30.09.08 19:07 Uhr
 4.033
 

"Ossis" haben anderes Kriegsverständnis als "Wessis"

Eine Studie der Universität Leipzig und der Queen's University Belfast hat Unterschiede in der Weltanschauung zwischen den Ost- und Westdeutschen bestätigt. Während 75 Prozent der befragten Ostdeutschen den Krieg als unmoralisch verurteilen, sind es bei den Westdeutschen lediglich nur 63 Prozent.

Bei der Frage, ob die Bundesrepublik mehr Geld für die militärische Aufrüstung ausgeben sollte, lag das Ergebnis ähnlich auseinander. 64 Prozent der "Ossis" und 41 Prozent der "Wessis" waren dagegen.

Eine Welt ohne Krieg halten 69 Prozent der Ostdeutschen und 58 Prozent der Westdeutschen für möglich. Ob Krieg aufgrund der Natur des Menschen unvermeidbar sei, verneinten 63 Prozent der Ostdeutschen und die Hälfte der Westdeutschen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: corazon
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Krieg, Wessi
Quelle: www.welt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Baden-Württemberg: Illegales Autorennen mit 20 Wagen
Sichere Reiseländer - Deutschland rutscht ab
Frauen schreiben, was sie tun würden, wenn sie einen Tag lang ein Mann wären

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
30.09.2008 18:58 Uhr von corazon
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Kein Wunder, nachdem die Menschen im Osten so lange unter einer Militärmacht gelebt haben.

Allein der Anblick einer Uniform löste bestimmt bei den einen oder anderen schlimme Erinnerungen aus.
Kommentar ansehen
30.09.2008 19:14 Uhr von Newbayerin
 
+22 | -3
 
ANZEIGEN
Also ich hab keine schlimme Erfahrungen damit gemacht. Hatte in stink normales Leben.
Kommentar ansehen
30.09.2008 19:19 Uhr von TrangleC
 
+9 | -7
 
ANZEIGEN
Demographie: Ob dabei auch die Demographie beachtet wurde? Im Osten leben ja prozentual mehr Alte und weniger Junge als im Westen, weil viele Junge aus dem Osten in den Westen gezogen sind. In manchen Landstrichen gibt es ja kaum noch Leute im Alter von 20 bis 40. Bei dem Ergebnis könnte es sich also eigentlich auch mehr um einen Unterschied zwischen Alt und Jung handeln, als um einen Unterschied zwischen Ost und West.
Kommentar ansehen
30.09.2008 19:48 Uhr von Putt
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Überraschend? Sicher nicht. Ostdeutsche und Westdeutsche haben nun mal eine unterschiedliche Biografie und dadurch bedingt auch unterschiedliche Wahrnehmungen. Wer glaubt das die Unterschiede zwischen Ostdeutschen und Westdeutschen nach nur 20 Jahren verschwinden, täuscht sich. So etwas braucht 1-2 Generationen. In manchen Fragen mag das nicht zum Vorschein kommen, aber bei anderen Themen sieht man die Unterschiede eben doch noch recht deutlich. Und damit meine ich keinesfalls die unterschiedlichen Mentalitäten, wie es sie auch zwischen Bayern und Friesen gibt.
Kommentar ansehen
30.09.2008 20:43 Uhr von Noseman
 
+15 | -3
 
ANZEIGEN
Also: in dieser Hinsicht bin ich dann wohl ein Ossi.

Ich kann nicht verstehen, wieso nur 41 % meiner "Kollegen", also die deutliche Minderheit, gegen mehr Militärausgaben sind.
Ham die anderen alle zuviel Geld?

Und dann noch über mehr Steuerlasten klagen, die angeblich alle nach Osten abfließen, echt crazy.
Kommentar ansehen
30.09.2008 20:46 Uhr von kadinsky
 
+3 | -8
 
ANZEIGEN
"Eine Studie der Universität Leipzig und der Queen´s University Belfast hat Unterschiede in der Weltanschauung zwischen den Ost- und Westdeutschen bestätigt."


Jetzt brat mir doch einer nen storch, was sind das denn für blitzmerker?
hoffentlich ist ihnen nicht der kopf dabei explodiert oder das gehirn eingefroren....
Kommentar ansehen
30.09.2008 22:33 Uhr von Schlomo Raffzahn
 
+17 | -4
 
ANZEIGEN
Krieg: Die Studie belegt nur Eines:

Das die Menschen im Osten der Republik über mehr gesunden Menschenverstand verfügen als ihre Landsleute im Westen der Republik.

Deutschland musste im 20.Jahrhundert verdammt bittere Lehren aus zwei verlorenen Kriegen ziehen.

> Nie wieder Krieg!!! Kein Blut für Geld !!! <

Es ist traurig und wahrlich kein Ruhmesblatt das dies viele Menschen im "Westen" bereits anscheinend vergessen haben.
Kommentar ansehen
30.09.2008 23:08 Uhr von Uli_P
 
+3 | -3
 
ANZEIGEN
immer diese studien so ein quatsch! wer bezahlt solche studien überhaupt? wieviel gibts da? ...ich könnte eine Studie in 10 min machen, um herauszufinden, ob nord- oder süddeutsche mitbürger pazifistischer sind. und was hab ich dann davon, bis auf die headline?
Kommentar ansehen
01.10.2008 01:44 Uhr von Floppy77
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Im Osten: wurde einem in der Schule noch etwas über den Krieg erzählt, daher weiss man allgemeinhin, dass man so etwas nicht mehr möchte. Fragt mal die Kinder, welche im heutigen Bildungssystem lernen müssen, was sie über den Krieg wissen. Die wissen ja weder wer bei uns Politik macht, noch wer unsere Nachbarstaaten sind. Das Volk wird systematisch verdummt und mit seichtem TV-Programm ruhig gestellt.

Damals gabs die Stasi, die haben unsere Briefe gelesen, heute liest Schäuble unsere Emails, wo ist der Unterschied?
Kommentar ansehen
01.10.2008 02:39 Uhr von Dr.G0nz0
 
+4 | -5
 
ANZEIGEN
@omat76
als kadertreuer parteigenosse musste man sicherlich auch keine angst haben. aber manche menschen haben halt ein rückgrat. jeder is ja anders ..

@Schlomo Raffzahn
ich bin mir nicht sicher ob es von gesundem menschenverstand zeugt, wenn man glaubt weltfriede sei eine realistische möglichkeit. oder wenn man krieg unter allen umständen für moralisch verwerflich hält.
denkt doch nur an die russen die sich gegen die blutgierigen georgier wehren mussten ... wer hier auf sn würde denn behaupten dieser akt der selbstverteidigung wäre moralisch verwerflich gewesen? ;)

@Floppy77
der unterschied zwischen stasi und schäuble ist, dass schäuble bisher keine staatsbürger foltern und ermorden lässt. in meinen augen ein großer pluspunkt.



die ddr war nunmal ein totalitaristisches regime, dass seine bürger gefoltert und getötet hat, egal wie unsere nostalgiker hier es drehen und wenden.
das beste is ja, dass die leute die hier die stasi bagatellisieren, sofort am lautesten schreien wenn der schäuble was neues ausbrütet. auf der einen seite verharmlosen, auf der anderen rumheulen ...
Kommentar ansehen
01.10.2008 02:48 Uhr von Ashert
 
+10 | -5
 
ANZEIGEN
Wessis: sind halt geborene Kapitalisten, die sind halt von Natur aus agressiver als Ossis!

Wessis haben niemals "Kleine weiße Friedenstaube" gesungen, die sind bereits mit agressiven Comics und He-Man Figuren aufgewachsen, wo den Ostkindern noch wirklich Brüder Grimm und Wilhelm Busch vorgelesen wurden!
Kommentar ansehen
01.10.2008 03:15 Uhr von Hallo 2400
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
Also wenn .Ich das hier alles lese. Beurteilen kann doch nur der in der DDr gelebt hatt wie sie wahr aus den Medien kommt doch nur negatives über die DDr also wie kömmt ihr die DDr beurteilen wenn ich meine Cousine im Westen frage was sie über uns in der Schule gelernt haben sie weiss garnicht als ihr habt doch nur alles aus den Medien.Aber ich kann die BRD beurteilen weil ich nach der Wende diese ganze Ungerechtigkeit am einen leib erfahren habe ging gleich los mitder treuhand dasw ar ein kampf Als lasst dei DDr ruhn es ist vergangenheit tut lieber was gegen diese Ungerächtigkeit heutzutage
Kommentar ansehen
01.10.2008 06:33 Uhr von JoeGame
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
kann mir mal jemand verraten, warum ein artikel über eine studie im bereich "freizeit", ein artikel über eine prophetin/hellseherin im bereich "wissenschaft" und ein artikel über eine frau, die jemanden mit einer pinzette ermordet hat, im bereich "brennpunkte" steht? irgendwas läuft hier ziemlich verquer
Kommentar ansehen
01.10.2008 08:00 Uhr von sn_krieger
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
@corazon: Was heißt denn bitte das wort "metamorphosisch" ???

selten so gelacht ^^

guckst du hier:

http://www.duden.de/...
Kommentar ansehen
01.10.2008 08:40 Uhr von execute.exe
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
@Corozon, Dr.GOnzO: Ich empfehle euch beiden das Taschenbuch "Die DDR zwischen Gründung, Aufstieg und Verkauf" von Joachim Mitdank(ISBN-10: 3865571484)

Da ist alles sehr schön beschrieben....Man erkennt alle Hintergründe...Warum? Weshalb? Weswegen?

Dieses Buch, empfehle ich(Ossi, 40 Jahre alt) jedem Wessi, damit er sich eine Meinung bilden kann, die nicht so oberflächlich ist, wie sie in der heutigen Gesellschaft suggeriert wird.

http://www.amazon.de/...
Kommentar ansehen
01.10.2008 09:14 Uhr von GatherClaw
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Ossi / Wessi letzten Endes sind wir alle ein und das selbe Volk. Also hört auf euch gegenseitig eure Unfähigkeit anzukreiden und fangt an was gegen die schelchte Dinge der momentanen Welt zu unternehmen.

Ich halt nicht viel vom Krieg, obwohl mich die Technik(Gewehre, Panzer, Flugzeuge, ...) die dahinter steckt sehr interressiert.

Ich bring mal nochn Zitat an: "Krieg. Krieg ist immer gleich. ..."
Mal sehen wer weis wos her ist ;)

So long...
Kommentar ansehen
01.10.2008 10:44 Uhr von Dr.G0nz0
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@Ashert
ja was denn nun? bin ich geborener kapitalist und von natur aus aggressiver als du ODER liegt es an meiner kranken sozialisation mit comics und he-man?
was du schreibst ist genauso dämlich, als würde ich behaupten, ossis sind fauler, weil da mehr arbeitslosigkeit herrscht. oder ossis sind dümmer, weil es mehr nazis im osten gibt.
so ein schwachsinn ...

@Hallo 2400
nein, man kann die ddr auch beurteilen ohne in ihr gelebt zu haben. die meisten historiker heute haben auch nicht im alten rom gelebt und können trotzdem recht fundierte aussagen zu dieser zeit treffen.
im übrigen kenne ich sehr wohl einige leute die in der ddr aufgewachsen sind, und die zeichnen weissgott ein etwas anderes bild von diesem staat, als die ganzen verträumten rückwärtsgewandten linksfaschisten hier.

@execute.exe
warum muss ich das buch lesen um mir eine meinung zu bilden? es gibt ja nun genug andere quellen mit informationen aus denen man sich eine meinung bilden kann.
und ich wiederhole es nochmal ... ihr könnt alle nicht wegdiskutieren, dass die ddr ein totalitaristisches regime war. menschen wurden getötet, nur weil sie das land verlassen wollten. menschen wurden gefoltert, nur weil sie die falsche meinung hatten.
ist das zu oberflächlich betrachtet? eine mir von den medien aufgestülpte meinung? nein, das sind harte fakten.

@GatherClaw
ich gebe dir recht, dieses ossi/wessi bashing ist total fürn hintern. das problem ist halt, dass sich hier einige leute tummeln, die sofort aufheulen und sich persönlich angegriffen fühlen, wenn man sagt was die ddr für ein staat war. ich z.b. rede überhaupt nicht von ossis oder wessis .. das machen nur die ddr-schönredner hier.
Kommentar ansehen
01.10.2008 11:00 Uhr von ZTUC
 
+4 | -4
 
ANZEIGEN
DDR war militaristischer Staat: Ich bin in der DDR geboren wurden und haben ihn als militaristischen Staat erlebt.

Wo gab´s wohl mehr Militärparaden in Bonn oder in (Ost-)Berlin? Zum Tag der Armee hat die NVA immer massiv geworben, jedes Jahr, da wurden Zelte aufgebaut, man durfte als kleiner Junge in einem Panzer steigen etc.pp., gibt´s sowas heute, was glaubt ihr, was los wäre?

Wenn man dann sein Abitur gemacht hat, wurde man dann gedrängt Berufssoldat zu werden. Mein Bruder z.B. haben sie gesagt, er darf nur studieren, wenn er zur Armee geht. Macht´s klick? Es hieß dann immer "du bist doch für den Frieden", also ab zur Armee. Das war die DDR-Logik.

Diesen militaristischen Staat wünscht sich im Osten keiner zurück und deswegen ist man da etwas vorsichtiger, da man die Befürchtung hat, dass die BRD sich ebenfalls zu solch einem Staat entwickelt.
Kommentar ansehen
01.10.2008 11:04 Uhr von Nickman_83
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
@ dr. gonzo. ich halte es für sehr einfach, zu sagen, man könne sich ein meinung bilden, ohne es jemals erlebt zu haben. historiker haben studiert. hast du geschichte studiert?
außerdem kann den historiker kaum einer seine thesen widerlegen, weil es ja keine zeitgenossen mehr gibt. aber aus der ddr gibt es welche. du vergleichst äüfel und birnen.

außerdem bedeutet sich eine meinung aus anderen publikationen zu bilden, dass man sich eine meinung nach anderen meinungen bildet. das ist dann wohl ein wenig ärmlich, oder?

außerdem darfst du nicht alles über einen kamm scheren. nicht jeder ossi wollte das land verlassen und musste die stasi fürchten. leute wie meine eltern hatten nie mit ihr zu tun und haben auch immer sehr gleichgültig von ihr berichtet.
da gibt es unterschiede, wie überall. das bild des weinenden ossi, der froh war zu euch geflüchtet zu kommen

das bashen ist wirklich blödsinnig, zumal man gerne das system der ddr kritisieren kann. jedoch sind die ehemaligen bürger nicht für das system verantwortlich...meine ich.
Kommentar ansehen
01.10.2008 11:57 Uhr von lichtpunkt
 
+4 | -2
 
ANZEIGEN
Oh mein Gott: Was hier einige für einen gequirlten MÜLL über die Staatssicherheit/DDR von sich geben ist kaum zu glauben.
Meine Eltern hatten ANGST vor der Stasi, und viele andere Ältere auch, wenn sie nicht gerade NVA-Offizier oder Parteimitglied waren.
Und das aus sehr gutem Grund.
Ich erinnere mich noch sehr gut an einige Vorfälle.

Manman, bildet euch mal etwas über die Geschichte unserer "Zone" und verbreitet hier nicht so einen derartigen Unsinn. Nee, waren alles GANZ nette Menschen, die von der Stasi. Und für jeden Ostbürger gleich zu erkennen.

So nen HALS krieg ich bei so viel Verblendung.
Wie mein Kumpel dessen Vater NVA-Offizier war und behauptet hat das wäre allles ganz PRIMA gewesen, sie hätten immer alles gehabt. Ja, auf Kosten der normalen Bürger hatten sie alles gehabt. Hab dem gleich mal gesteckt was ausserhalb seiner wunderbaren Familie alles so passiert ist, bei befreundeten Kollegen beispielsweise, die mit 2 Familien JAHRELANG in einer(!) Wohnung "hausen" mussten, mit Klo aufm Flur.
Es war sicher nicht alles völlig schlecht, Stichwort Kinderbetreuung, Gleichberechtigung (wusste erst was ne Hausfrau war, als der Westen uns anektierte)

Aber um Himmelswillen, wir hatten auch ne Menge scheiss gehabt. Und nicht nur Warenknappheit, ich rede hier von REALEN Gefahren denen Systemgegner und deren Familie ständig und überall ausgesetzt waren.

Ich bin froh das es anders kam und dieses System unterging, denn ich bin gerne frei in meinem Denken und Handeln.

Ein ehemaliger Bürger der DDR
Kommentar ansehen
01.10.2008 12:05 Uhr von Dr.G0nz0
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
@Nickman_83: wie gesagt, man muss nicht in der ddr gelebt haben um sie beurteilen zu können. so gesehen dürfte ja jeder nur über seinen unmittelbaren erfahrungshorizont sprechen und alles andere wäre spekulation.
ich bin übrigens kein historiker, aber es ist unter hisorikern heute konsens, dass die stasi menschen gefoltert und getötet hat. auch die mauertoten bezweifelt niemand. warum muss ich also studieren?
man braucht im übrigen auch keine zeitzeugen um these zun widerlegen. dann könnte ja jeder historiker behaupten was er wollte, solange er sich auf dinge bezieht die lange genug her sind. du hast offensichtlich keine ahnung von dieser disziplin.

und du sagst mir es ist ärmlich sich eine meinung anhand anderer publikationen zu bilden? man hat doch garkeine andere wahl als sich anhand von publikationen eine meinung über etwas zu bilden, wenn man nicht gerade selber da war. da is nix ärmlich dran.
es ist ja auch weissgott nicht so, als wäre man als zeitzeuge oder betroffener auch nur eine spur objektiver.

ich schere auch garnicht über einen kamm. klar gibt es leute die in der ddr gut gelebt haben. aber das heisst doch nicht, dass mit dem staat alles in ordnung war.
das ist als würde ich sagen, das dritte reich war schon ok bis auf ein paar kleine ausnahmen, weil meine familie musste nie repressalien fürchten.
das sagt dann vllt was über meine familie aus, aber nicht über das dritte reich.

ich behaupte auch überhaupt nicht, dass die ehemaligen bürger der ddr verantwortlich für das tun der ddr gewesen wären. ich sagte ja bereits es handelte sich um ein regime. ich sage nur, dass ich es unerträglich finde, wie hier verbrechen bagatellisiert werden und dieses heruntergewirtschaftete und ideologisch verblendete system glorifiziert wird.
Kommentar ansehen
01.10.2008 12:27 Uhr von lichtpunkt
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
@Dr.G0nz0: So isses, volle Zustimmung.
Sicher hat man manchmal (gerade als ehemaliger Ossi) einen etwas verklärten, vielleicht auch romantischen Blick auf die Zone. Aber ich garantiere euch, man bräuchte die meisten von denen nur mal ein Jahr (als NORMALbürger) wieder dort leben lassen, die würden nie wieder "Hurra, DDR!" rufen.
Ich selbst war gottseidank noch ein Kind gewesen und war von manchen Dingen nur indirekt betroffen. Aber diese dreisten Lügen und die Propaganda, das verzeihe ich nicht.
Was meint ihr was ich als Ossikind für nen Kulturschock hatte als ich das erste Mal im "Westen" war.

Einige von euch Westdeutschen haben darüber keine Vorstellung was hier für (aus heutiger Sicht) schräge Sachen passiert sind. Die meisten Ossis übrigens auch nicht, viele haben einige Detailfragen schnell vergessen und gegen die rosarote Brille ausgetauscht.

Ich war beim Bund in Munster stationiert, und meine "Wessi"-Kameraden hatten gerne über die DDR gelächelt und einiges als Übertreibung abgetan. Da hatte ich mal von nem Freund ein altes Staatsbürgerkundebuch ausgeliehen und mitgebracht. Sie waren schockiert und das mit Recht, weil sie keine Vorstellung hatten wie unsere Propaganda war, das sie für uns Ossis tatsächlich einen Totfeind darstellten den es auszumerzen galt, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Schade das ich gerade keine Bilder aus dem Buch im Netz finde, von den ganzseitigen Propagandaanzeigen die gegen den Klassenfeind gerichtet waren, oder die vielen mehr oder weniger versteckten denunzierenden Anfeindungen.

Mein Lieblingsbeispiel, das ganze Staatsbürgerkundebuch in Farbe und bunt, also wirklich alles. Bis auf die Bilder aus dem Westen, grau und farblos, Menschen mit leeren und hoffnungslosen Gesichtern drauf, mit Bildunterschrift "Arbeitsamt in der BRD".
Kommentar ansehen
01.10.2008 12:31 Uhr von Ashert
 
+2 | -3
 
ANZEIGEN
Der Osten: war nicht militaristischer als der Westen, selbst heute werden arbeitslose Jugendliche teils ja noch zwangsweise vom Amt auf Bundeswehrwerbeveranstaltungen geschickt!

Die öffentliche Präsenz der Armee was im Osten natürlich stärker, das gehörte aber ganz normal auch nur zur Vereidigung auf den Staat, Partei und die Institutionen.

Der Charakter der Veranstaltungen war aber immer ein rein friedlicher, Jungpioniere mussten für NVA Soldaten Geschenke basteln, Friedenslieder singen, in jedem Klassenraum hingen Segenssprüche auf den Frieden, an jedem Fenster klebten Friedenstauben etc.

Man wurde vom Frieden förmlich erschlagen, das hat das Bewusstsein der Leute verändert! Deswegen war die Wende am Ende ja auch friedlich, für sowas wie die chinesische Lösung gab es in der ganzen DDR garkeine Leute! Die kollektive Bindung der Menschen untereinander war viel ausgeprägter als heute!

Da war sowas wie die Stasi in ihrer Sammelwut, im Grunde auch nur eine Behörde am Rand! Die haben immer den feindlichen Agitator gesucht, aber die war in Wahrheit die eigene Agitation dahinter, eben alles für das Volk, für den Frieden, für den Schutz vor den Agressoren der man selber als Kind der Arbeiterklasse natürlich nie sein kann!
Kommentar ansehen
01.10.2008 12:31 Uhr von datenfehler
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
bin kein Ossi sondern ein vernünftig denkender (vorallem DENKEN sollte man doch beherrschen) Mensch.
Daher halte ich auch Krieg für unmoralisch.
Vor allem ist es erbärmlich, wenn jemand auf Gewalt zurückgreifen muss.
Kommentar ansehen
01.10.2008 12:44 Uhr von lichtpunkt
 
+3 | -5
 
ANZEIGEN
@Ashert: *gröhl*
darf ich mich mal totlachen? der Osten war nicht militärischer als der Westen???

Alles zielen und Streben war damals schon für Kinder auf Armee ausgelegt, ich sag nur die Uniformen, die Pionierparaden (im Militärstil), Kinderferienlager, die regelmässigen militärischen Fahnenapelle (alle in Reih und Glied mit korrekt sitzender Uniform) jeden Mittwoch usw. usf.
Wir hatten Kampflieder in der Schule gelernt, Partisanen von Amur kann ich heute noch ausm FF schmettern.

Von wegen Frieden, mir hat man als Kind erzählt das die mauer gebaut wurde um mich vor dem Klassenfeind zu schützen, nicht um mich im Land zu halten.
Militärangehörige wurden grundsätzlich bevorzugt behandelt, Militärübungen standen für jeden Soldaten an der tagesordnung (da sag ich nur die regelmässigen Nachtalarme und Gefechtsübungen) das ist mit heute nicht im GERINGSTEN zu vergleichen.

Unter Hitler gab es die Pimpfe, die Hitlerjugend und dann gings ab zur Armee, in der Zone gab es Jungpionier, Thälmannpionier, FDJ und dann ab zur Armee.
Das ganze war eine ideologische Ausbildungsmaschine.

Klar haben wir Friedenstauben ohne Ende gebastelt, aber diese hohle Beschäftigung war reines Marketinggetue damit es nicht ganz so offensichtlich war was man vorhatte.

Oh man, also ehrlich Leute, KRITISCHES denken scheint hier wohl Mangelware.

Refresh |<-- <-   1-25/37   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Spanien: Nach Terroranschlag in Barcelona - Vermisster Junge ist tot
Baden-Württemberg: Illegales Autorennen mit 20 Wagen
US-Komiker Jerry Lewis gestorben


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?