein schönes Bild draus basteln...
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05.10.2008 09:56 Uhr von Sven0815
 
+4 | -2
 
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Klar: wenn über solche Wege dann studien veröffentlicht werden die recht "positiv" für den Tabakkonzern ausfallen, sollte man schon stutzig werden.
Auf der anderen Seite sind solche Fördermittel natürlich notwendig, wenn da die Tabakkonzerne zur Kasse gebeten werden halte ich das schon für richtig.
Besser wäre imo jedoch ein Font oder eine staatliche Behörde, die Fürdermittel annimmt und dann verteilt, dann kommen solche Bestechungsmöglichkeiten garnicht erst auf.
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05.10.2008 10:01 Uhr von casus
 
+7 | -1
 
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machen wir doch ein Gesetz daraus Liebe Tabakindustrie, wir finden es sehr gut das sie so selbstlos die medizinische Forschung unterstützen. Damit hier nicht irgendwelche Gerüchte aufkommen und ihr Engagement in Misskredit gerät, wird nun ein Gesetz verabschiedet, das diese Zahlungen verpflichtent macht. Das müßte ja in ihrem Sinne sein und nicht zu einer unbilligen Mehrbelastung führen. Denn die Zahlungen laufen ja schon.
Gleichzeitig wird jeder Arzt dann auch keine Probleme mehr mit seinen Forschungsergebnissen und Ratschlägen haben, denn die Gelder werden dann ja auch vom Gesetz her garantiert ....

Sie sehen, niemand kann ihnen dann noch den Vorwurf machen, es würde nicht das Wohl ihrer Kunden im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit stehen.
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05.10.2008 10:14 Uhr von RupertBieber
 
+4 | -1
 
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...casus: gutes Gesetz und ein interressanter Ansatz...!
Wenn man den Gedanken jetzt konsequent weiter denkt und den Faktor des "Verursacherprinzips" mit hinein in diese Überlegungen nimmt, dann wäre doch die logische Konsequenz die, dass die Tabakindustrie vollumfänglich für die Schäden aufkommt, die sie ja selbst verursacht...allein der volkswirtschaftliche Schaden der dem Gesundheitssystem und ergo dem Staat und den Steuerzahlern entsteht ist gigantisch...

Tabak verbieten..!!

...ach aber nein, das geht ja nicht...die zahlen ja so gut....

;-)
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05.10.2008 10:51 Uhr von MiKKaSLS
 
+5 | -0
 
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und das soll: mich jetzt schockieren???
in einer korrupten Gesellschaft gibt es also korrupte Mediziner, ich bin nicht wirklich überrascht über diesen Zustand.....

Ist halt so in Deutschland, naja zugegeben nicht nur in Deutschland eigentlich auf der ganzen Welt....sad but true
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05.10.2008 12:01 Uhr von phil_85
 
+5 | -2
 
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Schonmal: dran gedacht, dass die Tabakkonzerne eventuell auch daran interessiert sind, ihre Kunden nicht umzubringen? Ein toter Kunde zahlt nicht mehr...

Es ist doch nur logisch und sinnvoll, dass die Tabakkonzerne auf dem Gebiet forschen bzw forschen lassen, damit sie ihre Produkte eventuell weniger schädlich machen können.

Aber alle sehen wieder nur auf eine Seite der Medaille und verteufeln die gemeinen heuchelnden Unternehmen...nicht alle Manager und Unternehmen sind menschenfeindlich und egoistisch...zumindest nicht nur.
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05.10.2008 12:13 Uhr von kadinsky
 
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@phil_85: "nicht alle Manager und Unternehmen sind menschenfeindlich und egoistisch"

oh doch, das glaub ich schon, sonst würde das system, in dem wir zur zeit leben überhaupt nicht funktionieren...
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05.10.2008 12:16 Uhr von Nordi26
 
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Ist doch immer da gleiche: alle können sich die Taschen vollschaufeln, nur wir kleinen dürfen immer nur zahlen. Jetzt auch schon wieder mehr an die Krankenversicherung. Das gleiche wie mit unsern ungeliebten Politiker, auch schöne Zahlungen von den Energiekonzernen und wir können das bezahlen durch immer neue Erhöhungen.
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05.10.2008 13:01 Uhr von K-rad
 
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@phil_85: Ich denke die sind eher daran interessiert das man schnell das Mittel findet mit dem man Krebs schnell und effektiv heilen kann. Das wäre nämlich das Beste was der Tabakindustrie passieren kann. Das würde zu einem explosiven Absatz an Tabakprodukten führen und schön die Kasse klingeln lassen. Diese Fördergelder sind also nicht uneigennützig.
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05.10.2008 13:13 Uhr von phil_85
 
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@K-rad: und ist das was schlechtes? Ist es was schlechtes, dass ein Konzern versucht den Schaden zu heilen, den sie anrichten?

Wäre es euch allen lieber, dass die Tabakkonzerne die Mio statt in die Forschung an ihre Teilhaber ausschütten?

Wäre es euch lieber, wenn die Wirtschaft einfach nur das tut, was ihr ihr alle vorwerft: Geldverdienen?

Wäre es euch lieber, wenn die Finanzstärksten Kräfte hinter der gesamten Forschung einfach "auf wiedersehen" sagen und euch alleine lässt mit euren Problemen?

Na klar haben die Konzerne die Scheiße überhaupt erst fabriziert sozusagen, aber mal ehrlich: Keiner zwingt euch alle zu Rauchen: Hört einfach auf, dann gehen die Konzerne vor die Hunde und der Krebs nimmt ab.


Das ganze ist jetzt sehr plakativ ausgedrückt, das ist mir klar...aber es steckt auch Wahrheit drin. Es geht nicht immer nur um´s Geldscheffeln...manche reiche Menschen und hohe Tiere empfinden tatsächlich so eine Art Verantwortung für die restlichen Menschen. Ich vermute zwar, dass diese in der Minderheit sind, aber es gibt sie...
In der Politik sieht´s da schon schlimmer aus.


Ich kann´s langsam einfach nicht mehr hören, dass der "kleine Mann" ständig nur auf den "Managern" rumhackt und diese verteufelt und für alles Übel auf der Welt verantwortlich macht...

Wenn euch das alles ankotzt, dann geht in die Politik. Wenn ihr wirklich für den "kleinen Mann" sprecht, werden die "kleinen Männer" euch wählen, und da der "kleine Mann" ja die Mehrheit ist, dürftet ihr dann einiges ändern können.

Aber wenn ihr erstmal aufsteigt, dann seht ihr, dass das Leben nicht nur schwarz und weiß ist. Es nicht nur die bösen Großverdiener und die armen gebeutelten Geringverdiener gibt...


Das alles ist übertrieben dargestellt, das ist mir klar, ich möchte hier auch keineswegs das Verhalten der Oberschicht gutheißen! Dort passiert ne Menge scheiße...aber es sind nicht nur die Manager.
Primär sind es die Banker mit ihren 25%-Rendite-Anforderungen, die die Manager der klassischen Industrie zu Aktionen zwingen.
Primär sind es die Börsenaufsichten, die alle 3 Monate Zahlen sehen wollen, an denen die Firmen dann bemessen werden (zum Vergleich: Die Entwicklung in der Autobranche dauern meist 3-8 Jahre...da rentieren sich Investitionen nicht sonderlich früh...).
Primär sind es die Politiker, die mit aberwitzigen Entscheidungen nachhaltiges Handeln in den Ländern verhindern (siehe nur die viel zu geringen Investitionen in Bildung+Forschung und aberwitzige Ausgaben für irgendwelche unnötigen Brücken, die eh nicht genutzt werden).


Schaut endlich über euren Tellerrand hinaus! Zeigt nicht nur auf die bösen Topmanager! Es gibt weitaus mehr Schuldige! Die Änderungen müssen in der Politik beginnen und dazu hat nur das Volk die Macht!
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05.10.2008 13:16 Uhr von Jimyp
 
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Wenn das Geld zur Forschung eingesetzt wird, habe ich nichts dagegen.
Das Zigaretten absolut schädlich sind, weiß doch mittlerweile jedes Kind, da gibt es nichts zu beschönigen.
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05.10.2008 13:17 Uhr von phil_85
 
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Genau, Jimyp: Jedes Kind weiß, dass Zigaretten schädlich sind, trotzdem fangen immer mehr immer jüngere an zu Rauchen...

Sind daran die Tabakkonzerne Schuld? In gewisser Weise ja, da sie das Produkt anbieten. Aber genauso sind es die Menschen, die ihr Geld, von dem sie ja angeblich viel zu wenig haben, Unsummen ausgeben, nur um ihre Gesundheit zu zerstören...
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05.10.2008 13:24 Uhr von Jimyp
 
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@phil_85: Vielleicht hätte ich noch schreiben sollen "jedes intelligente Kind" ;-)
Na ja, letztendlich hängt es zum größten Teil vom Elternhaus ab. Wenn das Kind mit 13 anfängt zu rauchen, haben in der Regel die Eltern versagt!
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05.10.2008 14:22 Uhr von K-rad
 
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@phil_85: Wäre es nicht am Besten wenn Leute garnicht erst rauchen und dadurch dann nicht an Krebs erkranken ?
Genausogut könnte man Waffen an Kinder verkaufen und Geld für den bau von Kinderkrankenhäusern spenden.
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05.10.2008 21:01 Uhr von jsbach
 
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Selbst als Raucher muss ich: sagen: Rauchen stinkt ja für Aussenstehende und für mich besonders kalter Zig-Rauch..aber Geld nicht.. Pecunia non olet.. :)
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05.10.2008 22:09 Uhr von Floxxor
 
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alles egal was viel entscheidender ist, ist dass werbung nach wie vor erlaubt ist.

DAS ist wirklich morbide.

Man kann ja hin und her diskutieren wie man will, aber wenn sich die Konzerne keinen Gewinn aus werbung errechnen, würden sie es auch nicht machen.

Daher jeder € Werbung der Tabakindustrie
<= dem was mehr für Kippen ausgegeben wird.

Worauf ich hinaus will ist:
Ich will keinen Politiker hören, wie entsetzt er ist....

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