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Apotheken bangen um Existenz - Dürfen Drogerien bald Medikamente verkaufen?

Ab kommendem Mittwoch wird der Europäische Gerichtshof in Brüssel über die Zukunft vieler Apotheken entscheiden. Dann wird nämlich entschieden, ob in Deutschland auch Drogerien und Supermärkte Medikamente verkaufen können. Die Apotheken würden darunter leiden, der Verbraucher würde profitieren.

Seitdem die Apotheken Konkurrenz von unter anderem Internetapotheken bekommen haben, gibt es Preisunterschiede bei Medikamenten von bis zu 70 Prozent. So kostet zum Beispiel Ratiopharm Nasenspray über die Versandapotheke von Rossmann 95 Cent. Der UVP liegt aber bei 3,20 Euro.

Die Quelle hat eine Liste veröffentlicht, in der man sich über die verschiedenen Preise der 100 am Meisten verkauften, freien Arzneimitteln informieren kann. Enthalten sind unter anderem Tabletten, Sprays und Salben.


WebReporter: borgir
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Droge, Medikament, Kauf, Apotheke
Quelle: www.bild.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.08.2008 01:59 Uhr von borgir
 
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Ich hab mir die Liste schon angesehen und musste feststellen, dass die Online-Apotheke in der ich bestelle (0800Apoberg), bei vielen Medikamenten noch billiger ist. Hab ich wohl einen guten Griff gemacht. (Paracetamol kostet zum Beispiel 98 Cent, statt wie im Bild-Test 1.19 Euro beim billigsten Anbieter.
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31.08.2008 10:37 Uhr von freddy33
 
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find ich gut! Konkurrenz belebt den Markt.

Kann nicht sein das Apotheken in Deutschland als Einzige das Recht haben Medikamente zu verkaufen.

Ist eine absolute Monopolstellung gegen die schon angegangen werden sollte.
Mal ganz nebenbei sollte man auch mal langsam darüber nachdenken, die Krankenkassen ein wenig zu "entmachten"
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31.08.2008 10:53 Uhr von five_of_ten
 
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Naja: so einfach ist das nicht. Um eine Aphotheke zu eröffnen brauchst du eine Ausbildung um dich Fachlich auszukennen.

Wenn du allerdings in der Drogerie kaufst glaubst wohl kaum das die verkäufer auch nur einen hauch von ahnung haben.

Ich bin zwiespältiger meinung. Ich denke simple artikel wie Kopfschmerzthabletten können ruhig im supermarkt verkauft werden. Ist ja in fast jedem Land so.

Aber ich finde einfach Rezeptflichtige sachen und wichtige Methdikamente sollten doch lieber in der Aphoteke verkauft werden.

Five
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31.08.2008 11:15 Uhr von christi244
 
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Five: Ich hänge wegen Diabetes an rezeptpflichtigen Medikamenten. Das einzige, was ich in der Apotheke erlebe, ist, dass mir gesagt wird, sie müssen mir das Medikament eines anderen Herstellers geben, da der Hersteller, der per Rezept vom Arzt verordnet wurde zu teuer ist. Anders wird es in den Drogerien auch nicht laufen. Diese Entwicklung ist in den USA bereits seit langer Zeit Usus.

Und, wenn ich mir die sonstigen Preise in den Apotheken so ansehe, greife ich sicherlich auch eher auf Drogerien zurück oder bestelle im Internet oder fahre nach Holland.
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31.08.2008 11:27 Uhr von five_of_ten
 
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@christi: ich kann dein argument voll verstehen. Nur bedenke das du theoretisch einen kompletten berufsszweig zerstören würdest.

Onlineaphotheken ist eine Sache nur wenn in supermärkten und drogerien medikamente verkauft werden kann das aber auch zu erhöhtem missbrauch führen.

Five
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31.08.2008 11:36 Uhr von Borgir
 
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@five_of_ten: man wird auch oft in apotheken falsch beraten, oft genug mitbekommen und bemerkt, da ich vom fach bin.

allerdings ist es auch nicht so einfach, "nur" kopfschmerztabletten zu verkaufen.
paracetamol kann üble leberschäden machen und ist ab 3 gramm pro tag toxisch
ass macht den magen kaputt und hemmt die thrombozytenaggretation (folge: man blutet heftiger und länger)
ibuprofen macht magen und nieren kaputt und sollte nur zusammen mit magenschutzpräparat eingenommen werden

usw usf
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31.08.2008 11:48 Uhr von christi244
 
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Five: Das ist mir schon klar ... aber ... was hindert dann Apotheken daran, auch umzudenken und eben erstens ihre Angebotspalette zu erweitern und ihre Preise zu senken.

Aus den USA weiß ich (Walmart, Walgreens, CMS und wie sie alle heißen), dass sie dort auch sehr wohl Fachpersonal beschäftigen, also Leute, die Pharmazie studiert haben. Also, von daher sehe ich das Problem durchaus nicht derart drastisch.

Und Missbrauch ... weder in den Niederlanden, noch in den USA bekommst Du in keiner der Drogerieketten verschreibungspflichtige Medikamente OHNE Rezeptvorlage.

Ich denke einmal, hier geht es - wie generell in diesem Lande - um die Aufrechterhaltung bestimmter Lobbys. Was mich angeht, so habe ich von diesen Sonderregelungen für diese oder jene Sparte eher die Nase voll.
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31.08.2008 11:52 Uhr von christi244
 
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Borgir: Auch manche Ärzte beraten "falsch" ... sowas wird wohl niemals ganz ausgeschlossen sein.

Fakt jedenfalls ist, dass Apotheken komplett überteuert anbieten und wahrscheinlich im Grunde in diesem Lande nur noch existieren können durch den ihnen gewährten "Lobbyschutz". Und dies kann ich absolut nicht einsehen.
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31.08.2008 12:13 Uhr von cyrus2k1
 
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Die Bereatung in Apotheken ist oft untauglich. Oftmals bringt eine 10-Minütige Internet-Recherche mehr verlässliche Informationen zu Tage als die Bereatung in der Apotheke. Teilweise haben die Verkäufer dort überhaupt keine Ahnung von den Wirkstoffen die enthalten sind. Bevor ich ein Medikament einnehme schaue ich immer erst im Internet nach was über den Wirkstoff bekannt ist. Selbst öfters erlebt: Ein bestimmtes Medikament sollte angeblich besser sein, obwohl der Wirkstoff in genau der selben Menge enthalten war. Auf meine Frage wo den da der Unterschied sei kamm nichts außer ääääääääääähm.
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31.08.2008 12:29 Uhr von ralf.h1974
 
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@five_of_ten: Die Apotheke verkauft aber auch Zahnbürsten, Zahncreme und Bonbons usw. was eher in die Drogerie gehört.
Ich hatte mir vor einiger Zeit den Spass gemacht, bei mir in der Stadt die Preise für Tabletten bei den Apotheken zu erfragen.
Was soll ich sagen keinerlei Unterschied, seltsam oder.
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31.08.2008 12:47 Uhr von freddy33
 
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@christi244: Hätte zur Folge, das sogar ein paar Arbeitslose Pharmazie-Studenten nen Job bekommen würden ;)

Ich sehe die Sache echt positiv...

Warum sollen nur in Apotheken Fachkundiges Personal für Medikamente arbeiten?
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31.08.2008 12:50 Uhr von freddy33
 
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kleiner Nachtrag es geht doch vielmehr um die Krankenkassen, die den Apotheken die Preise vorgeben.

Da befürchtet man einen Machtverlust.

Zurecht.
Und das ist auch gut so.
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31.08.2008 16:09 Uhr von christi244
 
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Freddy: Ähnlich sehe ich das auch, wenn ich es an der Entwicklung in den USA oder in den Niederlanden festmache. Es ist an der Zeit, in diesem Lande die verdammten Lobbys endlich aufzubrechen, denn Lobby bedeutet letztlich Filz.
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31.08.2008 23:11 Uhr von jsbach
 
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Wenn ich rezeptfreie: Medikamente verschrieben bekommen, kaufe ich sie generell als PKV versicherter bei den deutschen INet-Apotheken. Ein Medikament UVP 124.50, billigster über medizinfuchs.de 84.78 frei Haus. Mal auf die schnelle 40 Euro gespart und das Zeugs ist einen Tag später da.
Mit rezeptpflichtigen Arzneien ist fast kein Preisunterschied und die werden Drogerien auch nicht verkaufen dürfen ohne appropierten ApothekerIn.

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