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Deutsche Medizinstudentin verklagt Österreich

Trotz eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes sichern sich Österreichs Universitäten mit einer Quotenregelung ab: 75 % der Plätze werden ausschließlich an Österreicher vergeben, 20 % an EU-Bürger und fünf Prozenr an den Rest der Welt. "Unzulässig" urteilte das EU-Gericht.

Auch die Zulassungstests werden unterschiedlich gewichtet: Während Österreicher nur 105 Punkte benötigen, müssen Deutsche mindestens 115 schaffen. Der Europäische Gerichtshof urteilte hierzu, dass "alle versteckten Formen der Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit" unzulässig seien.

Eine 23-jährige Deutsche, die gerne in Wien lebt und dort studieren möchte, hat nun Österreich verklagt - sie fühlt sich diskriminiert, auch von den anderen 169 abgelehnten Mitbewerbern im Stich gelassen. Direkt an das EU-Gericht wenden kann sie sich jedoch nicht, ihr steht ein langer Weg bevor.


WebReporter: bolitho
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutsch, Österreich, Medizin
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.10.2008 18:16 Uhr von bolitho
 
+0 | -0
 
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Österreich glänzt immer wieder mit einer eigenen Art von Protektionismus: besonders Deutsche werden dort gern abkassiert, z.B. noch lange nach der Einführung der EU-Kfz-Kennzeichens wegen des Fehlens des ovalen Nationalitätenkennzeichens.
Es bleibt die Hoffnung daß die junge Frau ihren Studienplatz bekommt - und die ihr nach Östereichischem Recht zustehenden Entschädigung für die Wartezeit, und das kann teuer werden für die Ösis....
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03.10.2008 19:29 Uhr von Spritmerker
 
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oooh: ja, die bösssssssen ösis
diskriminieren die deutschen
oooh...
das wird schwere seelische Folgen für die arme Frau haben...

o mann..

PS: danke, liebe Deutsche für die roten.-.-
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03.10.2008 19:45 Uhr von Great.Humungus
 
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Ein Freund von mir studiert Medizin in Wien da er mit einem Schnitt von 2.1 in Deutschland nichts bekommen hat.

Wenn die Noten nicht stimmen nützt auch das größte Gemecker nicht.
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03.10.2008 20:33 Uhr von Yuggoth
 
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@ Autor: Jo mei, jede Uni und jedes Land hat andere Vergabebestimmungen, und wenn die Schluchtis das anders regeln dann muss man halt klagen, in Polen wollen halt weniger Deutsche studieren, weil da müsste man ja eine neue Sprache lernen...
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03.10.2008 20:40 Uhr von matbach
 
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Da sollte sich die Studentin: lieber mal bei der deutschen Politik beschweren, dass sie nicht genug Studienplätze in Deutschland bereitstellen.

Warum soll der östrreichische Steuerzahler Studienplätze für massenhaft deutsche Studenten finanzieren?
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03.10.2008 20:57 Uhr von Jasmuna216
 
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Wie Mario Barth jetzt sagen würde: Gibt ja auch keine andere schöne Länder, in denen man studieren kann. Nöööööö! Muss Österreich sein!

Und soviel ich weiß, gibt es immer weniger Medizinstudenten in Deutschland, also sollte hier schon ein Studienplatz zu finden sein, irgendwo. Wäre sowieso einfacher gewesen, in Deutschland umzuziehen als nach Österreich zu ziehen. Schweiz, Niederlande, Belgien oder Frankreich hätten es auch getan.
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03.10.2008 20:59 Uhr von maki
 
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@Ösis: Schmeisst solches Pack einfach raus - ausser als Bediensteter ist solch Nachwuchsdeutschpack im Allgemeinen nicht zu gebrauchen. :-)
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03.10.2008 23:09 Uhr von Great.Humungus
 
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@ Jasmuna: Schließlich kann man dann sagen das man im "Ausland" studiert hat, wobei sich außer dem Dialekt nicht viel ändert und so mancher spricht in Wien hochdeutsch.
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04.10.2008 00:55 Uhr von Jasmuna216
 
+1 | -0
 
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@ Great.Humungus: Ja eben, dass man im Ausland studiert hat, kann man aber auch sagen, wenn man in der Schweiz, in den Niederlanden, in Belgien oder Luxemburg, wo ja auch überall Deutsch gesprochen wird, studiert hat.
Und das Österreich rassistisch gegenüber Deutschen ist, ist schon lange bekannt, das hätte die Studentin auch selbst wissen können. Wenn ich vorher weiß, wie die Tests in der Uni gewichtet werden, überleg ich mir das doch vorher, ob ich wirklich dort studieren will oder mir nicht doch lieber ein Land suche, wo Gleichberechtigung herrscht und ich größere Chancen habe, einen Studienplatz zu bekommen.

Die Frau hat vielleicht einfach nur einen zu großen Stolz um nachzugeben. Selbst Schuld.
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04.10.2008 11:42 Uhr von oeds
 
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Ich versteh die Aufregung nicht Wenn die Studienplätze alle belegt werden ist es doch ne super sache. Da wird sich halt noch ums Volk gekümmert!!!
Lieber das eigene Volk weiterbilden, als Kurzzeiteinwanderer, die danach wieder verschwinden.
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18.10.2008 11:00 Uhr von Putt
 
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Schwierige Sache: Sowohl für Österreich, das EU-Recht einhalten muss, aber auf der anderen Seite auch für die EU. Es kann ja nicht im Sinne der EU sein, dass Österreichs Gesundheitssystem durch Freizügigkeitsreglungen Probleme bekommt. Wenn zu viele Piefkes dort Studieren und anschließend wieder nach Deutschland gehen, fehlen den Österreichern möglicherweise eigene Mediziner.
Aber in der Quelle wird ja auch erwähnt das möglicherweise nichts gegen diese Quotenregelung spricht (Hochschulrecht - Arbeitsrecht). Also liebe Nachbarn, Ruhe bewahren noch müsst ihr keine Angst haben vor der deutschen Invasion :-)

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