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Google StreetView - Fotografen drohen mit Klage, wenn man sie fotografiert

Derzeit fahren Google-Mitarbeiter mit ihren Kamera-Autos durch viele Städte und fotografieren alles, was ihnen vor die Linse kommt. Die Fotos werden auf Googles StreetView in 3D-Sicht präsentiert.

Umgekehrt lassen sich die Google-Mitarbeiter aber nicht fotografieren. Ein Google-Fahrer in Edinburgh hatte bereits mit Klage gedroht, wenn man eine Aufnahme von ihm veröffentlichen würde. Grund dafür sei die Angst vor Rache oder Vergeltungsaktionen gegenüber den Fahrern.

In den Medien wurde Googles StreetView-Service oft kritisiert, weil alle paar Meter ein 360-Grad-Foto geschossen wird, auf dem auch Menschen zu sehen sind.


WebReporter: chriz82
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Google, Klage, Fotograf
Quelle: www.testticker.de

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.09.2008 19:30 Uhr von chriz82
 
+0 | -0
 
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Auf dem Google-Watchblog wurden auch Aufnahmen der Fahrzeuge in Dresden und Bonn veröffentlicht. http://www.googlewatchblog.de/
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17.09.2008 20:18 Uhr von 08_15
 
+80 | -8
 
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Klar fotografier ich den! Er fragt mich ja auch nicht um Erlaubnis. Da er ganz offensichtlich eine Person öffentlichem Interesses ist, darf er mir das nämlich nicht verbieten und wenn er klagt, dann habe ich eine ladungsfähige Adresse.

So einfach ist das.
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17.09.2008 20:55 Uhr von lopad
 
+29 | -44
 
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17.09.2008 20:58 Uhr von SelltAnasazi
 
+25 | -7
 
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@08_15: JA aber dann musst du ihn auch unkenntlich machen... was du wohl nicht machen würdest?
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17.09.2008 21:22 Uhr von McMenemen
 
+4 | -0
 
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Luther Corporation: aus Superman/Smallville,fällt mir als erstes ein wenn ich wieder mal höre was denn Google jetzt noch so alles vorhat (Weltherrschaft-wer weiss....).lol

topic: wie ist denn da die rechtliche Lage? Kann der Fotograf wirklich erfolgreich klagen? Kann ich mir so nicht vorstellen.
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17.09.2008 21:27 Uhr von 08_15
 
+19 | -5
 
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@SelltAnasazi: Nein, muss ich nicht, da er das gewerblich und öffentlich macht. Auch ist für die gewerbliche Ablichtung meines Eigentums ggf. eine Einverständniserklärung notwendig, die Google als "stillschweigend genehmigt" voraussetzt. Da Google aber ein Verbot schriftlich vorliegen hat, ist es sogar eine Beweisaufnahme im Sinne eines Beweisfotos.

Nicht einfach schwätzen.

Nein, das gilt nicht für Luftbilder, bevor da so ein komischer Einwand kommt.
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17.09.2008 21:44 Uhr von Slaydom
 
+10 | -3
 
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In der: Öffentlichkeit, darf man fotos von allem machen, man dürfte nur nicht in Häuser rein fotografieren...
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17.09.2008 21:44 Uhr von Slaydom
 
+6 | -4
 
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In der: Öffentlichkeit, darf man fotos von allem machen, man dürfte nur nicht in Häuser rein fotografieren...
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17.09.2008 21:53 Uhr von 08_15
 
+7 | -3
 
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Slaydom: Ne, stimmt nicht. Allerdings ist das unbeabsichtigte Aufnehmen von Personen (Urlaubsfoto vom Marktplatz) kein genehmigungsfähiges Bild. Dient es gewerblichen Zwecken ist es schon in einer Grauzone. Da zählt dann der gesunde Menschenverstand. Wenn ich ein Marktbild mit Gemüseständen aufnehme um Turis zu zeigen wie schön das ist, dann ist das sicher auch nicht genehmigungspflichtig. Nehme ich aber den Stand von Willi auf, der eine riesen Melone verkauft, dann ist das durchaus genehmigungspflichtig.
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17.09.2008 21:55 Uhr von 08_15
 
+9 | -3
 
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Noch einmal: GEWERBLICH und PRIVAT: das sind 2 Paar Stiefel!
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17.09.2008 22:20 Uhr von snooptrekkie
 
+5 | -2
 
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@ 08_15: Danke für die klare Stellungnahme & Erläuterung!
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17.09.2008 22:23 Uhr von mediareporter
 
+8 | -0
 
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Es gilt: Panoramafreiheit ! Um hier die Diskussion mal auf die geltende Rechtslage zu bringen.
In Deutschland und Österreich herrscht (anders als in Belgien, und z.b Frankreich) die sogenannte Panoramafreiheit.
Europaweit hat die Richtlinie 2001/29/EG in Art. 5 Abs. 3 lit. h fakultativ die Möglichkeit geschaffen, die urheberrechtliche Nutzung von Abbildungen eines bleibend an öffentlichen Orten befindlichen Werkes vergütungsfrei zu gestatten.
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17.09.2008 22:25 Uhr von mediareporter
 
+7 | -0
 
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Damit ist es erlaubt, von jedem öffentlich erreichbaren Punkt alle "immobilen" Dinge (Häuser, etc) zu fotgrafieren und die Bilder zu nutzen, egal, ob gewerblich oder privat,...
@08-15,.. nur weil man etwas vehement behauptet, muß es noch immer nicht stimmen,...
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17.09.2008 22:31 Uhr von juggernaut
 
+3 | -0
 
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selbstverständlich: selbstverständlich darf man den fahrer nicht fotografieren, und das foto weiterreichen. auf gar keinen fall.
was streetview angeht: google achtet sehr stark darauf, dass die zu sehenden personen unkenntlich gemacht werden. das konnte man z.b. bei der tour de france sehen, zu der passend bilder in streetview veröffentlicht wurden. die bilder von gesichtern wurden dort ausgeblendet.

ich frage mich, warum die news das hier ausblendet, dass die gesichter bei der europäischen variante von streetview ausgeblendet werden.
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17.09.2008 22:33 Uhr von 08_15
 
+7 | -2
 
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@mediareporter: Nicht wenn ein schriftliches Verbot vorliegt und auf dem Bild persönliche Einzelheiten zu sehen sind.

Das ganze haben wir im Grundgesetz und nennt sich Schutz der Privatsphäre. Hier reicht unter Umständen nicht das unkenntlich machen einzelner Gegenstände oder Personen. Schon alleine eine verdreckte Mülltonne oder überfüllter Briefkasten. So viele Kleinigkeiten sind da zu beachten, das ein generelles Verbot für eine gewerbliche Nutzung begründet.

Wenn allerdings ein Nachbar die Presse ruft, weil sich Ratten um einen Müllberg tummeln, dann ist die Abbildung legal.

Du vermischst hier auch Presserecht und gewerbliche Interessen. Das wäre das 3. Paar Schuhe ... drum habe ich bewusst die Presse (Pressefreiheit und begründetes allgemeines Interesse) nicht erwähnt.
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17.09.2008 22:34 Uhr von User129
 
+3 | -2
 
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die Dramatik hält sich in Grenzen: Trotz alledem finde ich ist dieses Google StreetView genau wie Google Earth wo jeztzt auch die Städte allmälich komplett in 3d dargestellt werden (z.B. München, Hamburg) eine sehr schöne Sache.

Im Gegenzug kann ich es durchaus verkraften, wenn alle 4 Jahre oder was, Jemand ein Foto von Fasade macht...
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17.09.2008 22:38 Uhr von mediareporter
 
+8 | -0
 
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@08-15: du redest mit Verlaub Mist!

Da ich beruflich genau mit diesem Sachverhalt täglich zu tun habe, kann ich Dir versichern du bewegst dich im Irrtum.

Es geht nicht um Personen,.. ich habe ausführlich beschrieben, es geht um "feste" Gegenstände (Strassen, Gebäude) und da hat nunmal keiner eine Handhabung gegen das Fotografieren,..
lediglich das "Recht am eigenen Bild" schützt PErsonen , die "bildprägend" sind und nicht als "Person des allgemeinen Interesses" gelten
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17.09.2008 22:45 Uhr von mediareporter
 
+8 | -0
 
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@ 08-15 (Teil II): Deine Argumentation ist somit ein Konvout an Halbwahrheiten, was nicht schlimm wäre, wenn du hier nicht sobelehrend und besserwissend auftreten würdest.

mach dich doch einfach schlau,...
hilfreich ist das "Recht am eigenen Bild"- § 22 KUG
die Einschränkung bei Personen der Zeitgeschichte - $ 23
Sowie die Aufhebung der einschränkung der Persönlcihkeitsrechte durch das nicht bildprägende vorhandensein von Gruppen (idR mehr als 3 Personen),..
das hat mit dem Presserecht genau nichts zu tun,.. sondern mit der allgemeinen Veröffentlichung....
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17.09.2008 22:52 Uhr von SellersFocus
 
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@mediareporter: Chapeau,.. hab gerade nachgesehen, du hast vollkommen recht,.. war mir neu, danke für die fundierte Info,...
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17.09.2008 23:00 Uhr von vitamin-c
 
+3 | -3
 
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Ich werde auf jeden Fall gegen angehen sollten die bei uns in der Straße fotografieren. Unser Gartenzaun ist nämlich nicht sehr hoch, und da kann man zu leicht reinfotografieren. Schade das es viele Menschen auf der Welt gibt, denen es nicht stört wenn man ihre Privatsphäre kennt.
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17.09.2008 23:01 Uhr von 08_15
 
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@mediareporter: und ich hatte mit der Freigabe von Luftbilder zu tun. Da eine 360° Aufnahme auch "nicht feste Objekte" aufnimmt und auf Grund der Lage des Grundstücks in unserem Fall eine Störung der Privatsphäre unumgänglich ist, darf ich der gewerblichen Nutzung widersprechen.

Es handelt sich, wie in der EU "Richtlinie" eben nicht um eine einfache Panoramaaufnahme oder eine Kartographierung (fals der Einwand nun kommt).

Wirtschaftlich im Sinne der Art. 81 ff. EG ist eine Betätigung, wenn sie über die Deckung des eigenen Bedarfs hinaus geht ...

Und da greift die EU "Richtlinie" nicht mehr.

Da hier einige Verfahren anhängig sind wird sich da eine weitere Diskussion wohl kaum lohnen.

Hier gibt es auch einige Städte (vorab einige in den USA) die sogar dem Fahrzeug die Durchfahrt verboten haben. Google *giggle* mal nch "streetview verbot". Da ist die Gesetzeslage sogar noch liberaler.
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17.09.2008 23:14 Uhr von 08_15
 
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@mediareporter: was ist an meinen Ausführungen zu Gruppen und Marktplatz NICHT zu verstehen?

Bildschirm zu klein und nicht gelesen?

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Nein, sind genug Verfahren anhängig. Gibt genug Möglichkeiten
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17.09.2008 23:38 Uhr von Sven_
 
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was gibt es da zu reden? Die Fahrer machen ihre Jobs um ihre Familien zu ernähren, die können auch nichts dafür das ihr das nicht toll findet was die Firma, die Ihre Firma, für die sie wiederum arbeiten, bezahlt, macht.

Und davon abgesehen ist es defintiv in dem Fall moralisch verpflichtent wenn der Fahrer das fotografieren untersagt, er begeht ja kein Verbrechen oder steht im öffentlichen Interesse. Und rechtlich dürfte es trotzdem richtig sein.

Was haben euch die Fahrer getan das hier gegen sie gepöbelt wird? Soll er sich entschuldigen das er nicht lieber Hartz4 nimmt?

Wirklich arm. Aber so ist hier nunmal das Niveau.
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17.09.2008 23:39 Uhr von zxeno
 
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googel und die welterfassung !!! man hat wirklich das gefühl, google strebt die weltherschaft an. in alles die nase stecken und alles noch so erdenkliche aufsaugen und erfassen. es besteht überhaupt keine vorstellung, was dieses unternehmen alles an daten und dingen erfasst. das kann und wird nichts gutes bedeuten !!! warum sonst ist man mit allen mitteln daran interessiert alles auf diesem planeten zu erfassen !!! ich denke auf jeden fall, dass google bedenklich in seinem schaffen ist !!! egal ob man etwas zu verbergen hat oder nicht, jedem sollte die vorgehensweise von google zu denken geben. jeder regt sich über kleinigkeiten auf, aber hier wird regelrecht die welt mit seinem ganzen bestehen erfasst und das ohne zu übertreiben oder panik mache. worin soll nur das bestreben von google, appel & co liegen alles und jeden zu erfassen und aus zu spionieren ?! tja, ich denke das sollte eine gute frage sein, die sich jeder für sich ernsthaft stellen sollte. es wird alles so lange normalisiert, bis es kein zurück mehr gibt und dann wird das aufschreien gross sein, aber nichts mehr umkehrbar sein und nützen ..... google sei dank !!!
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17.09.2008 23:43 Uhr von zxeno
 
+6 | -4
 
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noch ein kleiner nachtrag ach so ...... warum haben fotografen angst, wenn sie doch was ganz normales und bedenkenloses machen ?!?!?!
oder liegt genau da die ironie des ganzen ?!?!?!

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