03.09.08 19:00 Uhr
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Afghanistan: Entschädigungszahlung soll Blutrache verhindern

Eine Entschädigungszahlung an die Familie einer erschossenen Frau soll eine Blutrache verhindern, sei aber kein Schuldeingeständnis, das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit.

Bereits am Wochenende habe es diesbezüglich Gespräche mit den Hinterbliebenen gegeben. Ein paschtunischer Stammesführer war dabei als Vermittler aufgetreten.

Zuvor hatte die Familie und weitere Stammesmitglieder Blutrache geschworen, die jetzt aufgrund einer Entschuldigung und der Zahlung ausgeschlossen ist. Über die Höhe der Zahlung ist bisher noch nichts bekannt.


WebReporter: maskenmaedel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Afghanistan, Entschädigung
Quelle: de.reuters.com

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.09.2008 19:16 Uhr von ko.ok
 
+7 | -7
 
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Tiefstes: Neanderthal.

Da muss man sich eben anpassen.

Immer noch billiger als ein langwieriges Gerichtsverfahren in zivilisierten Ländern.
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03.09.2008 19:24 Uhr von KGEckert
 
+7 | -7
 
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Scheckbuchdiplomatie: Klasse, da wird wieder das Scheckbuch gezückt. Wer entschädigt die Angehörigen für unsere toten Soldaten??
Wo gehobelt wird, fallen Späne, ganz abgesehen davon, dass man sicher sein kann, dass die Zivilisten als Schutzschild benutzt worden sind.
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03.09.2008 19:44 Uhr von maki
 
+4 | -4
 
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*lach*: "...Familie und weitere Stammesmitglieder Blutrache geschworen, die jetzt aufgrund einer Entschuldigung und der Zahlung ausgeschlossen ist."

Tausende Andere wirds wohl kaum kratzen, ob für die Familie Blutrache nun ausgeschlossen ist...

Achja, zu den Amis und deren Opfern: Irgendwie hab ich da was im Hinterkopf, dass die (früher?) was um die 3000 $ als Kopfgeld für die Angehörigen der Ermordeten Afghanen (und/oder Iraker) gezahlt haben, wenns absolut nicht mehr zu vertuschen war. Dank der Bande ist ja heiraten dort gefährlicher als hier (dort ist es lebensgefährlich).
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03.09.2008 19:57 Uhr von CHR.BEST
 
+5 | -4
 
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Da haben uns die USA eine schöne Suppe eingebrockt.
Ich finde, die Afghanen sollen das unter sich ausmachen. Die Taliban ist schließlich nicht vom Himmel gefallen sondern rekrutiert sich aus Familien, deren Weltbild sich nicht großartig von jener unterscheiden, welche jetzt diese Opfer zu beklagen hat.
Wenn sie so erpicht darauf sind, mittelalterliche Bräuche und religiöse Frömmigkeit über den Wert menschlichen Lebens zu stellen dann laßt sie doch. Die Situation in Saudi-Arabien hatte das komischerweise nie einen Staat so gestört, daß er deswegen mit einer Besatzungsarmee anrücken mußte.

Weder Europa, noch die USA, noch Rußland wurden dazu auserkoren, ihre Lebensweise fremden Ländern aufzuzwingen. Und auch die Erfahrungen aus der Kolonialzeit belegen, daß durch diese "Aktion" mehr Schaden als Nutzen verursacht wurde.

Was die Selbstmordattentäter anbelangt - nun, wenn der Zoll nahezu jede geschmuggelte Zigarettenschachtel aufspüren kann sowie ganze Flüchtlingstreks aus Afrika abgefangen werden dann schafft es Europa auch seine Grenzen vor diesen Irren zu schützen.

Wenn sie herkommen und Stunk wollen können sie ihn haben. Aber warum sollten wir dem Stunk auch noch hinterherlaufen, tut das wirklich Not?
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03.09.2008 20:00 Uhr von jsbach
 
+4 | -4
 
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Da sag ich nur, haben: wir noch alles in der Reihe und im Griff. Blutrache an wem?
Wie schon einige schreiben, es ist Krieg und wem nützt dieser Kniefall? Naja, da kann sich ja die Regierung in Kabul und die Angehörigen freuen, dass Herr Jung gleich den Scheck da gelassen hat.
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03.09.2008 20:04 Uhr von hauptsache-dagegen
 
+2 | -2
 
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Nichts Neues: @mcinternet: Nicht einmal die "Amis lachen sich kaputt". Die zahlen für getötete Zivilisten ebenfalls eine "Entschädigung", die bei ca. 800€ pro Kopf liegt und die Afghanen scheinen damit leben zu können.

Ich möchte nicht gemein sein, aber wären die 24Mrd € bei nur 30Mio Bewohnern Afghanistans nicht gut angelegt? Man kann das Geld danach auch wieder einsammeln und in Pakistan oder dem Iran weitermachen....

/Zynismus off
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03.09.2008 20:13 Uhr von maki
 
+6 | -4
 
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" Wer zahlt für UNSERE gefallenen Soldaten? "

Wie immer der doofe Steuerzahler vielleicht?

"Eigentlich sollte man von der afghanischen Regierung für jeden deutschen Soldaten, der dort durch Terroristen ums Leben kommt, eine hohe lebenslange Rente für die Hinterbliebenen fordern. Sowas ähnliches wie wir für die Überlebenden des Holocaust zahlen wäre richtig."

Rad ab?
Wenn überhaupt, dann müssen zuerst die geistesgestörten Entscheidungsträger in B. zahlen und als Nächstes die Amis.

"Mord an unseren Soldaten darf nicht ungestraft bleiben! "

Was für ein Mord?
Wie schreib der durchschnittliche Volkwagenfahrer in anderen Threads zu afghanischen Opfern sinngemäss:
"Kollateralschäden"
"Selbst schuld"
"Ist halt Krieg"
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03.09.2008 20:28 Uhr von KGEckert
 
+2 | -5
 
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von maki: Was soll uns Dein Kommentar sagen??
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03.09.2008 21:43 Uhr von usambara
 
+2 | -2
 
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die Blutrache ist aus vor-islamischer Zeit, der Ehrencodex der Paschtunen
ebenso.
Italien (Vendetta), Griechenland, Serbien...auch in Europa
wird das noch praktiziert
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03.09.2008 23:23 Uhr von ralf.h1974
 
+2 | -0
 
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schwören sie Blutrache und anderswo graben sie ihre Töchter lebendig ein.
Seltsame Sitten!
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04.09.2008 07:45 Uhr von Illiana
 
+2 | -0
 
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klingt jetzt für euch fies, aber unter den beiden Kindern war wohl ein Junge dabei.
Ich hab zumindest von einem guten Freund der Soldat ist gehört, dass für einen toten Jungen ein dreistelliger Betrag gezahlt wird und für Mädchen ziemlich genau 0 eur, da ein Mädchenleben dort nichts zählt...

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