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Die Linke wirft Lafontaine-Kritiker aus der Partei

Der bekannte Lokalpolitiker Ronald Weckesser (59) wurde aus der Partei Die Linke ausgeschlossen. Sechs Stunden wurde zuvor eine Krisensitzung abgehalten. 19 Abgeordnete votierten dann für einen Ausschluss, sieben dagegen.

Weckesser hatte im Dresdner Stadtrat für Aufsehen gesorgt, als er einem Antrag der Rechtsextremen ("Nationalen Bündnisses") zustimmte, eine Gedenkminute für die Opfer des 11. September zu halten. Hinterher räumte er ein, dass dies ein Fehler gewesen sei und man mit Nazis nicht gedenken dürfe.

Dieser Fall war aber wohl nicht der Auslöser für den Ausschluss. Weckesser warf den Führungsspitzen auch "Krawallpolitik" vor. Lafontaine nannte er einen "Luxus-Linken". Zur Parteiorganisation meinte er: "Ich will nicht, dass bei uns durch die Hintertür die SED wieder eingeführt wird."


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kritik, Partei, Die Linke, Kritiker, Oskar Lafontaine
Quelle: www.welt.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2008 19:45 Uhr von no_trespassing
 
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Geschichte wiederholt sich vor allem dann, wenn sie verklärt wird. Die Jugend hat eine völlig falsche Vorstellung vom Leben in der DDR. Wer die Willkürherrschaft wirklich gespürt hat, der wünscht sich sowas nicht wieder.

Andersdenkende kamen nach Bautzen, politische Kritiker wurden mit Röntgen-Strahlen bestrahlt, freie Wahlen gab es nicht, Freizügigkeit schon gar nicht.

Warum gab es denn Montagsdemonstrationen? Fragt das doch mal eine Kipping oder Drohsel. Die geben die richtigen Antworten!
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19.09.2008 20:27 Uhr von real.stro
 
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Das hier: "Die Jugend hat eine völlig falsche Vorstellung vom Leben in der DDR." ist der einzig brauchbare Satz. Die "New´s" ist, vorsichtig ausgedrückt, einfach nur Dreck?
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21.09.2008 20:19 Uhr von Lienna
 
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lottokoenig: Der Ausschluss von Weckesser zeigt doch aber nicht-demokratische Züge dieser Partei, oder nicht?
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22.09.2008 15:59 Uhr von HateDept
 
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ich weiss nicht genau: aber ich denke, im Falle des Herrn Weckesser haben sich einige untragbare Vorkommnisse gehäuft - weshalb eben entsprechend gegen ihn votiert wurde. Was daran nicht demokratisch sein soll ist mir unklar - andere Parteien und Vereine verfahren ebenso.

@Autor:
"Warum gab es denn Montagsdemonstrationen?" - also ich weiß nicht, ob Kipping oder Drohsel das wissen. Weißt Du´s denn? Oder gehst Du auch einfach nur davon aus, dass sich die DDR-Bürger von allein aufgemacht haben, um gegen desolate Zustände vorzugehen?

"Andersdenkende kamen nach Bautzen, politische Kritiker wurden mit Röntgen-Strahlen bestrahlt ..." passt sehr gut zu Deinem Satz: "Die Jugend hat eine völlig falsche Vorstellung vom Leben in der DDR ..."

Was in der DDR geschah und was kurz vor und nach dem Fall dieses Systems geschah ist sehr komplex und gar nicht so wiederzugeben wie "die oder die wurden alle eingesperrt" oder "denen ging´s so schlecht, weshalb die alle auf die Straße gingen". Ich erwarte hier auch gar nicht, dass jemand entsprechend komplex darauf eingeht - WAS MICH NERVT, SIND OBERFLÄCHLICH BEWERTENDE KOMMENTARE VON LEUTEN, DIE SICH OFFENSICHTLICH NICHT MIT DIESER MATERIE AUSEINANDERGESETZT HABEN. Da werden doch schlichtweg Boulevard-Schlagzeilen nachgeplabbert um mitreden zu können. Ist das nicht peinlich?

Unsere Medien tun ihr Übriges dazu und ich denke, bevor sich dieses Land ausreichend und vernünftig mit seiner Nazi-Vergangenheit auseinandersetzt, werden wir noch ewig mit Anti-DDR-Propaganda überzogen.

PS: ich will die DDR unter den damaligen Gegebenheiten nicht zurück - aber mich nerven einfach diese 1000den Halbwahrheiten und dieses nervige unterschwellige Propagandagefasel ...
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22.09.2008 16:22 Uhr von Lienna
 
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HateDept: "aber ich denke, im Falle des Herrn Weckesser haben sich einige untragbare Vorkommnisse gehäuft - weshalb eben entsprechend gegen ihn votiert wurde."

wäre schön wenn Du einiges aufgezählt hättest, ich bspw. bin diesbezüglich uninformiert.
---

Eine einzige Person kann auf die DDR nicht komplex eingehen, jeder hat eben seine Erfahrungen gemacht.
Manch einer wurde nie belästigt aber gibt es auch Menschen, die innerhalb ihres Freundes- und Familienkreis aufs Übelste bespitzelt wurden.
Auch wurde nicht zurückgeschreckt für die Republik wichtige aber abtrünnige Menschen um die Ecke zu bringen!
Die NVA hat ihre Abtrünnigen psychisch zerstört, ob mit Medikamenten oder mit Psychologie.

Ich kenne von all den genannten Möglichkeiten persönlich Fälle, deshalb bin ich auch ohne eigene Erfahrung kontra "Die Linke" eingestellt.

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