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Weitere Finanzspritzen für die internationalen Geldmärkte

Noch ist das Quartal nicht zu Ende, aber bereits am gestrigen Freitag kündigten die Notenbanken weitere Geldzuführungen an. Immer wieder drohen den internationalen Geldmärkten Engpässe, weil Geschäftsbanken Misstrauen gegen andere hegen und deshalb keine Interbankenkredite mehr vergeben.

Sichtbares Zeichen für das Misstrauen der Banken untereinander ist der Geldmarktzins. Dieser stieg zuletzt dank zurückhaltender Kreditvergaben deutlich an. Eigentlich bewegt er sich in etwa auf dem Niveau des Leitzinses. Bereits seit Anfang dieses Jahres gab es koordinierte Aktionen der Zentralbanken.

Besonders betroffen ist derzeit der Geldmarkt in US-Dollar. Die Fed (Federal Reserve) musste der EZB und der Schweizer Nationalbank (SNB) kurzfristig 13 Milliarden US-Dollar an zeitlich begrenzten Krediten zur Verfügung stellen. Lediglich die SNB teilte nur rund 50 Prozent der angebotenen Kredite zu.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Finanz, Weite, Finanzspritze
Quelle: de.reuters.com

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2008 16:03 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Wer sich einmal überlegt, wie gewaltig das Volumen der täglichen Geldströme auf unserer Erde ist, wird den bereits zitierten Thomas Friedman verstehen. Der spricht im Zusammenhang mit den weltweit operierenden Finanzjongleuren und Spekulanten von einer "elektronischen Herde". Eine treffende Metapher.
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27.09.2008 18:00 Uhr von meisterthomas
 
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Die FINANZBLASE: Der US-Staat kauft für mehr als 700 Milliarden Dollar die US-Banken frei, im US-Kongress kursiert das Wort von der »Mutter aller Interventionen«, deren Wohltätigkeit für die amerikanische Finanzwirtschaft keine Grenzen kennt. Noch nie gab es in den USA eine solche Sozialisierung privater Verluste, noch nie sind neoliberale Dogmen derart ad absurdum geführt worden.

http://www.freitag.de/...
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27.09.2008 23:02 Uhr von meisterthomas
 
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die Welt retten? Die Zentralbanken drucken und pumpen Geld in die Märkte, - sie verbilligen Kredite. Aber keine Zentralbankintervention kann das Kardinalproblem lösen, "die Überschuldung durch fiktive Vermögenswerte".

Das Schuldenimperium Amerika zieht alle in ein Boot, folglich versucht auch die Europäische Zentralbank die Welt zu retten, anstatt das Wasser aus der Schuldenblase möglichst abzulassen.

Aber auch der EURO ist zu einer Leit- und Weltwährung geworden. Auch wenn wir mit einem Bein in der amerikanischen Schuldenfalle stehen, wir könnten es auch herausziehen und auf europäischen Boden stellen. Natürlich geht auch das nicht ohne Federn zu lassen. Dazu braucht es aber die Courage und Einigkeit zu einer von Amerika tatsächlich unabhängigen Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Jedoch wäre das ein Quantensprung in der demokratischen Verantwortung und Denke europäischer Politiker. Stattdessen werden wir uns politisch und wirtschaftlich in alte Seilschaften ein und unterordnen, wie üblich für amerikanische Schulden zahlen und versuchen die Welt zu retten.

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