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Deutsche Bruttolöhne wachsen nur langsam

Zwischen dem Jahr 2000 und dem ersten Quartal des Jahres 2008 sind die Bruttolöhne in Deutschland um 15,2 Prozent gestiegen. Gleichzeitig stiegen die Lohnnebenkosten um 9,7 Prozent. Damit ist Deutschland Schlusslicht im europäischem Vergleich.

Durchschnittlich wuchsen die Bruttolöhne in der EU um ganze 31,4 Prozent, Rumänien (422 Prozent) und Lettland (216 Prozent) liegen damit vor Bulgarien (106,1 Prozent) und der Tschechischen Republik (73,6 Prozent). Doch auch das Vereinigte Königreich liegt mit einer Steigerung der Bruttolöhne um 41,5 Prozent über dem EU-Schnitt.

Obwohl die Arbeitskosten in Deutschland im Verhältnis zu den anderen EU-Ländern geschrumpft sind, kostet eine Arbeitsstunde in Deutschland immer noch 29,10 Euro und liegt damit noch klar über dem EU-Schnitt von 22,80 Euro.


WebReporter: KingPR
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Brutto
Quelle: www.tagesschau.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.09.2008 15:28 Uhr von KingPR
 
+0 | -0
 
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Durch die Inflation und die gestiegenen Steuern dürfte in Deutschland von den Lohnsteigerungen nichts übrig geblieben sein, er im Gegenteil. Ich führe diese schlechten Ergebnisse auf eine schlechte Finanzpolitik, besonders seit der Zeit kurz vor der Wende wo der deutsche Schuldenberg explodierte und Steuererhöhungen erzwungen wurden die Deutschland international weniger konkurrenzfähig machten. Das bekommen wir jetzt zu spüren.
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08.09.2008 15:40 Uhr von Hexenmeisterchen
 
+5 | -0
 
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Heute noch +1,6% bekommen. Einfach riesig diese Spendierhosen...
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08.09.2008 15:46 Uhr von christi244
 
+6 | -1
 
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Dafür aber: die Einnahmen der Politiker um so beträchtlicher ... ;-). Liechtenstein ist wohl tot ... also Cayman Island ist angesagt.
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08.09.2008 16:04 Uhr von gruen
 
+12 | -1
 
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Das ist unser Kapitalismus.
Die wirtschaft wächst durch rationalisierungsmaßnahmen (darausfolgend kündigungen), höhere anforderungen an arbeitnehmer, besch*ssenere lohn-leistungsverhältnisse.
Und wenn man mal richtig sparen will als unternehmer, dann gründet man ne tochterfirma in der die tarifverträge nicht mehr gelten und man die leute noch mehr ausnehmen kann oder aber man geht ins ausland.
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08.09.2008 16:20 Uhr von ZTUC
 
+4 | -4
 
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is doch klar: Also das wir keine solchen Lohnsteigerungen wie in Rumänien oder Lettland hinbekommen, ist doch klar. Die Ausgangslöhne sind dort doch viel niedriger (die gilt auch für UK).
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08.09.2008 16:32 Uhr von Loxy
 
+9 | -1
 
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Wer noch vom Reichtum für alle träumt hat den Kapitalismus eh nicht verstanden. Das funktioniert nicht.
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08.09.2008 16:46 Uhr von fiver0904
 
+9 | -2
 
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Ja ne, is klar Es gab da im alten Rom mal einen Senator, der meinte: "Wir sollten alle Sklaven ein weißes Armband tragen lassen". Ein anderer Senator meinte darauf: "Nein! Dann sehen sie wie viele sie sind und werden aufständisch".

Mehr fällt mir auf diese News nicht ein...
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08.09.2008 17:44 Uhr von majorpain
 
+3 | -0
 
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hmm: netto bleibt auch immer weniger ürbrig
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08.09.2008 17:47 Uhr von StaTiC2206
 
+8 | -0
 
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Von mir aus können die Bruttolöhne auch sinken: die Nettolöhne müssen steigen.

Von ner gehaltserhöhung muss man 60-70% an den Staatabgeben. von 100€ Brutto bleiben einem vielleicht 30-40€ netto übrig.

achja bitte die Logik Bruttolöhne können sinken solange die Nettolöhne steigen nicht auf die Goldwage legen. Ich bin mir durchaus der logischen inkonsistens bewusst und wollte lediglich darauf abzielen, dass Bruttolöhne vernachlässigbar sind und im Endeffekt nur die Nettolöhne zählen.
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08.09.2008 18:23 Uhr von majorpain
 
+2 | -0
 
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ne wir brauchen: Nein wir zahlen viel zu wenig Steuern laut unseren leuten in Berlin. Sehe Beck,Merkel... wir sind von Platz 1 der welt mit dem höchsten Lebensstandard weit nach unten geflogen. Denke das es so ist wird gewollt kann ja nich anderst sein. Schauen wir mal andere Länder an bei denen werden wenn es schlecht läuft die Steuern gesenkt bein uns genau das gegenteil die werden erhöht.
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08.09.2008 19:12 Uhr von knollenbovist
 
+2 | -2
 
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Lohnzurückhaltung aufgeben: Vieles ist auch Verhandlungssache.
Man muß sich besser über seinen Marktwert informieren. Gerade Absolventen verlangen oft weniger, als das Unternehmen freiwillig zu zahlen bereit wäre.

Deshalb: Ordentlich zulangen.
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08.09.2008 22:03 Uhr von Bluti666
 
+1 | -0
 
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Ich hab immer mehr das Gefühl, das wenn die Bruttolöhne steigen, die dazu passenden Nettolöhne sinken...geht das nur mir so???
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09.09.2008 00:10 Uhr von uss_constellation
 
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Ne Bluti666, Du hast Recht. Das Verhältnis Brutto/Netto ist in Deutschland viel zu stark. Die Bruttolöhne steigen zwar ständig, aber die Netto-Löhne stagnieren oder werden sogar weniger. Allein durch die Kürzung der km-Pauschale bekomme z.B. ich dieses Jahr ca. 600 Euro weniger Steuerrückzahlung als im Jahr zuvor. So viel ist mein Brutto-Jahresgehalt aber leider nicht mitgestiegen. Ergo: Mein Nettolohn ist gesunken. Ebenso vor ein paar Jahren mit der Reduzierung des Betrags zur Rentenversicherung oder Arbeitslosenversicherung oder weiss der Geier was das nochmal war. Habs mir damals sehr genau angeschaut. Den Effekt weiss ich noch: Hat bei mir effektiv 30 Euro mehr netto ausgemacht. Zeitgleich wurde aber die Ökosteuer fleissig erhöht. Als Berufspendler hat das bei mir direkt mal mit über 30 Euro zu Buche geschlagen. Schon wieder ne Negativnummer. Weiter Beispiele werden bestimmt noch folgen...
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09.09.2008 15:23 Uhr von marco.koch
 
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Bei den momentanen nebenkosten: loht es sich langsam nicht mehr arbeiten zu gehen. ich habe momentan das gefühl, es gibt eine vereinbarung zwischen den arbeitgebern und der regierung die ungefähr so lautet:

Keiner - egal welche qualifikation er vorweisen kann oder wieviele Jahre Berufserfahrung er hat - bekommt mehr als maximal 11 Euro die Stunde.


Ist schon schlimm, wenn man sich überall vorstellt und nirgendwo auch nur ansatzweise Tariflohn gezahlt wird. Meistens ist es so: weniger kohle bei mehr arbeit.

Sch... Land hier.
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09.09.2008 23:00 Uhr von ari99
 
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Tja, ist doch ganz einfach Angebot und Nachfrage

derzeit gibt es mehr Abreistkraft als Arbeit , ergo sinkt der Preis für die Arbeit.

Besonders eklatant ist das technische Sonderfachkräfte oft weniger bekommen als angelernte Verkäufer...

Nun , man könnte ja eine Organisation gründen die dem entgegensteuert z.B. durch verringerung der ( Lebens-) arbeitszeit. Eine solche Organisation könnte man dann Beispielsweise Gewerkschaft nennen. Natürlich muß man dann aufpassen das die Gewerkschaft nicht von Arbeitgebervertretern geleitet wird.

Aber : Es gibt ja noch die Politiker, die ebenfalls auf der Seite der Arbeitgeber stehen und sicher nicht auf Mercedes, Putzfrau und Finka verzichten möchten...
Um diese mafiösen Machenschaften zu legitimieren erfindet man dann schnell eine " Legenda " - ach nee, zu offensichtlich - dann eben Agenda.
Noch ein bißchen Hetze und schon werden kranke zu kriminellen.
Bravo.
Nun muß noch der Artikel 20 aus dem GG weg :
4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Das wäre ja legitimer Terrorismus wenn sich das Volk auch noch wehren darf.
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10.09.2008 09:07 Uhr von marco.koch
 
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@ari99: zitat:
Angebot und Nachfrage

derzeit gibt es mehr Abreistkraft als Arbeit , ergo sinkt der Preis für die Arbeit.

Besonders eklatant ist das technische Sonderfachkräfte oft weniger bekommen als angelernte Verkäufer...Zitat ende

Stimmt wohl - danngehe ich demnächst halt nicht mehr als KFZ Meister los sondern als putzmensch - wenns eh egal ist. Ich sehe nicht ein sovil verantwortung zu übernehmen für nen Hugerlohn.

Sollen die ihren sch... doch alleine reparieren.
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10.09.2008 18:23 Uhr von walddichte
 
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Lohnsteigerungen: Natürlich bleibt von den Lohnerhöhungen nicht viel in der eigenen Börse.
Ist doch kein Wunder, bei der grenzenlosen Verschwendungssucht unserer Regierung, woher sollen die armen Minister denn das viele Geld nehmen, das sie für die Spenden z.B. an das arme China (170 Mio. pro Jahr) und für sich und ihre Luxus-Flüge und doppelte Haushaltsführung in Bonn und Berlin benötigen. Das Volk ist doch gerne bereit, über mehr Steuern diese Kassen zu füllen.
Dabei hört sich das Geschwafel unseres Herrn Steinbrück doch wie Hohn an, er bräuchte jeden Cent, um die Verschuldung einzudämmen.
Leider kennt er das Wort "SPAREN" och nicht, als das in der Schule gelehrt wurde, hat er anscheinend gefehlt.

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