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Bosse von Autokonzernen: Reguliert die Bundesregierung die Gehälter?

Die Bundesregierung will den Gehälter-Wildwuchs in deutschen Vorstandsetagen beschneiden. Ende September wollen CDU und SPD ein entsprechendes Konzept zur Reform der Managergehälter vorlegen.

Anstoß zu diesem Plan war die Tatsache, dass die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden der DAX-Unternehmen 2007 um 9,03 Prozent auf durchschnittlich 4,77 Millionen Euro jährlich angewachsen sind. Auch die Bosse der Autokonzerne griffen ordentlich zu.

Daimler-Chef Zetsche kassierte zehn Millionen Euro. Ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer, deren Tarif-Löhne um gerade mal 2,5 Prozent stiegen. Spitzenreiter aber ist Porsche-Chef Wiedeking. Im Geschäftsjahr 06/07 verdiente er etwa 60 Millionen Euro. Dieses Jahr sind 100 Millionen Euro möglich.


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WebReporter: MaiPenRai
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundesregierung, Gehalt, Boss
Quelle: www.autobild.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.09.2008 12:05 Uhr von ElJay1983
 
+4 | -0
 
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Hmm: ich weis nicht. Ich glaube ändern wird sich da nix.
Die Armen werden ärmer und die Reichen reicher.
Mittendrin gibts bald nix mehr.
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15.09.2008 12:13 Uhr von oneWhiteStripe
 
+3 | -3
 
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100 Mio? nicht schlecht...was der wohl dafür alles tut? muss ne menge sein wenn er das zweitausendfache seiner mitarbeiter verdient...

aber mal im ernst. wer meine posts liest weiss dass ich an sich für ne begrenzung der gehälter bin..aber bitte ohne regierung. lieber etwas mehr an die mitarbeiter ausschütten, dann werden es vielleicht nur 50 millionen im jahr..sollte ihm aber auch zum leben reichen. also etwas respekt vor dem mitarbeitern zeigen wäre sicher angebracht...

aber mal nüchtern gesehen ist so ein salär schon "unmoralisch" :) nur ist das sowieso jedem egal...

nicht die manager sollen weniger verdienen..sondern der normale mitarbeiter mehr! ende!

aber jetzt kommen gleich wieder die hobby-neo-kons aus dem wirtschaftsflügel und jammern los: "das ist kommunismus, weinweinwein"

sagen wir es mal so...wenn es so weitergeht brauchen die vorstände auch das geld um damit die armee zu bezahlen die sie von einem randalierenden mob rettet der nichts mehr zu verlieren hat....ghetto-isierung mal anders rum! :)
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15.09.2008 12:22 Uhr von Tyfoon
 
+1 | -2
 
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Man merkt, dass bald wieder Wahlen sind. Das ist doch nichts weiter als heiße Luft. Es wird sich NICHTS ändern, man beißt schließlich nicht in die Hand die einen füttert.
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15.09.2008 12:26 Uhr von phil_85
 
+2 | -1
 
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Hmmm: vergleicht man das Einkommen mit den Vorständen in anderen Ländern sind unsere ja noch richtig unterbezahlt..

Aber so kann man wirklich qualifizierte echt vertreiben...man sollte Abfindungen und ähnliches Abschaffen und ev. sie nicht selbst ihr Gehalt festlegen lassen, sondern an dem Umsatz des Konzerns festmachen...aber ne fixe Obergrenze? Daran halten sich ja nichtmal die Politiker selbst (die sich teilweise doppelt bezahlen lassen...von der Regierung zweimal abkassieren, Nebenjobs sind hier nicht mit gemeint!)
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15.09.2008 12:28 Uhr von phil_85
 
+1 | -0
 
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Schichtarbeiter bekommen teilweise mit 25 bis zu 50.000 und mehr jährlich bei Autofirmen...was ist das Durchschnittsgehalt eines Physikers mit Doktor? Einstiegsgehalt etwa 48.000 und Durchschnittsgehalt irgendwas um die 55-60.000...und dafür lernt man mindestens 21 Jahre seines Lebens und zahlt dicke für die Ausbildung.

Ach ja, die Arbeitszeiten sind auch noch schlechter als bei den Schichtarbeiten...
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15.09.2008 13:05 Uhr von lopad
 
+3 | -2
 
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@oneWhiteStripe: "nicht schlecht...was der wohl dafür alles tut? muss ne menge sein wenn er das zweitausendfache seiner mitarbeiter verdient..."

Wiedeking hat Porsche damals aus der Scheiße gezogen und den Konzern zu dem gemacht was er heute ist. Im Gegensatz zu Heute hat Porsche nämlich damals noch Rote Zahlen geschrieben.
Dann kam Wiedeking und hat den Konzern komplett umgekrempelt, sodass Porsche zu einem der profitabelsten Autobauer wurde.

Man muss dazu sagen, dass er nach Leistung bezahlt wird und der Großteil seines Gehalts auch auf eine Vertraglich festgelegte Gewinnbeteiligung beruht. Sprich: Wenn der Konzern keine Gewinne mehr einfährt wird auch sein Gehalt rasant nach unten falle.
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15.09.2008 13:25 Uhr von kdm1
 
+2 | -0
 
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Nur keine Regelung: Während die Unternehmen praktisch keine Steuern bezahlen (laut Stat. Bundesamt hat weniger als ein Prozent der Firmen ein positives Betriebsergebnis), bezahlen die Manager meist relativ viel Steuern. Wer sich für eine Regulierung ausspricht handelt rein populistisch.

Eine Regulierung wäre auch grundgesetzwidrig. Die Eigentümer der Firmen (meist Aktionäre) können doch selbst festlegen wie viel Sie dem Vorstand bezahlen wollen. Warum soll der Inhaber das nicht selbst regeln dürfen?

Mich würde eine Begrenzung der Gehälter im öffentlichen Dienst mehr interessieren. Da geht es um unser Geld!

Warum benötigt die Erfurter Spielplatz- und Bäderverwaltung einen 3. Geschäftsführer, der vorher der Bürgermeister war und jetzt weit mehr verdient, als vorher als Bürgermeister. Eingestellt wurde der übrigens vom stv. Bürgermeister. Es handelt sich auch um den gleichen, der in den 90ern der Mafia bei der Ansiedlung in Erfurt so tatkräftig geholfen hatte.

Warum verdienen Chefs der Verkehrbetriebe in München, Berlin etc. 300.000 € und mehr in Betrieben, die als städtisch zu bewerten sind? Als das noch Teile der Stadtverwaltung waren, wurde für die gleiche Aufgabe nur ein Bruchteil bezahlt. Auch die Auswahl erfolgt da meist nicht nach Qualifikation, sondern nach Parteibuch.

Politiker gönnen sich gegenseitig Chefsessel in öffentlichen Betrieben. Dann lenken Sie von der Plünderung der Staatskasse ab, indem Sie auf die Manager der freien Wirtschaft zeigen und sagen "die haben aber viel mehr!"

Die haben aber auch Jobs mit Risiko und echten Märkten auf denen deren Firmen bestehen müssen.
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15.09.2008 13:47 Uhr von immerganzruhig
 
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Wahlkampf-Getöse ala Blöd-Zeitung...
Und lenkt ja sooo schön vom eigenen Dreck am Stecken ab.
Dabei sollte die politische Kaste zuerst mal unter Ihresgleichen
ausmisten.Da geb ich Kdm1 recht.
Wer hockt denn in allen möglichen und unmöglichen Aufsichtsräten,Organisationen und Vereinen?
Wenn man sich mal näher mit der Thematik beschäftigt, kommt der Verdacht einer Parteiendiktatur schnell auf.......
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15.09.2008 13:56 Uhr von Loxy
 
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@ lopad: Wahnsinn... und das hat der Wiedeking alles ganz alleine gemacht?
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15.09.2008 14:56 Uhr von KillerEngine
 
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das ist nun mal so: warum sind solche top leute denn bei den entsprechenden unternehmen? weil sie gut sind. sonst würden sie ihnen wohl nicht so viel zahlen. wenn ein fussballspieler gut ist, bekommt er auch astronomisch hohe angebote von anderen vereinen. warum sollte das bei den wenigen stellen im top management anders sein? ich bin mir nicht so sicher, ob das von der politik eine gute idee ist, den konzernen da vorschriften zu machen. und selbst wenn die gehälter gedeckelt werden, werden sie den rest über umwege (eigene tochterunternehmen oder sowas) verdienen. da lassen sie sich schon was einfallen. aktion -> reaktion. leuten, die ahnung von geld haben, fällt da immer etwas ein. dafür gibt es genügend legale möglichkeiten.
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15.09.2008 14:58 Uhr von lopad
 
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@Loxy: Er hat die Umstrukturierungmaßnahmen, die Porsche aus den Roten Zahlen holte, aufjedenfall erst auf den Weg gebracht.

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