22.09.08 12:09 Uhr
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Leitendes Mitglied der Royal Society tritt nach "Kreationismus Vorwürfen" zurück

Der bisherige Leiter der Bildungsabteilung der weltbekannten Royal Society, Professor Michael Reiss, ist zurückgetreten, nachdem Vorwürfe laut wurden, er würde der Idee des Kreationismus Vorschub leisten.

Der Professor hatte gesagt, dass man auch im Biologieunterricht die Idee des Kreationismus besprechen müsse, falls Schüler das Thema im Unterricht ansprechen. Sprecher der Royal Society sagten, dass solche Aussagen leicht falsch interpretiert werden könnten und dem Ansehen der Royal Society schaden.

Der Londoner Professor für Naturwissenschaft und Gesellschaft, Lord Winston, reagierte auf den Rücktritt mit Unverständnis und leichter Verärgerung. Seiner Ansicht nach sollte es die Royal Society begrüßen, wenn sich Lehrer "mit falschen Vorstellungen von der Naturwissenschaft auseinandersetzen".


WebReporter: El Indifferente
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Vorwurf, Mitglied, Royal, Kreationismus
Quelle: www.factum-magazin.ch

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.09.2008 11:58 Uhr von El Indifferente
 
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Wenn man eine Theorie, wie abwegig sie auch sein mag, mit einem Bann belegt und diese nicht mehr angesprochen werden darf, dann könnte der Eindruck entstehen, dass die Evolutionsbiologen Angst hätten darüber zu diskutieren. Das wäre in der Tat sehr schädlich für das Gesamtbild der Wissenschaft. Totschweigen hat noch nie funktioniert.
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22.09.2008 13:47 Uhr von anilingus
 
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meine güte! kreationismus ist ungefähr das gleiche wie die aussage die erde sei eine scheibe...

sharia, kreationismus... was kommt als nächstes auf der insel?

hexenverbrennungen ???

*kopfschüttel*
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22.09.2008 15:01 Uhr von Tomoko
 
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Kreatonisten: Sind ein Volk für sich, auch wenn sie sich in der Tora, der Bibel und dem Koran finden lassen.

http://en.sevenload.com/... das Video ist sehenswert und zeigt wie verbohrt manche Leute sein können.
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22.09.2008 15:09 Uhr von GermanCrap
 
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Rücktritt übertrieben: Falls ein Schüler das Thema im Unterricht anspricht ist die Antwort doch klar. "Kreationismus" ist Blödsinn, oder glaubst du noch an den Osterhasen?" Nur weil ein Haufen geistig zurückgebliebene Hillbillys aus dem Amerikanischen Bibelgürtel Kreationismus Thematisieren muss man das doch nicht gleich ernst nehmen.
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22.09.2008 15:31 Uhr von El Indifferente
 
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@GermanCrap: Prinzipel hast du recht aber zweierlei ist dagegen doch einzuwenden.
Du hast eine Klasse und da hocken ein paar drinnen, die von ihren Eltern gelernt haben, dass Gott die Welt und die Kreaturen auf selbiger erschaffen hat. Jetzt kommt in Biologie Evolution dran und ein Schüler meldet sich, dass er da was anderes gehört hat.

Jetzt hast du a. die Möglichkeit ihn zu fragen, ob er noch an den Osterhasen glaubt, weiter zu machen und den Kreationismus zu ignorieren, oder du hast b. die Möglichkeit ihm und der ganzen Klasse zu demonstrieren, dass zwar die Theorien von Darwin noch ihre kleineren Lücken haben, aber, und vor allem, dass der Kreationismus zweifelsfrei als Theorie widerlegt ist und zwar auf wissenschaftlicher und seriöser Basis.

Ich denke bei Variante a. wird sich der Junge abgekanzelt vorkommen und sich vieleicht sogar denken, dass du das Thema so übergehst, weil du keine Argumente hast.
Variante b. ist, finde ich, vor zu ziehen.
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22.09.2008 15:55 Uhr von Tomoko
 
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Man darf den Kreationismus nicht unterschätzen. In dem Video sieht man ja wie sich der Einfluß langsam aber kontinuierlich aufbaut.
Genauso werden bzw. sind Gehirnwäscher wie Scientology groß geworden.
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23.09.2008 01:36 Uhr von Gierin
 
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@Tomoko: Allerdings muss man ihn auch nicht überschätzen! Hier in Europa wird die Evolutionstheorie selbst von strenggläubigen Katholiken anerkannt.

Im übrigen bin ich auch der Meinung, man sollte den Kreationismus im Biologieunterricht besprechen. Das Problem mit der Evolutionstheorie ist nämlich, dass sie scheinbar leicht verständlich ist. In Tat und Wahrheit braucht es aber schon ein wenig Aufwand, um sie wirklich zu begreifen. Der Kreationismus kann dabei gut für "Kontrollfragen" benutzt werden.
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23.09.2008 08:28 Uhr von Tomoko
 
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@Gierin: Die Evolutionstheorie der Kreationisten ist eine Religiöse Angelegenheit (Buch Genesis) und hat in der Biologie nichts zu suchen. Er gehört, wenn dann in den Religionsunterricht.

Ansonsten kommen bald alle Glaubensrichtungen daher und wollen in Biologie mitreden. Der eine baut auf Bienchen und Blumen Theorie, der andere das man den Mensch nicht untersuchen darf, weil Gott das nicht so will usw..

Die Biologie sollte sich an Fakten halten nicht an Glaubensrichtungen.
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23.09.2008 10:29 Uhr von Gierin
 
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@Tomoko: Stimme dir grundsätzlich zu.
ABER: Auch unter Studenten gibt es Kreationisten (bei uns nannten sich diese "Bibelgruppe" ;-) ). Die Kreationisten argumentieren, dass die Evolutionstheorie Lücken aufweist. Die Bibel hingegen biete auf alles eine Antwort. Dabei gibt es auch in der Bibel zwei verschiedene Versionen über die Entstehung des Menschen: Einerseits entstand der Mensch im Paradies und wurde nach dem Sündenfall auf die Erde verbannt, andererseits wurde der Mensch aber am sechsten Tag direkt auf der Erde erschaffen.
Der langen Rede kurzer Sinn: Der Kreationismus soll wie auch der Lamarckismus kurz (!) im Unterricht zur Sprache kommen, sonst haben wir plötzlich Kreationisten, die als Biologen, Mikrobiologen etc. mit Doktortitel oder Professur den Kreationismus zur "Wissenschaft" erheben.
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23.09.2008 16:59 Uhr von cheetah181
 
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Gierin: "Der Kreationismus soll wie auch der Lamarckismus kurz (!) im Unterricht zur Sprache kommen"

Gutes Argument!

@Thema: Natürlich ist der Rücktritt übertrieben. Es ist ja wohl selbstverständlich, dass man den Kreationismus auseinandernimmt (dauert ja nicht lange), wenn ihn jemand anspricht. (und nur dann)
"Gleichberechtigtes" Unterrichten des Kreationismus ist ja sowieso nicht möglich, da man sonst allerhand Indizien die dagegen sprechen ignorieren müsste.

http://de.wikipedia.org/...
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23.09.2008 21:22 Uhr von Tomoko
 
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Das "Problem" am Kreationismus ist das er so gut wie alles in Frage stellt, nicht nur die Evolution, auch die Astronomie, die Physik an sich, die Naturgesetze.
Und vorallem die Aussage das wenn Forscher forschen, das dann immer neue Fragen auftauchen und das man "deswegen" die Forschung nicht braucht, weil die Bibel über alles Auskunft gibt.

Tut mir leid aber das geht ganz nah an Sektengehabe ran.

Eine kleine Anmerkung am Rande: W
enn ein Kreationist sagt das die Bibel die Antwort auf alle Fragen ist und das dann in der Schule angesprochen werden darf. Warum macht man dann soviel Terz wenn ein Moslem sich auf seinen Koran beruft und im Endeffekt auch das von sich gibt, was ein Kreationist sagt?

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