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Zweisprachig aufwachsende Kinder stottern mehr als ihre Altersgenossen

Laut einer Studie, die von der britischen Medizinvereinigung BMA veröffentlicht wurde, ist bei zweisprachig aufgewachsenen Kindern bis zum Alter von fünf Jahren das Risiko, ein Stotterer zu werden, besonders groß. Bei ihnen soll es auch schwieriger sein, den Stotterfehler wieder abzustellen.

Zu diesem Zweck wurden die logopädischen Daten von 317 Londoner Kindern verwendet. Es wurde festgestellt, daß ein Fünftel der Kinder mit Sprachstörungen zweisprachig aufgewachsen ist und dass sie in der Regel in beiden Sprachen stottern.

Der Psychologe Peter Howell vom Londoner University College stellte fest, dass kleine Kinder, die hauptsächlich mit ihrer Muttersprache aufwachsen und erst später eine neue Sprache lernen, nicht so häufig betroffen sind. Die Daten ergaben außerdem, dass Jungen häufiger stottern als Mädchen.


WebReporter: tai_pan
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Kind, Alter
Quelle: www.n-tv.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.09.2008 17:38 Uhr von tai_pan
 
+0 | -0
 
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Diese Studie basiert meiner Meinung nach auf einem zu geringen Datenumfang und ist daher nicht besonders aussagekräftig.
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09.09.2008 18:10 Uhr von Raizm
 
+3 | -1
 
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naja dann halt einfach dreisprachig erziehen... :D

Nein ernsthaft..ich als Laie könnte mir einfach vorstellen,dass die Kleinen einfach keine Ahnung haben,wem gegenüber sie nun diese Sprache wählen sollen oder sie nicht vllt gerade die beiden Sprachen beim Sprechen vermischen..dann kommt vllt Unsicherheit auf,die dann zum Stottern führt..
Oder...etwas gewagte Theorie:
vllt muss das kindliche Gehirn erstmal eine Sprache komplett erlernen,um so die Struktur und ihr Prinzip zu verstehen und kann dann erst später diese gewonnenen Erfahrungen umsetzen für die 2. Sprache...
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09.09.2008 19:31 Uhr von TrangleC
 
+7 | -0
 
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Bisher haben alle Studien ergeben dass zweisprachig aufwachsende Kinder besonders intelligent, lernfähig und überdurchschnittlich oft hochbegabt sind.

Wenn an dieser Studie hier was dran sein sollte (kaum anzunehmen bei knapp über 300 Versuchspersonen), wäre mir ein hochbegabtes Stotter-Kind immernoch lieber als ein nicht stotternder Dumpfmuff.

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