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Telekom soll Nutzerdaten von Kunden auch ohne richterlichen Beschluss offenlegen

Die Bundesnetzagentur hat die Deutsche Telekom dazu aufgefordert, Nutzerdaten von Internetkunden "unverzüglich" zur Verfügung zu stellen, wenn Strafverfolgungsbehörden darauf zugreifen wollen. Dies soll nach Willen der Agentur auch ohne ein Urteil eines Richters geschehen.

Demnach soll unter anderem die Polizei alleine mit der IP (Internet-Protokoll)-Adresse Zugriff auf die Identität des Nutzers bekommen. Die Deutsche Telekom hat angekündigt, gegen die Forderung zu klagen und hat beim Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag zur Rückstellung der Regelung eingereicht.

Damit will die Telekom laut einem Sprecher "Rechtssicherheit für alle Beteiligten schaffen", da es Klärungsbedarf gebe, ab wann die Telekom gezwungen werden kann, mit Polizei oder anderen staatlichen Organen zu kooperieren.


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WebReporter: Skandalnudel
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Telekom, Kunde, Nutzer, Beschluss
Quelle: www.onlinekosten.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.09.2008 09:41 Uhr von Praggy
 
+35 | -4
 
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gute nachricht: ich glaub ja, die telekom klagt nur weil die rausgabe der daten für die nen erheblichen verwaltungsaufwand/hohe kosten bedeutet. aber letztendlich ist es gut, wenn mal ein klares wort gesprochen wird. und wenn die bundesnetzagentur rechtsbeugung fordert braucht sie eben auch mal eins auf die finger :-)
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29.09.2008 09:42 Uhr von ohne_alles
 
+42 | -3
 
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ja, liebe bundesnetzagentur, hebelt ruhig den rechtsstaat weiter aus. dann kann die polizei bald bei jedem raubkopierer ohne richterlichen beschluss die tür einrammen.

in dieser bananenrepublik wundert mich nichts mehr.
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29.09.2008 10:14 Uhr von Tzvi_Nussbaum
 
+17 | -3
 
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klar: aber dann die daten der kunden in tochterunternehmen verhöckern....

ja nee, is klar !
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29.09.2008 10:33 Uhr von 42°C ^Kopfwärme
 
+6 | -1
 
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datenschutz ist datenschutz: bei einer flat ist es noch nicht mal aus abrechnungstechnischen gründen notwendig die ip zu speichern. mal schauen was in der sache passiert.
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29.09.2008 10:49 Uhr von intuitiv7
 
+18 | -0
 
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ohne richterlichen beschluss, geht es noch? - die Gestapo grüßen!!!
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29.09.2008 10:53 Uhr von juggernaut
 
+5 | -0
 
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natürlich soll das unverzüglich geschehen. das hat damit zu tun, dass wir ja auch in keinem rechtsstaat leben, und der bürger dem gutdünken des staates einfach so ausgeliefert ist.
klar war mir das schon lange.
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29.09.2008 10:55 Uhr von vmaxxer
 
+4 | -0
 
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was hat die Bundesnetzagentur: was hat die Bundesnetzagentur eigentlich dazu zu sagen ?
Das ist doch gar nicht deren Bereich oder irre ich mich da ?

(Immerhin mal eine positive Reaktion der Telekomiker)
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29.09.2008 11:06 Uhr von juggernaut
 
+14 | -1
 
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das ist doch alles egal: es zeigt eben nur, dass der staat der grösste verfassungsfeind ist, und dass gegen den staat mit jedem, ja mit jedem, mittel vorgegangen werden muss. nur dummerweise deichselt der staat das dann immer so, dass da tote bei raus kommen.

hat man seinerzeit auch bei benno ohnesorg gesehen. wenn bei uns auch bald die ersten leute totgeprügelt oder erschossen werden auf demonstrationen, dann weiss man bescheid.
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29.09.2008 11:25 Uhr von GeeKillor
 
+3 | -0
 
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Es gab: hier doch vor wenigen Tagen eine News mit dem "heimlichen Tochterunternehmen" ist das nicht das gleiche wie diese News hier?
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29.09.2008 11:40 Uhr von GatherClaw
 
+3 | -0
 
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Mir ists lieber ein tochterunternehmen verhöckert die Daten als das die mal so ganz lapidar bei irgendnem Polizisten aufn Schreibstisch landen. Denn wenn man die Daten erst kaufen muss dann ist da immer noch das Verhältniss "Aufwand <> Nutzen". Denn wenn dann bei jemand 100€ zu holen sind, aber der erkauf der Daten 200€ kostet wird sichs der Obermacker, der die Ermittlungen verbockt hat, hoffentlich nochmal überlegen.

Grüße
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29.09.2008 12:39 Uhr von kessilein007
 
+7 | -0
 
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Armes Deutschland ! Könnt ihr euch erinnern ? Diese hatten wir schon mal bis 1989 .
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29.09.2008 13:14 Uhr von pentam
 
+1 | -0
 
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@ Frantic_K. Tolle Forderung, aber was kommt, wenn die weg sind?
Kommen wir dann nicht vom Regen in die Traufe?

Ich sehe derzeit keine Partei mit genügend Stimmen, mit der die Situation besser werden könnte...
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29.09.2008 13:36 Uhr von Seraph1980
 
+5 | -1
 
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@pentam: Selbst wenn, Macht korrumpiert.... Siehe Joschka Fischer.... Letztendlich wird sich nie was ändern, egal wer nun das Sagen hat...
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29.09.2008 13:42 Uhr von Jaecko
 
+2 | -0
 
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Die haben doch nur die Mauer eingerissen, damit das ganze langsam und "Unauffällig" in den Westen überschwappen kann... das ganze geht jetzt vorn vorne los auf nem viel grösseren Gebiet
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29.09.2008 14:47 Uhr von 08_15
 
+1 | -0
 
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Seit wann hat die Bundesnetzagentur: verfassungsrechtliche und/oder judikative Aufgaben? Mein Zahnarzt ist Gott. Er nahm mir den Zahnschmerz. Der darf jetzt SOFORT alles!

Die komischen Anti-Rechtsstaatler sind zu viel auf der Wiesn,
mit 2 Promille im Büro.

Schon wieder versteckte Kamera?
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29.09.2008 14:54 Uhr von evil_weed
 
+1 | -0
 
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wenn das mit der herausgabe der nutzerdaten genau so "gut" läuft wie die bestellung von VDSL, dann braucht man sich da keine sorgen zu machen.
bevor die behörden den namen des nutzers bekommen, ist schon 2 x deren leitung abgestellt und der techniker muss kommen....
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29.09.2008 15:47 Uhr von KidWiruz
 
+1 | -0
 
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Ohne richterlichen Beschluss? Na dann...
Bald muss man sich noch durch den Fingerabdruck authenfizieren für seinen Internetzugang.
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29.09.2008 20:34 Uhr von no_trespassing
 
+1 | -0
 
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Kein Wunder: Beschert nur Kosten: Erstmal sichert die Telekom in den AGB zu, daß Nutzerdaten innerhalb von 7 Tagen gelöscht werden.

Aus Daten aus der Vorratsdatenspeicherung darf nicht zugegriffen werden. Und auch wenn mich einige für naiv halten: Ich glaube, daß die Telekom kein berechtigtes Interesse hat, Filesharern ans Bein zu pinkeln. Erstmal sind die vielen DSL-User ihr Geschäft und zweitens kostet ein Such-Durchlauf an Daten extrem viel an Kapazität. Ein Durchsuchen der Vorratsdaten kann schnell mal einige hundert Euro Kosten verursachen. Deswegen tritt fast nie eine Anwaltskanzlei in Vorlage.
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29.09.2008 23:34 Uhr von Florixx
 
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Die machen das doch schon seit Jahren so. In meinen Bekanntenkreis wurden bei der Bockwurst-Sache vor paar Jahren drei Leute angeschrieben. Alle waren bei T-Online. Andere die auch aktiv waren bei anderen Providern , wurden nicht von der Polizei angeschrieben...
Deswegen Fingerweg!

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