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Contergan-Opfer führen einen Hungerstreik, sie fordern höhere Zahlungen

Neben drei Betroffenen ist auch die Mutter eines der Contergan Opfer in Bergisch Gladbach (NRW) in Hungerstreik getreten. Unterstützt werden sie teilweise durch die evangelische Kirche. Ihre Forderungen lauten unter anderem Verdreifachung der Entschädigungszahlung auf max. 3270 Euro.

Mit der Aktion "Arm ab und arm dran" möchten sie zudem erreichen, dass jeder Überlebende des Skandals eine Einmalzahlung in Höhe von einer Millionen EUR erhält und die Ausschlussfrist für Anträge welche nach 1980 gestellt wurden aufgehoben wird.

Sie stützen ihre Forderungen darauf, dass nur 400 von 2.700 Opfern arbeitsfähig seien, der Rest müsse sich mit Hartz IV über Wasser halten. Es ginge ihnen keines Falls darum, den Hersteller des Mittels, Grünenthal, zu ruinieren. Man wolle nur die Pflege im Alter sichern.


WebReporter: Hexenmeisterchen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Opfer, Hunger, Zahlung, Hungerstreik
Quelle: www.rhein-berg-online.ksta.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2008 09:26 Uhr von JustMe27
 
+5 | -1
 
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Einer der Kläger ist mir bekannt, er kann tatsächlich nicht arbeiten. Er hat gar keine Arme und starke Rückenprobleme. Eine Anhebung der Rente wäre in Ordnung, aber die Einmalzahlung würde über 2,7 Milliarden Euro kosten und wäre für die Firma wohl der Ruin. Geholfen wäre damit niemandem.
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19.09.2008 09:31 Uhr von fiery
 
+4 | -2
 
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hui so leid mir diesem menschen auch tun .. aber eine forderung i. h. v. 1 mio. euro halte ich für übertrieben.

eine aufstockung der rente durch einen monatlichen zuschuss bzw. das bezahlen von behindertengerechten "werkzeugen" (auto etc.) finde ich vollkommen ausreichend.
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19.09.2008 09:40 Uhr von JustMe27
 
+2 | -0
 
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@Fiery: Die Autos werden so oder so von der Krankenkasse und der Rentenversicherung bezahlt. Das entsprechende Lenksystem (Ein Fußlenksystem) kostet etwa 3000 € inklusive Einbau.
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19.09.2008 10:33 Uhr von vostei
 
+6 | -1
 
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Das Ganze zieht sich ja erst 40 Jahre hin: und zwar das Juristische und hat auch den Steuerzahler Kohle gekostet, da auch der Staat in die Bresche sprang.

Man muss sich dabei klar machen, dass schon Jahre zuvor die Firma darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Wirkstoff den Fötus schädigen kann. Das war gleich zu Anfang, alss Contergan auf den Markt kam. Desweiteren wird das Medikament, der Wirkstoff auch heute noch genutzt - als Lepramedikament.

Somit hat die Firma immer noch Kohle gemacht mit ihrem Wirkstoff - die Besitzer namens Wirtz leben in Saus und Braus.

Und es gab nie eine Entschuldigung gegenüber den Opfern.

Also kein Mitleid mit der Firma - diese hatte auch keins und hätte diese Entwicklung vor ca zehn Jahren mit dem Erhalt der Stiftung vermeiden können.

:/

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