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Lockheed Martin F-35: Australische Rüstungsexperten kritisieren die Kaufoption

In Australien steht 2009 die Entscheidung an, womit man die in die Jahre gekommene F-111-Flotte der Luftstreitkräfte ersetzen soll. Als aussichtsreichster Kandidat galt bisher der F-35 Joint Strike Fighter. Der milliardenschwere Auftrag steht jedoch in der Kritik von Experten.

Zusammengefasst ist den Australiern das US-amerikanische Produkt zu schwer und untermotorisiert - bei computergestützten Vergleichstests unterlag die F-35 sogar dem aktuellen Mehrzweckkampfjet aus dem russischen Hause Sukhoi, der Su-35.

Australiens Verteidigungsminister Joel Fitzgibbon hat jedenfalls reagiert und aufgrund der vernichtenden Expertenurteile neue Beratungen zum Thema angekündigt: nächstes Jahr soll dann die Entscheidung gefällt werden, ab 2014 würde der Auftrag dann anlaufen.


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WebReporter: vostei
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Rüstung, F-35
Quelle: www.smh.com.au

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.09.2008 13:16 Uhr von vostei
 
+1 | -0
 
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Die aktuelle Version derSu-35 wird bislang an China, Indien, Malaysia und Algerien vertickt - im Vergleich zum Eurofighter und der F-35 gilt sie fast schon als Sonderangebot - das Eurofighter-Konsortium hat sich jedoch "etwas" im Zeitplan verzettelt, somit dürfte das für die Aussies keine Option sein...
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14.09.2008 17:06 Uhr von marshaus
 
+1 | -1
 
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sie muessen ja nicht unbedingt bei den amerikanern einkaufen oder duerfen sie nur dort kaufen.......
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14.09.2008 17:55 Uhr von Raptor667
 
+2 | -5
 
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und wieso nehmen die Aussis nicht die F-22? Die kommt der F-111 Raven von der Aufgabenverteilung am nähsten...und von Untermotorisierung kann man bei der F-22 sicher nicht sprechen...(überschall ohne Nachbrenner...da sieht die SU-35 alt aus ^^)
Vorraussetzung ist natürlich das die Amis die F-22 auch exportieren werden...
Die F-35 soll ja die AV8-B Harrier II ablösen welche ja auch schon einige Jahre auf den Tragflächen hat.
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14.09.2008 17:57 Uhr von Praggy
 
+4 | -2
 
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@marshaus: im falle eines kalten krieges gibt es dann nur ersatzteilprobleme wenn mann doch der meinung ist, sich die stellenweise bessere und vor allem günstigere russische technik zu kaufen. ich bin ja immer noch der meinung, das russische technik zwar stellenweise einfacher ist aber dafür auch unter extrembedingungen eben funktionsfähig bleibt... siehe ak47 /ak74
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14.09.2008 19:00 Uhr von TrangleC
 
+3 | -1
 
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scheint immer mehr ein Griff ins Klo zu sein: Schon komisch. Die F-35 war ja ursprünglich, neben der Rolle als Senkretstarter und "flugzeugträgertaugliche" Version der F-22 auch als Billigvariante für den internationalen Markt (oder sagen wir mal lieber den "inter-anglo-Markt") gedacht. Dann wurde so lange dran rumgedocktert bis das Ding pro Stück genau so viel kostete wie die F-22 und es wurde sogar Werbung damit gemacht dass es in den Leistungsdaten sogar besser wäre als die F-22.
Und jetzt das?

@ Raptor667: Die US-Regierung hat vor 2 Jahren oder so den Exportbann auf die F-22 aufgehoben und wollte sie auch an Australien und sogar Saudi-Arabien verkaufen, aber der US-Kongress hat sein Veto eingereicht und die Sache rückgängig gemacht.
Die Entscheidung den bann aufzuheben wurde übrigens gleichzeitig mit der Entscheidung gemacht weniger Modelle für die US-Airforce zu kaufen als ursprünglich geplant.
Viele Experten sehen das ganze als Beweis dafür dass die Militärs und Regierung eingesehen haben dass das Konzept der F-22 trotz aller toller und teurer Supertechnik überholt und altmodisch ist. Erstens ist sie als reiner Luftüberlegenheitsjäger konzipiert und hat aufgrund des relativ kleinen Waffen-Schachtes nur sehr eingeschränkte "groundattack" und "multirole" Fähigkeiten und zweitens benuzt sie ein inzwischen überholtes Konzept der Radartarnung. Inzwischen gibt es bessere und billigere Konzepte (man baut einfach große Teile des Flugzeugs aus Verbundkuststoffen, die Radarstrahlen einfach durchlassen, statt sie kompliziert abzulenken, wie bei der F-117, B-1 oder F-22) und es gibt inzwischen moderne Radargeräte die auch Stealthflugzeuge orten können.

Die Mitglieder des US-Kongresses sind über solche Sachen weit weniger informiert als die Regierung und die Generäle und sind der Werbung und Propaganda des Herstellers vom ultimativen Superflugzeug erlegen.
Die Generäle sind sauer weil sie jetzt dieses Ding bekommen das ihre Budgets über die nächsten 20 Jahre belasten wird und dessen Entwicklung in den 70ern begonnen hat, wärend die Chinesen, Russen und Europäer nicht mehr lange brauchen werden bis sie die ersten "Plastik-Flieger" entwickeln.
Der Eurofighter ist schon sozusagen der erste Halb-Plastikflieger und vermutlich kann man mit der rasanten Weiterentwicklung von Verbundwerkstoffen (zB. "Grivory", ein billiger KS dessen Leistungsdaten schon so nahe an Stahl rankommen dass man schon Messerklingen draus herstellt) mehr Stahl-Teile durch Materialien ersetzen die für normales Radar unsichtbar sind, ohne dafür speziellen Regeln der Formgebung (keine 90° Winkel etc.) folgen zu müssen die für herkömmliche Stealth-Konzepte gelten.
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14.09.2008 19:55 Uhr von NaSenHaArschNeider
 
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Ähem... *hust*: @TriangleC

1. Es wurde nie behauptet die F-35 wäre "besser" als die F-22, sie sind für verschiedene Aufgabenschwerpunkte optimiert und dementsprechend ausgelegt.

2. Die F-117 hatte ein anderes Konzept, die Stealthfähigkeit beruhte hauptsächlich auf der Form. Du meinst nicht den B-1 welcher ein Überschallbomber ist sondern den B-2, das ist ein auf Stealtheigenschaften optimierter Bomber. F-22 und F-35 haben etwa vergleichbare interne nutzlasten, können aber auch beide extern Waffen oder Zusatztanks mitführen (Vergrößert aber den Radarquerschnitt).

3. Die F-22 hat einen extrem hohen Verbundstoffanteil in der Konstruktion.

4. Es ist egal wie "modern" ein Radargerät ist, die Physikalischen gesetzmäßigkeiten ändern sich nicht. Stealth bedeutet nicht unsichtbarkeit für Radar sondern dass es in der Praxis erst auf kürzeren Distanzen geotet wird als Ziele mit Höherem Radarquerschnitt.

5. Plastik Flieger? Der Eurofighter hat einen relativ hohen Verbundstoffanteil, bei der F-22 und F-35 ist er noch höher.
Russen und Chinesen hinken weit hinterher.

Du vergleichst was nicht vergleichbar ist.

Übrigens widersprechen sich 90° Winkel und Stealth nicht, es dürfen nur möglichst keine Flächen senkrecht zu den einfallenden Radarwellen sein.
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14.09.2008 21:19 Uhr von lopad
 
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Na dann sollln die ihre Spielsachen eben in Europa einkaufen :)

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