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Kanada: Bundesgericht stoppt Auslieferung eines US-Deserteurs

Jeremy H. ist US-Staatsbürger und 29 Jahre alt. Derzeit lebt der Mann in Kanada, aber das könnte sich schon bald ändern. Denn H. droht ein Prozess vor einem US-Militärgericht, weil der ehemalige US-Soldat dem US-Militär den Rücken gekehrt hat.

H. wurde zunächst im Afghanistan-Krieg eingesetzt, anschließend sollte er in den Irak versetzt werden. Der war allerdings nach Meinung H.'s "unmoralisch und illegal". Und so tauchte der inzwischen 29-Jährige im Frühjahr 2003 mit seiner Familie in Kanada unter.

Das kanadische Bundesgericht hat nun die Entscheidung über die Abschiebung ausgesetzt, eigentlich sollte der Soldat bereits in der vergangenen Woche zurück in die USA. Die Strafen für Deserteure in den USA sind hart. Zuletzt wurde ein weiterer Deserteur zu 15 Monaten Haft verurteilt.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Kanada, Auslieferung, Bundesgericht
Quelle: www.focus.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.09.2008 21:26 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Die Nachricht ist zwar schon etwas älter, aber noch immer aktuell. Ich hab ein bisschen recherchiert, die Aussetzung scheint noch immer in Kraft und Hinzmann samt Familie noch immer in Kanada. Ich wünsche ihm, dass er bleiben darf.
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26.09.2008 21:57 Uhr von christi244
 
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Hi Ralph: ich denke mal, dass dieses Urteil für alle Deserteure der US-Army richtungsweisend sein dürfte und nicht nur für diesen GI.

Soweit ich weiß, sind viele Deserteure nach Canada gegangen ... .

Von daher glaube ich, dass dieser GI letztlich Bleiberecht bekommen wird ... und damit auch die anderen Deserteure.

Um die Migration aus den USA in Canada einzudämmen herrscht zwischen den USA und Canada Reisepass-Zwang. Kein US-Citizen kommt mehr ohne Pass nach Canada rein.
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27.09.2008 00:17 Uhr von cYpher23
 
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Vernunft: Ein Soldat, der noch Ehre kennt.
Ich wünschte, es gäbe noch viel mehr solcher selbstständig denkenden Soldaten. Ich meine jetzt nicht nur aus den USA, sondern die Armeen auf der ganzen Welt.
Je mehr derer desertieren, desto mehr Beispiele gibt es, an den man sich richten kann!

Ich persönlich kenne einen polnischen Deserteur, der jetzt mit seinem Sohn in Deutschland lebt. Ich meine, wer kann es solchen Leuten verübeln, dass sie lieber vom Krieg flüchten, statt umzukommen und ihre Familien damit alleine lassen?
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27.09.2008 06:27 Uhr von CHR.BEST
 
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Zumal viele Menschen in den USA nur deshalb zur Army gehen, weil sie sonst überhaupt keine Arbeit bekämen, von der sie einigermaßen leben könnten. Glücklicherweise gibt es zumindest noch ein paar Soldaten in den USA, die sich nicht korrumpieren lassen und für eine ziehmlich schäbige Sache zu Mördern werden.

Gut, es gibt keine Wehrpflicht mehr in den USA. Aber trotz intensivster Reklame findet die US-Army immer weniger zukünftige Soldaten. Vielleicht werden sie irgendwann gezwungen sein, die Wehrpflicht wieder einzuführen.
Dann aber dürfte die Zahl der Desateure noch viel höher ausfallen als jetzt.
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27.09.2008 09:58 Uhr von christi244
 
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Chr: Warte mal ab, bis unsere Wirtschaft abkackt, dass Dir letztlich sowieso nur die Möglichkeit bleibt, zum Bund zu gehen.

Dein Bashing kannst Du Dir wirklich sparen, denn die BW ist genau an den von Dir verurteilten Dingen beteiligt.
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27.09.2008 13:50 Uhr von wezman
 
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Im ersten Moment dachte ich es geht um Joshua Key. Habe von ihm das Buch "Ich bin ein Deserteur" gelesen. Da ging es auch darum, dass er im Irak gedient hat und bei seinem Fronturlaub stiften gegangen ist. Jetzt ist er auch mit seiner Family in Kanada auf der Flucht bzw. hat dort Asyl beantragt.
Anscheinend hat die U.S. Army ein sehr schwerwiegendes Problem mit ihren G.I.´s.
Was die Strafe angeht, sind die 15 Monate für Fahnenflucht noch richtig human. Kann man sich bei den Amis gar nicht vorstellen.

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