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Dresden: Oberbürgermeisterin erteilt der UNESCO Demokratie-Nachhilfe

Die Oberbürgermeisterin von Dresden, Helma Orosz (CDU), ist offenbar der Meinung, dem Direktor der UNESCO, Francesco Bandarin, eine Lektion in Sachen Demokratie erteilen zu müssen, denn dem Dresdner Elbtal droht wegen eines umstrittenen Brückenbaus die Aberkennung als Weltkulturerbe.

"Die Dresdner wollen diese Brücke.", schrieb sie dem Welterbe-Chef in einem Brief unter anderem. Weiterhin klärte sie Bandarin darüber auf, dass "im Herbst 1989 viele Dresdnerinnen und Dresdner für Freiheit und Demokratie demonstriert" hätten.

Orosz forderte Bandarin auf, noch einmal über die umstrittene Brücke und den dadurch gefährdeten Weltkulturerbetitel zu sprechen. Allerdings ist fraglich, ob sich die UNESCO von Orosz Brief beeindrucken lässt, denn sie hatte mehrfach erklärt, dass bei einem Brückenbau der Titel aberkannt werde.


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WebReporter: Tira2
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Dresden, Demokratie, UNESCO, Oberbürgermeister, Nachhilfe
Quelle: www.sz-online.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.09.2008 15:16 Uhr von Tira2
 
+0 | -0
 
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Ja, es geht noch peinlicher! Nicht nur, dass sich Dresden mit seiner Betonköpfigkeit vor aller Welt blamiert, schreibt die OB jetzt auch noch so einen Brief! Frau Orosz scheint nicht verstanden zu haben, dass nur die UNESCO Welterbetitel vergibt oder aberkennt, aber selbstverständlich darf sich auch eine demokratische Mehrheit gegen einen solchen Titel aussprechen, auch wenn das weltweit bisher einmalig ist!
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10.09.2008 15:32 Uhr von christi244
 
+10 | -1
 
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*Lol*: Die CDU und Demokratie ... ;-).

Das ist Deutschland! ;-)
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10.09.2008 15:52 Uhr von Partheeus
 
+4 | -4
 
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Weltkulturerbe ist doch eh nur ein Titel.... also mich persönlich tangiert so eine Art Titel eher weniger, ganz besonders von der UNESCO.
Wer bitte schön ist denn die UNSESCO das sie solche Titel vergeben darf?!
Hat so eine Institution das alleinige Recht soetwas zu bestimmen? Ich glaube nicht!!!
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10.09.2008 15:54 Uhr von Paddex-k
 
+3 | -2
 
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Die: schmeißen mit dem Wort demokratie um sich, ohne zu wissen was es bedeutet. Zumindest hat man das Gefühl, sie wissen es nicht, so wie sie sich politisch verhalten!!!
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10.09.2008 16:14 Uhr von CHR.BEST
 
+7 | -2
 
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Na und? Dann ist Dresden für die UNESCO halt nicht mehr Weltkulturerbe. Vielleicht wird die Brücke in 100 Jahren mal zum Weltkulturerbe erklärt :D
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10.09.2008 16:25 Uhr von HarryL2
 
+1 | -3
 
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@Patheeus: Es ist nicht nur ein Titel. Es gibt auch Geld zur Erhaltung, etc.

http://de.wikipedia.org/...
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10.09.2008 16:50 Uhr von vmaxxer
 
+4 | -2
 
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und: was hat das Demokratie mit Weltkulturerbe zu tun ?

Wenn die Dresdener eine Brücke da durch wollen... bitteschön, das dann das Weltkulturerbe aberkannt wird ist klar...
Das hat aber nichts mit demokratie zu tun sondern mit der Verunstalltung des Gebiets.
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10.09.2008 16:52 Uhr von awv
 
+4 | -2
 
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Daumen hoch! Bei einem Bürgerentscheid wurde für eine Brücke gestimmt, dass heißt die demokratische Entscheidung getroffen eine Brücke zu bauen. Jetzt kommt die UNESCO und will dass die Brücke nicht gebaut wird. Da ist ein wenig Nachhilfe in Demokratie nicht fehl am Platze. Nach Deutschem Recht gilt ein Bürgerentscheid genau wie ein Stadtratentscheid, d.h. die Brücke hätte sofort gebaut werden müssen.

Die ganze Diskussion Brücke oder nicht entgleitet langsam, sodass die Demokratie mit dem Baustop und dem nun stark verzögeren Baubeginn in der Tat in Bedrängnis geraten ist.

Zum Titel allgemein. Wenn Dresden der Titel aberkannt wird, ist dass eher ein Imageverlust für den Welterbetitel, als für Dresden. Dresden hat den Titel nicht nötig, aber die UNESCO sollte überlegen ob der Welterbetitel nicht Dresden nötig hat.
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10.09.2008 17:01 Uhr von muhschie
 
+3 | -5
 
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Die Tusse: soll abhauen.
Die Dresdner wollen einen Tunnel!
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10.09.2008 17:12 Uhr von shortcomment
 
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Muschie: Die meisten Dresdner wollen eine Brücke. Die Aussicht von da hätte höchstwahrscheinlich auch einen großen Reiz. Ich will lieber mit meinem Fahrrad oder zu Fuß über die Brücke gehen, als mit der Fähre rüber zu fahren und da Geld zu lassen. Für viele Dresdner hätte diese Brücke sehr viele Vorteile. Ein Tunnel wird sowieso nie gebaut.
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10.09.2008 20:53 Uhr von papa-schlumpf1970
 
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Brücke: Diese Brücke ist absoluter Unsinn:
- Wir haben in Dresden (zentral) bereits 7 Brücken!
- Außer gelegentlich Freitag abend haben wir praktisch nie Stau auf den Brücken
- Die Tunnel-Alternative kostet der Stadt Dresden genausoviel wie die Brücke (die Mehrkosten würde der Bund freiwillig übernehmen)
- Die Brücke in ihrer Architektur zerstört den Blick, da sie (im Gegenstatz zu den anderen Brücken) nicht ins Stadtbild paßt (Blaues Wunder auch fragwürdig, ist aber weiter vom Zentrum entfernt)

Zu guter Letzt zum Thema Demokratie:
- Es wurde nur für Brücke pro/kontra abgestimmt. Über die Tunnelvariante konnten wir Bürger überhaupt nicht entscheiden.
- Wie man bei Wikipedia nachlesen kann (-> Dresdner Brückenstreit) hat die Mehrheit der Dresdner aus dem Zentrum (also die, die das wirklich betrifft) mit "Nein" gestimmt; die Randbezirke mit "Ja"


Die CDU und Demokratie-Nachhilfe??? Ich bin froh, dass hier in Dresden die FDP wegen Korruption rausgehauen wurde, aber die CDU ist keinen Deut besser.

Einziger Trost: Die Linke ist mit 17 Sitzen nur noch 4 Sitze hinter der CDU (21). Nächstes Mal schmeißen wir die olle Union raus. Jawohlll !
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11.09.2008 02:35 Uhr von StYxXx
 
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awv: "Dresden hat den Titel nicht nötig, aber die UNESCO sollte überlegen ob der Welterbetitel nicht Dresden nötig hat."

Bestimmt nicht. Dresden mag nett sein aber ist damit nicht das Maß aller Dinge, sondern nur eine Stadt mehr. Die dann auch nicht mehr die Kriterien erfüllt. Die UNESCO wird es schade finden, sie soll das ja schützen. Aber Probleme haben wird die Stadt Dresden, die sonst Geld bekommt und kostenlose Werbung. Dresden als so wichtig anzusehen wirkt leicht überheblich.

Im übrigen verbietet die UNESCO den Bauch doch gar nicht? Wo ist das ein Problem mit Demokratie? Sie sagen nur, dass sie dann den Titel aberkennt. Das ist ihre Sache. Und es ist verdammt gut, dass sie das unabhängig tut. Wie wäre das sonst in anderen Regionen, in denen mal eben Kulturgüter zerstört werden? Ob nun buddhistische Skulpturen oder andere historisch wertvollge Objekte. Die Bewohenr dort waren sicherlich auch eher dafür (religiöse Gründe halt). Oder wenn etwas zugunsten größerer Konzerne plattgemacht werden soll oder eine Regierung das aus anderen Gründen will?
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18.12.2008 16:38 Uhr von lugfaron
 
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@papaschlumpf: "Einziger Trost: Die Linke ist mit 17 Sitzen nur noch 4 Sitze hinter der CDU (21). Nächstes Mal schmeißen wir die olle Union raus. Jawohlll !"

Also wenn das für dich ein Trost ist, na dann Gute Nacht -.- Die Linke sowie die NPD sind extremistische Parteien und gehören meiner Meinung nach beide nicht gewählt. Die haben noch weniger Ahnung von Tuten und Blasen als die gängigen großen. Wenn das bisher noch immer nicht jeder verstanden hat, wird Deutschland Stück für Stück weiter untergehen und das schneller wenn die beiden auch noch mehr Stimmen bekommen!

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