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Brasilien: Untergegangene, hoch entwickelte Kultur, die als Mythos angesehen wurde, wieder entdeckt

Die Xingu-Kultur starb aus, als die Europäer mit ihren Krankheiten ab dem 16. Jahrhundert in Südamerika nach Edelmetallen suchten. Die Menschen starben schnell weil ihr Immunsystem gegen die neuen Krankheiten nichts auszurichten hatte. So hielt man einen Augenzeugenbericht über die Xingu-Kultur für eine Fabel.

Jetzt aber fand man im Amazonasgebiet Beweise für diese untergegangene Kultur. Forscher von der Universität Florida fanden ein hoch entwickeltes Straßen- sowie Siedlungsnetz. Die Städte wurden nach genauen Plänen nach einem Muster errichtet. Genau wie in südeuropäischen Städten war im Zentrum eine Plaza.

Um die größeren Städte herum gab es kleine Dörfer, die Landwirtschaft betrieben. Genau wie in mittelalterlichen Städten waren die Zentren von gemauerten Wällen umgeben. "Die Städte hatten dabei etwa die Größe einer durchschnittlichen mittelalterlichen Stadt", sagte Professor Mike Heckenberger von der Universität von Florida.


WebReporter: PortaWestfalica
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Kultur, Entdeckung, Brasilien, Mythos
Quelle: derstandard.at

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35 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2008 18:00 Uhr von GulfWars
 
+24 | -3
 
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Sie kamen, sahen und brachten den Tod: Wirklich extrem, dass die einfach so wegen einer Infektion zu tausenden aussterben. War das Immunsystem mit der Antikörperherstellung einfach zu langsam für die neuen Feinde.
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31.08.2008 18:02 Uhr von Josch93
 
+9 | -132
 
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31.08.2008 18:12 Uhr von inabauer
 
+33 | -11
 
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tja, dann kann sich noch ein kultur in die liste einreihen, die (un)willentlich im namen der kirche vernichtet wurde. natürlich wollten die conquestadoren die leute "auf den weg gottes" bringen und sie nicht nur als zwangsarbeiter in den goldmienen umbrigen. was glaubt ihr wohl, wo all das gold herkommt, dass in den prachtkirchen so rumhängt...
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31.08.2008 18:34 Uhr von _Ace_
 
+38 | -2
 
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Die Ignoranz und Goldgier der Europäer zu dieser Zeit zerstörte unheimlich viele, hochinteressante und hochentwickelte Kulturen.

Die Xingu sind dabei nur ein Beispiel aus vielen Fällen...
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31.08.2008 19:51 Uhr von Zeckengift
 
+68 | -5
 
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wenn josch93 hochentwickelt ist was ist dann der rest der sn-community? chuck norris?
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31.08.2008 19:54 Uhr von Afkpu
 
+9 | -4
 
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@josch93: du weißt schon das in der quelle steht das diese kultur im 16 jh. durch die europäischen "barbaren" wie man in diesem fall sagen kann ausgerottet wurde? (wenn auch auf umwegen durch krankheiten).

naja aber wenn das 93 in deinem namen dein geburtsjahr darstellt hast du ja noch zeit gründlich lesen zu lernen...

@ news meines wissens nach gab es bereits seit 10 jahren thesen hierrüber aber man konnte einzelne funde nicht eindeutig einer weiteren ureinwohnerkultur zuordnen , daher finde ich diese news nun sehr interessant
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31.08.2008 20:40 Uhr von Mi-Ka
 
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Terra Preta: Es gibt Leute, die glauben, dass die Landwirtschaft dieser Kultur die bislang höchstentwickelte war und auch heute sogar funktionieren würde.
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31.08.2008 20:51 Uhr von Tomoko
 
+13 | -2
 
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Wiedermal eine Kultur die von Goldgier getriebenen Europäern ausgerottet wurde. :(

@josch93

Während Europa "Besuch" von der Pest, Ruhr, Syphilis usw.. hatte .. hatten diese Kulturen damit nicht zu kämpfen. Da hat niemand auf die Strasse ge****** oder seinen Unrat aus dem Fenster gekippt.
Da ging es, bis auf die Blutopfer, weitaus zivilisierter zu ^^
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01.09.2008 00:21 Uhr von Schwertträger
 
+4 | -0
 
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@Kinger: Vor allem der Teil mit den Wahrscheinlichkeiten gefällt mir. :-))
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01.09.2008 03:13 Uhr von Ishkur
 
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@Kinger: Das es sie gibt ist, zumindest für mich, nicht anzuzweifeln. Nur die frage ist wo und ob wir sie jemals entdecken, bzw sie uns. ;-)
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01.09.2008 04:59 Uhr von Heiliger
 
+3 | -4
 
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Krankheiten: Was mich wundert. In den Amazonas gibt es so viele Krankheiten (beispiel Malaria). Mich wundert es, das die Europär nicht an deren Krankheiten gestorben sind. In der Zeit gab es noch keine Mittel gegen Malaria.
Und da gibt es unzählige krankheiten, wo der Europär heute noch aufpassen muss in den Amazonas.

Meiner Meinung nach starb die kultur aus anderen Gründen.

In den Amazonas gibt es Stämme, die noch nie einen Weissen gesehen haben. Diese wurden auch vor kurzem entdeckt und diese stämme sind viel kleiner und sterben auch nicht, weil nur die Eurpär da waren.

Ohne das Wissen der anderen Kulturen,. wäre der Westen nicht das, was es heute ist. Ich rede von der Entwicklung in jeder hinsicht.
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01.09.2008 08:25 Uhr von Afkpu
 
+6 | -1
 
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@heiliger: ehm....

hast du dich mal genauer mit den konquisitoren befasst?

von denen sind nicht gerade wenige an malaria , cholera, der pest ( die sie selber mitgebracht haben und vielem mehr gestorben) , nur sterben an einer seuche niemals alle individuen.. mein biolehrer kannte dazu nen schlauen satz aber... den hab ich vergessen also glaubts mir einfach^^
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01.09.2008 13:08 Uhr von the_dark_shadow
 
+2 | -8
 
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wie jetzt ? zitaz :"Die Xingu-Kultur starb aus, als die Europäer mit ihren Krankheiten ab dem 16. Jahrhundert in Südamerika nach Edelmetallen suchten."

Ich habe grade etwas Schnupfen, kann ich denn damit jetzt Kupfer oder Zinn finden ???
Bis jetzt habe ich nämlich immer Metalldetektoren benutzt.

und das mit den Krankheiten muss etwas relativiert werden, denn die Syphilis haben wir aus der neuen Welt mitgebracht.
Ganz zu schweigen von Lungenkrebs und so, der durch Tabakgenuss entsteht. Und Tabak kommt ja bekanntlich auch aus Amerika.
Wenn eine Kultur (oder Bevölkerungsgruppe) es nicht schafft, mit neuen Herausforderungen, gleich welcher Art, dann ist sie nicht fortgeschritten, sondern zum Untergang verurteilt.

So und jetzt her mit den Minus-punkten
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01.09.2008 13:15 Uhr von Schwertträger
 
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@the_dark_shadow: Schon mal auf die Idee gekommen, dass gerade die hoch entwickeltenn Kulturen zum Untergang verurteilt sind?

Je hochentwickelter, desto träger und unbeweglicher.

Übrigens hätte die Pest in Europa wohl auch so manche isolierte "Hoch"kultur ausgelöscht, wenn wir nicht so eng besiedelt gewesen wären, dass es keine isolierte Kultur mehr gab, und so die schiere Zahl an Menschen ausreichte, um genügend Kulturbewahrer überleben zu lassen.
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01.09.2008 13:25 Uhr von the_dark_shadow
 
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na wie prima: das doch funktioniert mit den Punkten.

und schwuppdibupp schon stehe ich in der rechten Ecke.
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01.09.2008 14:01 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -1
 
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@PortaWestfalica: Da muss ich dark_shadow Recht geben: DER Zusammenhang ist nun wirklich weit hergeholt.

Schablonendenken gibt´s nicht nur bei den Rechten.
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01.09.2008 15:03 Uhr von Mi-Ka
 
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Afkpu,

könnte sein, dass du das meinst:
"Die Krankheit darf nie schneller als der Mensch sein"
Stirbt nämlich der Wirt so schnell aus, dass der Erreger sich nicht mehr ausbreiten kann, dann ist er selbst dem Untergang geweit. Das ist z.B. das Schlimme an AIDS, weil hier der Mensch erst nach einiger Zeit krank wird.

the_dark_shadow,
den Vorwurf, menschenverachtend zu sein, muss du dir gefallen lassen, wenn du so ein Quatsch ablässt.
Der Grad der Fortschlichkeit daran zu messen, wie sie auf eingeschleppte Krankheiten reagieren, ist absoluter Blödsinn.
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01.09.2008 15:18 Uhr von Schwertträger
 
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@Mi-KA: Menschenverachtend ist aber nicht gleichbedeutend mit rechts.

Bezogen auf heutiges technisches Niveau wäre an der Aussage von dark_shadow sogar etwas dran, weil es eben heutzutage auch medizinische Forschng gibt, aus deren Leistungsfähigkeit man in gewissem Maße Rückschlüsse auf den Entwicklungsstand unserer Kultur ziehen kann.
Aber auf die damalige Zeit bezogen ist das natürlich nicht möglich.

Allerdings, und so fair muss man sein, sind kulturelle Errungenschaften wie Isolation von Kranken, die Erkenntnis über Verbreitungswege von Krankheiten etc. schon Indizien für den Wissensstand einer Kultur. Der Gedanke ist also nicht PRINZIPIELL von der Hand zu weisen, sondern nur etwas radikal in der von dark_shadow zitierten Anwendung.


Ob es generell menschenverachtend ist, wenn man abstrakte Beobachtungen über Kulturen anstellt, wage ich übrigens auch noch in Frage zu stellen. :-)
In der abstrakten Überlegung würde ich das nicht so eng sehen.
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01.09.2008 17:13 Uhr von Heiliger
 
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@Afkpu: Ich kenne die Geschichte so gut, das ich sagen kann, das die Kulturen nicht aus Krankheiten ausgestorben sind.
Es ist klar das die schuldigen sich als unschuldig darstellen wollen und die Geschichtsbücher heute es auch so berichten.

Aber glaub mal. Viele bücher müssten heute schon umgeschrieben werden, weil vieles nicht nic ht so stimmen kann, wie es in den meisten Geschichtsbücher steht.

Und zur Entwicklung:
Mann kennt nur Gesichten aus dem Westen, das Sie bestimmte Krankheiten nicht überlebt haben. Pest ect.

Aber sonst gibt es keine Geschichte, wo andere, ausserhalb europa an irgend welche Krankheiten fast oder gar ganz ausgestorben sind.

Das heisst. Der Rest der Welt konnte sich sehr gut helfen was Krankheiten angeht.
Auch weisst man heute, das ältere Kulturen sogar viel entwickelter was Medizien und technik angeht waren als die europär. In manschen sachen bis heute noch.

Das gefällte früher den Kriegerischen Eurpäran nicht und haben deswegen viele Kulturen ausgerottet um selber das wissen zu behalten.

Nicht vor Lange Zeit hat man gesagt, das Indianer dumm sind.
Heute weisst man was die Kultur alles erreicht hat und jeder wundert sich wie die es geschaft haben.
Vieles werden wir halt nicht erfahren. Weil Sie aus neid und habgier vernichtet wurden.
Und nicht weil irgend welche krankheiten da waren.
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01.09.2008 17:25 Uhr von Schwertträger
 
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@Hieliger: Ich hätte auch nie gesagt, dass die Krankheiten die einzige Ursache für das Verschwinden waren.

Hauptursache dürfte ganz sicher gewaltsames Eingreifen von außen sein. Und wer die aggressoren waren, ist heute wohl auch unumstritten.
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01.09.2008 17:41 Uhr von Heiliger
 
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@Schwertträger: Naja, umschritten.
Ist so ne sache. Also das es Bürgerkriege geben kann oder das nachbar länder kriege führen weisst man heute auch das es passieren kann.

Aber die ersten berichte wo Kulturen richtig verschwinden durch kriege oder angebliche krankheiten passierte alles erst, als die Europär die Meere bereisst haben und nicht vorher.

Natürlich weisst man auch das gewisse Kulturen auch durch das Klima vernichtet wurden. Aber das ist die minderheit.

Viele Kulturen sind erst nach dem die Europär die Merre bereisst haben so richtig verschwunden.
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01.09.2008 17:48 Uhr von Heiliger
 
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@Schwertträger umschritten: ups, hab ich da wohl was falsch gelesen.
Du schriebs unumschritten.

Vergiss den teil was ich oben geschrieben habe.
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01.09.2008 19:03 Uhr von Rubyking
 
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Hoch entwickelt, und dann an einer Infektion gestorben. Da sieht man wieder was GeldGeilheit ausrichtet..
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01.09.2008 20:29 Uhr von Heiliger
 
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@ bonsaitornado1: Ja aber angefangen hat es, wo die Europär die Meere bereisst haben.
Vorher ging eine Kultur ganz verloren wenn es zur Klima Katastrophe kam.

Aber die Europär haben Kulturen vernichtet wegem dem Gold und auch das wissen was die kulturen hatten.

Es ging nicht nur ums Gold.

Ich sag mal so. Würden die Europär nicht existieren (in dem Sinne keine kulturen wurden ausgerottet), würden wir heute durch die galaxy reissen können. Jeder Mensch und nicht nur gewisse Leute.
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01.09.2008 20:54 Uhr von Schwertträger
 
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@Heiliger: DAS kann man so einfach auch nicht behaupten.

Es ist keineswegs sicher, dass einige der nun ausgerotteten Hochzivilisationen es ohne das gewaltsame Eindringen der Europäer so weit gebracht hätte, Ehrgeiz für Expansionspläne zu entwickeln.

Man darf nicht vergessen, dass durch die Notwendigkeit, sich gegen die Europäer zu verteidigen, auch andere Forschungen in Gang kamen.
Geschichtlich interessant wäre sicherlich ein Wettrüsten der Inkas gegen die Spanier geworden, wenn sich erstere gegen die ersten Vereinnahmungswellen hätten wehren können.
DARAUS hätte sich dann durchaus etwas entwickeln können.

Ob und wie schnell dabei allerdings wirklich bahnbrechende Neuerungen entstanden wären, die die ganze Menschheit vorangebracht hätten, oder ob man je die Notwendigkeit gesehen hätte, ins Weltall zu reisen, ist keineswegs gesagt.

Genausogut könnte man dann jetzt auch einen weltumspannenden Inkaglauben haben, der die Reise zu den Sternen der Götter als Frevel ansieht. Alles möglich.

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