20.09.08 13:35 Uhr
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Lafontaine erntet Kritik aus den eigenen Reihen

SN berichtete bereits, dass Lafontaine, Parteichef der Linkspartei, gefordert hatte, große Familienunternehmen, wie beispielsweise "Schaeffler", zu enteignen.

Er sagte, dass die Arbeiter der "Schaeffler"-Gruppe über Generationen hinweg das Firmenvermögen aufgebaut haben, während die Familie Schaeffler von ihrer Arbeit im Sinne einer verfassungswidrigen Enteignung profitiert habe. Diese Enteignung will Lafontaine rückgängig machen.

Nachdem er von Vertretern der Wirtschaft bereits kritisiert worden war, haben sich nun auch hochrangige Mitglieder der Linkspartei zu Wort gemeldet. Matthias Höhn, Landesvorsitzender der Linke-Parteigruppe in Sachsen-Anhalt, sagte zum Beispiel, dass Eigentum nicht sozialisiert werden sollte.


WebReporter: KingPR
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Reihe, Oskar Lafontaine
Quelle: www.focus.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2008 13:12 Uhr von KingPR
 
+0 | -0
 
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Außerdem wurde weiter ausgeführt, dass Lafontaines Äußerungen nicht dem Kurs der Partei entsprechen würden.
Ich denke aber, dass sich hier, in Form ihres Vorsitzenden, das wahre Gesicht der Partei zeigt.
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20.09.2008 13:47 Uhr von chip303
 
+9 | -5
 
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Ich bin sicher, dass Lafontaine auch schon alles verschenkt hat, was er sich auf Kosten des Staates "ergaunert" hat....

Wer Ironie findet........
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20.09.2008 14:02 Uhr von matbach
 
+8 | -4
 
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Es steht jedem frei: ein unternehmen zu gründen und damit (wenns gut läuft) reicht zu werden.
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20.09.2008 14:36 Uhr von MAKEDONISMUS
 
+10 | -14
 
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die LINKE wird dämonisiert ! den BRDlern kann im grunde nichts besseres passieren als das die LINKE bei der nächsten Wahl, einen fulminanten Erdrutsch sieg davon trägt.
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20.09.2008 14:56 Uhr von KingPR
 
+7 | -6
 
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@Linksradikale: Votet ruhig mit einem Stern weil euch nicht gefällt was ich schreibe. Tatsache ist, dass Lafontaine ein Idiot ist und die ganze Partei auf die Oligarchie der Partei fixiert ist, wahrscheinlich mit Lafontaine als "großem Vorsitzendem".
Das einzig Positive das ich an ihm erkennen kann ist sein Alter, denn wenn er irgendwann die Macht an sich reißt ist er schon so alt das er nach einigen Jahren den Löffel abgibt.
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20.09.2008 18:33 Uhr von meisterthomas
 
+2 | -2
 
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Klappern gehört zum Handwerk: Lafontaine´s Enteignungs-Forderung ist allerdings eine Entgleisung, die auch die Verfassungstreue der Linken heraus fordern muß und vielleicht sogar sollte..

Dagegen wäre eine gerechte Abgaben- und Steuerpolitik ganz ohne jegliche Steuervorteile durchaus attraktiv.

Auch würde diese Forderung unsere fundamentalsten Probleme offenbaren. Denn der Tenor unserer Finanzpolitik ist seit langem, wir können uns Gerechtigkeit nicht mehr leisten und auch nur noch Brotkrümel für Arbeitnehmer. Das fordert uns die Globalisierung ab. Wie sonst sollen wir euer Geld auch verzocken.
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21.09.2008 00:06 Uhr von ThomasHambrecht
 
+2 | -2
 
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@matbach ein Grossteil des Aufbaus des Unternehmens geschah eben in der 40er mit Zwangsarbeitern.
Genauso wie kaum jemand weiss, dass die Firma Grundig ihren Konzern mit gestohlenen Röhren aus einem Eisenbahnwaggon begründeten.
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21.09.2008 09:43 Uhr von Jerryberlin
 
+0 | -1
 
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Lafontaine? Wer issen das noch gleich ..?
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21.09.2008 11:59 Uhr von uhlenkoeper
 
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@ThomasHambrecht : Schaeffler NICHT Zwangsarbeit ! >>... ein Grossteil des Aufbaus des Unternehmens geschah eben in der 40er mit Zwangsarbeitern.
Genauso wie kaum jemand weiss, dass die Firma Grundig ihren Konzern mit gestohlenen Röhren aus einem Eisenbahnwaggon begründeten<<

Ich glaube aber nicht, dass Lafontaine mit seiner Aussage um die Zwangsarbeiter ging ... aber sei es drum ...


Aber sei es drum. Nur eines muß ich klarstellen, da Du hier etwas behauptet hast, das schlichtweg nicht stimmt:
die Schaeffler-Gruppe hatte mit Zwangsarbeitern meines Wissens nach gar nichts zu tun !


Hintergrund:
--------------------
Die Firmengründer der Schaeffler-Gruppe, die Brüder Georg und und Wilhelm Schaeffler, haben selbst nie mit Zwangsarbeitern gearbeitet. Sie gründeten erst 1946 (!) die INA (die nie Zwangsarbeiter beschäftigte) und begründeten ihren Erfolg auf einer Erfindung Georg Schaefflers (den sog. Nadelkäfig, einem Teil bei Wälzlagern/Kugellagern). Erst 2001 kauften sie in einer feindlichen Übernahme die Konkurrenzfirma FAG auf.

Die FAG wiederum war die Firma, die mit Zwangsarbeitern arbeitete, die allerdings nach dem Krieg durch die Alliierten -völlig zu Recht- vollständig demontiert wurde. Von den Gewinnen, die die Firma FAG mit Zwangsarbeitern gemacht hat, blieb meines Wissens nach also nichts übrig.

Davon abgesehen kann ich im web nun wirklich gar nichts dazu finden, dass auch die Schaeffler-Gruppe Zwangsarbeiter beschäftigt hatte ... Woher hast Du die Info (würde mich ehrlich interessieren, daher wäre ich für einen Link dankbar).
Im Gegenteil: Schaeffler hat einen Firmenkodex (gültig für jedes seiner weltweiten Werke und alle Zulieferer, http://www.schaeffler.com/... ), indem Zwangsarbeit ausdrücklich geächtet wird.

Übrigens halte ich absolut gar nichts von Oskars Idee. Nicht zuletzt, weil das Firmenimperium auf dem Patent eines Schaefflers selbst beruht und auf geschickter Firmenführung. Das ist schlicht ideologischer Pillepalle und der erneute Versuch, in die Schlagzeilen zu kommen. Wobei es mich dann immer erstaunt, dass Lafontaine sich selbst da scheinbar explizit von seinen eigenen Forderungen mal wieder ausnimmt.
Und wer ein kurzes Gedächtnis hat:
es war expressis verbis Lafontaine, der im Zuge des sog. Berliner Programmes 1989 für für Arbeitszeitverkürzungen ohne vollen Lohnausgleich eintrat , der nach der Wiedervereinigung den "Neubürgern" den Zugang zu den alten Bundesländern verwehren wollte, damit hier die Wirtschaft nicht kollabierte, der gegen eine Wiedervereinigung war (http://de.wikipedia.org/... ). Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere "Brüche" in seiner Biographie, die sich mit allem , aber nicht mit seiner derzeitigen Forderung in Übereinstimmung bringen lassen !

Was Sinn machen würde wäre, solche Firmen gesellschaftspolitisch und finanziell mehr in die Pflicht zu nehmen. Aber von einer Einteignung halte ich absolut gar nichts. Wohin das führt, hat das System UDSSR nach der Revolution gezeigt und nicht umsonst hat es dort nicht funktioniert. Die einfache Bevölkerung hat auch dort nie davon profitiert, dass die Betriebe "volkseigen" waren ...

Für mich fällt Lafontaines Vorstoß mal wieder eindeutig in die Rubrik "Populismus und Demagogie". Fini.
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22.09.2008 22:29 Uhr von jsbach
 
+1 | -2
 
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Ich habe letzte Woche: im TV die Diskussion vom bay. Innenminister mit dem stellvertret. Fraktionsvorsitzenden der Linken bei "Friedmann" gesehen. Also wer mir sagt, wie Herr Lafontaine ausser seinen Protestwählern noch von jemand Stimmen bekommt,
der muss sich nach dem alten System Kommunismus schon bewährt haben.
Dann können sie ja seine Luxusbungalow mit 300 Quadratmetern Wohnfläche auch enteignen oder wie?

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