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Panne: LCD-Fernseher für 199,99 Euro bei "Quelle"- Rechtsstreit

Der Internetshop von "Quelle" bot einen LCD-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 119 cm an.

1.000 Kunden Bestellten sofort dieses Schnäppchen, welches eigentlich 1999,99 Euro kosten sollte. Quelle versucht nun über den Gerichtsweg an das restliche Geld zu gelangen. Der Sprecher von "Quelle" steht den Prozessen sehr zuversichtlich gegenüber, da schon einige ähnliche Prozesse gewonnen wurden.

Marco P. gewann bereits seinen Prozess und muss nicht nachzahlen. Sein Anwalt vertritt weiter zwölf Kunden, die insgesamt 52 Geräte erwarben.


WebReporter: Lappi123
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Fernsehen, Recht, Panne, Fernseher, Quelle, Rechtsstreit, LCD
Quelle: www.bild.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.09.2008 12:57 Uhr von Lappi123
 
+0 | -0
 
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Ich finde nicht das die Kunden des Internetshops dafür bezahlen müssen das Quelle Fehler macht. Wie sagt schon das Sprichwort aus Fehlern lernt man. Lappi
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11.09.2008 14:03 Uhr von Pyromen
 
+6 | -4
 
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quelle: ist scheisse, hoffe die leute müssen nich nachzahlen
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11.09.2008 14:10 Uhr von Fleischor
 
+6 | -1
 
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Nun, im Vertragsrecht dürfen grobe und offensichtliche Fehler AFAIK einseitig geändert werden, sodaß der Kunde hier schlichtweg Pech hat.
Wenn ein neuer Arbeitgeber beim Stundenlohn anstatt z.B. 12,00€ versehentlich das Komma verrutschen lässt, dann ist diese Änderung soweit ich weiß rechtlich zulässig.
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11.09.2008 14:16 Uhr von heavensdj
 
+4 | -1
 
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da aber in einer Shop Angabe weder zu erkennen ist ob der Wert für das objekt Rechtens beschrieben ist oder das es keine angebots ware ist, ist es nicht eindeutig ein Fehler des Verkäufers. Und somit kann Quelle einpacken, hätten die geschrieben : fätter Sony LCD mit 8 Meter durchmesser, erstmals UNTER 2000 sondern nur 180€ wäre dein Fall eingetreten!
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11.09.2008 14:18 Uhr von geilomator
 
+5 | -2
 
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12 Kunden und 52 Geräte: Da man hier erkennen kann, dass es sich nicht um normale Mengen handelt, denke ich nicht, dass die damit durchkommen.

Außerdem sollte jeder Mensch vernünftig genug sein, in dem billigen Angebot einen technischen Fehler zu erkennen.
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11.09.2008 14:23 Uhr von no_names
 
+3 | -0
 
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Vielleicht ist ja meine Brille: dreckig, aber auf dem Bild in der Quelle steht 198,99€!
Also was denn nun?

Quelle hat ein Angebot gemacht und die Kunden haben ihrerseits mit der Bestellung ein Gegenangebot gemacht. Jetzt bleibt die Frage offen, was dann passierte.
Hat Quelle geliefert zu dem fehlerhaften Preis? Oder haben sie geliefert mit dem richtigen Preis? Die Frage also, ob Quelle das Angebot/Bestellung der Kunden angenommen hatte.

Allerdings hört sich der Artikel schon an, als wenn Quelle erst nach der Lieferung und Bezahlung das restliche Geld haben will (mutmaße ich mal). Dann wäre der Kauf schon abgeschlossen gewesen... schwierig schwierig.

Haben wir hier keinen Juristen, der uns das erklären kann?
Wäre doch gut zu wissen.
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11.09.2008 14:33 Uhr von ohne_alles
 
+6 | -0
 
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BGB: "§ 119 BGB - Anfechtbarkeit wegen Irrtums
(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde."

ich räume quelle gute chancen ein.
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11.09.2008 14:41 Uhr von ohne_alles
 
+4 | -0
 
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ergänzung zu meinem kommentar:

die chancen würden gut stehen, ein nichtiges rechtsgeschäft daraus zu machen. aber eine NACHZAHLUNG können sie wohl kaum erstreiten.
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11.09.2008 15:00 Uhr von Pryos
 
+4 | -2
 
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Wir betreiben selbst: Webshops und daher weiß ich, das wenn man es in einem Webshop mit bestätigung und allem drum und dran bestellt hat. Ist es Rechtsgültig und kann nicht mit schwammigen Klauseln abgefangen werden.
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11.09.2008 15:43 Uhr von StaTiC2206
 
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sowas gabs schonmal: ein onlinehandler hatte ne aktuelle grafikkarte für hunder euro oder sowas eingestellt. das gericht entschied, dass alle kunden die mit kreditkarte bezahlt haben auch beliefert werden mussten. diejenigen die lediglich bestellt aber noch nicht bezahlt hatten sind leer ausgegangen.
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11.09.2008 15:48 Uhr von Stuffinator
 
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lol? pappnasen? hallo? fehler machen ist menschlich, habt ihr wohl vergessen?

ich kann mich ganz genau an das angebot erinnern, ich hatte es auch gefunden und mit meinen Eltern überlegt, ob wir es machen oder nicht. aber wir haben uns dagegen entschieden, da man sich eben strafbar macht, wenn man wissentlich einen fehler in einem onlinshop ausnutzt und zu beweisen, dass man es sich nicht denken konnte, dass da ein fehler vorliegt, das muss man erstmal schaffen!
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11.09.2008 16:50 Uhr von s1n
 
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lol: war bestimmt ein azubi der den falschen Preis in die Datenbank eingetragen hat! Nun darf der wohl den Rest zu zahlen oder sich eine neue Ausbildungsstelle suchen! xDD
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11.09.2008 17:03 Uhr von bigpapa
 
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quelle verliert: Im schlimmsten Fall müssen sie die Rechtskosten tragen,und dann auch noch die 200 Euro rausrücken.

Sie haben zwar den Pasus "Rückgängig wegen Irrtums" im BGB stehen, müssen aber dann für alle nachweislichen Schäden aufkommen.

Und was die "Hamsterkäufe" angeht. Die Teile werden SOO schnell preiswerter das die ersten beim Aldi die die 500 Euro grenze unterschritten haben auch im Kampfeinsatz verkauft wurden.

Ein normaler Bürger kann kaum noch zwischen Lockangebot und Irrtum unterscheiden. Ich denke das hat der Richter auch so gesehn. Vor allen da alle Vorgänge des Kaufes ausgeführt waren. Inkl. Warenversand lt. Quelle (sieh Link).

Gruß

BIGPAPA
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11.09.2008 19:47 Uhr von evil_weed
 
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§119: ich denke auch dass hier der §119 greift. anfechtbarkeit wegen irrtums. das heisst dann, dass das rechtsgeschäft nichtig ist.
quelle muss dann entweder das geld zurückgeben, oder der kunde kann den fernseher behalten.
k.A. wie das mit den versandkosten ist. wahrscheinlich muss die auch quelle übernehmen...
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11.09.2008 22:22 Uhr von bigpapa
 
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Nachtrag: Im TV gabts eine Urteilsbegründung.

Wer gezahlt hat hat gewonnen. Dann war das Geschäft von beiden seiten vereinbarungsmäss erfüllt.

Wer noch nicht gezahlt hat und auch keine Ware hat, hat verloren.

Nachforderungen sind eh ein neues Angebot und können abgelehnt werden.

Gruß

BIGPAPA
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11.09.2008 22:39 Uhr von calenleya
 
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tja: Eigentlich find ichs blöd das die meisten Leute die restlichen fast 1800€ auch noch bezahlen mussten. Denn die Käufer können ja nichts für die Blödheit von Quelle also müssten die eigentlich das restliche Geld selbst zahlen.
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12.09.2008 09:49 Uhr von bigpapa
 
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@ Fang di Katz + calenleya: @ Fang di Katz
Dein Lehrer hatte Recht und hat es noch. Aber es geht hier nicht um ein Angebot sondern um ein fast komplett abgeschlossenes Geschäft.

Und wie ich oben schon schrieb. Wenn der Kunde rechtzeitig das Geld überwiesen hat ist der Vertrag KOMPLETT GÜLTIG. Dann kann Quelle da nix mehr retten.

@calenleya Ansonsten tritt das als ein neues Angebot in kraft. Das heist, zwingen kann Quelle eh keinen die 1800 Euro zu zahlen. Entweder Rücktritt d.h. das "Kaufangebot des Kunden" wird von Quelle wegen Irrtum ihrerseits NICHT angenommen, oder der Kunde erhält ein neues Angebot über die fast 2000 Euro und kann sich dann überlegen, ja oder NEIN.

Ganz normales BWL , damals wie heute. :)


Gruß

BIGPAPA

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