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Kein Umdenken an der Spitze der Katholischen Kirche in Sachen Verhütung

Anlässlich eines Kongresses zum 40. Jahrestag der Enzyklika "Humanae Vitae" hat Papst Benedikt XVI. erneut die Ablehnung der Katholischen Kirche zu Verhütungsmitteln bekräftigt. Diese sollen "die innerste Wahrheit der ehelichen Liebe" in Frage stellen, argumentierte das Kirchenoberhaupt.

Allerdings räumte Benedikt auch Schwierigkeiten ein, die viele Gläubige mit dieser Botschaft haben. Einzig zulässig hingegen sei die natürliche Methode der Beobachtung des weiblichen Zyklusses, so der Papst weiter.

Die Enzyklika wurden 1968 von Papst Paul VI. initiiert und sieht das Verbot sämtlicher künstlicher Verhütungsmittel vor. Kritiker hingegen werfen der Kirche eine "verstaubte Sexualethik" sowie die Behinderung des Kampfes gegen AIDS vor.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kirche, Spitze, Sache, Verhütung, Katholisch
Quelle: afp.google.com

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.10.2008 14:58 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
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Wenigstens versteht sich der amtierende Papst auf die hohe Kunst der Diplomatie. Da waren seine Amtsvorgänger schon mal deutlicher. Es bleibt trotzdem, wie es ist. Ein "Altherrenclub" will den modernen Damen vorschreiben, wie sie ihre Lebensplanung zu tätigen hätten. Das kann nicht gut gehen. Auch mit "Verhüterlie" und der Pille kann eine Ehe "schön" sein.
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04.10.2008 15:53 Uhr von coolio11
 
+12 | -2
 
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hätte mich auch sehr gewundert: denn in puncto Umdenken ist die Katholische Kirch bislang nicht grad als Vorreiter aufgefallen.

"Künstliche" Verhütung ist nicht erlaubt, so so, aha. Nur natürliche, hm.

Wenn ich recht weiß, darf in der katholischen Logik zwar ein bereits mit HIV Infizierter ein Kondom benutzen, um Sexualpartner vor der Ansteckung zu bewahren. Vorher, solange er nicht zu den Infizierten gehörte, durfte er das aus katholischer Sicht nicht (obwohl er sich damit vor Infektion wirksam hätte schützen könnte).

Diese Logik zu verstehen ist mir zu hoch, da reicht mein Gehirn einfach nicht aus. Ich frage mich da unwillkürlich, ob der Papst und seine Bischöfe wohl einen Vollknall haben.
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04.10.2008 16:02 Uhr von Floxxor
 
+7 | -2
 
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Das zeigt Wieder mal nur, was dabei rauskommt, wenn ein Pazifist einen Krieg führen muss.....


Mal ehrlich, ich erzähle doch auch nicht, wie es richtig ist eine Bergsteigertour zu unternehmen, wenn ich aus religiösen Gründen nicht auf Berge darf......
Und die Konsequenz, wenn man es doch tut kann in beiden Fällen tödlich sein
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04.10.2008 16:08 Uhr von Jimyp
 
+5 | -3
 
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Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sich in dieser Hinsicht verhält.
Streng gläubige Katholiken halten sich sowieso dran und dem Rest ists einfach egal.

Aus Sicht der Kirche ist diese Haltung aber durchaus nachvollziehbar.
Die wollen nunmal, das ihre Anhänger viele Kinder bekommen und Krankheiten wie HIV wären eigentlich keine Gefahr, wenn sich die Gläubigen so verhalten würden, wie es die Kirche vorschreibt.
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04.10.2008 16:18 Uhr von Dierk Uhlig
 
+2 | -2
 
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ich: toleriere andere also auch die katholische kirsche
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04.10.2008 17:04 Uhr von Arcaist
 
+7 | -2
 
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Das Problem bei der Sache ist einfach, das in vielen "Problemländern" das Wort des Papstes Gesetz ist, und somit Geschlechtskrankheiten und HIV massiv auf dem Vormarsch sind.

Glaube ist eine Sache, aber er ist in diesem Fall nicht mit gesundem Menschenverstand gleichzusetzen.

@Jimyp
Sorry, aber kein Sex vor der Ehe? Na jaaa....
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04.10.2008 17:15 Uhr von Jimyp
 
+5 | -4
 
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@Arcaist: Wer ein richtiger Katholik sein will, der muss danach leben!
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04.10.2008 17:41 Uhr von ksros
 
+7 | -7
 
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Wann hat: eigentlich der Papst das letzte mal gefi**t? Vom Beten geht der Aids-Virus auch nicht weg. Zum Glück haben die inzwischen erkannt, daß die Welt keine Scheibe mehr ist. In 250 Jahren verstehen sie wohl auch den Aids-Virus.
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04.10.2008 18:06 Uhr von Raron
 
+4 | -2
 
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Das ist doch: reinstes Kalkül. Menschen die Angst vor dem Tod haben neigen eher dazu an Gott zu glauben und sich an jeden verfügbaren Halm zu klammern. Aids und andere solcher Krankheiten spielt der katholischen Kirche doch nur in die Hände. AIDS fördert Religion also fördert Religion AIDS.
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04.10.2008 18:19 Uhr von Sonny61
 
+4 | -4
 
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soviel zum Thema "Diktatur der Kirche"!
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04.10.2008 19:37 Uhr von jsbach
 
+8 | -1
 
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So wie es mit dem: Zölibat steht, so sieht es momentan auch mit der Verhütung aus.
Da kann ich als Christ die Kirche auch nicht verstehen, schon gar nicht die Fürstin aus Regensburg, wegen ihrem skandalösen Behauptungen vom "schnakseln" in Afrika!

Gut, die Kirche besteht seit über 2000 Jahren, aber irgendwann können sie vor dieser Problematik (Aids , Überbevölkerung etc.) auch nicht mehr die Augen verschließen.
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04.10.2008 20:56 Uhr von Köpy
 
+7 | -0
 
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Ich sag mal.. Wer auf die Kirche hört ist selber schuld.
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05.10.2008 11:01 Uhr von Seelenkrank
 
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kirche = sekte?! Oo
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05.10.2008 12:19 Uhr von aquila87
 
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bezogen auf die verbreitung von AIDS: irgendwie ist die katholische kirche doch gar nicht so doof. zwar verbietet sie ihren anhängern den gebrauch von kondomen, andererseits verbietet sie auch den geschlechtlichen verkehr zwischen unverheirateten personen. so ist eigentlich ausgeschlossen, dass aids sich stark verbreiten kann, denn die partner wechseln nicht (so stark). verheiratete sollen sich ja auch nicht trennen.

falls einer sich nicht an diese "eheklausel" hält, braucht er sich faktisch auch nicht an das kondomverbot halten!
sollte ich mich irren, dann korrigiert mich bitte!
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05.10.2008 14:32 Uhr von ticarcillin
 
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Als Katholik: ist man seinem eigenen Gewissen unterworfen. Somit ist es durchaus möglich, Empfehlungen oder Reglementierungen der Kirche in Frage zu stellen. Der Gläubige hat sich ja vor Gott zu rechtfertigen und nicht vor der Kirche.
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05.10.2008 17:39 Uhr von cheetah181
 
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aquila87 & ticarcillin: @aquila87: Wer sich aufgrund von kirchlichen Geboten nie mit Verhütung beschäftigt, wird auch im "Ernstfall" nicht plötzlich zum Kondom greifen.
Sich nicht an "Eheklauseln" zu halten liegt nunmal leider im natürlichen menschlichen Verhalten begründet, Verhütung benötigt aber Aufklärung. (Was jetzt nicht heißen soll, dass jeder fremdgeht.)

@ticarcillin: Nach der katholischen Lehre ist doch der Papst unfehlbar und Vertreter Gottes auf Erden. Die alleinige Rechtfertigung vor Gott halte ich eher für die evangelische Sichtweise.

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