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Hamburg: 23-Jähriger schlug Seemann tot - Bewährung, damit er seine Lehre machen kann

Am Himmelfahrtstag geriet ein 23-Jähriger mit einem Seemann in Streit. Beide befanden sich während einer Festveranstaltung auf einem Marktplatz in Hamburg-Finkenwerder. An einem Bierstand schlug der 23-Jährige dann so heftig auf den Älteren ein, dass dieser mit dem Hinterkopf auf den Boden knallte.

Nach Zeugenaussagen wollte der 23-Jährige dann noch auf den am Boden Liegenden eintreten. Ein Zeuge konnten ihn jedoch davon abhalten. Das Opfer kam mit einem Schädelbasisbruch ins Krankenhaus. Aufgrund der Schwere der Verletzungen verstarb er dort zwei Wochen später.

Vor Gericht erzählte der 23-Jährige unter Tränen, dass er doch nur Streit schlichten wollte. Der Richter stufte die Tat als minderschweren Fall ein und verhängte zwei Jahre Haft auf Bewährung, damit der junge Mann seine Lehre als Lagerist fortsetzen kann, die er gerade erst im August begann.


WebReporter: Janina 2000
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Hamburg, Bewährung, Seemann
Quelle: www.welt.de

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50 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2008 17:33 Uhr von Janina 2000
 
+1 | -0
 
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Es heißt ja immer: Im Namen des Volkes. Ich frag mich nur, wen die deutschen Richter eigentlich mit "Volk" meinen. Meinen die etwa nur die ganzen vorbestraften Kriminellen ? In meinem Namen sind solche Urteile nämlich nicht.
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31.08.2008 17:39 Uhr von DTrox
 
+62 | -7
 
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Ich denke solche Urteile kann keiner der Bürger wirklich unterstützen. Unverständlich, mehr nicht.
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31.08.2008 17:43 Uhr von Great.Humungus
 
+49 | -6
 
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Wenn Mord bzw. Totschlag nur ein minderschwerer Fall ist, was muss man dann tun um wirklich bestraft zu werden.
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31.08.2008 18:06 Uhr von inabauer
 
+24 | -5
 
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das: ist mal wieder typisch deutschland.
delikte bei denen menschen verletzt/getötet oder sonst wie zu schaden kommen werden, werden viel zu lasch bestraft.aber sobald es um gegenstände (im kino die werbung neulich, raubkopierer erhalten bis zu 5 jahre) geht, schießt man mit kannonen aus spatzen.
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31.08.2008 18:09 Uhr von daermel
 
+13 | -6
 
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das ist - meines erachtens nach - einfach nur falsch. dieser mann hat jemanden umgebracht bzw. ihn so schwer verletzt dass er starb! er soll seine lehre machen und dann für diese ungeheuerliche tat mindestens 10 jahre in den knast (ich glaub net dass er ihn absichtlich in den tod schlug, er wollt ihn zwar verprügeln, aber net töten)...
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31.08.2008 18:13 Uhr von sunsmile
 
+14 | -3
 
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@daermel: man kann eine Lehre auch im Knast machen, ein Berufsschullehrer von mir damals hat im Knast unterrichtet.
Der Täter hätte mit seinen 23 Jahren wissen müßen was er mit seinen Schlägen anrichten kann, nicht zu entschuldigen die Tat
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31.08.2008 18:33 Uhr von Bjorn42
 
+20 | -5
 
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Ab in den Knast: Wer anders freut sich sicher über die Lehrstelle.
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31.08.2008 18:36 Uhr von Il_Ducatista
 
+13 | -3
 
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auch im knast braucht es lageristen - also rein mit ihm
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31.08.2008 18:55 Uhr von Valmont1982
 
+13 | -5
 
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Selbstjustiz: Es sollte sich keiner wundern, wenn die Angehörigen des Verstorbenen die Sache selbst in die Hand nehmen...

Das Urteil ist ein Hohn für die Hinterbliebenen und spottet jeglicher Beschreibung.

Da wird doch sicher jemand in Berufung/Revision gehen, oder nicht
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31.08.2008 18:58 Uhr von Noseman
 
+7 | -4
 
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Manchmal denke ich: Dass alle Richter und Staatsanwälte ihr 2. Staatsexamen in der JVA abgelegt haben.

Das ist zwar völliger Stuß, aber es würde einiges erklären :-(
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31.08.2008 19:00 Uhr von TheRoadrunner
 
+13 | -16
 
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Das war weder Mord noch Totschlag sondern (schwere) Körperverletzung mit Todesfolge.

Wenn man weiter liest: Die Bewährungszeit beträgt 5 Jahre, und während dieser Zeit darf er keinen Alk trinken.

Und jetzt mal überlegen: den jungen Mann in den Knast schicken, wo er bestimmt kein besserer Mensch wird, oder ihm eine letzte Chance geben - wenn er nämlich in den nächsten 5 Jahren etwas verbockt, sitzt er für 2 Jahre + die Zeit, die er sich dafür einbrockt, ein.
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31.08.2008 19:04 Uhr von Valmont1982
 
+8 | -9
 
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@TheRoadrunner: Und wer gibt dem Opfer eine zweite Chance ?! Ich denke, man sollte die Höchststrafe für die Körperverletzung mit Todesfolge anwenden
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31.08.2008 19:10 Uhr von Ecki303
 
+9 | -2
 
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@Great.Humungus:
illegal Musik runterladen oder in öffentlichen Gebäuden rauchen.
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31.08.2008 19:38 Uhr von Copykill*
 
+11 | -6
 
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.....Kommentar wird gesperrt ! Wenn ich jetzt wieder schreibe was ich denke, dann wird mein Kommentar garantiert wieder wegen Hetze und aufruf zu Gewalt gesperrt.

Es ist echt zum kotzen hier in Deutschland.
Möchte mal wissen was der Richter sagt wenn man seine Frau oder eines seiner Kinder (vorrausgesetzt er hat welche) so töten würde. (Ich gönne so etwas natürlich niemanden)

Diese Menschen leben doch so weit weg von der Realität wie wir vom Rande des Universums.

Also ich fühle mich als ein Teil des Deutschen Volkes.
Und in meinen Namen wurde dieses Urteil nicht gesprochen, und ich wette das dieses Urteil von mind. 80% der Bevölkerung nicht vertreten wird.
Was also soll dieser Scheiß der meist damit begündet wird das in Deutschland die Resozialisierung vor der Bestrafung geht.
Das beste Bsp., das so etwas fürn A... ist, ist der in der Kölner Junge der als "Koma-Schläger" bekannt wurde. (Habe jetzt leider keinen Link zur Hand)

Oder die ganzen Kinderf.... die aufgrund von Gutachten als Resozialisiert angesehen werden und weil es denen zu lanweilig ist, unmittelbar nach der Entlassung einfach mal wieder ein Kind missbrauchen.

Hier in Deutschland läuft gewaltig was falsch, und die Politik Interessiert es einen Schei...-Dreck.
Ich weiß nicht wann und wie aber ich bin mir sicher das der "Kessel" Deutschland irgendwann platzt, egal ob durch die Wahlen von Rechten Parteien, oder die Zunahme von Selbstjustiz o.ä..
Und dann soll keiner sagen wie konnte so etwas passieren.

Ich stehe Politisch weit rechts, aber ich hoffe trotzdem das keiner dieser Planlosen zum Teil Gewaltbereiten Parteien, die meinen mit einem "reinen Deutschland" seien alle Probleme gelöst, jemals was zu sagen habe.
Aber ich befürchte das es nur noch 2-3 Dekaden dauert bis der Zulauf so groß wird das die auch in den Bundestag kommen.
Dann soll keiner Jammern und soooo überrascht tun, und sich fragen wieso so etwas nochmal passieren kann.
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31.08.2008 19:40 Uhr von S-Lost
 
+5 | -3
 
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Einfach: unverständlich.
Vorallem der Gleichheits- und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz werden durch solche Strafen durch den Dreck gezogen.

Möchte wissen, was der angehende Azubi dem Richter zugesteckt hat, dass er so mild bestraft wird....
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31.08.2008 20:04 Uhr von Copykill*
 
+6 | -3
 
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@falke22: Ich möchte jetzt nicht über unsere verschiedenen Meinung diskutieren.

Aber ich gehe mal davon aus das du arbeitest.
Ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber bei mir ist es so, das wenn ich großen Mist gebaut habe, eine Abmahnung bekomme, und nach 3 Stück davon, kann ich meine Sachen packen.

Die Mehrheit der Richter machen bestimmt auch einen guten Job, aber was ist den Richtern und den Gutachtern, die dafür sorgen das wieder frei kommen, oder erst gar nicht eingesperrt werden, weil man evtl. kein übermäßiges Gewaltpotential erkennt, und dies Täter dann unmittelbar wieder zuschlagen oder missbrauchen.
Was passiert dann mit den Richtern und Gutachtern ?
Wie werden die Abgemahnt bzw. wie oft dürfen die sich irren ehe sie Ihren Job an den Nagel hängen müssen.
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31.08.2008 20:13 Uhr von TheRoadrunner
 
+7 | -8
 
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@ Valmont / @ Müntesfeind / @ alle: @ Valmont: Dem Opfer gibt niemand eine zweite Chance. Aber wird das Opfer dadurch, dass der Täter in den Knast kommt, wieder lebendig? Ich denke nicht.

@ Müntesfeind:
zu 1) Wenn jemand, der einen Streit schlichten will, und dann selbst angegriffen wird oder sich angegriffen fühlt, wäre das zwar keine Entschuldigung, aber immerhin eine Erklärung.
zu 2) Auch für mich hört sich das merkwürdig an. Auch hier ist Alkohol wohl keine Entschuldigung, aber doch eine Erklärung.
zu 3) In der Quelle steht eindeutig "Die Bewährungszeit beträgt fünf Jahre." Ich verstehe das so, dass er für 2 Jahre in den Knast muss, wenn er in den nächsten 5 Jahren gegen seine Auflagen verstößt.

@ alle: es war mir schon klar, dass euch diese Sichtweise nicht gefällt. Aber sagt mir bitte mal, wer etwas von einem Knastaufenthalt des Täters hätte, außer vielleicht dem Opfer Nahestehende, die dann zumindest der Gerechtigkeit genüge getan sehen, selbst wenn das das Opfer nicht wieder lebendig macht? Wenn der Täter in den nächsten 5 Jahren nur die kleinste Dummheit begeht (und erwischt wird), sitzt er ohnehin ein.
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31.08.2008 20:23 Uhr von Copykill*
 
+2 | -3
 
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@TheRoadrunner: Zitat : "Wenn der Täter in den nächsten 5 Jahren nur die kleinste Dummheit begeht (und erwischt wird), sitzt er ohnehin ein."
.................................................

Dem ist leider oft genug nicht so :-(
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31.08.2008 20:36 Uhr von wolfinger
 
+7 | -3
 
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strafe geht völlig in ordnung: denn es _kann_ sein, dass er wirklich nur den streit schlichten wollte, und ihm eine nur beruhigung verpasst hat - und der dann unglücklich gefallen ist. denn erst beim aufprall auf den boden hat er sich die tödliche verletzung zugezogen.

stellt euch vor eine alte oma fährt mit dem einkaufswagen durch den supermarkt, rempelt einen 20jährigen an, der rutscht aus und ihm passiert dasselbe - dann wärs auch nachvollziehbar!

natürlich schrecklich, aber ein mord ist def. etwas anderes...
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31.08.2008 20:57 Uhr von no_trespassing
 
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Unfaßbares Urteil: Ein Mensch wird totgeschlagen und es genügt ein einfacher Azubi-Nachweis (das sowieso noch in der Probezeit ist und jederzeit ohne Begründung aufgehoben werden kann), daß man nicht hinter Gitter muß. Wo sind wir hier eigentlich?

>>Wenn Mord bzw. Totschlag nur ein minderschwerer Fall ist, was muss man dann tun um wirklich bestraft zu werden.

Och, da gibts viel.
Es reicht schon, sich politisch inkorrekt zu verhalten oder die falschen Lobbygruppen zu attackieren.
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31.08.2008 21:03 Uhr von ralf.h1974
 
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Mein Vorschlag: Schlagt den Richter tot.
Vielleicht bekommen die anderen Richter dann Angst und verhängen mal ordentliche Urteile.
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31.08.2008 21:07 Uhr von smile2
 
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@wolfinger: Das Problem liegt aber wohl darin, dass du nicht genau gelesen hast. Nach Zeugenaussagen, hat er noch versucht auf den am Boden liegenden "Seemann" einzutreten! Sowas mache ich nicht, wenn ich jemanden eine "zur Beruhigung geben will. (Selbst das ist wirklich zweifelhaft ... ich will einen Streit schlichten indem ich einen nen Schlag verpasse - sehr logische Denkweise)

Ich finde auch, dass hier keine Bewährung angebracht ist. Natürlich kenn ich auch die näheren Umstände nicht. Aber so wie es sich der News/Quelle entnehmen lässt, hat er doch heftiger auf das Opfer eingeschlagen. Und jemand, der einen Streit schlichten will, geht nicht so brutal auf einen der Streithähne los und verletzt ihn in diesem Umfang.
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31.08.2008 21:18 Uhr von jsbach
 
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Absolut unverständlich für: mich und sehr viele anderen.
Was muss das für eine verkrachte Existenz sein, mit 23 Jahre noch eine Lehre...
Jugendstrafrecht geht nicht und dann noch auf Bewährung...???
Die paar Kommentare in der "Welt" reichen schon. Hoffentlich kassiert das OLG das Urteil, den vermutlich wird die Nebenklage/Staatsanwaltschaft Revision einlegen.
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31.08.2008 22:11 Uhr von HeiligerSchnitter
 
+3 | -4
 
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Nuja in meinen Augen ist´s auch nur ein bedauernswerter Unfall :(
Sowas ähnliches gab´s auch mal in meinem Bekanntenkreis.
Bekannter verließ den Bus an ´nem Busbahnhof, kommt in Streit mit nem "alten Mann".
"Alter Mann" schlägt "Bekannten" (mit Schirm oder Tasche oder so, weiß nicht mehr genau...):
"Bekannter" stößt "alten Mann" weg, dieser stürzt und fällt auf die Straße. In dem Moment fährt der Bus los - "alter Mann" tot...

Freispruch, dank der Kameraaufzeichnungen an dem Busbahnhof.
Ergo, nicht alles, das nach Mord oder Totschlag schreit, ist´s auch...
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31.08.2008 22:44 Uhr von Firehedgehog
 
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Ich hoffe auf: Selbstjustiz der Angehörigen des Seemanns.

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