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Nach kritischem Kommentar: Hoffenheim boykottiert "Tagesspiegel"

In den Medien wird derzeit oft die Fan-Kritik an der TSG Hoffenheim und ihrem Mäzen Dietmar Hopp thematisiert. Der DFB will Beleidigungen gegen Hopp sanktionieren (SN berichtete). Doch auch kritische Kommentare in der Presse sind in Hoffenheim offenbar nicht gerne gesehen.

Der Chefredakteur des "Tagesspiegel", Lorenz Maroldt, verfasste einen Kommentar, in dem er die Erstligazugehörigkeit Hoffenheims als "Provokation für Fans" bezeichnete, und auf die Verbindungen zur Familie Zwanziger hinwies.

Der Pressesprecher der TSG, Markus Sieger, nahm dies zum Anlass, Maroldt einen Brief zu schreiben, in dem er die Vorwürfe aus seiner Sicht richtigstellte. Der Brief schließt mit der Ankündigung, Anfragen des "Tagesspiegel" in Zukunft nicht mehr zu berücksichtigen.


WebReporter: sluebbers
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Kommentar, TSG 1899 Hoffenheim
Quelle: www.spiegel.de
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25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.10.2008 09:35 Uhr von sluebbers
 
+0 | -0
 
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Es scheint so zu sein, dass man in Hoffenheim keinerlei Kritik mehr hören möchte. Nach der Meinungsfreiheit wird nun auch die Pressefreiheit untergraben. Wo soll das hinführen?
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01.10.2008 10:22 Uhr von sluebbers
 
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dokumente: der brief aus hoffenheim, die replik von herrn maroldt sowie der ursprüngliche kommentar befinden sich gesammelt dort: http://www.tagesspiegel.de/...
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01.10.2008 10:36 Uhr von Major_Sepp
 
+17 | -22
 
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Der: TSG Hoffenheim will ganz oben mitspielen. Dabei vergessen sie, dass sie aus geistiger Hinsicht das Niveau der Kreisliga noch nicht verlassen haben.

Geld allein beschert eben keine "Bundesliga-Reife".
Ich hoffe inständig, dass dieser Verein zügig auf den harten Boden der Realität zurückgeholt wird.
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01.10.2008 10:40 Uhr von titoshinobi
 
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da kann doch jetzt der DFB/DFL: neue Regeln erlassen, wo der arme Hr.Hopp bzw. sein Hobby-Verein auch vor der bösen und ungerechten Presse geschützt wird...oder gleich eine pauschale Unterlassungsklage gegen die gesamte Presse einreichen.....
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01.10.2008 10:50 Uhr von micha3003
 
+15 | -15
 
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Kaufen: Naja vielleicht sollte er die Presse noch mit kaufen ....... und schon meckert keiner mehr über ihn.
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01.10.2008 10:54 Uhr von sluebbers
 
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@sir.locke: es geht überhaupt nicht um den sportlichen erfolg der tsg.

es geht darum, dass eine "lex hopp" etabliert werden soll, die in der geschichte des fußballs in deutschland absolut beispiellos ist. über jahrzehnte wurden aus den fanblöcken übelste beleidigungen gegen spieler, schiedsrichter, funktionäre und gegnerische fans gebrüllt, der dfb hatte es nicht nötig einzuschreiten. jetzt aber, wo ein herr hopp betroffen ist, sollen die fankurven auf einmal mundtot gemacht werden. auch kritische presse ist nicht erwünscht. hier werden grundrechte beschnitten bzw. untergraben!

ja, in hoffenheim wird gut und wirtschaftlich gearbeitet, der erfolg stellt sich daher zu recht ein. doch kritik, auch emotionale, auch überzogene, muss erlaubt bleiben!
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01.10.2008 10:59 Uhr von coolio11
 
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im deutschen Fußball: wie ebenso in der deutschen Gesellschaft allgemein sind Emporkömmlinge nicht gern gesehen. Missgunst und Neid kommen bei Manchem auf und der Wunsch, dass dem erfolreichen Neuling bald Misserfolg oder noch besser der Untergang beschieden sein möge.

Fakt ist aber z. B., dass Hoffenheim eine vorbildliche Nachwuchsarbeit betreibt. Der Verein steht auf solidem Fundament.

Ich sage voraus, dass alle irren, die glauben, dass der Verein wieder genau so schnell verschwindet, wie er hoch gekommen ist. Mit 1899 Hoffenheim wird noch sehr lange zu rechnen sein.
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01.10.2008 11:07 Uhr von Major_Sepp
 
+8 | -3
 
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sluebbers: Ganz genau.

Wenn ich allein daran denke was Kahn jahrelang über sich ergehen lassen musste, (da waren die fliegenden Bananen noch das harmloseste) und ich bin alles andere als ein Fan des FCB.

Hoffenheim hat es bislang noch nicht verstanden, dass mit zunehmendem Erfolg die Anzahl der Kritiker und Neider steigt. Mal ganz davon abgesehen, dass es Herr Hopp aufgrund seiner Funktion als SAP-Gründer wahrlich nicht gewohnt ist Kritik wegzustecken, ist ein derartiges Kindergartenverhalten einfach nur geistig unreif.

Den "Trotzkopf" der Bundesliga zu spielen, fördert doch erst recht Hohn und Spott der Menschen.
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01.10.2008 11:10 Uhr von sluebbers
 
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@sir.locke: "aber wenn dann auch noch die presse anfängt, hört es auf."

wieso das denn bitte?! es handelte sich nicht um einen bericht, sondern um den kommentar des chefredakteurs. seine meinung! kommtentare von redakteuren zu allen möglichen themen sind in der presse tagtäglich zu finden. das sind grundsätzlich meinungsäußerungen und völlig legitim.
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01.10.2008 11:26 Uhr von Sarkan-ZdC
 
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Jetzt Moment mal.

Fall 1) Der Mord-Aufruf gegen Hop. Ich fand das Plakat mit Hasta la Vista Hopp und dem Fadenkreuz drauf eher lustig. Er sieht es als Aufruf zum Mord. Klärt ein Gericht ob das jetzt ok ist oder nicht.
Aber wenn es so ist, ist es der Aufruf zu einer Straftat. Das ist unter Strafe, steht ihm daher zu das Anzuzeigen.

Fall 2) Beleidigungen im Stadion. Z.B. die Bananen gegen Kahn. Könnte man das als Beleidigung werten? Irgendwie schon. Genau wie die Rufe (wobei versuch mal einen Block wegen Beleidigung anzuzeigen.. Wenn einer ein Plakat hochhält mit "Name ist ein A-Loch", ja dann kann Name ihn anzeigen. Wenn er es will. Kahn steht wohl über sowas :)

Fall 3) Zusammenarbeit mit der Presse. Wenn ein Chef Redakteuer sowas schreibt (Beleidigung an die Fans), erwarte ich von einem Verein das sie mit dem Blatt dann nicht mehr zusammenarbeiten. Das hat so in etwa NULL mit Pressefreiheit zu tun. Ist ja nicht so, das das Blatt auf die Zusammenarbeit angewiesen ist. Pressekonverenzen z.B. kann man auch per Nachrichten Agentur rausfinden was da so passiert ist. Ausserdem werden die jetzt auch in Zukunft negativ berichten..
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01.10.2008 11:32 Uhr von Slaydom
 
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@sluebbers: Ein Chefredakteur muss eigentlich neutral sein.
Es darf sich nicht auf eine seite Fixieren, dass hat nichts mit Pressefreiheit zu tun sondern mit deren Ehrenkodex.
Hoffenheim kann auch kritik vertragen, aber es ist einseitig nur auf den Sponsor und das gehört eigentlich auch nicht auf den Platz.
Bei Kahn war es immer so, dass er zwar wusste, dass er bei Bayern unbeliebt ist, aber in der Nationalmanschaft viele ihn für Gott gehalten haben... Das wusste er auch genau
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01.10.2008 11:42 Uhr von sluebbers
 
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@slaydom: "Ein Chefredakteur muss eigentlich neutral sein.
Es darf sich nicht auf eine seite Fixieren, dass hat nichts mit Pressefreiheit zu tun sondern mit deren Ehrenkodex."


das gilt einfach nicht für einen journalistischen kommentar. ein kommentar ist etwas anderes als ein bericht. herrgott, lies doch einfach mal die als "kommentar" gekennzeichneten artikel in irgendeiner zeitung zu irgendeinem thema. die sind IMMER einseitig.
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01.10.2008 11:45 Uhr von Sarkan-ZdC
 
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und? Und wenn?

Wenn der Chef sowas schreibt, würdest du seine Zukünftigen Artikel oder die Artikel die in seiner Zeitung über den Verein erscheinen als Objektiv erwarten?

Ich nicht.
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01.10.2008 12:09 Uhr von megaakx
 
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Eigentor? Der hätte statt dessen mal lieber mit der Redaktion reden sollen. Auf Schmähkritik hat afaik jeder das Recht, eine Richtigstellung zu fordern - notfalls geht sowas eben vor Gericht. Die Bild hat ja sowas auch schon öfter gehabt.
Aber so ist es heute nunmal. Statt reden lieber auf stur stellen und Krieg spielen...
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01.10.2008 12:42 Uhr von Sven0815
 
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sollte man konsequent boykottieren, ich erinner mich da noch an Gerstermann (http://www.areagames.de/...) , sowas sollte imo hohe Wellen schlagen und nicht ohne Negativimage enden, so das man sich nicht bei allem überlegen muss welche Konsequenzen (angebrachte) Kritik haben könnte.
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01.10.2008 13:45 Uhr von lossplasheros
 
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mein gott seid ihr dumm: ich schäme mich dafür, dass ihr Fußball fans seit.
Blind vor Neid - ohne Ahnung aber trotzdem reden.

Poldi hat vor der WM auch keine Internviews mehr mit dem ARD gemacht - und soll ich euch sagen warum?
Weil er kein Bock drauf hatte. Die haben ihn verarscht - dann hat er eben keine Interviews mehr gegeben.
Wieso habt ihr damals nicht rumgeschrien?

Wenn der TSG kein Bock hat mit denen mehr zusammenzuarbeiten - dann machen sie es eben nicht.
Wo ist euer scheiss problem?

Wenn euere Reparaturwerkstatt euch abzockt - dann geht ihr eben nicht mehr hin.

Also nochmal:
Die haben nen scheiss verzapft - daraufhin hat Hoffenheim die Sache klargestellt und gesagt, man möchte mit ihnen nicht mehr zusammenarbeiten.

Meinungsfreiheit? Pressefreiheit? Wollt ihr mich verarschen?
Da hat jemand unwahrheiten erzählt und der TSG hat sich das eben net gefallen lassen.

Also, Naives Pack, wo ist hier ein eingriff in die Pressefreiheit?
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01.10.2008 13:50 Uhr von lossplasheros
 
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Sorry für Kommentar: war wohl zu krass :-) Sorry ...

War wütend - sorry nochmals.
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01.10.2008 14:16 Uhr von Major_Sepp
 
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lossplasheros: Beruhigungstablette gefällig? :-P

"Poldi hat vor der WM auch keine Internviews mehr mit dem ARD gemacht - und soll ich euch sagen warum?
Weil er kein Bock drauf hatte. Die haben ihn verarscht - dann hat er eben keine Interviews mehr gegeben.
Wieso habt ihr damals nicht rumgeschrien?"

Poldi ist auch schon ein großer Junge und kann seine Probleme selbst regeln.

Der Didi Hopp ist leider ein kleiner verzogener Bengel der von Mama DFB Unterstützung und ne Extrawurst gebraten braucht. :-)

So nach dem Motto: "Die sind alle so böse zu mir..."

Hast den Unterschied jetzt mal verstanden?
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01.10.2008 14:22 Uhr von Lornsen
 
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Kain: seit Kain fließt der Neid in unseren Adern. Deshalb gibt es
auch so viele Marodt´s
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01.10.2008 14:36 Uhr von pentam
 
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Den Kommentar des Herrn Maroldt kann man sehen wie man will. Ob in der Form von dem Chefredakteur einer Zeitung angebracht oder nicht, lasse ich mal dahingestellt.

Die Reaktion des Pressesprechers ist zwar etwas empflindlich, aber immerhin höflich. Dass er mit dieser Zeitung zukünftig nicht mehr zusammenarbeiten will, ist sein gutes Recht. Es besteht keinerlei Pflicht für eine solche Zusammenarbeit.

Allerdings empfinde ich das Antwortschreiben von Herrn Maroldt als arrogant, unverschämt und niveaulos. So einen Stil sollte man sich als Chefredakteur nicht leisten. Diesen Schriftwechsel dann auch noch zu veröffentlichen, halte ich dann außerdem für überflüssig.
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01.10.2008 20:24 Uhr von Slaydom
 
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@sluebber: ein profi Journalist, hat sowas nicht nötig^^
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03.10.2008 21:33 Uhr von jsbach
 
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Wenn schon Hopp nicht nur den: Verein in die 1. Liga gebracht hat und durch seinen Investitionen auch was für die Infrastruktur getan hat (die Jugensarbeit nicht zu vergessen) dann find ich es als gut, wenn er da in seine Heimat investiert-
Könnte sich ja auch Mega-Jachten dafür bauen lassen.
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03.10.2008 21:39 Uhr von Collateral Damage
 
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@sluebbers: Ich weiß überhaupt nicht was du willst?

Klar ist das legitim, dass der seine Meinung äußert, aber genauso legitim ist es, dass die TSG dem ihre Meinung dazu schreiben. Meinungsfreiheit eben, wie du schon sagtest.

Und wenn die TSG der Meinung ist, keine Anfragen dieses Blattes mehr zu berücksichtigen, ist das ebenfalls ihr gutes Recht. Bedeutet auch nur, dass sie denen keine Interviews genähmigen. Ist deren gutes Recht.

Hier wird weder eine Meinungs-, noch eine Pressefreiheit eingeschränkt. Und so in Ordnung du die Meinung findest, so ist auch die Reaktion der TSG in Ordnung.


Desweiteren ist es eine Frechheit, familäre Verbindungen zu nennen und damit, automatisch, irgendwelche Zusammenhänge heraufzubeschwören. Schließlich sollte so einem die Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit bewusst sein und auch, wie sein Geschriebenes wohl in der Öffentlichkeit aufgefasst wird. Und was das betrifft. ist das im Endeffekt sogar Rufschädigend und das kann die TSG nun wirklicht gebrauchen.

Zumal ich ebenfalls finde, dass viel zuwenig geschätzt wird, dass ein Hr. Hopp Arbeitsplätze schafft, die Jugend fördert wie nirgends sonst und auch Vereine wie Bayer und der VFL eben Sponsoren haben, die sozusagen eher Investoren sind. Nur eben keine privaten.
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07.10.2008 01:04 Uhr von Hrvat1977
 
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@Alle: Man sieht ja an den vielen Negativbewertungen wie unreif Die TSG und ihre Fans sind.Keinerlei kritik einstecken.
Erwarten die dass sie in die Liga kommen und absolut jeder muss sie mögen.Und wer das nicht tut wird boykottiert.:-)Was müssten die Bayern doch boykottieren und anzeigen.Aber als großer Verein steckt man sowas weg.Das ist nur der Beweis dass Hoffenheim mit seinem Denken noch oberligareif ist.
Naja die Tatsache dass Hr.Zwanzigers Sohn der Trainer der Damenmannschaft von Hoffenheim ist,lässt den DFB bestimmt in manchen Situationen gegen Hoffenheim, schneller handeln.Am Samstag wurde zb ein 16 jähriger vor dem Stadion festgenommen weil er ein Plakat hatte dass den Herren der TSG nicht gefallen hat.Armes Fussballdeutschland.:-(
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07.10.2008 01:08 Uhr von Hrvat1977
 
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@collateral Damage: vielleicht liegt es dran dass Hr Hopp so viel Geld hat wie die ganze Bayer AG wert ist:-)
TSG Hoffenheim wird die ganze Situation in der Bundesliga verändern.Und das mein ich nicht positiv.

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