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Finanzkrise: Irland zerstört angeblich den Euro

Hugh Hendry, Chef-Anlagemanager und Partner bei Eclectica Fund, erklärte in einem Interview gegenüber CNBC, dass die irischen Maßnahmen gegen die Finanzkrise den Niedergang der einheitlichen europäischen Währung beschleunigen, da diese die Glaubwürdigkeit des Euros untergraben.

Irlands Plan, durch eine Bürgschaft über 400 Milliarden Euro für die Verpflichtungen der sechs irischen Banken zu garantieren, destabilisiert die EU-Währung. Hugh Hendry befürchtet angesichts solcher Entscheidungen im Zuge der Finanzkrise durch EU-Regierungen den Untergang des Euros.

Hendry kommt aufgrund der Höhe der Garantien zu dem Schluss, dass wir hier in Europa kurz vor der ersten staatlichen Schuldenpleite stehen. 400 Milliarden Euro entsprechen dem doppelten Bruttoinlandsprodukt von Irland und übertrifft somit in der Relation das US-Rettungspaket.


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WebReporter: :raven:
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Finanz, Finanzkrise, Irland
Quelle: www.cnbc.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.10.2008 22:17 Uhr von :raven:
 
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Die USA wird sich im Notfall der Finanzkrise nicht einfach ergeben. Wenn es sein muss, darf Europa gerne zuerst den Kopf in die Schlinge legen. Die Geschwindigkeit, mit dem das Finanzkrise zu kollabieren droht, ist schon fast faszinierend...
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04.10.2008 08:48 Uhr von meisterthomas
 
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Nun zeigt sich um welchen Preis. D-Mark-Nostalgie ist sicher nicht angebracht, denn sie würde nicht nur gemeinsame europäische Lösungen verhindern, sondern wahrscheinlich uns auch das Genick brechen.

Die Verschuldung mit 400 Milliarden € wird den Iren gegen den Willen der EU unmöglich sein. Diese Summe zeigt aber auch, daß eben nicht wie von uns gerne angenommen die Schuldenkrise in der Hauptsache nur eine Krise Amerikas ist, sondern daß der Sumpf auch unter europäischen Boden wuchert.

Es ist erst ein paar Jahre her, daß unsere Politiker ihren Liberalisierungs-Anspruch unserer Volkswirtschaft damit begründeten, daß es Staaten wir Irland, England, Holland, usw. wirtschaftlich besser geht als uns. -- Nun zeigt sich um welchen Preis.

Auch die Staatsverschuldung Amerikas um weitere 700 Milliarden $ steht auf tönernen Füssen, denn schließlich müssen auch diese Schuldtitel/Staatsanleihen verkauft werden.
Und auch hier steht und fällt das Rettungspaket mit dem ausländischen Anleger.
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04.10.2008 09:03 Uhr von VirtualAdept
 
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Hugh Henry: Wisst ihr eigentlich, wer dieser Hugh Henry ist? Das ist mal wieder einer von diesen Hedge Fund-Managern, die die Bankenkurse durch große Leerverkäufe so richtig ins Rutschen gebracht haben. Minimuminvestment: 1 Million und so ...
Die sehen nur ihre Felle wegschwimmen ...
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04.10.2008 09:07 Uhr von no_trespassing
 
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Europas Wirtschaft auf Sand gebaut: England lebte nur vom Finanzsektor und der von überbewerteten Firmen.

Spanien boomte wegen der Immobilienblase und dem Kredit. Beides kracht gerade ein.

Irland und Zypern wachsen, weil sie Standortvorteile garantieren können, die früher zu D-Mark-Zeiten Deutschland hätte ausspielen können (sogenannter Realzinsvorteil, der wurde zugunsten kleinerer Staaten nivelliert).

Von daher braucht man sich keine Gedanken machen - das kann so nicht weitergehen. Die Ur-Angst der Deutschen, nämlich die Inflation wird weitergehen. Möglicherweise wird der Euro stärker lädiert, als man das befürchtet. Mit der D-Mark hätten wir aber wenigstens die Zinsschraube wieder in der Hand.
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05.10.2008 10:35 Uhr von Putt
 
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@bertl058: Ein merkwürdiger Artikel auf den du da verlinkst. Diese oberflächliche und subjektive Betrachtung der europäischen Währung würde vom Stil gut in Mross (Bild) Buch ´Börse kinderleicht´ passen.
Aber da im Forum auf der Seite viele "Experten" den Artikel kommentieren, deren täglicher intellektueller Höhepunkt das Studium der Bildzeitung ist, passt die Schreibweise schon.
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21.11.2008 11:28 Uhr von sunnyb0y
 
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hugh henry ist super: mit Eclectica (UK) hat er bis jetzt uber + 40 % resultat. Jedes jahr wieder. Einstieg ab Euro 100.000

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