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US-Musikindustrie klagt gegen Anwalt, weil er Filesharer vertritt

In einem schon drei Jahre laufenden Verfahren klagte die US-Musikindustrie gegen Marie Lindor, die angeblich 38 Songs im Internet zur Verfügung gestellt hat. Die Beklagte wird vom Anwalt Ray Beckerman verteidigt, der sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat, doch dieser wurde nun ebenfalls verklagt.

Die RIAA (Recording Industry Association of America) fordert Geldbußen für den Anwalt und auch für Marie Lindor. Die Vorwürfe lauten "Irreführung", "Behinderung der Beweisführung" und die daraus resultierende Länge des Verfahrens, wodurch die Kläger angeblich zur Aufgabe gezwungen worden wären.

Beckerman zweifelte beispielsweise an der Legitimität der Ermittlungsfirma der RIAA und zwang sie, die tatsächlichen Kosten der Songs preiszugeben. Es wird vermutet, dass die Musikindustrie den Fall bereits als verloren sieht und nun auf Schadensbegrenzung aus ist, um die Kosten nicht tragen zu müssen.


WebReporter: megatefyt82
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Musik, Anwalt, Musikindustrie, Filesharer
Quelle: www.heise.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2008 16:37 Uhr von megatefyt82
 
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Was im Artikel als Zitat erwähnt wird, finde ich sehr treffend: "Ironie ist eine zu zahmer Begriff für den Antrag gegen Ray. Die ganzen 30.000 Verfahren [die die RIAA gegen Filesharer führt] sind die Grundlage einer PR-Kampagne" - dieses Zitat sollte man der Tatsache entgegenhalten, dass die RIAA die tausenden in Beckermans Blog dokumentierten Filesharing-Verfahren als PR-Kampagne bezeichnet und als einen der Gründe für die Klage mit angegeben hat.
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19.09.2008 17:06 Uhr von weg_isser
 
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Pff wo gibts denn sowas? Den Anwalt der gegnerischen Partei anklagen!? Seht es einfach ein...ihr habts vergeigt...bescheu...Musikindustrie.
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19.09.2008 17:19 Uhr von b0mb
 
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Für mich: hört sich das einfach nach nem guten Anwalt an.
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19.09.2008 17:48 Uhr von Mr.E Nigma
 
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Den Anwalt verklagen weil er seine Arbeit macht ? So was gibt´s nur in Amerika !

Das die RIAA es scheiße findet ihre Produktionskosten offenzulegen ist klar, mann kann ja utopische Schadenersatzforderungen und Streitwerte von bis zu 100.000 $ pro Song schlecht rechtfertigen wenn der produzierte Pop-Einheits-Scheiß in der Produktion nur 10 Cent kostet !

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