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Spanien: Spitzenkoch verzichtet auf Michelin-Stern, er ist überfordert

Der spanische Spitzenkoch Joan Borras hat jetzt gegenüber "El Periódico" mitgeteilt, dass er auf seinen Michelin-Stern verzichtet. Er erklärte weiter, dass er diesen Schritt mache, weil er vollkommen überfordert ist.

Borras führte weiter aus, dass er lieber etwas von seinem Leben haben wolle, statt sich durch den Michelin-Stern unter ständigen Druck setzen zu lassen. Bei ihm war kürzlich ein Gehirntumor entdeckt worden.

Schon vor drei Jahren hatte der Spitzenkoch Alain Senderens (Frankreich) seine drei Michelin-Sterne zurückgegeben. Auch ihm war der Druck zu hoch.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Spanien, Spitze, Stern, Michelin
Quelle: www.n-tv.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.09.2008 13:57 Uhr von computerdoktor
 
+6 | -1
 
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Faire Entscheidung: Ich finde das eine faire Entscheidung des Kochs. Lieber einen Michelin-Stern freiwillig zurückgeben, weil man nicht auf diesem Niveau kochen kann/will, als den Stern dann irgendwann zu verlieren und zwischendurch ständig Leute zu vergraulen, die unbedingt auf Sterneniveau bekocht werden wollen.

Ich persönlich kenne ein Restaurant, das jahrelang die dritte Haube "verweigert" hat, weil es für drei Hauben zu wenig Publikum gegeben hätte. Schließlich steigt ja auch das Preisniveau mit der Anzahl an Hauben/Sternen...
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22.09.2008 14:08 Uhr von Putt
 
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@computerdoktor: Warum hat das Restaurant nicht die Preise beibehalten? Eine Kochmütze mehr am Eingangsschild verpflichtet nicht zu höheren Preisen. Wenn ich keine neue Zielgruppe suche, kann ich doch mit den gleichen Preisen weiter machen, Den Gästen wird es dann wie bisher schmecken und sie müssen nicht mehr bezahlen.
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22.09.2008 14:36 Uhr von computerdoktor
 
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@Putt: Naja, so einfach ist es nicht. Wer dauerhaft in der "3-Hauben-Liga" spielen will, der muss auch entsprechende Investitionen tätigen. Vor allem im Bereich Küche/Service, aber auch im Bereich Produkteinkauf und Produktqualität. Und das Restaurant, das ich meine, war zwar in der Lage, auf dem Niveau zu kochen, hat es aber im "normalen" Tagesgeschäft nicht gemacht - eben weil es für den Endverbraucher zu teuer gewesen wäre...
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23.09.2008 02:34 Uhr von helldog666
 
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Wer zum Teufel außer Bonzen: braucht eigentlich +3, +4 Sterne Essen, für nen Heidenpreis??
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23.09.2008 03:51 Uhr von Mr.Gato
 
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@helldog: Was meinst du mit Bonzen?

Etwa Leute, die es weiter gebracht haben als du?
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23.09.2008 08:19 Uhr von computerdoktor
 
+6 | -0
 
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@helldog666: Dämlicher Kommentar. Es soll angeblich Menschen geben, die gerne gut Essen. Und ich bewundere Köche wie Witzigmann, Johanna Maier und viele andere. Ich kann (will) es mir auch nicht oft leisten, aber ein paar mal im Jahr möchte ich doch auf diesem Niveau bekocht werden.

Das sieht man wahrscheinlich ein bisserl differenzierter, wenn man selbst gerne gut kocht, einem die Zubereitung von Crème brûlée, einem perfekten Steak oder auch einem Fisch in der Salzkruste locker von der Hand geht und Spaß macht. Dann freue ich mich über die perfekte Inszenierung am Teller, die Meisterköche zelebrieren, die minutiöse Abstimmung in der Küchencrew und die erlesenen Zutaten. Das ist mir dann auch schon mal 200-300 Euro für zwei Personen wert...
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23.09.2008 09:36 Uhr von Lustikus
 
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@computerdoktor: naja wer hat, der hat. Sorry mir ist es das nicht wert, für ein Essen so viel auszugeben. Das Geld muß man ja schon wirklich über haben - das Leben ist so schon teuer genug...
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23.09.2008 23:45 Uhr von jsbach
 
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In der Tat: Es ist schon: sehr schwierig diese Auszeichnung zu bekommen. Und manch einer ging daran kaputt. Sei es wirtschaftlich oder auch durch Suizid, weil sie einem mal den Stern wieder weggenommen haben.
Es ist und bleibt halt eine Aufwertung im Gastronomiebereich aber der immense Druck das zu halten, ist sehr groß.
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26.09.2008 15:30 Uhr von Schwertträger
 
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@Lustikus: Nein, eben nicht! Nicht "wer hat, der hat", sondern "wer will, der will".

Du sagst ja schon, dass es Dir das Essen nicht wert ist, so viel dafür auszugeben. Und da liegt der Hase im Pfeffer.
Jemand anderes (ich zum Beispiel) gibt keine 2000,- EUR für einen Fernseher aus, den aber sehr viele Leute im Wohnzimmer stehen haben, obwohl sie das Geld ganz klar NICHT über haben.

Dafür gehen die Fernsehverweigerer vielleicht fünf Jahre lang jedes Jahr zweimal auf 5-Sterne-Niveau essen und leihen ansonsten Bücher aus der Bücherei aus.

Manche verteilen nur das (Wenige) an Geld, was sie haben, auf andere Güter.
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26.09.2008 15:35 Uhr von Schwertträger
 
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Nachtrag: Ein Bekannter half seinem Freund in dessen Nobelrestaurant mit der Elektrik. Dafür konnte er öfter umsonst essen.

Das Essen lag einiges über seiner sonstigen Einkommensklasse, aber er entwickelte eine echte Vorliebe dafür und spart sich jetzt, wo der Freund kein Restaurant mehr besitzt, Geld ab für einen Besuch in einem anderen Nobelrestaurant, so dass er wenigstens ab und zu mal wieder in den Genuss erlesener Speisen und Zubereitungen kommt.

Man sollte also sowas erst beurteilen, wenn man es mal probiert hat.


Der Einwand von computerdoktor, dass einem das leichter fällt, wenn man selber gut und gehoben kochen kann, ist da übrigens recht zutreffend, denke ich. :-)

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