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Studie: Hartz-IV-Satz von 132 Euro ist genug - Harsche Kritik (Update)

Wie SN bereits berichtet, behauptet Professor Friedrich Thießen dass ein monatlicher AL-2-Satz von 132 Euro, ohne Kosten für Energie und Wohnung, zum Leben ausreichen würde. Aus Wohlfahrtsverbänden, Politik und Gewerkschaften bekommt der Professor nun Kritik zu hören.

In der "Bild am Sonntag" sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm: "Diese Studie ist unverantwortlich. Die Bundesregierung wird an den Sätzen nichts ändern". Christian Westhoff, der Sprecher des Bundesarbeitsministers Olaf Scholz (SPD), meinte, diese ökonomische Betrachtung habe mit dem echten Leben nichts zu tun.

Bernhard Jirku, von Ver.di sagte: "Schon jetzt müssen Arbeitslose mit gerade einmal zehn Euro pro Tag auskommen, ich nehme nicht an, dass das der Herr Professor ein halbes Jahr durchhält." Zudem sei für Jirku diese Chemnitzer Studie, die zwei Wirtschaftswissenschaftler anfertigten, unseriös.


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WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Studie, Update, Kritik, Hartz IV
Quelle: www.welt.de

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68 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.09.2008 16:41 Uhr von Knochenmann2.0
 
+69 | -1
 
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Jaja: Wenn man Geld wie Heu hat, lässt sich sowas leicht sagen.
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06.09.2008 16:49 Uhr von vitamin-c
 
+53 | -1
 
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Dann soll er mal vormachen: Der Professor Friedrich Thießen soll uns dann mal einen Monat lang zeigen wie man mit 132€ leben kann. Der Mann ist echt so was von realitätsfremd!
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06.09.2008 16:50 Uhr von Slaydom
 
+44 | -2
 
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wie war das: Ein Italienischer Pasta hersteller, hat 1 Monat von den Mitarbeiter lohn gearbeitet und war nach 2 Wochen Pleite, obwohl er recht sparsam war...
Schluss vom Lied: 30% mehr gehalt Zahlt ein teil der Miete und die Mitarbeiter sind jetzt zufrieden...
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06.09.2008 16:57 Uhr von vostei
 
+60 | -3
 
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bei dem ganzen hype geht es um etwas anderes: es geht darum arbeitslose sturmreif zu schießen, damit sie alles und jedes, egal ob es noch mit monetär sinvollem arbeiten zu tun hat, annehmen.

gleichzeitig steigt der konkurrenzdruck auf die, die arbeit haben - solidarität wird unterlaufen und manchester naht...

ein ganz einfaches kalküll.
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06.09.2008 17:28 Uhr von politikerhasser
 
+19 | -7
 
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500 g Toastbrot kosten 0,59 Euro und füllen den Magen. Dazu 3 l Wasser aus der Leitung und eine Vitamintablette ( 0,05 Euro). Etwas Strom, um die neuesten Anordnungen und Statistiken der Regierung im TV zu verfolgen (1 kw/h 0,20 Euro) sowie Seife und Waschpulver (0,16 Euro) für die Hygiene!

Mit 1,00 Euro/Tag sollten Arbeitslose ein glückliches, informatives und sauberes Leben führen können. Satt sind sie es dann bald auf alle Fälle.
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06.09.2008 17:51 Uhr von vostei
 
+15 | -0
 
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@Porta: goole mal nach ERA-TV

es ist ja nicht nur so, das Hartzler unter Dauerbeschuss stehen - auch Arbeitende bekommen durchaus mal bei Gelegenheit zu hören, dass zB in der Produktion die Prozesse so gut laufen, dass man auch auf Zeitler und Nicht-Facharbeiter zurückgreifen kann... - man macht die Arbeit billiger, gleichzeitig nimmt der Druck auf die Politik zu via Hartz einen "Anreiz" auf das Bedürfnis Arbeit aufzunehmen zu erzeugen - steigen wird Hartz nimmer - Arbeit wird billiger, tarifliche Lohnerhöhungen fangen schon lange keine Inflation geschweige denn andere Kosten auf...

Fazit: alles wird billiger, nur das Leben nicht *g*

*heiter bleiben*
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06.09.2008 18:03 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -2
 
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Das Problem fängt doch schon damit an dass 100 Prozent der Betriebe auch bei einfachen Jobs erwarten, dass man telefonisch erreichbar ist (Festnetz genügt eigentlich) und sie erwarten zu 80%, dass man Termine per EMail ausmachen oder bestätigen kann.
Folglich wird doch schon Erreichbarkeit, Computer, Internet Drucker für Bewerbungen usw. vorrausgesetzt. Etwas Ordentliches sollte man auch zur Bewerbung anziehen.
Allein für (sparsamen) Strom + Erreichbarkeit gehen doch schon mehr als 50 Euro / Monat weg.

Oder wozu stellt die ARGE die Jobangebote online wenn man kein Internet braucht?
Allerdings billig essen geht: Nichts ist billiger und schmeckt auch noch gut: Spaghetti mit Hackfleischsauce ist wirklich superbillig (und auf Dauer eben langweilig).
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06.09.2008 18:06 Uhr von Totoline
 
+9 | -0
 
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Schon klar dass einige Polithirnis JETZT dagegen sind! Die Wahlen stehen ins Haus -da wird sich keine Blösse gegeben.
Nach der Wahl sind es genau diese Personen, die diesen durch Mathegenies ermittelten Betrag durchsetzen werden.
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06.09.2008 18:22 Uhr von zerbmaster
 
+5 | -39
 
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06.09.2008 18:24 Uhr von ksros
 
+14 | -0
 
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10 Euro am Tag? Abzüglich aller Lebenshaltungskosten ist das eher weniger. Ok, wenn einer kein Telefon hat, keinen Strom verbraucht und im Fluss badet, mag das hinkommen.
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06.09.2008 18:27 Uhr von artefaktum
 
+19 | -1
 
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@ zerbmaster: "Was solls, ich werds eh nie beziehen müssen."

Das haben schon so einige gedacht ...
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06.09.2008 18:34 Uhr von ksros
 
+13 | -3
 
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@zerbmaster: Wenn Du mal hilflos auf der Strasse liegst fahre ich mit einem Lächeln vorbei.
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06.09.2008 18:37 Uhr von IYDKMIGTHTKY
 
+8 | -0
 
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die politiker: werden bestochen von der wirtschaft und industrie wo es nur geht. die politiker schaffen gesetze für minijobs damit die unternehmen weniger personalkosten haben. und da die poltiker diese minijobs als vollwertig anerkennen sind diese armen sklaven keine arbeitlosen mehr. durch diese korruption gewinenn beide parteien.

wer ist der verlierer? der bürger und ehrliche unternehmer, die mit den dumping preisen dier riesen nicht mehr mithalten können. der mittelstand geht unter, wir werden in zukunft nur noch harz 4 empfänger mit mini jobs haben und halt leute die üper 2000€ netto monatlich haben. und das wars

danke an die poltik...

ich wünsch euch die pest
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06.09.2008 18:40 Uhr von Spez
 
+10 | -10
 
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sowas lieb ich vor 20 jahren noch inner tiefsten ddr gelebt die 2 herren und jetzt so idiotische studien erheben...wegsperren so weltfremde idioten.
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06.09.2008 18:50 Uhr von zerbmaster
 
+5 | -22
 
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06.09.2008 18:56 Uhr von ksros
 
+8 | -1
 
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@zerbmaster: "ich werds eh nie beziehen müssen und störe mich nicht daran Bedürftige und Schmarotzer zu bezahlen."

Du setzt aber Bedürftige mit Schmarotzer gleich, klingt eher nach "kann ja nix dran ändern"
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06.09.2008 19:02 Uhr von maretz
 
+6 | -0
 
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Ich bin voll seiner Meinung [ironie on]
Natürlcih können die auch gleich mit 60 Euro auskommen... - solang ich weiter meine Kohle bekomme...
[ironie off]

Sorry, aber mit nem Prof-Titel und nem Monatseinkommen von 5000+ Euro ist sowas leicht zu sagen... Ich bin dafür das die Leute die sowas behaupte das ganze mal 8 Wochen austesten dürfen... Gerne bin ich sogar bereit das von den Steuern die Wohnung und der Strom für 8 Wochen bezahlt wird. Und natürlich muss auch noch ne Person bezahlt werden die prüft das der sich nicht Kohle von anderen geben lässt... Dafür wären die Steuern gut angelegt...
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06.09.2008 19:05 Uhr von zerbmaster
 
+1 | -16
 
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06.09.2008 19:07 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -3
 
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@ksros: Nen und ist was ganz anderes als nen gleich.

Beide beziehen nur das gleiche.

Deutschland wird immer weniger über Arbeitskraft erwirtschaften und immer mehr über know how. Verlierer sind die die kein know how haben. Das werden die mit 400euro minijobs. Und auch hier ist das ein zweischneidiges Schwert. Manchen die ich heute rumrennen sehe, den gönne ich es das sie sich irgendwann nurnoch von Brot und Wasser ernähren können. Leider rutscht der großteil ohne eigene schuld darein.

Und ich glaube von 132 ohne Strom, Wohnung etc. kann man dahinvegetieren, wenn man es schafft davon noch einen Internetanschluss hinzubiegen, sind schonmal 1-3 der Maslow´sche Bedürfnispyramide erfüllt.

Aber leben würde ich das nicht nennen.
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06.09.2008 19:07 Uhr von nichtswert
 
+5 | -0
 
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gröllllllllll: Der Professor der TU Chemnitz und der Finanzsenator von Berlin ( Heizung aus, dicker Pullover an) sollen den Winter in einer Wohngemeinschaft unter Hartz IV Bedingungen verbringen. Keine Heizung, nur Leitungswasser zu trinken, Wäsche waschen in der Badewanne, Nahrungsmittel nur vom Tafelladen, kein Telefon etc. Mal sehen wie die Herren dann über Ihre Vorschläge denken, denn manche Sachen sehen in der Realität ganz anders aus. Theorie und Praxis waren schon immer zwei Paar Schuhe
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06.09.2008 19:08 Uhr von bommeler
 
+1 | -15
 
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06.09.2008 19:14 Uhr von ksros
 
+2 | -1
 
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nagut @zerbmaster @Dracultepes: ich stimme euch Beiden zu.
Nur leider tut mir meine Mutter leid, die ihr Leben lang gearbeitet hat und nun kaum Rente bekommt.
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06.09.2008 19:15 Uhr von ksros
 
+2 | -1
 
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Nachtrag: die hat keine 10 Euro am Tag
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06.09.2008 19:30 Uhr von Sonnflora
 
+6 | -1
 
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Dieser komische Professor sollte erst einmal beweisen, daß das, was er behauptet, wirklich möglich ist. Am besten, er probiert das selber mal aus. Statt Frauentausch machen wir einfach mal einen Professor/HartzIV-Empfänger-Tausch. Dann wird der sich aber ganz schön umgucken, wenn er merkt, was nur die Lebensmittel in Wirklichkeit kosten.
Ich habe mir mal die pdf-Datei angesehen. Da kräuseln sich einem die Nackenhaare. Er ist z.B. der Meinung, ein Arbeitsloser braucht keinen Regenschirm und ein Friseurbesuch ist auch nicht nötig. Soll der Arbeitslose beim Vorstellungsgespräch als langhaariger Hippie auftreten und wenn es regnet, auch noch total durchnäßt? Na, ob ein Chef von so einem begeistert ist, wage ich zu bezweifeln.
Und dann frage ich mich, von wann seine Lebensmittelpreise sind. Falls es dem Herrn Professor noch nicht aufgefallen ist, 1l fettarme Milch kostet schon lange nicht mehr 0,49€, sondern 0,61€! Und wo bitte schön bekommt man 1kg Brot für 0,50€? Bei Lidl kostet das billigste Brot 0,69€ und das sind gerade mal 750g. Das heißt, der Kilopreis liegt bei 0,92€! Selbst wenn es abends um 30% runtergesetzt ist, liegt der Kilopreis immernoch bei 0,64€!

Zur Info: Ich bin kein HartzIV-Empfänger. Aber obwohl mein Mann voll arbeitet, muß ich trotzdem mächtig auf die Preise achten und rechnen, damit am Monatsende noch was da ist. Von daher habe ich viele Preise sehr gut im Kopf und kann mich auch sehr gut in die Lage der HartzIV-Empfänger reinversetzen.
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06.09.2008 19:37 Uhr von artefaktum
 
+5 | -1
 
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@zerbmaster: "Werde ich nicht beziehen müssen, weil ich auch schlecht bezahlt arbeiten gehen würde."

Schlecht bezahlt heißt mittlerweile auch, dass du unter Umständen Jobs annimst die so schlecht bezahlt sind, dass du ergänzend HartzIV beantragen musst, um zu überleben. Sozusagen Sozialhilfe für Arbeitnehmer. Du kannst also auch als Vollzeitarbeitnehmer den anderen Steuerzahlern auf der Tasche liegen. Dazu musst du nicht arbeitslos sein.

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