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Hacker dringen in CERN Forschungssystem ein

Nach britischen Medienberichten ist es Hackern gelungen in das Informatiksystem von CERN-Teilchenbeschleuniger einzudringen und dort eine Nachricht zu hinterlassen. In der Nachricht machten sich die Angreifer über das schwache Sicherheitssystem lustig und bezeichneten die Mitarbeiter als "Schüler".

Der Angriff soll am vergangenem Mittwoch verübt worden sein, also an dem Tag, an welchem CERN den weltgrößten Teilchenbeschleuniger in Betrieb nahm. Die Hacker stellten jedoch klar, dass sie das Projekt nicht behindern wollten. Viel eher sollte auf die vielen Sicherheitslücken hingewiesen werden.

Die Vorbereitungen für den Teilchenbeschleuniger dauerten knapp 20 Jahre. Durch das Projekt sollen neue Informationen über die Entstehung unseres Universums und Materiestrukturen gesammelt werden.


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WebReporter: Kenji|M
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Hacker, Forschung, CERN
Quelle: www.n-tv.de

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57 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.09.2008 16:47 Uhr von Jaecko
 
+70 | -3
 
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Warum nicht einfach alle Rechner mit sicherheitsrelevanten Daten vom Internet trennen?...
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13.09.2008 16:50 Uhr von KingPR
 
+19 | -1
 
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Jaecko: Stimme dir zu, wenn sie Internetzugang brauchen, dann sollen sie das an Computern einrichten von denen aus man keinen Zugriff auf die Steuerung des Systems hat.
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13.09.2008 17:06 Uhr von Paddex-k
 
+37 | -2
 
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Immerwieder: schön zu sehen wie sicher unsere vernetzte Welt doch ist!!
Ohne die Hacker wären schon fast alle sicherheitssystheme kollabiert. Wir sollten uns freuen, dass es kluge Leute gibt, die sich die Mühe machen gefahren zu beseitigen. Die Scherznachricht ist cool und berechtigt!!!
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13.09.2008 17:06 Uhr von Keksmehl
 
+27 | -0
 
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[Jaecko]: Alle Sicherheitsrelevanten PCs sind vom Internet getrennt, keine Angst ;o kein Hacker wird uns umbringen.. höchstens ein Marschflugkörper der direkt in den LHC fliegt
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13.09.2008 17:07 Uhr von Noseman
 
+16 | -10
 
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Ich habe keine Ahnung was die da treiben: Wie denn auch? ich kann ja nicht in jedem Studeiengang einen Doktortitel haben; nichtmal in einem ganz begrenzt umrissen Fachgebiet wie meinerthalben der Geschichte Athens in der klassischen Antike gab es, gibt es oder wird es jemals keinen Menschen geben, der alles weiss.

Aber dass ich solch offensichtlich betriebsblinden Leuten bedingungslos vertrauen soll und man hier bei SN niedergemacht wird, wenn man nur einfach mal eine UNABHÄNGIGE Überprüfung dessen wünscht, finde ich schon bemerkenswert.

Insbesondere, wenn dann Physikstudenten kommen, die den Vorgang bedingungslos verteidigen.

Ich glaub auch eher nicht, dass da was schiefgeht. Aber ich WEISS es eben nicht, und neimand kann von mir erwarten, dass ich es wissen könnte.

Zumal diePhysikhelden hier auf diesem Board, die wahrscheinlich überwiegend LK-und Pk-Schüler sind plus der eine oder andere Student das im Grunde genommen auch nicht besser beurteilen kann als ich Vollphysikspacke.
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13.09.2008 17:45 Uhr von Thingol
 
+16 | -1
 
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@woki: Mal wieder schön zu lesen, wie wissenschaftsfeindlich hier manche sind. Du verstehst nicht, was da gemacht wird und deshalb kann es sich in Deinen Augen direkt nicht lohnen. Ganz schön arm sowas.


Und was das mit dem "Einfach vom Internet trennen":Wohl noch nichts vom LHC-Grid gehört, oder? Der LHC wird pro Sekunden 600 MB Daten produzieren, und das über ein, zwei Jahre, solange, wie dieser Versuch laufen wird. CERN ist sehr gut ausgerüstet, aber mit diesen gewaltigen Datenmengen kommen die auch nicht zurrecht. Die Daten werden sofort nach Entstehung auf Serverfarmen quer über dem Erdball verteilt. Da kannste nicht einfach mal den Stecker ziehen und offline weiterarbeiten. Aber wenn man keine Ahnung hat....
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13.09.2008 17:47 Uhr von Thingol
 
+5 | -0
 
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edit: Lese gerade sogar von 1,5 GByte Daten pro Sekunde
http://www.heise.de/...

Gruß aus Kölle
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13.09.2008 17:53 Uhr von Noseman
 
+5 | -11
 
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@Thingol: "Du verstehst nicht, was da gemacht wird und deshalb kann es sich in Deinen Augen direkt nicht lohnen. Ganz schön arm sowas."

Also soweit ich das Wissenschaftsprinzip verstanden habe, läuft es wie folgt: Derjenige, der eine Behauptung aufstellt muss die erstmal beweisen; nicht der, der diese anzweifelt.

Und in dem Falle lautete die Behauptung:"Euch passiert schon nix, es ist alles ganz sicher"

Ansonsten behaupte ich mal, dass Du mir 10 Milliarden Euro schuldest, widerleg das bitte.
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13.09.2008 18:31 Uhr von phil_85
 
+7 | -0
 
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hmmm: "Glück gehabt, dass die Hacker nur darauf hinweisen wollten, dass der LHC nicht so sicher ist wie erwartet. Hoffentlich rüsten die CERN Mitarbeiter da nach."

Also ehrlich, der LHC ist sicher, denn das ist der Teilchenbeschleuniger, nicht die Kontrolle desselbigen. Ferner bezweifle ich stark, dass die Kontrolleinheit ans Internet angeschlossen ist.

Die Datenverarbeitung ist dagegen an das Internet angeschlossen und es wurde das sogenannte "Grid" gebildet, welches die Daten auswertet und an dem sich verdammt viele Rechner ähnliche dem SETI-Programm beteiligen...Ohne dieses Grid wäre eine Auswertung der Daten quasi unmöglich.
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13.09.2008 18:36 Uhr von Noseman
 
+1 | -13
 
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13.09.2008 18:37 Uhr von phil_85
 
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@Noseman: Also ich bin zwar "nur" so ein unwissender Pysikstudent, aber eigentlich kann man alles, was zum Verständnis dieses Experiments nötig ist, tatsächlich in der Uni lernen...Teilchenbeschleuniger gehören zum Fundamentalwissen, ebenso die ART und das Verhalten von schwarzen Löchern (woraus unweigerlich die folgt, dass jeder Physikstudent weiß, dass diese mikrolöcher keine Gefahr darstellen)

Das einzige, wo du recht hast: Die Superstringtheorie in allen Einzelheiten verstehen wohl nur Personen, die sich damit einige Zeit beschäftigt haben.

Aber das Wissen um diese Superstringtheorie ist nur zur Auswertung der Daten nötig und für die Idee zum Experiment! Der Teil, der so kompliziert ist, ist eine extrem schwache Kraft, die nur auf Subatomarer Ebene Effekte zeigt.


Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Personen von ihrem begrenzten Fachwissen auf einem Gebiet, worüber man nicht alles wissen kann, da die Zeit schon lange vorbei ist, darauf schließt, was die Personen, die eine der allgemeinsten überhaupt möglichen Ausbildungen genießen, wissen können projezieren.

Kein Physiker weiß alles...aber jeder Physiker weiß die Grundlagen einer jeden Theorie und das Vermögen sich in neue Theorien innerhalb kurzer Zeit einzuarbeiten.
Aber ich erwarte nicht von Personen, deren Studium primär aus Auswendiglernen bestand dies zu verstehen...
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13.09.2008 18:45 Uhr von phil_85
 
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@Noseman:
Physiker sind KEINE Informatiker!
Auch wenn die meisten Physiker tatsächlich sehr gut mit PCs umgehen können und teilweise programmieren können (ohne zumindest rudimentäre Programmierkenntnisse und Know-How im IT-Bereich wäre ein Physikstudium heute nicht mehr zu bewältigen...)

Mich würde es stark wundern, wenn die Steuerung des Systems ans Internet angeschlossen ist...das ist ja noch nichtmal im BESSY hier in Berlin der Fall.
Zudem wurde NICHTS dergleichen mitgeteilt.

@Wok!:
Also mal ehrlich, wenn man so an die Forschung rangegangen wäre, dann würden wir uns immernoch in Höhlen tummeln und Mammuts die Klippen runterjagen...klar, das ist jetzt übertrieben, aber bei den allermeisten Entdeckungen wurden Mrd investiert ohne zu wissen, ob sie mal was bringen...und später brachten sie dann doch was.

Hier dürfen wir uns wohl nicht allzuviele Anwendungen erhoffen, aber die Erkenntnis endlich alle Teilbereiche der Physik vereint zu haben und den Ursprung des Universums zu erklären ist diese Investition wert, finde ich. Insbesondere wenn man sieht, wofür sonst so Mrd an Steuergeldern verschwendet werden.
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13.09.2008 18:45 Uhr von phil_85
 
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@Noseman:
Physiker sind KEINE Informatiker!
Auch wenn die meisten Physiker tatsächlich sehr gut mit PCs umgehen können und teilweise programmieren können (ohne zumindest rudimentäre Programmierkenntnisse und Know-How im IT-Bereich wäre ein Physikstudium heute nicht mehr zu bewältigen...)

Mich würde es stark wundern, wenn die Steuerung des Systems ans Internet angeschlossen ist...das ist ja noch nichtmal im BESSY hier in Berlin der Fall.
Zudem wurde NICHTS dergleichen mitgeteilt.

@Wok!:
Also mal ehrlich, wenn man so an die Forschung rangegangen wäre, dann würden wir uns immernoch in Höhlen tummeln und Mammuts die Klippen runterjagen...klar, das ist jetzt übertrieben, aber bei den allermeisten Entdeckungen wurden Mrd investiert ohne zu wissen, ob sie mal was bringen...und später brachten sie dann doch was.

Hier dürfen wir uns wohl nicht allzuviele Anwendungen erhoffen, aber die Erkenntnis endlich alle Teilbereiche der Physik vereint zu haben und den Ursprung des Universums zu erklären ist diese Investition wert, finde ich. Insbesondere wenn man sieht, wofür sonst so Mrd an Steuergeldern verschwendet werden.
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13.09.2008 18:47 Uhr von Noseman
 
+2 | -4
 
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Das ist doch gerade der Knackpunkt, worum es: mir geht!

Natürlich kann sich theoretisch jeder da reinarbeiten. Die Zeit hat aber nicht jeder, von der mentalen Kapazität mal abgesehen.

Deshalb ist meine Forderung die, dass Experimente, die ja nicht nur irgendwelche Spinner ohne Schulabschluss, sondern auch ein paar ausgebildete Physiker für bedenklich halten, von einer unabhängigen Behörde beurteilt werden.

So `ne Art TÜV halt.

Bei den Atombombenversuchen (ein Beispiel unter vielen) wurde auch gesagt, dass nix passieren kann, und es war simpel und einfach erstunken und erlogen.

Ist das so schwer zu verstehen, dass man (zumal als Mensch mit Familie) nicht jedem Technokrat einfach alles einfach so abkauft, sondern sich absolut vergewissern will?
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13.09.2008 18:51 Uhr von Noseman
 
+2 | -5
 
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LOL: "Physiker sind KEINE Informatiker!"

Ja eben!

So ein Unternehmen ist hochkomplex. Dasss da alles gut abläuft, ist also von einem Team abhängig.

Nun zeig mir mal ein einziges Team in der Weltgeschichte, egal in welchem wissenschaftlichen, sportlichen, politischen oder sonstigem Fachgebiet, was auch nur für kurze Zeit fehlerfrei arbeitete...
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13.09.2008 19:06 Uhr von RENAURUS
 
+5 | -1
 
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schaut mal was die dort gemacht haben^^

http://www.isnichwahr.de/...
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13.09.2008 19:11 Uhr von phil_85
 
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Hmmm: Tjaja, es ist schon wirklich interessant, was hier für Müll erzählt wird.

Es waren Physiker, die vor den Auswirkungen der Atombomben gewarnt haben!
Es waren Physiker, die nur unter Protest und enormen Druck von politischer Seite die Atombombe entwickelt haben.

Dahingegen waren es Politiker, die die Atombombentests gefordert haben, die die Atombomben abgeworfen haben und sogar den Panamakanal mit Atombomben erweitern wollten! Natürlich wurden die Details dann von Ingenieuren und Physikern ausgearbeitet, aber es war nicht ihr Wunsch!

So, nun zum LHC und den schwarzen Löchern. Ich erkläre es gerne zum 25. mal:
WENN im LHC ein schwarzes Loch entstehen sollte, enstehen sie zu tausenden in jedem Moment in der Atmosphäre. Also schauen wir uns mal an, wieso das schwarze Loch im LHC gefährlich sein sollte.

Schwarze Löcher dieser größe zerstrahlen aufgrund der Hawkingstrahlung innerhalb von Augenblicken, wenn sie nicht sofort Materie aufsaugen können in Mengen.
Nun fragen wir uns mal: Gibt es im LHC Materie? Tatsächlich gibt es dort Materie...allerdings weniger als im Universum (das Vakuum des LHC ist besser als das des Universums...krass oder?). Die Wahrscheinlichkeit, dass hier also genügend Teilchen aufgesaugt werden ist so gering, dass man sie vernachlässigen kann.

Aber es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, das stimmt...also vergleichen wir das doch mal mit denen in der Atmosphäre.

Wie lange prallen dort schon kosmische Strahlung und Protonen usw auf die Atmosphäre und erzeugen schwarze Löcher? Korrekt, einige Mio Jahre, solange wie es eben die Atmosphäre gibt (bzw eigentlich solange, wie es die Erde gibt...die Atmosphäre ist sogar eine Art Schutz). Gleichzeitig ist dort die Teilchendichte um einige Größenordnungen (so 5-10 würde ich sagen) höher als im LHC.

Nun, wenn im LHC ein schwarzes Loch ensteht, was uns alle vernichtet, ist es ja ein ungemeines Glück, dass wir bisher NICHT verschluckt wurden...

Was lernen wir daraus? Entweder der Wissenschaftler ist ein Hellseher oder er ist ein Idiot, der nur Aufmerksamkeit will...

Ich sage hier mal nicht, dass der bekannteste Vertreter dieser "Weltuntergangstheorie" aus Texas kommt, wo noch immer gelehrt wird, dass der Mensch von Gott geschaffen wurde...


Also nochmal: Wieso sollten wir auf wenige Personen, die sich OFFENSICHTLICH NICHT mit der Theorie auskennen hören und nicht auf den wesentlich größeren Teil, die die Theorie entwickelt haben?


Zu dem "Ja eben!"...Physiker entwickelten die Theorie und die Idee, Ingenieure bauten den LHC und Informatiker die Informationstechnik. Vermutlich haben sowohl beim Bau als auch bei der Informationstechnik einige Physiker mitgeholfen.

Aber mal ehrlich, was hat die Tatsache, dass die Sicherheitsleute ein Leck offen gelassen haben damit zu tun, dass die Physiker angeblich seit etwa 100 Jahren Müll rechnen und alle zutreffenden Experimente bisher reiner Zufall waren und wir gleich von schwarzen Löchern verschlungen werden, die an anderer Stelle (die wie oben gezeigt gefährlich ist) nichts ausrichten?!
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13.09.2008 19:20 Uhr von Noseman
 
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Das ist nicht Dein Ernst: "Es waren Physiker, die vor den Auswirkungen der Atombomben gewarnt haben!
Es waren Physiker, die nur unter Protest und enormen Druck von politischer Seite die Atombombe entwickelt haben.

Dahingegen waren es Politiker, die die Atombombentests gefordert haben, die die Atombomben abgeworfen haben und sogar den Panamakanal mit Atombomben erweitern wollten! Natürlich wurden die Details dann von Ingenieuren und Physikern ausgearbeitet, aber es war nicht ihr Wunsch!"

Teller und Bormann, beispielsweise, waren Politiker? Die haben ihre Arbeit nur unter enormen Druck getätigt?

Die hätten nicht nur ihre Großmutter, sondern ihre Ehefrauen und Kinder verkauft, um ihe Idiotie durchzuziehen.
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13.09.2008 19:23 Uhr von Niebi...
 
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meine meinung 1. für das das sie eine maschine haben mit der man möglicherweiße ein schwarzeloch erzeugen könnte das die erde verschlingt sollten sie sich schämen ein so unzureichendes sicherheitssystem zu haben oder wenigstens so klug seine s vom internet zu nehmen!
2. hätte ich als hacker denen mal so richitg die meinung gegeigt und dazu noch (nicht schlimmes irgendwas harmloses wie einen neustart der rechner oder so) verursacht. weil das ist ja wirklich eine bodenlosigkeit. jede bank hat n besseres sicherheits system als ein teilchenbeschleuniger der schlimmer als jede atombombe werden kann..
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13.09.2008 19:37 Uhr von Slaydom
 
+3 | -0
 
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@wok: Es ist nicht nur da, um das Universum zu kapieren...
Sie versuchen tatsächlich auch nutzen davon zu erzielen, denn wenn man weiss ich wie teilchen funktionieren, könnte man tatsöchlich ein antrieb auf der basis erfinden
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13.09.2008 19:52 Uhr von phil_85
 
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@Niebi: Willst du es nicht verstehen?! Es ist PHYSIKALISCH UNMÖGLICH dass das schwarze Loch, das VIELLEICHT entsteht der Erde gefährlich wird...
Die Kontrolle des Experiments ist vom Internet entkoppelt!

@wok!: Das stimmt, klar, irgendwann bringts nix mehr, das Geld ist sicherlich an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt...aber solange noch unwichtigere Sachen gefördert werden, kann man ruhig die "finale" Theorie beweisen, finde ich.
Energieprobleme? Ja, stimmt, die haben wir (naja noch nicht, aber in absehbarer Zeit) aber hier ist die staatliche Förderung um ein VIELFACHES höher als die Beteiligung am LHC! Die Subventionen für unsinnige Technologien...Aber Fusionsenergie wird weiter zusammengekürzt.
Umweltschutz? Klar gerne, aber bitte erstmal die Industrie und Schwellenländer wie China dazu zwingen...was unsere Regierung zum Umweltschutz propagiert ist falsch und verlogen (siehe Umweltzonen)
Mangelnde Ausbildungsplätze? Naja, so 100% stimmt das leider nicht und die Regierung kann hier wenig machen. Ausbildungsplätze werden zu tausenden nicht besetzt, weil die Schüler zu dämlich sind bzw nichts inner Schule gelernt haben...dieser Umstand ist meist auf das Elternhaus zurückzuführen, wo die Regierung relativ wenig machen kann.

Alles noble Wünsche von dir, aber völlig unangebracht hier.

PS: Die Geldmittel kamen nicht direkt vom Bund sondern aus Forschungsmitteletats, die nichts mit den von dir aufgeführten Bereichen zu tun haben (außer Energietechnik...wobei hier sich die großen Konzerne sperren und da traut sich keiner ran).

@noseman: Es stimmt schon, es gibt Wissenschaftler, die alles für ihr Wissen tun (nicht nur in schlechten Filmen) aber die wirklich wichtigen Wissenschaftler, die man auch kennt (Einstein, Oppenheimer und Co) und ohne die -- wie ich behaupten möchte -- die Entwicklung nicht möglich gewesen wäre oder wesentlich länger gedauert hätte (und damit obsolet geworden wäre), hatten sich geweigert!

@Slaydom: Ein Antrieb auf welcher Basis? Die Experimente im LHC haben eigentlich keinerlei Anwendungsbezogenen Sinn.
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13.09.2008 19:54 Uhr von FirstBorg
 
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@viele: @niebi
Nein, der Teilchenbeschleuniger ist nicht schlimmer als jede Atombombe... Die größte Energie wird das LHC haben wenn es Bleikerne zusammenballert. Dann entstehen laut theorie ca. 1 PeV an Energie. das sind 10 hoch 15 eV, 1000 Tera eV. Ziemlich große Zahl. 1eV entspricht grob 10 hoch -19 Joule (das ist die geläufige Einheit der Energie). Wenn wir also 10 hoch 15 mal so viel haben, dann haben wir also am Ende 10 hoch -4 Joule. Also 100 mikrojoule an Energie. Nun... die kleinste Atombombe hat 11 kT TNT Äquivalent . 1 kT entspricht 4,6 MJ, also MEGAjoule. das sind 4.6 mio joule. Das ist ca. 100 mrd mal mehr Energie. Anders betrachetet, das LHC kriegt nur Energien hin die ca. 100 mrd. mal schwächer sind als die SCHWÄCHSTE Atombombe. War wohl nix mit schlimmer als jede Atombombe.

@Wok
Naja, es wurden schon Satelliten hoch geschickt um zu sehen wie es da aussieht... um zu sehen ob die Theorie zum Anfang des Universum stimmt...
Wenn das LHC tatsächlich das Higgs Boson nachweisen kann, dann sind wir einen Schritt näher an der "Theorie von Allem". Und diese könnte tatsächlich dazu führen das man Möglichkeiten findet um z.B. Energie- und damit auch Hungerprobleme zu lösen. Klar, das wird vermutlich einiges kosten, aber dafür kann man nicht die Physiker verantwortlich machen, sondern allein die Politiker und geldgeilen Top Manager etc.

@Noseman
Das problem beim versichern das nichts passiert ist, das der "Beweis" von der "normalen" bevölkerung nicht verstanden wird. Ich hoffe ja das niebi meine Erklärung versteht. Und wenn das Volk es nicht versteht, dann hat es natürlich Angst. Das ist die menschliche Natur, vor etwas Angst haben das man nicht versteht. Das Volk kann nun anfangen Physik zu studieren, aber wenn es keine Lust darauf hat, dann sollte es den verantwortlichen des Projekts auch trauen, schließlich haben die das Jahrelang studiert und dann noch viele Jahre mehr daran gearbeitet. Klar, es besteht die geringe Wahrscheinlichkeit das ein Schwarzes Loch entsteht, aber wie phil schon schrieb, im Beschleunigerring gibt es keine Materie zum ansaugen. Das SL wird so klein sein, und dadurch so wenig Schwerkraft haben das noch ehe es sich quasi an die Wand zieht, es schon lange verdampft ist. Und noch dazu passiert sowas in jeder Sekunde in der oberen Atmosphäre des Planeten, und wir sind alle immernoch hier.

Aber das Volk hat nunmal Gefahr gerochen und lässt sich nicht beruhigen... Wenn es keinen Vertrauen hat zu den Leuten die das betreiben... tja, pech gehabt. Vielleicht sollte ich anfangen Anti Schwarzes Loch Spray zu verkaufen. Das muss man sich dann alle 6 Stunden auf den Kopf sprühen, dann kann einem das Schwarze Loch aus dem LHC nichts anhaben.

Und was die Atombombe angeht... Physiker haben sie gebaut. Teller und Oppenheimer waren natürlich doch etwas neugierig was das wird... normal, schließlich ist das der Forscherdrang. Aber vor der Sprengkraft selber haben sie auch die Politiker gewarnt, speziell Präsident Trueman. Der hat trotzdem die Bombe fallen lassen, nicht die Physiker.
Es gab während der Entwicklung allerdings bedenken das die Kettenreaktion die gesamte Atmosphäre in Brand setzen würde. Allerdings wurde die Wahrscheinlichkeit dafür auf so klein berechnet das es eigentlich nicht nennenswert war. Und siehe da... hunderte Atombombentests später ist die Atmosphäre immernoch da.
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13.09.2008 20:04 Uhr von FirstBorg
 
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korrektur: Muss mich eben bei der Berechnung der Energie korrigieren, hatte mich verguckt. Also 1 KT entspricht nicht nicht 4.6 Megajoule, sondern sogar 4.1 Terajoule. Also hat die kleinste Atombombe sogar 41 Terajoule, nicht nur 4.6 Megajoule. Damit ist die Energie des LHC sogar noch weiter entfernt von der kleinsten Atombombe.
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13.09.2008 20:08 Uhr von phil_85
 
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@Firstborg: Deine Darstellung mit der Energie ist etwas ungenügend, da bei einem schwarzen Loch nicht unbedingt die energie zählt, sondern die Masse.

Man könnte sich ja mal den Spaß machen und die maximale Masse berechnen und den daraus resultierenden Ereignishorizont (der Bereich, in dem Photonen eingefangen werden kann...ein Anhaltspunkt dafür, wie "saugstark" das schwarze Loch ist). Dieser Ereignishorizont dürfte kleiner sein als ein Atom (genaue Berechnung möchte ich hier jetzt nicht anstellen).

Als Beispiel mal wie groß ein schwarzes Loch wäre, das die Masse des Mondes hat: ~0,1mm. Wieviel schwerer ist ein Mond als ein ionisiertes Bleiatom? Oder derer zwei?

Und jetzt stellt euch mal vor, wieviele Teilchen so in dem LHC rumschwirren: Ich gehe mal von einem XHV aus, das sind weniger als 10^4 Teilchen pro cm^3. Als vergleich hierzu der Normaldruck: 2,7*10^19. Mittlere freie Weglänge beträgt >10^5 km...die mittlere freie Weglänge ist der Weg, den ein Teilchen zurücklegen kann, bis es auf ein anderes trifft.

Und jetzt zähl mal 1 und 1 zusammen: wird ein Teilchen auf das schwarze Loch treffen? Neeeee, und selbst wenn: eins reicht nicht aus...


Also nochmals die Frage: Wieso sollte ein schwarzes Loch im LHC gefährlich sein, wenn selbst bei ungeschützter Befeuerung der Erde vor Jahrmillionen (als noch keine Atmosphäre bestand) die mini schwarzen Löcher die Erde nicht verschlungen haben?

Was ist also gefährlich: Ein Phänomen, was nichts ausrichten KANN oder eins, was mal eben ganz Städte auslöschen kann?
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13.09.2008 20:11 Uhr von phil_85
 
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Ups: bin inner Zeile verruscht: Teilchenbeschleuniger haben meist "nur" ein UHV, damit muss man ein paar Zahlen anpassen:

Teilchendichte: 10^4-10^9 (beim LHC wohl eher 10^4, selbst inner Uni im Elektronenmikroskop bewegen wir uns bei 10^5 - 10^6).
Mittlere freie Weglänge: etwa 1 bis 10.000 km.

Aber es ändert sich nicht viel...

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