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Finanzkrise: Immer mehr Banken stellen Kredite zurück

Bislang machte es den Eindruck, als sei die derzeitige Finanzkrise ein US-amerikanisches Problem. Deutsche Industrieunternehmen schienen der Krise zu trotzen, lediglich die Finanzbranche schien ein Problem zu bekommen. Nun aber schlägt die Krise auf normale Unternehmen durch.

Jüngstes Beispiel ist der Druckmaschinenhersteller König & Bauer. Das börsennotierte Unternehmen geriet am gestrigen Freitag massiv unter Druck, nachdem es eine Gewinnwarnung aussprach. Immer häufiger stornierten Kunden Aufträge, weil Banken ihrerseits Kredite storniert haben.

Sollten Beispiele wie diese Schule machen, droht der bislang noch halbwegs rund laufenden Konjunktur eine Abwärtsspirale. Nach Meinung von Experten führen Kreditausfälle zu einer Beschleunigung der Krise. Bis April dieses Jahres sei das Kreditvolumen auf Jahresbasis nochmals gestiegen.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bank, Finanz, Finanzkrise, Kredit
Quelle: www.ftd.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.09.2008 22:04 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Die Zahlen zum Kreditvolumen dürften auch erst in einigen Monaten bekannt werden. Ein Blick in die Geschichtsbücher großer Wirtschaftskrisen beweist. Wenn sich die Banken untereinander kein Geld mehr leihen und daraufhin Unternehmen kein Geld mehr verleihen, kann das die Konjunktur richtig in den Keller drücken. Auch die Macht der Notenbanken dürfte in dieser Situation begrenzt sein. Absturz oder nur ein Stottern der Weltkonjunktur? Was meint Ihr?
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27.09.2008 09:46 Uhr von quansuey
 
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Sie (die Kunjunktur): stottert doch schon. Trotz all der abwiegelnden Bemerkungen unserer Politiker wird es einen Strudel nach unten geben. Wenn es eine grosse Krise in den USA gibt, hat sie, ohne den geringsten Zweifel, Auswirkungen auf alle Wirtschaftsblöcke. Die Binnenkunjunktur in D ist auf Grund der stagnierenden Einkommen doch schon zusammengebrochen, da wird die Krise vor der Exportwirtschaft wahrlich nicht halt machen! Also, zieht Euch warm an, wenn Ihr keine Beamten seid!
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27.09.2008 09:51 Uhr von Wolf29525
 
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Das dicke Ende kommt noch: In einigen Wochen wird die Krise auch nach Europa schwappen. Ähnlich wie in den USA wurden auch in Deutschland Hausfinanzierungen bewilligt, wo die Kapitaldecke der Kreditnehmer ziemlich dünn ist. Bei weiter steigenden Energie- und Nebenkosten für das finanzierte Eigenheim werden die Mittel dann für die Kreditrate schnell knapp. Zwangsversteigerungen der Banken werden die Folge sein.
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27.09.2008 11:51 Uhr von Der-Nannus
 
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Eine Frage der Zeit: Das ganze entwickelt sich höchstwahrscheinlich bei uns auch so weiter wie in den USA.
Zwar nicht so gewaltig aber dennoch wird es noch Auswirkungen zeigen.

Leider zeigt die Politik jetzt, da noch was gerettet werden kann, keine Initiative, sondern verweist nur auf die Schwäche von den USA.
Das find ich ganz schwach und muss mir eingestehen, dass ich Bedenken habe, dass wir unsere Lehren daraus ziehen.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
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27.09.2008 12:35 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Experten sagen seit 30 Jahren vorraus dass das Zins-System abgeschafft werden muss. Geld darf nicht gegen Zinsen verliehen werden. Wer Geld vermehren will, soll es in Aufträge stecken. Viele fordern auch, dass "liegendes" Geld nach einer gewissen Zeit entwertet werden soll um dafür zu sorgen, dass es in einen Kreislauf aus Aufträgen kommt.
Ich denke, dass die meisten Politiker diesem sogar zugetan sind, aber niemand wiess wie man ein neues System "gleichzeitig weltweit" umsetzen sollte.

Das Problem an den Zinsen ist, dass diejenigen die Geld haben durch Nichtstun an noch mehr Geld kommen, whärend diejenigen die damit "arbeiten" im Sinne von Produzieren, die Zinsen zahlen. Also Zins zahlen um "arbeiten zu dürfen".
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27.09.2008 12:56 Uhr von Raron
 
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Ein Hoch: auf den Kapitalismus! :>
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27.09.2008 13:37 Uhr von nostrad_amus
 
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So kann es kommen, wenn man Geld ausgibt, mit Geld rechnet, welches einem nicht gehört. Die Aussage: "Nur BARES ist WAHRES." bewahrheitet sich. Wer mehr Geld ausgibt als er hat, geht Pleite....auf lange Sicht gesehen. Der Dispo hält Dich noch ein paar Tage über Wasser, aber dann ......
CHAOS....
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27.09.2008 16:30 Uhr von freddy33
 
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ich finde es auch beängstigend: man kann eigentlich nur Hoffen das unsere Banken stabil bleiben.

Nur was ich nicht verstehe, ist warum Steinbrück sich hinstellt und von kommenden harten Zeiten redet.

Aber nicht was man dagegen tun kann.

Ich denk mir zum Beispiel die Amerikaner werden mit ihren neuen Präsidenten weniger ins Militär stecken und dafür das Geld Richtung Banken bewegen.
Für die deutschen Politiker ist die Lage direkt hoffnungslos....

Tolle Regierung..
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27.09.2008 22:58 Uhr von meisterthomas
 
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Selbstheilung oder die Welt retten: Die Zentralbanken drucken und pumpen Geld in die Märkte, - sie verbilligen Kredite. Aber keine Zentralbankintervention kann das Kardinalproblem lösen, "die Überschuldung durch fiktive Vermögenswerte".

Das Schuldenimperium Amerika zieht alle in ein Boot, folglich versucht auch die Europäische Zentralbank die Welt zu retten, anstatt das Wasser aus der Schuldenblase möglichst abzulassen.

Aber auch der EURO ist zu einer Leit- und Weltwährung geworden. Auch wenn wir mit einem Bein in der amerikanischen Schuldenfalle stehen, wir könnten es auch herausziehen und auf europäischen Boden stellen. Dazu braucht es aber die Courage und Einigkeit zu einer von Amerika tatsächlich unabhängigen Finanz- und Wirtschaftspolitik. Ein Weg der auch seinen Preis hat, aber Selbstbestimmung erlaubt und Selbstverantwortung erfordert.

Jedoch wäre das ein Quantensprung in der demokratischen Verantwortung und Denke europäischer Politiker. Stattdessen werden wir uns politisch und wirtschaftlich in alte Seilschaften ein und unterordnen, wie üblich für amerikanische Schulden zahlen und versuchen die Welt zu retten.

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