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Bundestag: Reinhold Hemker pocht auf Unabhängigkeit

Er sitzt seit 14 Jahren für die SPD im Deutschen Bundestag und ist einer von 298 Abgeordneten, die ein Direktmandat besitzen. Sein Wahlkreis 129 umfasst die Kommunen Emsdetten, Greven, Saerbeck und das Tecklenburger Land. Nun hat sich der Politiker aus Prinzip von seiner Partei distanziert.

Er sei "direkt gewählter Abgeordneter" und nicht "SPD-Abgeordneter", betont Hemker. In seinem außerparlamentarischen Leben arbeitet Hemker als Dozent an der Uni Münster. Während der Bundestagszeit promovierte der 63-Jährige, auch einen Ironman hat er bereits erfolgreich hinter sich gebracht.

Hemker betont zwar seine Unabhängigkeit, doch bekenne er sich weiter zur SPD. Mit den parteiinternen Querelen der vergangenen Wochen, so betont der Pfarrer und promovierte Soziologe, habe seine Haltung allerdings nichts zu tun. Die SPD selbst wolle diesen Fall nicht kommentieren.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundestag, Abhängigkeit
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.09.2008 10:36 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Der alte Gegensatz zwischen den Artikeln 21 und 38 des Grundgesetzes. Politikwissenschaftler wissen , wovon ich rede. Abgeordnete sind nur ihrem Gewissen unterworfen (Artikel 38 GG), aber Parteien sind die diejenigen, die das Personal rekrutieren.

Also tut MdB Hemker gut daran, der SPD nicht völlig zu entsagen. Immerhin hat die Partei ihn zum Direktkandidaten bestimmt. Ohne die Partei wäre er niemals in den Bundestag gekommen.
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28.09.2008 12:07 Uhr von skandale
 
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@autor: kann sich och so wählen lassen, wenn er genug stimmen hat ...
da braucht man keine partei dafür ... nur mit parttei geht es schneller und einfacher
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28.09.2008 12:38 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@skandale: Ein eigener Wahlkampf mit halbwegs professionellem Anspruch kostet für einen Einzelkandidaten gerne mal einen sechsstelligen Betrag. Poster kosten Geld, Leute kosten Geld, ideen kosten Geld, nicht zu vergessen der Verdienstausfall beim Wahlkämpfer selbst.

Bei den politischen Parteien sind die Kosten für den Einzelnen deutlich günstiger. So einfach ist es nicht als "Einzelkämpfer" ein Direktmandat zu erringen. Selbst für bereits bekannte Politiker.
Insofern haben die Parteien bislang auch ein Quasi-Monopol auf die Besetzung politischer Ämter. Aber vielleicht ändert sich das ja.....
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28.09.2008 13:47 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Schaaade, und ich dachte schon da kommt endlich mal einer der für unabhängige Politik ist.
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28.09.2008 19:26 Uhr von meisterthomas
 
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Unabhängigkeit ist freie Willensbildung: Es geht hierbei nicht um die Frage ob mit oder ohne Partei, sondern um die der Unabhängigkeit unserer Abgeordneten auch gegenüber ihrer eigenen Partei. Diese Unabhängigkeit der eigenen freien Entscheidung konkurriert mit der Parteiräson.

Als Schröder zur Agenda 2010 seine Gefolgschaft unter den Abgeordneten verlor boxte er Neuwahlen und somit die Große Koalition durch.
20 Jahre früher wäre so etwas unmöglich gewesen. Sein quasi Rücktritt hätte nicht zu Neuwahlen sondern lediglich dazu geführt, daß die Abgeordneten aus ihren eigenen Reihen einen neuen Kanzler wählen müssen.

Nur haben in der Zwischenzeit unsere Parteien das Grundgesetz derart zu ihrem Vorteil verändert, daß der freie Wille unserer Abgeordneten immer mehr ausgehöhlt wird.

Daß unsere Abgeordneten daran selbst mitgewirkt haben, ist die eigentliche Ironie dieser Entwicklung.
Anscheinend sind viele, ohne wirklich zu wissen worüber sie Abstimmen der Parteiräson gefolgt.

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