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Bärtierchen benötigen im Weltraum keinen Schutzanzug zum Überleben

Sie sind winzig klein und wirbellos, auch machen ihnen Hitze und Trockenheit nicht zu schaffen. Jetzt wurde getestet, ob die Tierchen im Weltraum überleben können. Mit einem Forschungssatelliten der ESA hatte man die Bärtierchen ins All befördert. Das geschah im Jahr 2007, SN berichtete.

Man setzte sie dem Vakuum, der Sonnenstrahlung sowie der kosmischen Strahlung aus. Dabei zeigte sich, dass viele Tierchen überlebten, manche trotz der ultravioletten Strahlung der Sonne, die im All das 1000-fache dessen auf der Oberfläche der Erde beträgt. Sogar die Fortpflanzung war danach gegeben.

Allerdings sei es noch ein Geheimnis, wieso die Bärtierchen das Ganze überlebten. Die winzigen Tiere findet man auf der Erde überwiegend dort, wo es feucht ist. Die Tiere, die kleiner als zwei Millimeter sind, gibt es im Süßwasser aber auch im Meerwasser.


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WebReporter: E-WOMAN
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Schutz, Weltraum
Quelle: www.stern.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.09.2008 16:48 Uhr von mcdead
 
+18 | -1
 
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unglaublich: diese widerstandsfähigen biester. bin mal gespannt was wir noch
von den tieren lernen können.
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11.09.2008 17:08 Uhr von all-in
 
+9 | -6
 
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Mhhh Ich denke Mal man kann sagen, dass die Wissenschaftler, die vermuten, dass das Leben aus dem Universum auf die Erde kam, ein Argument für diese Hipotese geliefert bekommen haben.
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11.09.2008 17:14 Uhr von meisterallerklassen
 
+5 | -1
 
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Bemerkenswert! Hier ist aber noch eine genauere Quelle, wen es interessiert:

http://science.orf.at/...
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11.09.2008 17:41 Uhr von DerBibliothekar
 
+12 | -6
 
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Ist Gott also: Ein Bärentierchen?
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11.09.2008 17:51 Uhr von sedy
 
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wer weiß..vielleicht kamen die auch von außerhalb und paar von denen freuen sich nun wieder "daheim" zu sein :D
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11.09.2008 18:11 Uhr von S-Lost
 
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Tierquälerei: ;-)
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11.09.2008 18:15 Uhr von CHR.BEST
 
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Vermutlich war die Urerde, als diese Tierchen entstanden sind, ebenfalls ein recht extremer Ort ... survival of the fittest.

Immerhin läßt dieser Umstand hoffen, daß es vielleicht doch außerhalb der Erde noch anderes Leben im Sonnensystem (z. B. auf dem Mars oder in Jupiter-Monden) gibt. Oder aber es könnte mithilfe solcher "robuster" Lebensformen gelingen, diese eigentlich lebensfeindlichen Umwelten zu "begrünen".
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11.09.2008 18:46 Uhr von matthiaskreutz
 
+3 | -4
 
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Sind sicher ALIENS die die Erde übernehmen wollen!
Psssst aufpassen.
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11.09.2008 18:51 Uhr von E-Woman
 
+1 | -2
 
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@CHR.BEST: guter Gedanke :-)

Auszug Wikipedia:

Neben einigen Funden aus dem frühen Erdaltertum sind nur einige in Bernstein erhaltene Individuen aus dem späten Erdmittelalter bekannt.

Das Paläozoikum, auch Erdaltertum, ist das älteste der drei Erdzeitalter (Ären) in die das Äon Phanerozoikum innerhalb der geologischen Zeitskala geteilt wird. Es umfasst den Zeitraum von 542 Millionen Jahren bis 251 Millionen Jahren vor der Gegenwart.
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11.09.2008 18:57 Uhr von Botlike
 
+3 | -0
 
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ich hätte jetzt daran gedacht ihren "Schutzmechanismus" für andere Zwecke zu benutzen. Leider lautet ein Auszug aus der Originalquelle "Von allen Tieren überlebten nur drei Exemplare der Art Milnesium"


Also keine Garantie, dass man mit einem Bärtierchen-Anzug überleben würde ;-)
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11.09.2008 20:15 Uhr von [email protected]
 
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Bei 2 Kelvin: Sollen diese Tierchen noch überlebt, bzw sich fortgepflanzt haben? Kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, da allein den Gesetzen der Physik zu Folge die Wärmeschwingungen der Atomrümpfe soweit abnehmen, dass dort lebende Materie wohl im wahrsten Sinne elementar "erstarrt".

Vll kann uns hier jemand aufklären! :)
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11.09.2008 20:57 Uhr von Bluti666
 
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Nach dem Weltraum werden sie dann noch in der Urknallröhre in Cern getestet, wenn sie das bestehen, kann man aus ihnen den perfekten Soldaten züchten^^
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11.09.2008 21:06 Uhr von chip303
 
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Diese netten Urtierchen Einzeller, leben ebenso in der See unterhalb der Antarktis sowie an glühend heissen Vulkanschloten. Letztendlich sind die Einzeller der Motor der Erde. Da sie sich nicht "pflanzlich" ernährend, sondern ihre "Nährstoffe" aus dem "Knacken" von Methan oder Kohlenstoffverbindungen beziehen, wundert es mich nicht, dass sie da oben überleben. Nur weil für UNS der Lebensraum feindlich ist, kommen andere sehr gut damit klar.

Man muss sich nur bewusst werden, dass wir eben nur ein von vielen Versuchen von Miss Evolution sind. Und dass im Extremfall, wenn wir so weiter machen, Mutter Natur auch ohne uns klar kommt ;)

By the Way: Warum überleben Kakerlaken ohne Probleme Hunger oder radioaktive Strahlung ????

Sehr gut nachzulesen in: Frank Schätzing - Nachrichten aus einem unbekannten Universum (nein, kein Krimi, sondern eine Doku über die Tiefsee)
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11.09.2008 21:30 Uhr von [email protected]
 
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@chip303: Das war nicht die Antwort auf meine Frage (vll wars auch nicht deine absicht :P).
Ich hab mich einzig und allein auf die dort oben herrschenden Temperaturen bezogen, Strahlung und andere Unannehmlichkeiten können sicherlich irgendwie überwunden werden.. aber bei knapp über dem absoluten Nullpunkt, steht alles Leben still.
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11.09.2008 21:34 Uhr von Shedao Shai
 
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@chip303 @[email protected]: @chip303
die kleinen viecher erreichen größen im hunderte mikrometer bereich, sind also teilweise sogar mit dem auge sichtbar... nicht so wirklich einzeller^^

@[email protected]
die tierchen gehen, wenn die äußeren umstände entsprechend fies sind, in einen zustand namens kryptobiose. der stoffwechsel hört praktisch auf, fortpflanzung sowieso ;) erlaubt die umgebung dies, können sie aber mit einer sehr guten chance wieder lebendig werden und sich eben fortpflanzen.
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11.09.2008 21:46 Uhr von chip303
 
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@Ahedeo Shai ich hab schlechte Augen, verspreche aber, ab jetzt vermehrt auf Einzeller zu achten :)

Ich hab übrigens nicht Biologie studiert (ich könnt nen Hasen nicht von ner Krähe unterscheiden), sondern habe nur zu erklären versucht, dass "Miss Evolution", als quasi die Kollegin von Mutter Natur, sich mit Sicherheit den einen oder anderen Trick hat einfallen lassen....
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11.09.2008 22:21 Uhr von menschenhasser
 
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was: zum teufel sind bärtierchen???
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11.09.2008 23:45 Uhr von pentam
 
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@ menschenhasser: [Biologenklugscheissmode]
Bärtierchen sind lustige kleine Viecher die einem gelegentlich beim Untersuchen von Bodenproben durchs Binokular/Mikroskop tapern. Sie sind zwischen einigen Mikrometern und 1,5 Millimeter groß, sehen aus wie Raupen, denen einige Beinpaare fehlen, und wurden wegen ihrer komisch aussehenden Fortbewegungsart Bärtierchen getauft.
Die sind so eigentümlich, dass sie sogar einen eigenen Tierstamm (mit etwa 1000 bekannten Arten) bilden. Zum Vergleich ein anderer Stamm sind Gliederfüßer (dazu gehören sämtliche Insekten, Spinnen, Krebse,...) mit etwa dem tausendfachen an bekannten Arten (ca. 1 Mio.).
[/Biologenklugscheissmode]
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12.09.2008 01:43 Uhr von nepomuck1
 
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Aber: wielange sie dem all ausgesetzt waren würde mich intressieren.das find ich hier nicht..2 sec, 60 sec ,2 tage, 1 woche oder 1 jahr????
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12.09.2008 07:58 Uhr von krausenbaum
 
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@CHR.BEST: nee, is klar!
bärchenplanete ;o))
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12.09.2008 16:06 Uhr von CHR.BEST
 
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@ krausenbaum: Hältst du das für so abwegig? Umsonst sterilisieren NASA und ESA ihre Planetensonden nicht, um die Messergebnisse später nicht zu verfälschen.

Bakterien und andere einfachste Lebensformen (wie z. B. Plankton) bilden immer die Grundlage für höhere Lebensformen. Wichtig ist nur, daß tote Materie wie Mineralien und Methan in Biomasse verwandelt werden. Da auf dem Mars nun definitiv Wasser gefunden wurde und dieses zumindest zeitweise (ähnlich wie in der Arktis) flüssig ist, könnten womöglich Bakterien oder Bärtierchen dort überleben.
Oder eventuell im Innern des Mondes Europa, der von einem kilometerdicken Wassereispanzer umgeben ist (= prima Schutz vor Strahlung) und im Kern durch die Gezeitenkräfte des Gasriesen Jupiter vermutlich flüssig ist.

Flüssiges Wasser + eine Energiequelle, mehr braucht Leben nicht um zu wachsen und zu gedeihen.
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12.09.2008 19:32 Uhr von Moppsi
 
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Wer sollte auch für diese winzig kleinen Eumels: winzig kleine Schutzanzüge anfertigen?
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12.09.2008 20:15 Uhr von MMafio
 
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Faszinierend aber nicht überraschend: Es ist in der Biologie schon länger bekannt das Organismen, die sehr simpel aufgebaut sind oft in extremer Umgebung überleben können. Man fand auch kleine Organismen an Vulkanquellen im Meer, wo das Wasser an solchen Stellen über 800 Grad und mehr betragen kann.

Je komplexer jedoch ein Lebewesen ist, umso mehr beginnen andere Faktoren eine Rolle zu spielen. Je komplexer ein Wesen, desto anfälliger ist es bei extremen Änderungen der Umwelt. Es braucht ein stabiles Umfeld. Wir würden eine Eiszeit zum Grossteil nicht überleben, jedoch Bakterien, Viren, Pilze, all dies würde wahrscheinlich auch noch extremere Bedingungen standhalten.

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