04.10.08 19:50 Uhr
 840
 

Merkels Strategie bringt europäisches Bankensystem in Gefahr

Dass die Liquiditätsprobleme der europäischen Banken ernst sind, bestreitet Angela Merkel nicht. Trotzdem lehnt sie einen europäischen Rettungsfond kategorisch ab, ganz im Gegensatz zum französische Präsident Nicolas Sarkozy.

Merkel hält es für angemessener, erst dann unterstützend einzugreifen, wenn es definitiv keine Alternative gibt und nicht den sogenannten "Blanko-Scheck" auszustellen.

Kritische Stimmen kommen auch von den Ökonomen. Sie bezweifeln, dass Merkels Strategie richtig ist, weil die momentane Krise eine derartige Kraft und Tempo zu entwickeln droht, der die Politik nicht mächtig werden kann.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: corazon
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Europa, Bank, Gefahr, Angela Merkel, Strategie
Quelle: www.welt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Angela Merkel gibt jungen YouTubern Live-Interviews
Angela Merkel hält einen Militäreinsatz in Nordkorea für "nicht für geboten"
Sophia Thomalla ist CDU-Mitglied: Angela Merkel ist "absolut skandalfrei"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
04.10.2008 19:32 Uhr von corazon
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Die Krise wird jetzt von den Banken selbst noch verschärft, weil sie in ihrer Panik die Gelder aus anderen Banken "rausziehen".

Das Schneeballsystem trifft dann jedes mal die letzte Bank ...
Kommentar ansehen
04.10.2008 19:57 Uhr von Great.Humungus
 
+7 | -2
 
ANZEIGEN
Der Grund warum Merkel es ablehnt:

Man darf die Banken nicht mit einer 100% Sicherung belohnen wenn sie höchstspekulative Investitionen abschließend, lieber jeden Fall analysieren und die passende Retten erarbeiten.
Kommentar ansehen
04.10.2008 20:05 Uhr von Urbanguerilla
 
+12 | -0
 
ANZEIGEN
Diese Sogenannten Ökonomen verdienen ja auch am meisten an diesem Schlamassel.

Wenn wir jetzt wie wild Geld in das System pumpen schieben wir das Problem nur auf.
Kommentar ansehen
04.10.2008 20:28 Uhr von KingPR
 
+7 | -3
 
ANZEIGEN
Deutschland sollte: die Deutsche Bank kaufen und sich selbst die Schulden erlassen, dann sind schonmal einige Probleme des Landes gelöst, Arbeitsplatzsicherheit kann gewährleistet werden und die Bank kann nicht mehr bankrott gehen.
Kommentar ansehen
04.10.2008 23:59 Uhr von menschenhasser
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
also: ich finde es komisch das die banken der welt in eine angebliche notsituation geraten aber massen von vorstands mitgliedern sich trotzdem noch überlegen bei ihren garagen anzubauen um den fünften benz auch noch unterzubringen.ich kann nicht einsehen das der normalbürger mit seinen steuern die weltfinanzen retten soll und die vorstandsmitglieder ihr fehlverhalten einfach mal so auf uns abschieben. man sollte vieleicht mal strafzahlungen für leichtfertig getätigte finanzgeschäfte in den führungsebenen der banken einführen!
Kommentar ansehen
05.10.2008 00:16 Uhr von maki
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Der Grund warum Merkel es ablehnt: Nächstes Jahr sind Wahlen...
Kommentar ansehen
05.10.2008 00:19 Uhr von scuba1
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Merkel: Vielleicht merken einige Leute spätestens jetzt was sie da gewählt haben.
Kommentar ansehen
05.10.2008 00:42 Uhr von Videofreak1
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
@loisek: sehr gute analyse!!! endlich mal jemand, der es ausspricht!

gewinne privatisieren, verluste verstaatlichen. das könnte den typen so passen :-(

man sollte die ganze scheiße verbieten, wenn nicht, dann wenigstens unter strenge staatliche kontrolle stellen.

ich sehe jedenfalls nicht ein, warum ich für abgehobene ökonomen zahlen sollte, die nix anderes können als sich zu verspekulieren und im sinne der renditenerhöhung die eigenen mitarbeiter zu entlassen. genau die mitarbeiter, die den scheiß laden überhaupt erst in schwung gebracht haben.
Kommentar ansehen
05.10.2008 02:34 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Was für Experten: sind das denn.

Erst fordern sie Milliardenkredite, um das derzeitige Bankensystem zu stützen und damit für Spekulationsverluste gieriger Bankmanager aufzukommen und dann benennen sie als Grund die wachsende Dynamik des Prozesses, der der staatlichen Kontrolle zu entschlüpfen droht. Das ist doch ein Widerspruch oder habe ich den tiefen Sinn dieser Forderung nicht verstanden.

Jeder Börsenneuling, der Kostolany gelesen hat, weiß: "Greife nie in ein fallendes Messer". Genau das aber fordern jetzt die studierten und allwissenden Weltfinanzexperten. Was wir wirklich brauchen, sind neue Regeln für das Bankengeschäft und keine windigen Risikomanager, die weitermachen wollen wie bisher und dafür den Steuerzahler nach einem vorzeitigen Milliarden-Weihnachtsgeschenk anschnorren.
Kommentar ansehen
05.10.2008 03:41 Uhr von meisterthomas
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Europa ohne Blüten? Das Unkraut muß raus und auch New Hollands Blüten, sonst erleben wir eine Tulpenkrise die alles ansteckt.
Wo die Banken sich untereinander kein Geld mehr leihen, sollten auch wir nicht so leichtfertig sondern besonders vorsichtig sein.

Es geht eben nicht nur um kurzfristige Liquiditätsprobleme sondern auch hier meist darum, einen Schuldenberg zu verstecken. Denn die Finanzkrise ist nicht nur eine Liquiditätskrise, wie viele gern immer wieder behaupten, sondern daß was sie schon immer war die Krise
verborgener Schulden.

„Worauf es nun dringend ankommt ist, die Spreu vom Weizen zu trennen und die Schuldenblase möglichst kontrolliert abzuschmelzen“.

Hierzu bedarf es nichts anderes als genau die betriebswirtschaftliche Prüfung, die wir solange missen ließen und wo nötig eben auch gemeinschaftlich. Ja, das „EU-GEPRÜFTE“ Kreditinstitut könnte zu einem Gütesiegel werden und das jetzt schwindende Vertrauen nach und nach wieder herstellen.

Dazu muß die EU nun zeigen, daß sie auch gegen nationalstaatliche Interessen handlungsfähig ist und dies schnellst möglichst umsetzen.
Kommentar ansehen
05.10.2008 04:21 Uhr von Montauk
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@KingPR: "die Deutsche Bank kaufen und sich selbst die Schulden erlassen, dann sind schonmal einige Probleme des Landes gelöst, Arbeitsplatzsicherheit kann gewährleistet werden und die Bank kann nicht mehr bankrott gehen."

wäre ja schön, wenn es so einfach gehen würde ;)

die BRD hat den großteil ihrer souveränität an die ezb abgegeben, und somit keinen einfluß mehr auf die währungspolitik im eigenen lande.

die deutsche bank ist somit auch nur eine private bank wie jede andere auch und bezieht selber kapital von der ezb, um es dann weiter an die wirtschaft, anderen banken, und dem staat selber wieder zu "verleihen".
(geliehenes wird wieder und wieder verliehen, mit entsprechenden zinsen)

würde die ezb die banken und somit die wirtschaft mit geld bedienen, wie es von nöten wäre, hätten wir keine liquidationskrise.

die politik der preisstabilität verbietet es der ezb, den enormen kapitalbedarf der banken zu bedienen.

würden sie es, hätten wir in null komma nichts tatsächlich eine inflation die sich gewaschen hätte.

es wäre aber allemal besser wie die sich abzeichnende stagnation, geldmangel und kapazitätenabbau (arbeitslose).
Kommentar ansehen
05.10.2008 05:12 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Merkels Zurückhaltung ist richtig und angemessen. Es geht jetzt nicht um Schuld und Sühne, nicht darum Manager abzustrafen oder Wahlkampf. Es geht ganz einfach darum den Wald vor lauter Streit und Bäume noch zu sehen und zu einer tatsächlich wirksamen und gemeinsamen Lösung zu finden.

Diese hat auch Merkel nicht angeboten, aber sie erscheint mir auf dem Weg diesen Scheißhaufen, Ministerrat eine echte Lösung abzuringen.

Ich habe Merkel viel anzukreiden, aber all´ das steht auf einem anderen Blatt.
Richtig ist auch, daß der Verlust unserer nationalen Souveränität die Wurzel allen Übels ist.
Nur so vogelfrei wie der einzelne Bürger ohne den Schutz des Staates ist, so vogelfrei sind Nationalstaaten heute ohne eine starke Gemeinschaft wie die EU im Zeitalter der Globalisierung.

Unsere Nationalstaats-Nostalgie verhindert daß wir als Europäer unsere Souveränität zurück erobern und uns endlich von amerikanischer Bevormundung befreien.
Kommentar ansehen
05.10.2008 12:05 Uhr von phil_85
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mit: dieser Haltung zwingen wir die Banken dazu ihr Geld für sich zu behalten, falls sie es selbst nächsten Monat brauchen und damit können sich die Banken untereinander nicht mehr helfen...so geht eine nach der anderen den Bach runter...

Klar, das ist stark vereinfacht ausgedrückt, aber diese Tendenz wird so eintreten!
Kommentar ansehen
05.10.2008 13:17 Uhr von pierre-xl
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
die philosophie: der banken heisst - legal - illegal - scheissegal-.
keine strafe,abfindungen in millionenhöhe.
für mein empfinden ist das vom staat erlaubter diebstahl,gepaart mit unvermögen und selbstherrlichkeit.
aber es wird sich nichts ändern,genau so wenig wie in unserer regierung.da sitzen auch nur selbstherrliche menschen ,die nur auf empfängen und bällen und auslandsreisen wissen ,was sie tun.....nämlich fremdes eigentum ausgeben.
das sind traumjobs,ich wollte ich hätte so einen....
Kommentar ansehen
05.10.2008 14:18 Uhr von meisterthomas
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ein TÜV für Banken wirkt auch vertrauensbildend. Es kann schließlich nicht unser Ziel sein, jeden Schrott zu finanzieren.

Refresh |<-- <-   1-15/15   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Angela Merkel gibt jungen YouTubern Live-Interviews
Angela Merkel hält einen Militäreinsatz in Nordkorea für "nicht für geboten"
Sophia Thomalla ist CDU-Mitglied: Angela Merkel ist "absolut skandalfrei"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?