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Zu ungläubig: Muslimrat beendet Kooperation mit Islam-Lehrstuhl in Münster

Die vier größten islamischen Mitgliedsverbände in Deutschland lehnen eine weitere Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für islamische Theologie an der Universität in Münster ab und haben ihre Kooperation im Beirat des Centrums für Religiöse Studien für beendet erklärt.

Grund sind Differenzen zwischen den Moslemverbänden und Professor Muhammad Kalisch, dem Lehrstuhlinhaber für islamische Theologie und Zentrumleiter. Der Wissenschaftler, so der muslimische Rat, "bezweifelt grundsätzliche Lehren des Islam in so einer krassen Weise, dass man dem nicht mehr folgen kann".

Unterdessen verwies Prof. Kalisch auf den wissenschaftlichen Auftrag einer Universität, bei dem es nicht um Vermittlung von Glaubensinhalten oder persönlichen Ansichten des Lehrstuhlinhabers, sondern um Forschung sowie die Befähigung zur kritischen Reflexion und geistigen Unabhängigkeit der Studenten gehe.


WebReporter: Nesselsitzer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Islam, Münster, Kooperation, Muslim, Lehrstuhl
Quelle: www.ksta.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.09.2008 12:23 Uhr von Nesselsitzer
 
+0 | -0
 
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Viele werden sich noch erinnern können, mit welchem medialen Aufwand die Schaffung des Münsteraner Lehrstuhl vor rund drei Jahren als Fortschritt im Dialog zwischen den Kulturen gefeiert wurde. Über die einseitige Aufkündigung der Zusammenarbeit finden sich hingegen nur wenige Berichte.
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06.09.2008 13:05 Uhr von Hier kommt die M...
 
+29 | -7
 
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tjo: Da gehts anscheinend zu, wie bei Hempels unterm Sofa, jeder macht das, was ihm momentan am besten nützt oder gefällt.

Erst Kalisch gegen Kaddor

http://www.muensterschezeitung.de/...

Dann der Muslimverband und die Islamkritiker gegen Kaddor

http://www.welt.de/...

Jetzt wieder Muslimverband mit Kaddor gegen Kalisch

http://www.islam.de/...

Abgesehen davon würde ich sagen, selbst ins Knie geschossen, ihr Muslimverbände. Das war eure Chance, dass ihr einen gewissen Einfluss auf die zukünftigen Islamlehrer an deutschen Schulen habt. Durch das Distanzieren und Abraten von interessierten Schülern aus eurem Kreis habt ihr den leider verloren.

Die Ausbildung dort wird weiterlaufen und auch zukünftig werden alle Islamlehrer dort studieren, nur jetzt eben ohne euch.

Aber mei, wenn der Mann euch eben zu tolerant ist und nicht fanatisch genug..dann muss das wohl so sein.
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06.09.2008 13:27 Uhr von ko.ok
 
+19 | -4
 
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Dann können: wir den Lehrstuhl ja jetzt wieder auflösen.

Wer braucht schon kritische Reflexion, wenn es sich viel gemütlicher in gut/böse einteilen läßt.
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06.09.2008 14:42 Uhr von Venne766
 
+4 | -14
 
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06.09.2008 15:19 Uhr von GermanCrap
 
+19 | -1
 
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Der Islam - nur eine Religion unter vielen: Das Problem ist, dass der Islam Toleranz und geistige Unabhängigkeit schwer duldet. Ich halte daher islamische Lehrstühle an Deutschen Universitäten für sehr bedenklich. Es wird Zeit, dass mancher islamischer Fundamentalist begreift, dass Europa das Mittelalter und Zeitalter der Aufklärung längst hinter sich hat und die Dogmatik einer x-beliebigen Religion nicht akzeptieren wird.
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06.09.2008 15:53 Uhr von MS-Viste
 
+4 | -11
 
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Was hat damit zu tun? Was hat das mit Fanatismus und Toleranz zu tun? Laut Quelle zweifelt Kalisch an der Existenz des Propheten Mohammed - soll dann in Schulen gelehrt werden, er habe nie existiert? Warum sollte sich die Verbände mit ihnen kooperieren? Und das "Zu ungläubig" stammt ebenfalls nicht aus der Quelle - wurden sie denn als ungläubig abgestempelt?

Wo zum Teufel steht das?
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06.09.2008 16:07 Uhr von DerMaus
 
+11 | -1
 
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wow: Wow, es gibt also auch noch vernünftige Moslems, die selbst den Koran kritisch hinterfragen?! Dachte nicht, dass ich so etwas nochmal hören würde... Aber irgentwie gibt es Hoffnung...
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06.09.2008 18:07 Uhr von S-Lost
 
+11 | -1
 
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Schade: Im Gegensatz zum Christentum fehlt dem Islam leider die nötige Anpassungsfähigkeit an die moderne Welt. So ein Lehrstuhl ist die einmalige gelegenheit diesen Glauben neu auszulegen.

Ohne die Reformation wäre das Christentum übrigens heute auch nicht in der Weise aufgeschlossen wie wir es gewohnt sind....im Namen des Glaubens wurde nämlich auch bei uns viel Scheiße gebaut.
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06.09.2008 23:44 Uhr von JackIT
 
+5 | -1
 
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looool: kein wunder das die keinen satellit in den weltraum bekommen, die muessen ja mit total anderen zahlen rechnen :PPPP
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07.09.2008 09:28 Uhr von Deniz1008
 
+3 | -1
 
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daran ist die türkische DITIB schuld, die alles für sich beansprucht und islam propaganda verbreiten wollen.
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07.09.2008 10:35 Uhr von megaakx
 
+2 | -1
 
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@youtube-video: Danke für den Link. War sehr interessant und man könnte es schön für ein fake halten - wenn es nicht so realistisch umgesetzt wäre.
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07.09.2008 12:37 Uhr von Mi-Ka
 
+2 | -4
 
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Letztendlich doch egal: Wichtig ist nur, dass die Lehrer und Lehrerinen weiter ausgebildet werden und an die Schulen geschickt werden.
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07.09.2008 12:41 Uhr von Mi-Ka
 
+2 | -2
 
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S-Lost, dafür sind sogar die Muslime indirekt verantwortlich.
Hätten die "Katholiken" nicht an zwei Fronten kämpfen müssen, wäre es schon im Bereich der Wahrscheinlichkeit, dass die Protestanten nur eine Fussnote der Geschichte geworden wären und der Katholizismus daraufhin ein extrem rückwärtsgewandter Haufen.
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08.09.2008 08:53 Uhr von BeatDaddy
 
+1 | -1
 
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"Eine Organisation, die feste Bestandteile des Glauben in Frage stellt ist kein geeigneter Partner.
Von daher: völlig korrekt die Zusammenarbeit zu beenden."

Ansonsten aber alles klar bei Dir, Sprengstoff ??

Gut so, zumachen und gar nicht mehr drüber nachdenken. Aus die Maus, wer braucht so einen überflüssigen Lehrstuhl? Und das auch noch in Deutschland ? Warum müssen wir immer so ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir etwas eigentlich gar nicht wollen? Sollen die zukünftigen Dipl.-Ing. Imame doch in Mekka studieren. Zugriff auf die Lehrinhalte hat von uns sowieso keiner...

Keine andere Glaubensgemeinschaft würde so etwas tolerieren, aber wir, mit unserem genetisch bedingten schlechten Gewissen, lassen alles mit uns machen....

Und sobald jemand sich damit nicht wohlfühlt und das formuliert, wird derjenige sofort in die braune Ecke geschoben, was natürlich auch dankbar von vielen Andersgläubigen aufgenommen und schliesslich auch ausgenutzt wird! Ich erinnere nur an den Gel-getränkten Paolo Pinkel und sein deutschmoral-Gesabbel. Warum nur müssen diese beiden Religionen Ihren Scheiß hierher verlagern ? Sollen sie sich da unten gegenseitig ihre Schädel einschlagen und wir haben unsere Ruhe...

Da hatten es Karl Martell und sein Enkel wesentlich einfacher gehabt, heute würde wohl niemand mehr als Retter des Abendlandes gelten und heilig gesprochen werden...
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11.09.2008 17:44 Uhr von scuba1
 
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Lehrstuhl: Ja das ist es was der Islam nicht leiden kann wenn einer seine Lehren in frage stellt und Kritik übt.
Nach Möglichkeit Kritiker mundtot machen.
Einfach lachhaft.
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15.12.2009 11:31 Uhr von Roberto-C
 
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Neues Licht - Ursache offenbar Spendenskandal: Ein Artikel aus der Münsterschen Zeitung, 1.12.09:

Spendenskandal
an der Uni?

Von Hermann Horstkotte

Münster Im Strafverfahren gegen die ehemalige Uni-Mitarbeiterin Lamya Kaddor wegen angeblicher Veruntreuung
einer Barspende von 20 000 Euro entwickelt sich der Geldgeber zur Zentralfigur des Prozesses. Er ist für
die Anklage wie die Verteidigung ein Hauptzeuge – aber
bisher überhaupt noch nicht vernommen worden, wie
Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer bestätigt.
Vom Rechtsstreit hat der Sponsor erst aus der Münsterschen
Zeitung erfahren. „Ich habe das Geld für die
Durchführung der Münsteraner Gespräche zur Verfügung
gestellt“, erklärt er in juristisch bewusster Wortwahl –
und lässt damit offen, ob er das Geld in das Vermögen der
Uni übertragen oder der Mitarbeiterin Kaddor zur Verwaltung
übergeben hat.
Näher will und wird er sich dazu nur einlassen, wenn er
als Zeuge aussagen muss. Am liebsten möchte er anscheinend weder Kaddor noch die Uni in Schwierigkeiten bringen. „Ich will Gutes tun und nicht über schlechte Nachrichten berühmt werden“, lautet die Philosophie des
Sponsors.
Selbst die Uni rückt anscheinend von ihrer Strafanzeige
einen Schritt ab. Uni-Sprecher Norbert Robers erklärt
auf Nachfrage: Die Islamkonferenz vor drei Jahren sei aus
Mitteln des Lehrstuhlinhabers Kalisch bezahlt worden.
Der will von der Spende nichts wissen.
Diese Klarstellung kann aber allenfalls von haushalterischen
Bedenken ablenken, das Centrum für Religiöse Studien habe für den Kongress unnötig eigene Gelder verausgabt statt auf die zweckgebundene Spende zurückzugreifen.
Tatsächlich hat die Uni dem Spender im Frühjahr 2008
„Verwendungsnachweise“ für sein Geld vorgelegt – mit
Rechnungsbelegen von der Islamkonferenz 2006, wiewohl
die Barschaft laut Anklage gegen Kaddor derzeit in
einem Tresor ruhte. Frage an den Geber: „Fühlen
Sie sich durch diese Rechnungslegung hinters Licht geführt?“ Dazu kein Kommentar, der Philanthrop will offensichtlich kein Öl ins Feuer gießen.
Das Geld ging jedenfalls nicht verloren: Ende März vorigen Jahres wurde es auf Anweisung eines Abteilungsleiters
der Hochschule auf ein Universitäts-Konto bei der
WestLB verbucht, amtliche „Zweckbestimmung: Rückzahlung
aus Projektmitteln“.
Die Verteidiger der Angeschuldigten Lamya Kaddor
sehen sich dadurch erneut bestätigt, dass ihre Mandantin
nur als Sündenbock für fragwürdige Finanzentscheidungen
höherenorts herhalten soll.

Auch die "Frankfurter Rundschau" schlägt den gleichen Tenor an:

http://www.fr-online.de/...

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