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Hamburg: Landesarbeitsgericht stärkt Position von Eva Herman

Die ehemalige Nachrichtensprecherin Eva Herman erhält im Rechtsstreit mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber NDR Rückenwind. Das Landesarbeitsgericht Hamburg verneinte im anhängigen Berufungsverfahren die Einschätzung, dass die Ex-"Tagesschau"-Sprecherin den Nationalsozialismus verherrlicht haben soll.

Auch die bisherige Beurteilung des Arbeitsverhältnisses zwischen dem NDR und Herman scheint zumindest fragwürdig. So gehen die Arbeitsrichter durchaus davon aus, dass zwischen Herman und dem NDR ein Arbeitnehmerverhältnis bestanden habe. Das wurde in erster Instanz abgelehnt (SN berichtete).

Auch in der Sache selbst - den umstrittenen Äußerungen Hermans zur Nazi-Familienpolitik - stärkte das Gericht der Journalistin den Rücken. Die Äußerungen seien demnach für den Arbeitgeber "zumutbar" gewesen. Am 26. November dieses Jahres wollen sich die Prozessgegner erneut außergerichtlich treffen.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Hamburg, Landesarbeitsgericht
Quelle: www.sueddeutsche.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.10.2008 10:01 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
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Auch im NDR herrschte offenkundig Panik. Nur so ist zu erklären, dass nun nach mehr als einem Jahr die Gerichte doch die Position der geschassten Sprecherin stärken. Es ist immer wieder haarsträubend, mit welcher Vehemenz die öffentliche Meinung auf jeden einprügelt, der sich an dieses Thema heranwagt.
Nun nach einem Jahr und abseits der Medienmeute steht die ganze Sache auf einmal in einem anderen Licht. Wenn Herman Recht bekommt, wird das teuer für den NDR.
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04.10.2008 10:27 Uhr von Borgir
 
+21 | -3
 
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die äußerungen: von frau hermann sind einfach falsch verstanden worden (oder sollten falsch verstanden werden). sie hat nichts gesagt, was auch nur annähernd ein nazi-regim gerechtfertigt, verteidigt oder beschönt hat. werte wie familie usw, was sie ansprach, sind in der heutigen zeit einfach nicht mehr so vorhanden wie sie das früher einmal waren. auch während der nazi-zeit waren solche werte noch mit die wichtigsten und es ist schade, dass das heut enicht mehr so ist.
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04.10.2008 11:05 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
+14 | -1
 
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Das Kerner-Prinzip: Geradezu lächerlich war dieses abgekartete Spiel bei JBK. Die Einwürfe der Frauen Berger und Schreinemakers waren nur allzu berechnend und wirkten abgestimmt.
Das Kerner-Prinzip. http://nichtidentisches.myblog.de/...

Ich finde es gut das die Justiz derzeit nicht auch auf diesen Kerner-Zug aufspringt sondern in diesem Fall scheinbar die Kirche im Dorf lässt anstatt symbolische Exorzismen auszuüben.
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04.10.2008 11:35 Uhr von traxer
 
+1 | -5
 
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Es sollte Frau Hermann klar gewesen sein: Es sollte Frau Hermann klar gewesen sein, das sie sich mit ihren Äußerungen ziemlich in die Nesseln setzt. Deutschland ist in dieser Beziehung einfach ein bisschen empfindlich.

Es sind schon genug Leute über natonalsozialistische Außerungen gefallen, die beim genauen Hinsehen keine waren. Man braucht doch nur den Namen einer Nazi-Größe und einem Politiker in einem Satz zu nennen und schon schreien alle; getreu dem Motto "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe aufreisen."

Das ein Gericht da etwas andere Masstäbe anlegt war zu erwarten.
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04.10.2008 12:06 Uhr von mort76
 
+4 | -9
 
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Borgir, ich zitiere mal:
"Ein Paar, das in der Zeit des Nationalsozialismus heiraten wollte, sah sich vielfältigen Eingriffen von seiten des Staates gegenüber. Trotzdem blieb die Eheschließung auch im Dritten Reich für den Durchschnittsbürger weitgehend eine Privatangelegenheit.

Die offizielle Propaganda wollte die Frau gänzlich aus dem öffentlichen Leben und der Berufstätigkeit ausschließen und sie wieder ganz auf ihre sogenannten natürlichen Aufgaben als Ehefrau und Mutter verpflichten, Neue Formen des partnerschaftlichen Zusammenlebens, wie sie noch in der Weimarer Republik diskutiert worden waren, wurden als "widernatürlich" angesehen.

Neben der Festlegung der Frauen auf ihre traditionellen Aufgaben und den Maßnahmen zur Erhöhung der Geburtenzahlen (s.o.) installierten die Nationalsozialisten eine Trennung zwischen erwünschten Ehen und deren Nachwuchs und unerwünschten Ehen. So gab es auf der einen Seite eine Förderung von sogenannten erbgesunden Personen und deren Kindern und auf der anderen Seite das Verbot der Eheschließung für bestimmte Personengruppen bis hin zu deren Unfruchtbarmachung. Hinzu kam eine strenge Gesetzgebung, die Ehen zwischen Juden und Nicht-Juden verbot und unter Strafe stellte."
"Die Familie im 3. Reich bekam eine bedeutsame und zugleich interessante neue Rolle zugesprochen. Sie wurde nahezu vollständig politisiert und sie war am Wesentlichsten von der „Gleichschaltung“ betroffen. In ihr war die Jugend, die besonders anfällig für radikale, politisch- ideologische Theorien ist und war, von ihr am meisten betroffen."

Du würdest gerne in den familiären Verhältnissen von damals leben?
Mit Prügelstrafe, bigotten, prüden, extrem autoritären Eltern?
Indoktriniert vom Staat, erzogen zum Kanonenfutter?
Du wärst gerne damals zur Schule gegangen?
Hättest gerne mit mehreren Generationen unter einem Dach gelebt, ohne eigenes Kinderzimmer?
Wärst gerne mit 14 Jahren in die Fabrik malochen gegangen, oder aufs Feld, nachmittags dann zur HJ, schöne Lieder singen- "laßt die Messer flutschen, in den Judenleib!"?

Muß toll gewesen sein damals...vor allem in den ärmlichen Verhältnissen nach dem 1. Weltkrieg.
Mal ernsthaft...wo hast du dieses sonnige Bild vom Leben damals bloß her?
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04.10.2008 14:38 Uhr von kjlnik
 
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"Eva Herman soll mein Zimmer putzen": ein StudiVZ Spruch

Ich glaub sie ist kein nazi, nur ein bischen blöd.
Sie verwechselt Faschismus und Konservativismus.
Das "Mutter Ideal" wurde im 3. Reich pervertiert, Frauen als Gebärmaschinen.
Die paar Autobahnen die gebaut wurden waren in erster Linie geniale Propaganda, das bis heute in den Köpfen der Menschen nachwirkt.
Sie hatte bei Kerner die Möglichkeit sich von ihren Aussagen zu distanzieren, aber sie hats versaut

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