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Bayern: Lehrer sollen zur Zeugnisnoten-Korrektur genötigt worden sein

Wie von der "Süddeutschen Zeitung" gemeldet wurde, sollen minimal an drei von 15 Hauptschulen die Zeugnisnoten positiv nach oben "frisiert" worden sein. Zu dieser skandalträchtigen Korrektur der Noten im Landkreis Cham (Oberpfalz) sollen mehrere Lehrer von der Schulaufsicht gezwungen worden sein.

Wie die "SZ" weiter berichtete, würden rund 20 Prozent der Schüler die Hauptschulen üblicherweise ohne Abschluss verlassen. Konkret verwies die Zeitung auf eine Lehrerin, die bei einer Jugendlichen die Benotung im Abschlusszeugnis nach oben verbesserte. Damit sollte die hohe Abbrecherquote gedrückt werden.

Vor kurzem konnte man noch Lob für die geringe Abbrecherquote erfahren und es wird vermutet, dass der schulische Betrug nur der Verbesserung in der Bayern-Statistik diente. Abgeordnete der Grünen im bayerischen Landtag haben inzwischen eine vorbehaltlose Aufklärung des Vorfalls gefordert.


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WebReporter: jsbach
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Bayern, Bayer, Lehrer, Zeugnis, Korrektur
Quelle: www.kanal8.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2008 10:06 Uhr von jsbach
 
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Die Noten so lange "hochfrisieren" bis die Statistik stimmt, finde ich, nützt dem einzelnen Schüler sehr wenig. Früher oder später wird die Sache doch ruchbar. Was nützt mir eine 2 in Mathe, wenn ich normalerweise eine 4 im Zeugnis stehen hätte und mich mit dem Rechnen schwer tue. Fast so ein Skandal, wie bei der Lehrerin die wegen guter Noten "weggelobt" wurde. (SN berichtete)
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31.08.2008 11:08 Uhr von Superhecht
 
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Das kenne ich als die Leistungen ab etwa 1980 bedohlich nachließen, wurde auch in der DDR begonnen, die Ergebnisse zu frisieren.

Übliche Methode Mathe-Abschlussprüfung Kl10:
- Vorzensur (Stand April) 5
- schriftliche Prüfungim April 5
- Direktor beordert Mathe-Fachlehrer zu sich
- Schüler erhält leichte Haus-Aufgaben zur Abgabe und gute mündliche Noten für läppische Antworten
- Vorzensur.Durchschnitt wird damit auf 4,49999 getuned
- Vorzensur 4, Schriftliche 5, Ø4,5 -> Zeugnisnote 4
- Nicht in die Mündliche Prüfung
- bestanden

Wie gesagt gab es bis zum Ende meiner Schulzeit diese Methode nicht, es war garnicht nötig

Als aber aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen die Motivation der Schulkinder ab etwa 1980 immer mehr sank, wurde auf diese Weise eben der Plan erfüllt.
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31.08.2008 11:20 Uhr von 08_15
 
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Wo bleibt die Staatsanwaltschaft? Anstiftung zum Betrug. Beihilfe zum Betrug.

Die Staatsdiener sind noch nicht suspendiert? Man darf nicht vergessen: Sie haben einen Amtseid geleistet. Damit ist das auch noch MEINEID.

Mindeststrafe 2 Jahre, oder? Danach Entlassung aus dem Schulamt, Verlust der Pension usw.

Aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.
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31.08.2008 11:37 Uhr von GermanCrap
 
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Der Staat geht doch mit Beispiel voran: Beamte werden doch auch vor der Pensionierung befördert ohne die entsprechende Tätigkeit jemals auszuüben. So als Abschieds-Bonus, um den Lebensabend zu versüßen. Warum denn nicht auch Noten zum Abschied frisieren?
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31.08.2008 12:01 Uhr von maretz
 
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@judas II: Wie kann man 10 Fächer unterrichten? Nun - es kommt auf die Schule an. Ich traue mir ohne Probleme zu eine 8-10te Klasse (Haupt + Real) mit recht geringer Vorbereitungszeit in Mathe, Englisch, Physik, EDV u. ähnlichem zu unterrichten. Das sind jetzt 4 Fächer die mir spontan einfallen - ich denke da würde sich noch mehr finden lassen...

Hintergrund dabei ist nicht das ich mich für so intelligent halte - sondern den Bildungsstand auf den Schulen leider so niedrig das es kaum Probleme gibt. Grade bei den Hauptschülern (nicht alle, aber ein guter Teil!) ist dafür nun wirklich nicht viel nötig.
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31.08.2008 12:31 Uhr von Noseman
 
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@Judas II: In wievielen verschiedenemn "Fächern" unterrichten denn alle Eltern ihre Kinder?

Da kannst Du mal davon ausgehen, dass Lehrer, die nebst Abitur auch über Didaktik, Methodik, Psycholgie und Erzeihungswissenschaften (nebst weiteren Wahlfähern sowie 3 in 3 Unterrichtsfächern) universitär ausgebildet werden, es eigentlich rudimentär hinkriegen sollten, mindestens Grundschulkinder in allen Fächern unterrichten zu können (ausser vllt in Musik, Sport, Religion; da bedarf es schon Grundkenntnisse, die man leider nicht automatisch bereits an der Schule erwirbt. Aber sonderlich schwer ist selbst das auch nicht wirklich).
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31.08.2008 13:19 Uhr von Konfuz_d
 
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@ Judas II: einem schüler vorhalten das er zu dumm ist für irgendwas kann ganz leicht im suizid des schülers enden ...
manch einer kann das verkraften, manch andere aber nicht,
wenn jmd so derbe fertig gemacht wird und psychisch so labil ist das derjenige mit dem leben abgeschlossen hat, bringt es wohl auch nicht viel für einen besseren leistungsstand! also sowas bitte nicht -.- ich hatte auch so nen lehrer der mal ausgetickt ist in dem sinne, weil einige sich nicht auf die mündliche prüfung vorbereitet haben, hab auch was abbekommen mit anschnauzen und so, ...zur info: vor der abfrage war ich nicht in der schule und wusste nicht, was wir dazu lernen sollten, weil meine klassenkameraden alle so einen ego-tripp hatten -.-

zur news: sachen gibts,aber es bringt einem wirklich nichts wenn seine note "frisiert" wurde! ....

minuspunkte immer noch gern gesehen =)
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31.08.2008 14:22 Uhr von Der Erleuchter
 
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sunshine: Genau es sind immer die Lehrer! Auch zu meiner Schulzeit gabs solche Fächer, mit misserablen Ergebnissen, aber es lag bestimmt nicht an den Lehrern. Die Kinder heute beschäftigen sich einfach mehr mit Playstation und co statt sich hinter die Bücher zu klemmen. Aber die Eltern wissen ja immer ganz genau wie gut ein Lehrer ist. Wenn man in den Heften der Kinder nicht mehr Stoff findet, dann wohl eher weil die Kinder unaufmerksam im Unterricht sind, nicht mitschreiben oder durch ihr niedriges Leistungsniveau ein Vorankommen unmöglich machen. Wenn Eltern zwei Jahre nichts gegen angebliche Mängel unternehmen, brauchen sie sich im dritten Jahr nicht aufzuregen. Heute sind Eltern schnell dabei wenn es darum geht einen Lehrer anzugreifen. Strafaufgaben - wieso mein Kind - haben Sie was gegen mein Kind? Hausaufgaben? Muss das sein? Solche Fragen kommen bei Elternabenden. Eltern rotten sich zusammen und versuchen junge Lehrer zu mobben, weil sie noch nicht die nötige Erfahrung haben - z.B. mittels des Eltrernbeirats. Und dann beklagen sie sich über zu alte Lehrer. Zum Glück bin ich kein Lehrer. Scheiß Gesellschaft....
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31.08.2008 14:42 Uhr von Angel-Knight
 
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Den Schülern vorhalten was sie doch für Versager sind, war die Methode von meinem letzten englisch Lehrer. Der hat uns das Tag für Tag vorgehalten und auch gerne mal erzählt wie ungläubig die anderen Englischlehrer waren, als er bei denen über unsere letzte Arbeit gelästert hat. Er hat sich auch gerne mal einen rausgepickt und, vor der Klasse, richtig auf ihm rumgehackt.

Einmal kam eine andere Lehrerin in unsere Klasse um sich einen Projektor auszuleihen und unser Lehrer fängt mitten in der Klasse mit ihr ein Gespräch an um über uns abzulästern.

Die Leistungen zum Positiven gewendet hat das Verhalten allerdings nicht, es hat nur dazu geführt das wir komplett gegen ihn waren.

Am Ende des Jahres wollte ihn unser Klassensprecher dann bei der Zensurenkonferenz zur Rede stellen (wir waren Abschlussjahrgang und wollten unsere Noten vorher nicht komplett in den Keller ziehen weil wir uns offen mit ihm anlegen). Nur leider erschien dieser Lehrer dort nicht - Schade eigtl., besonders für die nächste Klasse.
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31.08.2008 14:45 Uhr von ranma
 
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Meinen Erfahrungen nach sind es die alten Lehrer, die immernur scheiße bauen und mit den Kindern von heute kein Stück klarkommen!
Ich weiß selbst ganz genau, wo ich beschissen wurde..allerdings glaubt mir das ja kein Schwein!

DAS is ne Scheiß Gesellschaft!
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31.08.2008 15:13 Uhr von Noseman
 
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@ranma: Gilt das für alle "alten" Lehrer, oder nur für die, die Du zum Schluß (Oberstufe?) hattest?

Ich glaube Dir nämlich durchaus und habe auch eine Erklärung dafür.
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31.08.2008 15:18 Uhr von ranma
 
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@Noseman: Nein nein, nicht alle, ich meine nur im Verhältnis sind es eher die älteren.
Nett, dass du mir glaubst, aber helfen würde es nichts^^

Ich hatte nen netten Fall mit eine lehrerin, die mich bei weitem nicht mochte und mir nur aufn Sack ging, das ging sogar bis ich nen Nervenzusammenbruch hatte, es waren zwei Konverenzen mit der Lehrerin, dem Schulleiter und mir angesetzt, zu beiden Terminen meldete sich die Lehrerin krank, es ging einfach weiter als wäre nichts gewesen...
hmmm...Ich glaube grundsätzlich fast allen Schüler, die meinen sie haben ein ernsthaftes Problem mit Lehrern, die Schüler sitzen nämlich IMMER am kürzeren Hebel, und das wissen auch die Lehrer...
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31.08.2008 15:41 Uhr von Dracultepes
 
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Hrhr das schöne Bayern mit dem superhohen durchschnitt.

Und doch es kann an beiden liegen. Schüler die keine motivation brauchen weil sie eh autodidakt sind und sich vieles selber aneignen kommen auch mit lehreren klar die mit rechts schreiben und mit links wischen(hatten wir).

Andere schüler rauchen da völlig ab. Das problem zieht sich durch die schulen bis an die uni. Es ist erstaunlich wie manche schüler/studenten nach lehrer/professorwechsel aufblühen und was für noten die auf einmal raushauen.
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31.08.2008 17:20 Uhr von Alice_undergrounD
 
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gibt es sicher überall auf dieser welt: aber ich denke wir bayern haben die korruption und das statistik-tuning erfunden, da macht uns so schnell keiner was vor :)
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31.08.2008 18:02 Uhr von Great.Humungus
 
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Schaut euch doch mal um, die Arbeitslosenzahlen gehen zurück und dennoch hat der Staat nicht genügend Geld für Sozialleistungen. Die zahlen der Schüler ohne Ausbildung gehen zurück und dennoch fehlen uns jede menge Fachkräfte, wo bleiben also diese Leute?!

Die antwort: Fortbildungen, Weiterbildungen... hauptsache nicht in den Statistiken auftauchen auch wenn die Regierung einen Arsch voll Geld bezahlt.

Beispiel: Schule, 2007 wurde die Schulpflicht von 10 Schuljahren auf das 18. Lebensjahr verlängert, Resultat: Schulabsolventen der Hauptschule und Realschule ohne Ausbildung müssen auf ein BVJ gehen, dass weder auf dem Niveau noch Bildungsmäßig ihrer derzeitig Qualifikation entspricht.

Beispiel: Arbeitsamt, früher saß man halt 2, 3 Monate zu Hause bis man wieder einen neuen Job gefunden hat, Heute wird man auf extrem teure, vom Staat bezahlte fortbildungen geschickt, die oft nicht der Qualifikations der bis jetzt ausgeübten Arbeit entspricht (meine Mutter hat so etwas durchgemacht)

Achja nicht zu vergessen, 1 Euro Jobber usw. tauchen auch nicht in den Statistiken auf.

Mit solchen Methoden zeigt man der Bevölkerung das es berg auf geht (siehe Arbeitslosenzahlen) und man wundert sich warum der Staat immer weniger Geld hat um man selbst man Steuern zahlen muss.
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31.08.2008 18:03 Uhr von Deniz1008
 
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die grünen wieder einmal wollen dies und jenese soll die fräulein roth erst einmal ihre lästigen moschee-besuche sein lassen... :)
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31.08.2008 22:17 Uhr von Der Erleuchter
 
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sunshine: Jetzt ist es auf einmal wieder ein spezieller Lehrer, der versagt, nicht mehr "die" Lehrer. Aber verallgemeinern ist ganz einfach. Natürlich gibt es Ausnahmen. Doch ist das noch kein hinreichender Beweis für die Richtigkeit der Aussage. Vielleicht ist das Kindchen nur in einer pubertären Krise gesteckt und die Eltern haben sich nicht richtig gekümmert, erst als es beinah zu spät war hat man dann ein bisschen Nachhilfe bezahlt...

Und der größte Scheiß ist wohl eine Behauptung, dass es an Wissenslücken liegt, dass der Lehrer nur 1 jahr unterrichten darf. Sowas wird bestimmt nicht öffentlich propagiert. Wenn Eltern sich über Lehrer aufregen, gehen Rektoren gerne den leichten Weg und versuchen durch Wechsel die Konfrontation zu vermeiden. Also wieder ein Elternproblem. Die Deutschen haben ja inzwischen einen Hang dazu den Fehler bei anderen zu suchen.
Wenn man keine richtigen Argumente hat, geht man gern auf triviales Blabla über. Ich hab diesen Nickname extra für Gehirnfurze entwickelt, damit sie auch was zu schreiben haben.
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01.09.2008 10:33 Uhr von Illiana
 
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hei, was soll die Aufregung, dass die Noten nach oben "getunt" werden. Es passiert doch auch oft genug, dass wenn es auf den Lehrer ankommt ob der Schüler z.B. ne 5 (um nicht durchzufallen) oder ne 6 erhält, die schlechtere bekommt.

Auf meiner Fachoberschule damals war es normal. Da hatte ein Hauptschüler der in Deutsch, Englisch, EDV eine 1 und in den restlichen Fächern eine 2 hatte, wegen einer 6 in Mathe gehen müssen. Dabei hätte der Lehrer ihm auch eine 5 geben können, da dieser auf der Kippe stand und dann die Probezeit bestanden hätte. Und bevor jmd. schreibt, dass man ihn dann bevorzugt hätte: Bei Gymnasiasten und Realschülern sah man das nicht so eng und gab Ihnen eine Chance.
Aber wie der Mathelehrer sagte: Haupt- und Wirtschaftsschüler haben bei mir noch nie die Probezeit bestanden....
Außerdem sieht es wohl schlecht aus, wenn auf ner FOS der Klassenbeste von der Hauptschule kommt...
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01.09.2008 12:08 Uhr von Shakotai
 
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Ein Trainer sagte mal zu mir: es gäbe keine dummen Schüler, höchstens unfähige Lehrer. Nachdem Noten nicht nur ein Leistungsnachweis für den einzelnen Schüler sind, sondern der Notendurchschnitt als Leistungsnachweis für den Lehrer angesehen werden muss, ist dies genauso als würde ich in der Privatwirtschaft Leistungsnachweise frisieren. Wäre dort auch ein Grund zur fristlosen Kündigung.
Wenn aber Mitarbeiter (hier Lehrer) von oben genötigt werden sollten gerade die Nötiger durchaus privatwirtschaftlichen Massnahmen unterworfen werden. Klartext: Und tschüß!
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01.09.2008 12:49 Uhr von Shakotai
 
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@ Judas II und Der_Erleuchter: Bei euren Thesen über die dummen und unwilligen Schüler habt ihr wohl grundlegendes übersehen:

Warum sitzen denn Schüler stundenlang vor dem Rechner und spielen? Schlicht und einfach weil es Spaß macht. Und warum gehen sie unwillig zur Schule oder bringen dort keine Leistungen? Weil es schlicht und einfach keinen Spaß macht und der Schüler auch keinen Nutzen für sich sehen kann.

Eure Thesen von ‚Druck ausüben’ sind genauso alt wie unsinnig und daneben, missachten sie doch elementare Grundbedürfnisse bzw. Funktionen des Gehirnes. Unser Gehirn ist so eingerichtet, dass es Dinge, die es mit Freude verbindet gut behält, Dinge die es mit Schmerz verbindet oder als unangenehm empfindet, schnellmöglich verdrängt.

Ergo muss Lernen für die Schüler mit Spaß verbunden werden. Das ist aber eine Aufgabe, die der Lehrer zu leisten hat. Er hat den Spaß an der Materie ebenso wie die Materie zu vermitteln. Um Beispiele aus eigener Erfahrung anzubringen: Unser Deutschlehrer verstand unser Interesse an Deutsch zu wecken, es spannend zu machen. Klassendurchschnittsnote 2+. Der Mathelehrer kam rein, stellte sich vor die Tafel und leierte seinen Stoff runter. Durchschnittsnote 4. Beim Physiklehrer ebenso. Sein Nachfolger verstand wieder das Interesse durch Experimente zu wecken. Wir stellten uns selber die Frage nach dem Warum: Sprung der Note um mehr als einen Wert nach oben.

Die Methode ‚Psychoterror’ wird nur zu oft von unfähigen Lehrern angewandt. Das Ergebnis sind jedoch zumeist nur neue Hackordnungen. Labile oder auch nur sensible Schüler werden dadurch so erheblich demotiviert, dass es eher zum Gegenteil als dem Gewünschten führt. Selbstmorde bei Schülern lassen sich nur zu oft auf dieses zurückführen. Auch werden gerade hochbegabte Kinder gerade durch dies unnötig herunter gedrückt. Beispiel? Ein Klassenkamerad wurde durch die Lehrerin nur zu oft als dumm und faul bezeichnet, sollte in der Sonderschule landen. Seine Eltern waren damit nicht einverstanden und ließen ihn prüfen. Heute ist Max Professor für angewandte Physik im Massachusetts Institute of Technology in Cambridge.

Grundsätzlich sollte sich bei dem Hintergrund jemand, der andere für Dumm oder Faul hält, die Frage stellen, ob diese Eigenschaften nicht auf ihn zutreffen.
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01.09.2008 14:09 Uhr von Rubyking
 
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Gerechtigkeit? Gibt es wohl nicht mehr oder? Es ist unfair wenn sich andere abrackern müssen, Blut und Tränen vergießen nur um die Schule zu schaffen. Unverantwortlich. Die Schuldigen sollten bestraft werden...
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01.09.2008 20:21 Uhr von dddave
 
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Meiner Meinung nach: sollte es so gemacht werden dass schlechtere Schüler gefördert werden. Wenn man ihnen einfach eine bessere Note einträgt verändern sie ihr weniger erfolgreiches Verhalten nicht.Dieses steht dann in Ungunst mit dem späteren Arbeitsplatz. Ich frage mich was sich ein Arbeitgeber denkt, wenn jemand eine 3 in mathe hat, aber nicht in der Lage ist 4/5 + 2/15 zu rechnen
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02.09.2008 15:21 Uhr von DanielKA
 
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nun... es heißt nicht umsonst: lügen,
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