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Taxifahrerin erstochen - 17-Jähriger muss achteinhalb Jahre ins Gefängnis

Das Motiv blieb bis zum Schluss im Dunkeln. Auch auf ein Geständnis oder auf Beweise konnte sich die Jugendkammer am Landgericht Chemnitz nicht stützen, trotzdem verurteilte sie gestern einen zur Tatzeit 16-jährigen Jugendlichen zu einer Haftstrafe von acht Jahren und sechs Monaten wegen Totschlags.

So mussten Zeugen und Indizien für die Urteilsbegründung herhalten, nicht zuletzt deshalb forderte die Verteidigung einen Freispruch für ihren jugendlichen Mandanten, das noch nicht rechtskräftige Urteil jedoch blieb nur wenig unter der für Jugendliche möglichen Höchststrafe.

Im Dezember 2007 wurde eine 36-jährige Taxifahrerin in ihrem Wagen niedergestochen und starb später im Krankenhaus. Ein zweiter Jugendlicher schied später als Tatverdächtiger aus, er belastete im Prozess aber den Angeklagten. Die Frau hinterlässt drei Kinder.


WebReporter: Tira2
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Gefängnis, Taxifahrer
Quelle: www.mdr.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.09.2008 14:42 Uhr von Tira2
 
+0 | -0
 
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Tja, schwieriger Fall, aber das Gericht muss sich seiner Sache sehr sicher gewesen sein. Anderen Berichten zufolge will die Verteidigung in Revision gehen.
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02.09.2008 15:05 Uhr von execute.exe
 
+3 | -7
 
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sollten keine Beweise dasein ist IMHO Freispruch, die einzige Wahl....

Vielleicht könnte mich einer der Jusisten hier bei SN mal aufklären?
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02.09.2008 15:24 Uhr von kittycat
 
+6 | -1
 
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yes!!! is zwar nich die höchststrafe aba wenigstens wurde der nich nur verwahnt ! sondern er kommt auch in knast..
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02.09.2008 16:55 Uhr von DrugsInMyFood
 
+3 | -0
 
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Endlich: Endlich passiert mal was....Jetzt hat er genug Zeit darüber nachzudenken...
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02.09.2008 16:56 Uhr von StaTiC2206
 
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was ist eigentlich der unterschied zwischen: totschlag und mord? manchmal versteh ich das nicht so ganz. ich mein wenn man sich prügelt und der eine stürzt bisschen unglücklich ok könnte als totschlag gelten, aber wie zum teufel ersicht man jemanden und es ist kein mord?

aktive und direkte aktionen welche zum tode einer weiteren person führen ist meiner meinung nach mord und das ohne jegliche diskussion.

ich spiel ja auch nicht am abzug eines maschinengewehrs mitten in der fußgängerzone und krieg dann totschlag, weil sich mal so ne salve gelöst hat.
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02.09.2008 17:15 Uhr von Mr.ICH
 
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@Static2206: Ich bin kein Experte,aber meines wissens nach ist es "nur" Totschlag, wenn der Täter während der Tat billigend in kauf genommen hat, dass das Opfer tödlich verletzt werden könnte, aber nicht zwingend die Absicht hatte das Opfer zu töten.

Ich weiss nicht genau was da passiert ist, aber wenn der Täter keine konkrete Tötungsabsicht hatte müsste Totschlag, zumindest aus juristischer Sicht, korrekt sein.

Ich hoffe der Mann ist wirklich Schuldig, dann wünsche ich ihm 8,5 lange Jahre.
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02.09.2008 20:01 Uhr von menschenhasser
 
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ich: bin ja nicht für amerikanische verhältnisse, bin mir aber doch so sicher das ein 16 jähriger genug verstand hat um zu wissen was es bedeutet einen menschen zu töten: also, kein jugendstrafrecht sondern 25 jahre knast!
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03.09.2008 00:58 Uhr von dddave
 
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Ich hätte gesagt: "In dubio pro reo"(im zweifel für den angeklagten)
Die ermittlungen sollten wieder beu aufgenommen werden!
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03.09.2008 01:04 Uhr von Tokata
 
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Richtig so!!! Ob Jugendlicher oder nicht...das ist mal ein Urteil das mir gefällt!

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