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Arbeitslosenversicherung soll für Bildung verwendet werden - Unternehmen klagen

Verschiedene Unternehmen starten eine Klagewelle gegen den Bund. Grund: Fünf Milliarden Euro aus der Arbeitslosenversicherung sollen in die Schulbildung investiert werden.

Die klagenden Unternehmen sehen darin eine missbräuchliche Verwendung der Arbeitslosenbeiträge. Sie plädieren stattdessen dafür, den Beitragssatz für die Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozent zu senken.

Der Bundesarbeitsminister Scholz und die Bundesbildungsministerin Schavan wollen mit den Beiträgen Arbeitslosen die Nachholung des Hauptschulabschlusses ermöglichen.


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WebReporter: RecDC
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Arbeit, Sicherheit, Unternehmen, Bildung
Quelle: www.focus.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.09.2008 10:52 Uhr von RecDC
 
+0 | -0
 
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Meiner Meinung nach ist Bildung das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit. Viele Lehrstellen bleiben momentan unbesetzt, weil die Firmen keine Bewerber finden, die ausreichend Rechnen, Lesen und Schreiben können. Auf der anderen Seite sind viele Schulabgänger, die momentan keine Perspektive auf eine vernünftige Arbeit haben. Daher würde ich eine solche Zusammenarbeit durchaus gut heißen.
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05.09.2008 11:20 Uhr von Katzee
 
+8 | -1
 
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Bildungslosenversciherung? Die Beiträge der Arbeitslosenversicherung sollten eigentlich zweckgebunden sein, d.h. die schlimmsten finanziellen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit mildern. Da kann ich schon verstehen, wenn die Unternehmer, die ja die Hälfte der Beiträge beisteuern, "auf die Barrikaden" gehen. Auch die Arbeitslosenverbände sollten gegen eine Zweckentfremdung prostestieren, denn die Wirtschaftslage in Deutschland verschlechtert sich wieder. Es kann durchaus sein, dass auch die Beschäftigungslage sind auf absehbare Zeit wieder verschlechtert (weniger Aufträge, weniger Arbeitskräfte).

Aber es ist für unsere Politiker mal wieder typisch, dass sie sich für ihre prestigeträchtigen Projekte aus allen Töpfen bedienen anstatt endlich vernünftig mit unseren Steuergeldern umzugehen. Hauptsache, man macht auf sich aufmerksam. Angesichts der nächsten Wahlen ist denen wohl jedes Mittel recht, um in die Medien zu kommen. Ohne eine Analyse, was an unseren Schulen wirklich schief läuft, ist blinder Aktionismus unproduktiv.
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05.09.2008 11:30 Uhr von mustermann07
 
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Einfach Managern, Politikern usw. 80% ihre Reichtums wegnehmen, dann kommt genügend Geld zusammen das man in die Bildung inverstieren kann.
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05.09.2008 11:40 Uhr von meisterthomas
 
+6 | -1
 
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Schulbildung ist Allgemeinbildung und Bundessache: Schulbildung ist Allgemeinbildung und aus Steuern vom Bund zu bezahlen.
Darum wollen sich aber wieder mal unsere Politiker drücken und diese Kosten nur einem Teil unserer Gesellschaft aufdrücken.

Dieser Trend wird in unserer Politik immer deutlicher. Während der Spitzen-Steuernsatz gesenkt und mit Staatsausgaben geknausert wird, bedient man sich großzügig an der Sozialversicherung.
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05.09.2008 12:01 Uhr von StaTiC2206
 
+3 | -1
 
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oh ja und wir nehmen am besten noch die ökosteuer: um damit neue kohlekraftwerke der merkel zu bauen.
haben die sie noch alle? ich habe meine abschlüsse gemacht und jetzt soll ich noch anderen nochmal nen abschluss bezahlen von dem geld, was eigentlich dafür ist, falls ich arbeitslos werde.

das ist doch jetzt schon ein witz. ich war 2,5 jahre beschäftigunt und musste mich dann provisorisch arbeitlos melden. ich bin zwar übergangslos in nen neuen job aber falls die mich erst zwei monate später gebraucht hätten, dann wäre es übel gewesen. mit meinem ALG1 hätte ich nämlich gerade so meine laufenden rechnungen bezahlen können. aber auch nur wenn ich auf essen etc verzichtet hätte.
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05.09.2008 12:41 Uhr von vmaxxer
 
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Hauptschulabschluß: Und was soll ein arbeitsloser damit ?

Wenn einer nichtmal einen hauptschulabschluß hat wird er auch keinen beruf erlernt haben... und was soll er dann bitteschön mit nem Hauptschulabschluß ?

Mittlerweile braucht man ja fast schon zu egal welcher ausbildung nen abi....
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05.09.2008 12:51 Uhr von bigpapa
 
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Die Unternehmen spinnen: obwohl ich Ihre Ansichten verstehe.

Das Problem ist nur : Es heist ArbeitslosenVERSICHERUNG.

Und wie JEDE Versicherung ist es ihre erste Aufgabe, den Versicherungs-Schaden so gering wie möglich zu halten.

Nun Spielen wir das ganze mal durch : Ein Arbeiter hat als ungelernter Hilfsarbeiter irgendwo gearbeitet. Womit er korrekt ein Anspruch auf seine Versicherung hat, wenn er denn gefeuert wird. (Das die ungelernten zuerst fliegen ist bekannt).

Nun tritt vermutlich das ein, was die Unternehmen an andere Stelle klar bemängeln. "Der Typ kann nicht rechnen und schreiben, so ein können wir nicht gebrauchen".

Also zieht der Typ sein volles Arbeitslosengeld durch und kommt in HARTZ 4. Diese Kosten werden dann ebenfalls durch Steuern getragen. Was wiederrum das Lohnverhältnis in DE ansteigen lässt.

Fazit : Der Plan des Bundes ist GUT.

Und die Unternehmen wollen nur kurzfristig (und das ist auf Dauer sehr kurzfristig gedacht) ihr Gewinne maximieren. Falls nun einer fragt wieso : 0.5 % senken bedeutet das die Unternehmen auch 0.5 % weniger ArbeitslosenversicherungsANTEIL zahlen müssen.

Gruß

BIGPAPA.

sorry für die lange Erklärung aber musste sein.
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05.09.2008 12:53 Uhr von bigpapa
 
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Kleiner Nachtrag: Die einzige Möglichkeit ausser den Plan des Bundes ist, das man LÄNGER ArbeitslosenGELD beziehn kann bevor man in Hartz-4 abwandert.

Wäre gerechter aber nicht sozialer gegenüber der Allgemeinheit. :)

Gruß

BIGPAPA
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05.09.2008 13:28 Uhr von rolling_a
 
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meine güte 5 milliarden, manche hier gönnen dem rest der gesellschaft nicht das schwarze unterm fingernagel. immer erst an sich denken. kein wunder, daß diese gesellschaft krankt.
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05.09.2008 15:37 Uhr von craschboy
 
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@bigpapa: "....0.5 % senken bedeutet das die Unternehmen auch 0.5 % weniger ArbeitslosenversicherungsANTEIL zahlen müssen.
"

Stimmt nicht! Die Unternehmen zahlen dann 0,25 % weniger und den Rest behält der Arbeitnehmer.


"..........Es heist ArbeitslosenVERSICHERUNG.
"

Richtig! Und deshalb möchte ich auch für meine Beiträge die entsprechende Versicherungsleistung sehen und nicht, dass Leute, die zu faul für die Schule waren das auch noch in den Arsch geblasen kriegen.

Gruss
craschboy
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06.09.2008 07:36 Uhr von shadow#
 
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@bigpapa: tut mir leid aber das ist ebenso wie der plan kompletter blödsinn.
wenn jemand weder lesen noch schreiben kann sollte man natürlich etwas dagegen unternehmen - ob ich aber jemanden ohne oder jemanden mit hauptschulabschluss als ungelernten hilfsarbeiter beschäftige, macht keinerlei unterschied.
da ist nicht viel bildung vorhanden (die man für die meisten jobs auch nicht braucht), das prädikat "hauptschulabschluss" vermittelt aber bereits alles andere als optimale befähigungen - für was auch immer.

ein praktischer nebeneffekt ist natürlich, dass die "hauptschüler" nicht mehr in der statistik auftauchen...

und zu deinem nachtrag: die finanzielle unterstützung für arbeitlose muss immer genau so bemessen sein, dass exakt 100% davon auch kurzfristig wieder ausgegeben werden.
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08.09.2008 09:54 Uhr von bigpapa
 
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@craschboy: Mathe ist nicht deine Starke Seite. :)

Wenn ein Arbeitnehmer vorher 100 Euro gelöhnt hat an Arbeitslosenversicherung und die um 0,5% gekürzt wird sieht die rechnung SO aus.

100 Euro - 5 % (5 Euro) = 95 jetzt zahlt der Arbeitnehmer
und DASSELBE zahlt der Arbeitgeber.

Die 5 % werden NICHT geteilt sondern, gelten auf die Anteilige Summe. Und glaub mir mal bei Grossfirmen sind diese 5 % ne Menge Kleingeld.

Gruß

BIGPAPA

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